Die Ehre, als erste Schweizerin das Fliegen gelernt zu haben, gebührt der in Zürich geborenen Kaufmannstochter Else Haugk (1889–1973), nach fälschlicher Schreibweise auch Haugh, verheiratete Else von Oldershausen. Im Alter von 24 Jahren legte sie am 11. Mai 1914 in Hamburg-Fuhlsbüttel auf einem Eindecker des Typs „Hansa-Taube“ die Flugprüfung ab und erfüllte damit die Voraussetzungen für das Schweizer Brevet. Die Kurzbiografie „Else Haugk. Die erste Fliegerin der Schweiz“ des Wiesbadener Autors Ernst Probst schildert ihr Leben.
Inhaltsverzeichnis
Else Haugk. Die erste Fliegerin der Schweiz
Frauen in der Luftfahrt
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit dem Leben und Wirken von Else Haugk, der ersten Schweizer Fliegerin, und bettet ihre Pionierleistung in den historischen Kontext der weiblichen Luftfahrtgeschichte ein.
- Biografische Daten und der fliegerische Werdegang von Else Haugk
- Die Anfänge der zivilen Luftfahrt und die Ausbildung zur Pilotin vor dem Ersten Weltkrieg
- Der Einfluss von historischen Ereignissen wie dem "II. Zuverlässigkeitsflug am Oberrhein" auf ihre Karriere
- Chronologische Übersicht der wichtigsten Meilensteine und Rekorde von Frauen in der internationalen Luftfahrtgeschichte
Auszug aus dem Buch
Die erste Fliegerin der Schweiz
Die Ehre, als erste Schweizerin das Fliegen gelernt zu haben, gebührt der Kaufmannstochter Else Haugk (1889–1973), nach fälschlicher Schreibweise auch Haugh, verheiratete Else von Oldershausen. Im Alter von 24 Jahren legte sie am 11. Mai 1914 in Hamburg auf einem Eindecker des Typs „Hansa-Taube“ die Flugprüfung ab und erfüllte damit die Voraussetzungen für das Schweizer Brevet.
Lange Zeit war wenig über diese Pionierin der Luftfahrt bekannt, bis Dr. Stefan Blumenthal im November 2011 einen aufschlussreichen Artikel über Else Haugk in der schweizerischen Zeitschrift „Cockpit“ veröffentlichte. Er ist der Großneffe des deutschen Segelflugpioniers Wolf Hirth (1900–1959).
Else Haugk kam am 10. Juni 1889 in Enge (heute in Stadtteil von Zürich) zur Welt. Ihr Vater Theodor Haugk stammte aus der bayerischen Landeshauptstadt München und heiratete in Zürich die Schweizerin Elise Brandstetter. In Zürich lebten auch der sieben Jahre ältere Bruder Otto, der den Kaufmannsberuf ergriff, und die um sieben Jahre jüngere Schwester von Else. Diese Geschwister wohnten bis ins hohe Alter in Zürich.
Zusammenfassung der Kapitel
Else Haugk. Die erste Fliegerin der Schweiz: Dieses Kapitel beschreibt den Lebenslauf, die fliegerische Ausbildung und die persönlichen Hintergründe der ersten Schweizer Pilotin Else Haugk.
Frauen in der Luftfahrt: Dieses Kapitel bietet eine umfassende chronologische Auflistung bedeutender Pionierleistungen von Frauen in der nationalen und internationalen Luftfahrt vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart.
Schlüsselwörter
Else Haugk, Luftfahrtpionierin, Schweiz, Pilotenausbildung, Hansa-Taube, Frauengeschichte, Luftfahrt, Flugpionier, Geschichte, Erster Weltkrieg, Brevet, Luftfahrttechnik, Flugwesen, Frauen in der Luftfahrt, Segelflug
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert das Leben von Else Haugk, die als erste Frau der Schweiz eine Pilotenausbildung absolvierte und ihre Lizenz kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges erhielt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Biografie von Else Haugk, die technischen Rahmenbedingungen der frühen Luftfahrt sowie die historische Einordnung der weiblichen Präsenz im Flugwesen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Else Haugk als bedeutende Pionierin der Schweizer Luftfahrt zu würdigen und die Fakten ihres fliegerischen Werdegangs historisch korrekt festzuhalten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine fundierte historische Recherche, inklusive der Auswertung von Fachzeitschriften, zeitgenössischen Berichten und biografischer Quellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Biografie von Haugk sowie eine umfangreiche Chronik, die die Leistungen zahlreicher Fliegerinnen weltweit auflistet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Luftfahrtpionierin, Schweiz, Pilotenausbildung, Hansa-Taube und Frauengeschichte charakterisiert.
Welchen Einfluss hatte der "II. Zuverlässigkeitsflug am Oberrhein" auf Else Haugk?
Der Besuch dieser Veranstaltung im Jahr 1912 war das Schlüsselerlebnis für Haugk, welches in ihr den spontanen Wunsch weckte, selbst das Fliegen zu erlernen.
Wie wurde Else Haugk trotz ihrer fliegerischen Ambitionen politisch eingestuft?
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Haugk im Rahmen eines Entnazifizierungsverfahrens ("Spruchkammer II") als unbelastet eingestuft, da sie zu keiner Zeit Mitglied der NSDAP war.
Welche Rolle spielte der Sohn Hans-Felch von Oldershausen für die spätere Lebensphase von Else Haugk?
Als erfolgreicher Mediziner unterstützte er seine Mutter finanziell und ermöglichte ihr unter anderem Aufenthalte in Chile, wo sie auch ihre fliegerischen Kontakte wieder pflegen konnte.
- Arbeit zitieren
- Ernst Probst (Autor:in), 2014, Else Haugk. Die erste Fliegerin der Schweiz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/286568