Margarine ist besser als Butter. Margarine ist besser als Butter, weil sie gesünder, haltbarer und preiswerter ist. Margarine ist gesund, weil sie mit hochwertigen Pflanzenölen wie beispielsweise Rapsöl hergestellt wird. Die Zutaten wachsen überwiegend in Deutschland. Aus ernährungsmedizinischer Sicht ist es hervorragend, dass sich Rapsöl zu der wichtigsten Speiseölsorte in Deutschland entwickelt hat.
Wer jedoch im Internet recherchiert, findet auf vielen Seiten geradezu schreckliche Dinge über Margarine. Motorfett, Industriebutter oder transfettsäurereiches Kunstfett sind noch die erfreulichsten Behauptungen über Margarine. Bei Butter sieht man überall Weiden, Kühe auf Almen, Sennerinnen die Butter in hölzernen Trögen buttern. Margarine ist also Industrie und Butter wird in Kleinstproduktion erzeugt, nachdem die Milchkühe per Hand auf saftigen Wiesen gemolken worden sind. Kommt Ihnen schon etwas merkwürdig vor? In der Regel steht die Milchkuh in Europa eben nicht auf der Weide, sondern in einem Massenstall. Oft eingepfercht und kaum bewegungsfähig zu Hunderten in klimatisieren Ställen. Hier muss die Hochleistungskuh, die praktisch immer Schwanger und Säugend ist, bis zu 50 Liter Milch am Tag geben. Um das zu erreichen, braucht sie optimiertes Industriefutter. Aus Gras kann keine Kuh so viel Milch erzeugen. Also die preiswerte Butter von auf Wiesen grasenden Kühen ist ein mehr Wunschtraum und leider keine Realität. Die meisten Kühe in Deutschland stehen nicht auf der Wiese oder Weide und fressen das ganze Jahr über Gras. Viele Milchkühe in Deutschland müssen leiden, damit wir Milch trinken können und Butter aufs Brötchen schmieren können. Aber es gibt auch Ausnahmen in anderen Ländern gibt es tatsächlich Kühe auf der Weide und auch Bioprodukte schneiden besser ab als viele Butter-Sorten aus Deutschland. Steht Weidemilch auf der Butter, ist auch Weidemilch drin.
Inhaltsverzeichnis
1. Butter oder Margarine – Margarine ist gesünder, preiswerter und praktischer als Butter
1.1 Wie Milchkühe gequält werden
2. Wie Kühe für die „Milchproduktion“ gequält werden - Gequälte Rinder
3. Haltung und Milchproduktion fragwürdig
4. Milchkühe geben kaum Milch für ihre Kälber
5. Gesundheitsschäden bei Milchkühen
6. Nach der industriellen Milchproduktion folgt die Schlachtung
7. Fettgesunder Tag Fettbewusste Ernährungsweise ist lecker und gesund
8. Zusammensetzung des Mustertagesplan
Zielsetzung & Themen
Das Ziel dieser Arbeit ist es, den gesundheitlichen Mehrwert von Margarine gegenüber Butter unter ernährungsmedizinischen Gesichtspunkten aufzuzeigen und gleichzeitig die ethisch fragwürdigen Bedingungen der industriellen Milchproduktion zu kritisieren.
- Vergleich des Nährwerts und der Transfettsäurebelastung von Butter und Margarine
- Analyse der Haltungsbedingungen von Milchkühen in der industriellen Landwirtschaft
- Hinterfragung der Mythen um eine "natürliche" Weidemilch-Butter
- Etablierung einer gesundheitsbewussten Ernährungsweise mit ungesättigten Fettsäuren
- Praktische Anleitung zur Ernährungsumstellung und Eigenherstellung von Margarine
Auszug aus dem Buch
Gesundheitsschäden bei Milchkühen
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die körperlichen Schäden und Leiden wissenschaftlich im Jahr 2009 untersucht.
Einige der Krankheiten führen unbehandelt zu einem frühzeitigen Tod oder zu einer schwächeren Milchleistung, was wiederum den verfrühten Tod im Schlachthaus bedeutet. Und die Medikamente, die zur Behandlung der Leiden eingesetzt werden landen – zumindest teilweise – in der Milch. Solange die Grenzwerte unterschritten werden ist das schließlich kein Problem! Zumindest keines für die Gesetzeshüter. Wohl aber für Ihre Gesundheit! Milch und daraus hergestellte Produkte können mit Medikamenten belastet sein. Kühe erleiden durch die Züchtung auf Hochleistung sowie die jeweiligen Haltungsbedingungen und das oftmals schlechte Haltungsmanagement häufig an Gesundheitsstörungen. Besonders häufig sind:
Schmerzhafte Entzündung der Milchgänge und Milchdrüsen
Diverse Verletzungen des Euters durch Melkmaschinen
Veränderungen der Klauen und Gelenke (Steckenbleiben in Vollspaltenböden), Sohlen-Ballen-Geschwüre – teilweise bedingt durch die unnatürliche Gangart, die durch überdimensionale Euter hervorgerufen wird
Erkrankungen der Verdauungsorgane
Stoffwechselerkrankungen wie Ketose (Übersäuerung) und Fettleber durch zu geringe Raufuttergabe
Hautveränderungen (Ekzeme) an den Oberschenkeln, die durch das ständige Aneinanderreiben von Euter- und Oberschenkelhaut bedingt sind.
