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Vom Umgang der Polizei mit Trauer und Tod und die Arbeit von Polizeiseelsorgern

"...in meinen Armen sterben?"

Título: Vom Umgang der Polizei mit Trauer und Tod und die Arbeit von Polizeiseelsorgern

Trabajo Escrito , 2014 , 15 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Jenny Schöler (Autor)

Ética
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„Kein Einsatz ist wie der andere“, „Die Vielfältigkeit des Berufes interessiert mich“ - diese und andere Sätze hört man immer wieder, wenn man Kommissaranwärter über deren Beweggründe fragt, sich bei der Polizei zu bewerben.
Doch genau da stellt sich die Frage, ob es wirklich von Vorteil ist, nie genau zu wissen, was die Beamten am Einsatzort erwartet.
Ein gutes Beispiel ist hier der von der Leitstelle erteilte Auftrag „Hilo“ bzw. „HiloP“. Beides bedeutet „hilflose Person“, also in den meisten Fällen jemand, der stark alkoholisiert und daher nicht mehr Herr seiner Sinne ist.
Was aber, wenn die Beamten sich irren und an einen Routineeinsatz denken, bei dem keine Eile geboten ist, aber gerade diese von der Einsatzleitstelle als einfache „Hilo“ bezeichnete Person nun Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist? Oder wenn es sich um eine ältere Dame handelt, die einen Schwächeanfall erlitten hat, der sich als Herzinfarkt herausstellt und sie eventuell sogar schon verstorben ist? Oder wenn ein einfacher Verkehrsunfall sich plötzlich als „VUP“, Verkehrsunfall mit Personenschaden, herausstellt, bei welchem auch Kinder beteiligt sind oder sogar getötet wurden?
Dann ist die Routine ganz schnell vergessen und man muss individuell entscheiden, wie man sich zu verhalten hat.
Auf solche Situationen ist man nicht vorbereitet, darauf kann man sich auch nicht wirklich vorbereiten, aber sie sind in diesem Beruf allgegenwärtig.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Was ist die Polizeiseelsorge?

2.1. Die Geschichte der Polizeiseelsorge

2.2. Aufgaben und Tätigkeitsfelder

3. Brauchen Polizisten Beistand?

4. Selbstberichte von Polizisten

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die psychische Belastung von Polizeibeamten durch traumatische Ereignisse im Dienst und beleuchtet die Rolle der Polizeiseelsorge als unterstützende Instanz bei der Bewältigung dieser Erlebnisse.

  • Die psychologischen Herausforderungen im Polizeialltag
  • Entwicklung und Aufgaben der Polizeiseelsorge
  • Stigmatisierung von Hilfesuchenden im Polizeiberuf
  • Analyse von Fallbeispielen und Selbstberichten aktiver Beamter
  • Bedeutung von professioneller Nachsorge und Prävention

Auszug aus dem Buch

Selbstberichte von Polizisten

Mittlerweile gibt es viele Bücher, die von aktiven Beamten geschrieben wurden, in welchen Sie ihre täglichen Erlebnisse verarbeiten.

So wurde das Projekt „Polizei-Poeten“ ins Leben gerufen. Auf der dazugehörigen Internetseite und in diversen Büchern findet man viele interessante aber auch erschreckende Berichte über Einsätze der Beamten.

Einer davon trägt den Titel „Anna und ihr Vater“. Dort beschreibt eine Kriminalbeamtin ihren schlimmsten Fall.

Er handelt von einer Frau namens Anna, die ihren Vater anzeigen wollte, da er sich wohl an ihrer 9-jährigen Nichte vergangen haben soll. Nach weiteren Gesprächen kam heraus, dass der Vater Anna selbst jahrelang missbraucht hatte, die Familie und Ärzte jedoch nichts taten, um sie von ihrem Leid zu erlösen, so dass sie die Taten bis heute noch nicht verarbeitet hat.

So kam es, dass für diese Kollegin die Vernehmung sehr nervenaufreibend war. Sie hat wochenlang zu Hause geweint, konnte mit niemandem über dieses Geschehen reden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Unvorhersehbarkeit des Polizeiberufs und die ständige Konfrontation mit belastenden Situationen, die eine psychologische Unterstützung notwendig machen.

