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Die Metaphysik Schopenhauers und die drei Triebfedern des menschlichen Handelns. Egoismus, Bosheit und Mitleid

Die Mitleids-Ethik bei Arthur Schopenhauer

Title: Die Metaphysik Schopenhauers und die drei Triebfedern des menschlichen Handelns. Egoismus, Bosheit und Mitleid

Seminar Paper , 2015 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Pascal Haas (Author)

Philosophy - Philosophy of the 19th Century
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Summary Excerpt Details

Der Aufbau dieser Arbeit lässt sich folgendermaßen darstellen: Zuerst einmal wird eine kurze Darstellung der Schopenhauerschen Metaphysik erfolgen. Darauf aufbauend werden sich die drei Triebfedern des menschlichen Handelns darstellen lassen, nämlich Egoismus, Bosheit und Mitleid. Ihre Zusammenwirkung wird im darauf folgenden Kapitel näher beleuchtet. Zusätzlich wird hier der Ort sein, in der die Freiheit des Willens kurz angesprochen wird. Abschließend wird geklärt, worin Schopenhauer eigentlich die Aufgabe der Ethik sieht und zuletzt werden die wichtigsten Ergebnisse dieser Arbeit noch einmal zusammengefasst dargestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das metaphysische Fundament der Ethik

2.1 Die Metaphysik Schopenhauers

2.2 Die drei Triebfedern: Egoismus, Bosheit und Mitleid

2.3 Ist Mitleid moralisch?

3 Handlung, Charakter und Freiheit

4 Die Aufgabe der Ethik

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Arthur Schopenhauer auf Basis seiner Willensmetaphysik ein ethisches System entwirft, das primär auf dem Mitleid gründet. Dabei wird insbesondere analysiert, inwiefern die menschliche Handlungsfreiheit durch den Charakter determiniert ist und ob sich das Mitleid als moralisch legitime Triebfeder gegenüber den egoistischen Neigungen des Menschen behaupten kann.

  • Metaphysische Grundlagen des Weltwillens
  • Die Triebfedern des Handelns: Egoismus, Bosheit und Mitleid
  • Das Verhältnis von menschlichem Charakter, Notwendigkeit und Freiheit
  • Die deskriptive Rolle der Ethik im System Schopenhauers
  • Kritische Reflexion der Mitleidsethik

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Metaphysik Schopenhauers

„Die Welt ist meine Vorstellung.“ (Schopenhauer 1977: 29) Ein auf Kant und Berkeley zurückgehende Erkenntnis ist der Ausgangspunkt des Schopenhauerschen Philosophie. Streng genommen unterscheidet er zwischen dem Subjekt der Erkenntnis und den Objekten derselben, wobei allerdings das „Objekt überhaupt nur für das Subjekt daist“ (ebd.: 38), heißt also bloß in dessen Vorstellung. Die Welt, wie sie im phänomenalen Raum wahrgenommen wird, ist zunächst nur die Welt der Objekte. Wie schon für Kant sind für Schopenhauer Zeit und Raum die Bedingungen der Möglichkeit der vorgestellten Objekte. Allerdings lässt Schopenhauer von den 12 Kategorien der Kantischen Transzendentalphilosophie nur die Kausalität gelten (ebd.: 38). Sein metaphysisches System errichtet Schopenhauer aufbauend auf die Erkenntnistheorie.

Als „Schlüssel“ dient ihm dazu der Leib. Auf der einen Seite ist er als Vorstellung im phänomenalen Raum wie alle übrigen Objekte gegeben, zugleich jedoch unterscheidet sich die Vorstellung vom Eigenleib fundamental von allem anderen Vorstellungen, insofern, „daß der Leib noch in einer ganz anderen, toto genere verschiedener Art im Bewußtsein vorkommt, die man durch das Wort Wille [Hervorhebung P.H.] bezeichnet“ (ebd.: 147). Ausgehend vom Eigenleib schließt Schopenhauer nunmehr auf das ganze Wesen der Welt. Dabei trifft er einen Analogieschluss, nach dem nicht nur dem Menschen, sondern der ganzen Welt der Wille zugrunde liegt (vgl. Sperling 2002: 66). So heißt es, die Welt ist an sich Wille.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung legt den Fokus auf Schopenhauers Mitleids-Ethik und erläutert die Entscheidung, das Hauptwerk als Ausgangspunkt für die Herleitung des ethischen Systems zu nutzen.