Zusammenfassung der Kapitel
Butter oder Margarine – Margarine ist gesünder, preiswerter und praktischer als Butter: Eine ernährungsmedizinische Gegenüberstellung, die Margarine aufgrund ihrer Zusammensetzung aus hochwertigen Pflanzenölen als gesündere Alternative zur Butter einstuft.
Wie Kühe für die „Milchproduktion“ gequält werden - Gequälte Rinder: Eine kritische Betrachtung der industriellen Rinderhaltung, die aufzeigt, dass idyllische Weidehaltung für das Gros der Tiere ein Wunschtraum ist.
Haltung und Milchproduktion fragwürdig: Dieses Kapitel thematisiert die mangelnde Artgerechtigkeit und die ethischen Bedenken hinsichtlich der industriellen Milchgewinnung.
Milchkühe geben kaum Milch für ihre Kälber: Ein Einblick in die Praxis der frühen Trennung von Muttertier und Kalb sowie die künstliche Optimierung der Milchleistung.
Gesundheitsschäden bei Milchkühen: Eine wissenschaftliche Zusammenfassung der häufigen Leiden, die durch Hochleistungszucht und schlechte Haltungsbedingungen bei Milchkühen entstehen.
Nach der industriellen Milchproduktion folgt die Schlachtung: Dokumentation der Gründe für die vorzeitige Schlachtung, meist bedingt durch körperliche Auszehrung und Stoffwechselkrankheiten.
Fettgesunder Tag Fettbewusste Ernährungsweise ist lecker und gesund: Anleitung zu einer gesundheitsbewussten Ernährung durch den Ersatz von gesättigten Fettsäuren durch ungesättigte Fettsäuren.
Zusammensetzung des Mustertagesplan: Ein konkreter Ernährungsplan, der die theoretischen Empfehlungen in die Praxis umsetzt.
Schlüsselwörter
Margarine, Butter, Transfettsäuren, Milchproduktion, Tierwohl, Ernährung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rapsöl, gesättigte Fettsäuren, Industrielandwirtschaft, Gesundheit, Cholesterin, Artgerechte Haltung, Ketose, Ernährungstherapie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den gesundheitlichen Vergleich zwischen Butter und Margarine und deckt gleichzeitig die grausamen Hintergründe der industriellen Milchproduktion auf.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der Ernährungsmedizin, der Tierethik in der Landwirtschaft und den Auswirkungen von Fetten auf die menschliche Gesundheit.
Was ist das primäre Ziel des Autors?
Der Autor möchte wissenschaftlich begründen, warum Margarine die gesündere Wahl ist, und den Leser für die Zustände in der Milchindustrie sensibilisieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine eigene Laboruntersuchung von 19 Streichfetten sowie die Analyse aktueller medizinischer Leitlinien und Langzeitstudien.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Haltungsbedingungen von Milchkühen, die gesundheitlichen Folgen der Fettzufuhr und bietet praktische Ratschläge für eine gesunde Ernährung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Buch?
Die Kernbegriffe sind Margarine, Butter, Transfettsäuren, Tierwohl, Ernährungsmedizin und Fettstoffwechsel.
Warum ist die Butter laut Autor keine gesunde Wahl?
Butter enthält im Vergleich zu Margarine deutlich mehr Transfettsäuren und Cholesterin, welche das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.
Was genau ist "industrielle Milchproduktion" in diesem Kontext?
Damit bezeichnet der Autor die Massenhaltung von Hochleistungsrassen unter extremem Stress, die auf maximale Milchmenge bei kurzer Lebensdauer ausgelegt ist.
Können Verbraucher durch ihren Einkauf Einfluss nehmen?
Ja, der Autor betont, dass der Wunsch nach billigen Milchprodukten direkt zur Verschlechterung der Haltungsbedingungen und zum Leid der Tiere beiträgt.
Was empfiehlt der Autor für eine gesunde Fettzufuhr?
Er empfiehlt eine Zufuhr von 35 bis 40 Energieprozent Fett, wobei der Fokus auf ungesättigten Fettsäuren liegen sollte, bei gleichzeitigem Verzicht auf Transfettsäuren.
- Citation du texte
- Sven-David Müller (Auteur), 2015, Butter oder Margarine? Vorteile von Margarine im Ernährungsplan, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/287293