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Burgen in Slowenien

Von dreieckigen Türmen und keilförmigen Anlagen

Titre: Burgen in Slowenien

Dossier / Travail de Séminaire , 2014 , 32 Pages , Note: 2,0

Autor:in: DI MMag Fabian Prilasnig (Auteur)

Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes
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Das heutige Slowenien ist reich an Burgen und Schlössern, deren Zahl auf etwa 800 Bauten geschätzt wird. Einen profunden Überblick über die Burgen und Schlösser in Slowenien gibt Ivan Jakič mit seinem Lexikon Vsi slovenski gradovi, in welchem er alle noch eruierbaren Burganlagen sowie Schlösser auflistet. Von ihren Anfängen bzw. ihrer einstigen Form ist lediglich bekannt, dass es sich von Anfang an mit einigen Ausnahmen fast immer um relativ kleine castra oder vesten („feste Häuser“) handelt, weil dieses Gebiet tausend Jahre lang ein Grenzland des Heiligen Römischen Reiches war und somit das Bild seiner Burgen prägte.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Eine Auswahl von Burgen

1. Burg Lož/Laas

2. Burg Ptuj/Pettau

3. Burg Rajhenburg/Reichenburg

4. Burg Škofja Loka/Bischoflack

5. Burg Stari grad pri Otočcu/Altenburg

6. Burg Lendva

7. Burg Vodriž/Wiederdriess

8. Burg Turjak/Auersperg

9. Burg Soteska/Alt-Ainödt

10. Burg Konjice/Gonobitz

11. Burg Prem

Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die architektonische Entwicklung und Typologie von Burganlagen im heutigen Slowenien, wobei der Fokus insbesondere auf der Form des Grundrisses und des Hauptturms liegt. Ziel ist es, die bauliche Historie ausgewählter Beispiele zu analysieren und deren wandelnde strategische Bedeutung sowie Residenzfunktion im Spannungsfeld der Epochen zu verdeutlichen.

  • Entwicklung von Burgen zu Schlössern im slowenischen Raum
  • Analyse hochmittelalterlicher Grundrisskonzepte und Wehrarchitektur
  • Bedeutung strategischer Lagefaktoren bei der Burgenwahl
  • Fallstudien zur Bautechnik und späteren Nutzung bedeutender Anlagen

Auszug aus dem Buch

3. Burg Rajhenburg/Reichenburg

Noch bis vor kurzem galt diese Burg an der Brestanica in der Fachwelt als ein Bauwerk, das zwar die mittelalterliche Grundrisskonzeption bewahrt hat, aber im Grunde das Resultat von Renaissance-Umbauten und Eingriffen aus dem 19. Jahrhundert bildet. In den letzten 30 Jahren kam es zu vielen neuen Entdeckungen auf der Burg, aufgrund derer sich ihre einstige Bedeutung im Mittelalter erhöht hat. So stammte der Gebäudekern noch aus der Zeit des Salzburger Erzbischofs Konrad (1131-1147), der laut Bericht seines Chronisten neben den Burgen in Leibnitz und Pettau auch Rajhenburg aufs neue errichtet habe, um die Grenzen seiner salzburgerischen Besitztümer im Savegebiet vor den Ungarn zu schützen. Die Bezeichnung „aufs neue“ des Chronisten zeigt, dass es schon früher eine Burg gegeben hatte, die offensichtlich soweit verkommen war, sodass sie durch eine neue ersetzt werden musste.

In einer Urkunde aus dem Jahre 895 stößt man tatsächlich auf die erste quellenmäßige Erwähnung von Rajhenburg, die somit die früheste urkundlich belegte Burg in Slowenien wäre. Archäologische Ausgrabungen im Burghof legten vor einigen Jahren die Fundamente dieses ursprünglichen Bauwerkes frei, die sich zwar nicht zu einem geschlossenen Ganzen verbinden lassen, aber als Beweis dienen, dass bereits im ersten Jahrtausend feste, aus Stein gemauerte Burggebäude im slowenischen Raum bestanden. Schon das Wort Rajhenburg bezeichnet ein vornehmes Burggebäude, das mit seiner strategischen Lage den Saveuferweg beherrschte sowie den Zugang ins Landesinnere abriegelte.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Burgenlandschaft Sloweniens und Erläuterung der baugeschichtlichen Anfänge sowie der strategischen Bedeutung der Grenzbefestigungen.

Eine Auswahl von Burgen: Detaillierte bauhistorische Untersuchung von elf ausgewählten Burganlagen anhand ihrer Grundrisse und baulichen Besonderheiten.

Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der Entwicklung slowenischer Burgen vom 11. bis zum 19. Jahrhundert und kritische Einordnung der Forschungslage.

Schlüsselwörter

Burgen, Slowenien, Architekturgeschichte, Mittelalter, Festungsbau, Grundrissanalyse, Wehrarchitektur, Ministerialburgen, Kastellburg, Romanik, Gotik, Renaissance, Palas, Bergfried, Denkmalpflege.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung und Typologie von Burganlagen im Gebiet des heutigen Slowenien von ihren Anfängen im 11. Jahrhundert bis zur Neuzeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Fokus stehen die bauliche Gestaltung, die Wahl des Burgplatzes, der Wandel von der Wehrburg zum repräsentativen Herrensitz sowie die archäologische und bautechnische Auswertung spezifischer Fallbeispiele.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen Überblick über die bauliche Vielfalt slowenischer Burgen zu geben und durch die Analyse von Grundrissen und Haupttürmen Erkenntnisse über deren zeitliche und funktionale Einordnung zu gewinnen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Der Autor nutzt typologische Vergleiche, baugeschichtliche Analysen basierend auf archäologischen Grabungsergebnissen sowie die Auswertung von Quellen und Sekundärliteratur zur Burgenkunde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Vorstellung und Analyse von elf ausgewählten Burgen, von der Ruine Lož/Laas bis zur Burg Prem, inklusive ihrer Bauphasen und historischen Besitzer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Burgen, Slowenien, Architekturgeschichte, Wehrarchitektur und historische Bauformen (z.B. Kastellburg, Ringmauer) definieren.

Welche Rolle spielten die Türkeneinfälle für die Entwicklung der Burgen?

Die Bedrohung durch die Einfälle im 15. Jahrhundert führte dazu, dass viele Herrensitze wehrhaft ausgebaut wurden, Mauerringe verstärkt und Bastionen zur Verteidigung angelegt wurden.

Warum ist die Burg Vodriž als "Musterbeispiel" gotischer Architektur hervorgehoben?

Die Burg gilt als Ausnahmefall, da sie trotz späterer Phasen zahlreiche originale gotische Architekturelemente sowie die ursprüngliche Grundrissanlage bewahrt hat, was eine Rekonstruktion mittelalterlicher Lebensweise ermöglicht.

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Résumé des informations

Titre
Burgen in Slowenien
Sous-titre
Von dreieckigen Türmen und keilförmigen Anlagen
Université
Klagenfurt University  (Geschichte)
Cours
Seminar
Note
2,0
Auteur
DI MMag Fabian Prilasnig (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
32
N° de catalogue
V286645
ISBN (ebook)
9783656868941
ISBN (Livre)
9783656868958
Langue
allemand
mots-clé
Burgen Schlösser Slowenien Keilförmige Anlagen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
DI MMag Fabian Prilasnig (Auteur), 2014, Burgen in Slowenien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/286645
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Extrait de  32  pages
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