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Die Metapher der Begierde und der Sprung bei Kierkegaard und Bataille – eine vergleichende Annäherung

Título: Die Metapher der Begierde und der Sprung bei Kierkegaard und Bataille – eine vergleichende Annäherung

Trabajo de Investigación , 2015 , 33 Páginas

Autor:in: Dr. Stefan Hammerl (Autor)

Filosofía - Filosofía del siglo XX
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Die Begierde ist ein wesentlicher Faktor in unserem Leben. Sie steuert unsere Emotionen, unsere Beziehungen, unsere Sexualität. Sie stellt einerseits die einzige Möglichkeit dar, wo wir mit uns selbst alleine bleiben, andererseits auf den Anderen angewiesen sind, sie auszuleben. Sie ist nicht etwas Zufälliges sondern etwas Notwendiges in uns. An einem gewissen Punkt stellt sie uns selbst, unsere Existenz sogar infrage. Dann, wenn uns die Diskontinuität zum Problem wird.

Der fiktive zweihundertste Geburtstag Kierkegaards gibt Anlaß zu Spekulationen. Der Gottsucher, der Verführer, der Selbstinszenierer, der subjektiv denkende große dänische Philosoph – ist er uns zeitgeistig nicht nahe in seiner Bemühung „authentisch“ zu wirken, auf uns, also „subjektiv“ auf uns zu wirken?

Wir machen einen gewagten Versuch, nämlich ihn George Bataille gegenüberzustellen: aus heutiger Sicht auch ein Denker des „vorigen Jahrhunderts“; zeitlich wesentlich näher verbindet beide Denker ein gemeinsames Schicksal: sie veröffentlichen beide unter Pseudonyme, revoltieren gegen die „klassische“ Philosophie, wollen provozieren und berufen sich auf die subjektive Erfahrung, im Unterschied zu der objektiv begründbaren „doxa“, wie sie in Lehrbüchern steht. Beide stehen den Impulsen der Triebe näher, sich auf ungewöhnliche Weise mitzuteilen und scheuen nicht, Spott und Ächtung auf sich zu nehmen, um einer Wahrheit willen, die nicht begründbar, sondern der subjektiven Empfindung unterstellt ist. Die Emotionen sind es bei beiden Denkern, die bewegen und wodurch Denken bewegt wird. Gehen wir also von einem Grundimpuls aus, der wohl bei jedem vorhanden sein dürfte: der Begierde. Folgen wir also einer Ontologie, die nicht den Geist sondern den Trieb als den Impuls des Schaffens ansetzt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Das Bewusstsein der Begierde

Das „il y a“ als reine Gegenwart

Der souveräne Augenblick und der Sprung

Das Diskontinuierliche

Das Unmögliche und die Freiheit vor dem Sprung

Der Sprung

Das Lachen über den Tod

Die Sehnsucht nach dem „Ganzen“

Über die „Topologie“ des Begehrens

Die „Plethora“ als Diskontinuitäts-Versprechen

Kontinuität und Tod

Die „innere Erfahrung“

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die philosophische Verschränkung von Begierde, Tod und Freiheit im Denken von Søren Kierkegaard und Georges Bataille. Ziel des Essays ist es, die Konzepte des „Sprungs“ und der „Diskontinuität“ als grundlegende Momente einer subjektiven Existenzphilosophie freizulegen, die sich dem objektivierenden Denken entzieht.

  • Die Ontologie des Triebes und die Begierde als Impuls des Schaffens.
  • Die vergleichende Analyse des „Sprungs“ bei Kierkegaard und Bataille.
  • Das Spannungsfeld zwischen der diskontinuierlichen Einzelexistenz und der Suche nach Kontinuität.
  • Die Rolle des Lachens und der Transgression im Umgang mit dem Tod.
  • Erotik als notwendige, aber unmögliche Erfahrung der Freiheit.

Auszug aus dem Buch

Das Bewusstsein der Begierde

Der fiktive zweihundertste Geburtstag Kierkegaards gibt Anlass zu Spekulationen. Der Gottsucher, der Verführer, der Selbstinszenierter, der subjektiv denkende große dänische Philosoph – ist er uns zeitgeistig nicht nahe in seiner Bemühung „authentisch“, also „subjektiv“ auf uns zu wirken?

Wir machen einen gewagten Versuch, nämlich ihn George Bataille gegenüberzustellen: aus heutiger Sicht auch ein Denker des „vorigen Jahrhunderts“; zeitlich wesentlich näher verbindet beide Denker ein gemeinsames Schicksal: sie veröffentlichen beide unter Pseudonymen, revoltieren gegen die „klassische“ Philosophie, wollen provozieren und berufen sich auf die subjektive Erfahrung, im Unterschied zu der objektiv begründbaren „doxa“, wie sie in Lehrbüchern steht. Beide stehen den Impulsen der Triebe näher, verstehen es, sich auf ungewöhnliche Weise mitzuteilen und scheuen nicht, Spott und Ächtung auf sich zu nehmen, um einer Wahrheit willen, die nicht begründbar, sondern der subjektiven Empfindung unterstellt ist. Die Emotionen sind es bei beiden Denkern, die bewegen und wodurch Denken bewegt wird. Gehen wir also von einem Grundimpuls aus, der wohl bei jedem vorhanden sein dürfte: der Begierde. Folgen wir also einer Ontologie, die nicht beim Geist sondern beim Trieb als den Impuls des Schaffens ansetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

Das Bewusstsein der Begierde: Einführung in die Gegenüberstellung von Kierkegaard und Bataille und Verankerung der philosophischen Betrachtung im Grundimpuls der Begierde.