2 Das metaphysische Fundament der Ethik: Dieses Kapitel erläutert die Dualität von Wille und Vorstellung sowie die Rolle der Triebfedern Egoismus, Bosheit und Mitleid innerhalb der metaphysischen Weltanschauung.

3 Handlung, Charakter und Freiheit: Der Abschnitt untersucht das Zusammenspiel von Charakter und Motivation und begründet, warum Schopenhauer die menschliche Handlungsfreiheit als unfrei bzw. durch den empirischen Charakter determiniert ansieht.

4 Die Aufgabe der Ethik: Hier wird dargelegt, dass Schopenhauers Ethik keine praktischen Handlungsanweisungen gibt, sondern rein deskriptiv die menschlichen Verhaltensweisen und deren metaphysische Bedingtheit beschreibt.

5 Fazit: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zur Mitleidsethik zusammen und würdigt Schopenhauers realistische Einschätzung des menschlichen Wesens trotz bestehender Kritikpunkte.

Schlüsselwörter

Arthur Schopenhauer, Mitleids-Ethik, Willensmetaphysik, Egoismus, Bosheit, Mitleid, Principium individuationis, Empirischer Charakter, Intelligibler Charakter, Weltwille, Vorstellung, Deskriptive Ethik, Handlungsnotwendigkeit, Philosophie der Neuzeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der philosophischen Ethik von Arthur Schopenhauer, insbesondere mit der zentralen Rolle des Mitleids als Grundlage moralischen Handelns.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung umfasst die metaphysischen Grundlagen des Willens, die Analyse menschlicher Triebfedern sowie die Verknüpfung von Charakter und notwendiger Handlung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Leitfrage lautet: Wie entwirft Schopenhauer, ausgehend von seiner Metaphysik, ein ethisches System, das auf dem Mitleid basiert?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine textanalytische Untersuchung von Schopenhauers Hauptwerk und Preisschriften, ergänzt durch eine kritische Auseinandersetzung mit fachwissenschaftlicher Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Metaphysik Schopenhauers, die drei Triebfedern des Handelns, die Bestimmung des Charakters und der Begriff der Willensfreiheit sowie die deskriptive Aufgabe der Ethik analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Schopenhauers Mitleids-Ethik, die Willensmetaphysik, die Unterscheidung zwischen Egoismus, Bosheit und Mitleid sowie die Determiniertheit des menschlichen Charakters.

Warum lehnt Schopenhauer laut Arbeit praktische Handlungsanweisungen in der Ethik ab?

Da der Charakter nach Schopenhauer angeboren und unvertilgbar ist, kann die Philosophie keine moralische Besserung erzwingen; sie kann das Handeln nur beschreibend erfassen.

Wo sieht die Arbeit ein grundlegendes Problem in Schopenhauers Mitleidsethik?

Ein zentrales Problem besteht darin, dass Mitleid auf räumliche und zeitliche Nähe angewiesen ist und es somit schwierig ist, eine allgemeine moralische Verpflichtung gegenüber allen Menschen zu begründen.

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Details

Title
Die Metaphysik Schopenhauers und die drei Triebfedern des menschlichen Handelns. Egoismus, Bosheit und Mitleid
Subtitle
Die Mitleids-Ethik bei Arthur Schopenhauer
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Course
Moralphilosophie in der Neuzeit
Grade
1,0
Author
Pascal Haas (Author)
Publication Year
2015
Pages
12
Catalog Number
V287012
ISBN (eBook)
9783656875758
ISBN (Book)
9783656875765
Language
German
Tags
Mitleidsethik Schopenhauer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Pascal Haas (Author), 2015, Die Metaphysik Schopenhauers und die drei Triebfedern des menschlichen Handelns. Egoismus, Bosheit und Mitleid, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/287012
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