2. Was ist die Polizeiseelsorge?: Dieses Kapitel beschreibt die historische Entwicklung der Polizeiseelsorge und definiert ihre zentralen Aufgabenbereiche, von der Beratung bis hin zur Gestaltung kirchlicher Feiern.

3. Brauchen Polizisten Beistand?: Hier wird der verbreitete Mythos des „unerschütterbaren Polizisten“ kritisch hinterfragt und die Notwendigkeit von Unterstützung angesichts hoher Stressfaktoren betont.

4. Selbstberichte von Polizisten: Anhand authentischer Berichte wird verdeutlicht, wie extreme Einsatzerlebnisse zu psychischen Zusammenbrüchen führen können und wie wichtig es ist, Hilfe anzunehmen.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Polizeiseelsorge eine wertvolle Ressource darstellt, um psychische Gesundheit zu erhalten und langfristige traumatische Folgen zu vermeiden.

Schlüsselwörter

Polizeiseelsorge, Psychische Belastung, Trauma, Einsatznachsorge, Polizeiberuf, Krisenintervention, Burn-out, Stressmanagement, Suizidprävention, Polizeiethik, Schweigepflicht, Einsatzkräfte, Psychosoziale Betreuung, Stressimmunisierung, Trauerarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der psychischen Belastung von Polizeibeamten im Dienst und analysiert, wie die Polizeiseelsorge dabei helfen kann, traumatische Erlebnisse zu bewältigen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der Polizeiseelsorge, die Aufgabenfelder der kirchlichen Unterstützung bei der Polizei, die psychische Gesundheit von Beamten sowie die Bedeutung von Erfahrungsaustausch.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass der Polizeiberuf hohe emotionale Anforderungen stellt und professionelle Unterstützung sowie ein offener Umgang mit Belastungen für die Beamten essenziell sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung von Fachhandbüchern und authentischen Selbstberichten aktiver Polizeibeamter, um die Thematik zu fundieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Polizeiseelsorge, die Diskussion über die Notwendigkeit von Beistand für Polizisten sowie eine Analyse von Fallbeispielen, die den psychischen Druck im Dienst illustrieren.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Polizeiseelsorge, Einsatznachsorge, Trauma, Burn-out-Syndrom und das Stigma, welches Polizisten oft daran hindert, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Warum ist das Projekt „Polizei-Poeten“ für die Argumentation der Autorin wichtig?

Das Projekt liefert authentische Berichte aus der Praxis, die belegen, dass Polizisten trotz ihrer Ausbildung mit den menschlichen Abgründen, denen sie begegnen, oft allein gelassen werden.

Welche Bedeutung hat das Beispiel „Anna und ihr Vater“?

Dieses Fallbeispiel verdeutlicht, wie beruflich bedingte Belastungen in das Privatleben hineinwirken und zu einem Burn-out führen können, wenn keine rechtzeitige Unterstützung erfolgt.

Was kritisiert die Autorin im Hinblick auf das Verhalten von Vorgesetzten?

Es wird gefordert, dass Vorgesetzte die Beamten stärker im Umgang mit dem Tod schulen und unterstützen müssen, um eine „Verrohung“ oder emotionale Gleichgültigkeit der Beamten zu verhindern.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Vom Umgang der Polizei mit Trauer und Tod und die Arbeit von Polizeiseelsorgern
Subtítulo
"...in meinen Armen sterben?"
Universidad
University of Applied Sciences for Public Administration of North Rhine-Westphalia; Duisburg
Calificación
1,7
Autor
Jenny Schöler (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
15
No. de catálogo
V286170
ISBN (Ebook)
9783656862789
ISBN (Libro)
9783656862796
Idioma
Alemán
Etiqueta
umgang polizei trauer arbeit polizeiseelsorgern armen Topic_Polizei
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jenny Schöler (Autor), 2014, Vom Umgang der Polizei mit Trauer und Tod und die Arbeit von Polizeiseelsorgern, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/286170
Leer eBook
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Extracto de  15  Páginas
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