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Das Mittelalter in der weltanschaulichen Schulung der SS

Titre: Das Mittelalter in der weltanschaulichen Schulung der SS

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2014 , 18 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Alexander Würth (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - National-socialisme, La seconde guerre mondiale
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Die Schutzstaffel (SS) entwickelte sich seit ihrer Gründung als Personenschutzeinheit Hitlers zur mächtigsten und einflussreichsten Organisation im Nationalsozialismus. Dabei verstand sich die SS immer auch als eine elitäre und einzigartige Organisation in klarer Abgrenzung zur Schutzabteilung (SA) und anderen Parteigliederungen und ebenfalls in Kontrast zu staatlichen Organisationen wie der Wehrmacht oder der Polizei und dem Behördenapparat. Die SS stand damit unter ständigem Differenzierungs- und Entwicklungsdruck und musste sich, da sie auf keine organisatorische Vergangenheit zurückgreifen konnte, auch ihre eigene Tradition und Legitimation selbst erschaffen. Das Geschichtsbild und das eigene Selbstverständnis spielten hierbei – wie allgemein im Nationalsozialismus – eine herausragende Rolle. Es wurde versucht, den Angehörigen der SS durch gezielte Schulung (weltanschauliche Schulung) die nationalsozialistische Ideologie und die sich daraus ergebenden Aufgaben und Wertvorstellungen der SS zu verinnerlichen. Der Versuch historischer Legitimation und der Fortführung germanischer Traditionen und Ideale sind hierbei ebenso zu verorten wie die Übernahme und Instrumentalisierung kultischer Handlungen und der Aufbau einer Quasireligion innerhalb der SS. Die nationalsozialistische Interpretation der deutschen und europäischen Geschichte und deren gezielte Mythisierung werden insbesondere im Bezug zum Mittelalter besonders deutlich.
Diese Arbeit soll der Frage nachgehen, welche Rolle das Mittelalter und damit zusammenhängende Themen innerhalb der weltanschaulichen Schulung der SS spielten. Hierzu werden zunächst die weltanschauliche Schulung und deren Entwicklung in der SS dargestellt und erläutert. Folgend wird untersucht, welches Bild die SS vom Mittelalter hatte und innerhalb der weltanschaulichen Schulung zu vermitteln suchte und welches Gewicht das Mittelalter im nationalsozialistischen Geschichtsbild und im Geschichtsbild der SS hatte. Hierzu sollen exemplarisch der ‚Lehrplan für die weltanschauliche Schulung der SS’ und das SS-Lehrbuch ‚Der Weg zum Reich. Geschichte in gröbsten Zügen’ im Bezug auf die Fragestellung untersucht und analysiert werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Geschichtsbild, NS-Weltanschauung und SS-Schulung

2.1 Verklärung der Geschichte

2.2 Die NS-Ideologie und die SS

2.3 Die weltanschauliche Schulung in der SS

3 Das Mittelalterbild der SS

3.1 Quellenanalyse

3.1.1 Lehrplan

3.1.2 ‚Der Weg zum Reich’

3.2 Untersuchungsergebnis

4 Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht die Rolle des Mittelalters innerhalb der weltanschaulichen Schulung der SS. Das zentrale Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Mittelalter als Instrument zur ideologischen Legitimierung der NS-Ideologie und zur Konstruktion eines spezifischen SS-Geschichtsbildes instrumentalisiert wurde.

  • Methodische Analyse von SS-Lehrplänen und ideologischen Schriften
  • Untersuchung der Konstruktion von Kontinuitätslinien zwischen dem Mittelalter und dem NS-Staat
  • Rolle von Rassismus, Führerprinzip und Blut-und-Boden-Ideologie in der Geschichtsvermittlung
  • Funktion der SS als angeblicher „Orden“ und Träger germanischer Traditionen
  • Untersuchung der Diskrepanz zwischen ideologischer Planung und Schulungsrealität

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Lehrplan

Der bei einer Untersuchung der Universität Tübingen durch Gerd Simon analysierte und editierte (die Seitenangaben dieser Arbeit beziehen sich auf die Edition der Universität Tübingen), durch das SS-Hauptamt erarbeitete und herausgegebene ‚Lehrplan für die weltanschauliche Erziehung in der SS und Polizei’ trägt keinen Verfasser und keine Jahresangabe. Er gliedert sich in die vier Hauptabschnitte (mit Angabe des festgesetzten Stundenumfanges):