Das „il y a“ als reine Gegenwart: Untersuchung der Koinzidenz von Bewusstsein und einem unpersönlichen Sein, das sich dem objektivierenden Zugriff entzieht.

Der souveräne Augenblick und der Sprung: Analyse des existenziellen Sprungs, der bei Bataille mit einer humoresken Leichtigkeit, bei Kierkegaard mit ethischem Ernst verbunden ist.

Das Diskontinuierliche: Untersuchung der Erfahrung der Transgression als positiven Akt der Selbstbehauptung gegenüber gesellschaftlichen Verboten.

Das Unmögliche und die Freiheit vor dem Sprung: Reflexion über die Grenze der Subjektivität, an der Freiheit erst in ihrer Unmöglichkeit manifest wird.

Der Sprung: Vertiefung des Sprung-Begriffs im Kontext der Tradition Pascals und als Garant für die Konstituierung der Freiheit.

Das Lachen über den Tod: Erörterung der Rolle des Lachens als Waffe gegen den Tod und als Zeichen einer Revolte gegen dessen Sieg.

Die Sehnsucht nach dem „Ganzen“: Rückgriff auf Platons Symposion-Mythos, um das Begehren als Suche nach verlorener Ganzheit zu deuten.

Über die „Topologie“ des Begehrens: Reflexion über die Ortslosigkeit des begehrten Anderen und die Unmöglichkeit, die Totalität des Eros zu sättigen.

Die „Plethora“ als Diskontinuitäts-Versprechen: Analyse des Lebens als Prozess der Ressourcenverschwendung und deren Zusammenhang mit der inneren Erfahrung.

Kontinuität und Tod: Untersuchung der sexuellen Aktivität als Moment, in dem die individuelle Diskontinuität im Wissen um den Tod aufgehoben wird.

Die „innere Erfahrung“: Zusammenfassende Betrachtung der Erotik als Weg zum Einklang mit dem Leben im Angesicht des Todes.

Schlüsselwörter

Begierde, Kierkegaard, Bataille, Sprung, Diskontinuität, Kontinuität, Tod, Freiheit, Eros, Transgression, Subjektivität, Plethora, innere Erfahrung, Unmögliche, Begehren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Werk primär?

Die Arbeit analysiert die philosophischen Verbindungen zwischen Kierkegaard und Bataille, insbesondere wie diese Denker Konzepte wie Begierde, Tod und Freiheit in einer subjektiven Existenzphilosophie behandeln.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen der „Sprung“ als existenzieller Akt, das Spannungsverhältnis zwischen dem diskontinuierlichen Individuum und der Kontinuität der Gattung sowie die Rolle des Eros als grenzüberschreitende Erfahrung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das subjektive Denken bei Kierkegaard und Bataille die klassische Objektivität durchbricht und Freiheit in der Nähe der existentiellen Grenze verortet.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um einen philosophischen Essay, der komparative Analysen primärquellenbasierter Zitate nutzt, um eine theoretische Annäherung an die Begriffe der Erotik und der Diskontinuität zu formulieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit erörtert?

Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Gegenüberstellung der Konzepte von Sprung, Plethora und Transgression, gestützt auf die Auseinandersetzung mit dem Tod und der Abwesenheit des Anderen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Begriffe wie Begehren, Transgression, Diskontinuität und die „innere Erfahrung“ sind zentral für das Verständnis der hier entwickelten philosophischen Position.

Wie unterscheidet der Text das „Tier“ vom „Menschen“ in Bezug auf das Begehren?

Während das Tier in einer natürlichen, reflexartigen Triebbefriedigung verharrt, ist der Mensch durch Verbote und Tabus in eine bewusste, gefährliche Überschreitung gezwungen, die erst die Freiheit ermöglicht.

Welche Bedeutung kommt dem Lachen in der Arbeit zu?

Das Lachen wird bei Bataille als eine Form der Revolte gegen den Tod interpretiert, das die Welt trotz der existenziellen Hoffnungslosigkeit erträglich macht.

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Detalles

Título
Die Metapher der Begierde und der Sprung bei Kierkegaard und Bataille – eine vergleichende Annäherung
Autor
Dr. Stefan Hammerl (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
33
No. de catálogo
V286636
ISBN (Ebook)
9783656919346
ISBN (Libro)
9783656919353
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kierkegaard Bataille Sprung Philosophie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dr. Stefan Hammerl (Autor), 2015, Die Metapher der Begierde und der Sprung bei Kierkegaard und Bataille – eine vergleichende Annäherung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/286636
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