I. Die SS, Geschichte und Aufgabe (4 Stunden)

II. Europa und das Reich (12 Stunden)

III. Der Führer, sein Leben und seine Bedeutung für Europa (10 Stunden)

IV. Die lebensgesetzlichen Grundlagen unserer Weltanschauung (8 Stunden)

Der Hauptabschnitt II. Europa und das Reich ist für die Fragestellung relevant, da er sich mit der Epoche des Mittelalters befasst. Der Abschnitt bezeichnet Europa als Festung, die „in unseren Tagen (von) europafremden Mächten aus Ost und West“ bedroht sei und beschreibt die „Notwendigkeit des Zusammenschlusses“. Aufgabe des Abschnittes sei es, „an Hand der geschichtlichen Entwicklung die Grundlagen des europäischen Kontinentalbewusstseins aufzuzeigen, von welchem die kommende Neuordnung ihren Ausgang nehmen soll“. Hier wird deutlich, dass nach Sicht der Nationalsozialisten der von Deutschland entfachte Zweite Weltkrieg nichts anderes gewesen sein sollte, als ein europäischer Einigungskrieg unter der Führung des Deutschen Reiches;

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der weltanschaulichen Schulung für die SS ein und formuliert die Fragestellung zur Rolle des Mittelalterbildes innerhalb dieser Ideologievermittlung.

2 Geschichtsbild, NS-Weltanschauung und SS-Schulung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der NS-Weltanschauung, die Rolle der Geschichte als Legitimationsinstrument und die organisatorische Durchführung der weltanschaulichen Schulung in der SS.

3 Das Mittelalterbild der SS: Dieser Hauptteil analysiert exemplarisch den 'Lehrplan' und die Broschüre 'Der Weg zum Reich', um das selektive Mittelalterbild der SS und die daraus abgeleiteten ideologischen Schlussfolgerungen darzustellen.

4 Schluss: Das Schlusskapitel resümiert die Ergebnisse, betont die Funktion des Mittelalters als Legitimationsquelle der SS und reflektiert über die Diskrepanz zwischen ideologischem Anspruch und der Praxis der Schulung.

Schlüsselwörter

SS, weltanschauliche Schulung, Mittelalterbild, Nationalsozialismus, Geschichtsbild, NS-Ideologie, Germanen, Blut und Boden, Legitimationsgrundlage, SS-Hauptamt, Lehrplan, Europa, Kontinuität, Rassenideologie, Führerprinzip.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit untersucht, welche Funktion das Bild des Mittelalters innerhalb der weltanschaulichen Erziehung und Schulung der Schutzstaffel (SS) hatte.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Text?

Die zentralen Themen sind die NS-Weltanschauung, die rassistische Interpretation von Geschichte, die Rolle des Germanentums sowie die Versuche, das NS-Regime historisch zu legitimieren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzudecken, wie die SS durch die selektive Darstellung mittelalterlicher Geschichte versuchte, ihre eigene Existenz und Ziele ideologisch zu untermauern.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine exemplarische Quellenanalyse, bei der primäre Schulungsmaterialien wie ein SS-Lehrplan und die Broschüre 'Der Weg zum Reich' inhaltlich ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der konkreten Analyse der Schulungsmaterialien, wobei insbesondere die Konstruktion von Kontinuitätslinien zwischen dem historischen Mittelalter und der NS-Gegenwart untersucht wird.

Durch welche Schlüsselwörter wird die Arbeit charakterisiert?

Wichtige Begriffe sind SS, weltanschauliche Schulung, Geschichtsbild, Germanisierung, Blut-und-Boden-Ideologie und NS-Legitimation.

Wie wurde die weltanschauliche Schulung in der SS praktisch umgesetzt?

Der Unterricht erfolgte regelmäßig durch Schulungsleiter, unterstützt durch Lichtbildvorträge, Filme, SS-Leithefte und gesellige Veranstaltungen, wobei Heinrich Himmler das Vorbild der SS-Führer als primäres Erziehungsmittel betonte.

Welche Rolle spielte Karl der Große im SS-Geschichtsbild?

Seine Darstellung war ambivalent; er wurde teils als "Sachsenschlächter", aber zunehmend als europäischer Einiger und Vorreiter des Führerprinzips instrumentalisiert.

Warum war der "Deutsche Ritterorden" für die SS von Bedeutung?

Der Ritterorden diente als historisches Vorbild für die SS als "Orden", wobei jedoch betont wurde, dass die SS im Gegensatz zum zölibatären Ritterorden eine Sippengemeinschaft innerhalb der Volksgemeinschaft darstelle.

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Résumé des informations

Titre
Das Mittelalter in der weltanschaulichen Schulung der SS
Université
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt  (Neuere Neueste Geschichte)
Cours
Proseminar
Note
2,0
Auteur
Alexander Würth (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
18
N° de catalogue
V286282
ISBN (ebook)
9783656865223
ISBN (Livre)
9783656865230
Langue
allemand
mots-clé
mittelalter schulung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Alexander Würth (Auteur), 2014, Das Mittelalter in der weltanschaulichen Schulung der SS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/286282
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Extrait de  18  pages
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