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Von Vorreitern und Nachzüglern. Die US-Bundesstaaten im Umweltperformanzvergleich

Titre: Von Vorreitern und Nachzüglern. Die US-Bundesstaaten im Umweltperformanzvergleich

Travail de Recherche , 2014 , 88 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Melinda Snitil (Auteur), Guido Bartscher (Auteur), Dennis Giebeler (Auteur), Geraldine Giese (Auteur)

Politique - Région: Etats-Unis
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Résumé Extrait Résumé des informations

Als US-Präsident Barack Obama 2008 mit dem Schlagwort „Umweltschutz“ als einer der großen fünf Punkte seiner Agenda in den Wahlkampf zog, wurde er schnell zum Sündenbock der vom globalen Kampf gegen den Klimawandel bereits betroffenen Öl- und Gasindustrie seines Landes, die ihm vorwarf, mit einer realitätsfernen und marktuntauglichen Energiepolitik der Wirtschaft massiven Schaden zuzufügen. Die Gegenseite indes bejubelte Obama als „Ökopräsidenten“ und saß dabei der Illusion auf, den USA könne es entgegen der Widerstände der Wirtschaftsvertreter zeitnah gelingen, eine Führungsposition im Kampf gegen den Klimawandel einzunehmen (Knigge 2011: 1 ff.). Dass bereits Präsidentschaftskandidat Al Gore das in den USA so unpopuläre Thema Umweltschutz zum wichtigsten Bestandteil seines Wahlkampfes machte und mit seinem umweltpolitischen Engagement eine breite Masse für dieses Thema sensibilisierte, scheint angesichts Obamas Geltungsanspruch in Sachen Energiepolitik in Vergessenheit zu geraten. Tatsächlich aber existiert in den USA ein historisches Umweltbewusstsein, das sich besonders in den 1960-er Jahren konstituierte und immer wieder Ausdruck in institutionellen Neuerungen und Gesetzesreformen findet. In der Auseinandersetzung mit der US-amerikanischen Umweltpolitik ist es demnach ratsam, sich vorab die markantesten Wegsteine der Geschichte der US-Umweltpolitik zu vergegenwärtigen. Im Rahmen dieser Arbeit soll dies in Kapitel 2 zusammen mit einer Definition von Umweltpolitik geschehen. Einer der genannten Wegsteine ist zweifelsohne die verweigerte Ratifizierung des Kyotoprotokolls durch die USA – rückblickend wirkt dieses Ereignis auf viele Beobachter wie eine Demonstration einer nachhaltig negativen Entwicklung der US-Umweltpolitik. Tatsächlich trifft diese monolithisch simplifizierende Sichtweise nur teilweise die Realität, da sie die Wirkmechanismen des föderalen Systems vernachlässigt: Initiativen wie das bereits 1967 gegründete Californian Air Resources Board demonstrieren, dass auf gliedstaatlicher Ebene durchaus Entwicklungen hin zu erhöhtem Umweltschutz stattfanden. Allerdings besteht auch hier die Gefahr einer Vereinfachung, wenn Staaten, wie dem kohlegeprägten West Virginia, eine Vorreiterrolle zugeschrieben wird. Um die amerikanische Umweltpolitik adäquat als Produkt des US-Föderalismus zu begreifen, bedarf es daher einer Reihe weiterführender Überlegungen. [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. US-Umweltpolitik im Wandel der Zeit

2.1 Umweltpolitik per Definition

2.2 Historischer Abriss

3. Die Umweltpolitik im föderalen System der USA

3.1 Die Grundlagen des US-amerikanischen Föderalismus

3.2 Die Stellung des Bundes in Bezug auf Umweltpolitik

3.2.1 Der Präsident

3.2.2 Der Kongress

3.2.3 Die Gerichtsbarkeit

3.3 Die Stellung der Bundesstaaten in Bezug auf Umweltpolitik

3.3.1 Die bundesstaatliche Struktur

3.3.2 Die Entwicklung der bundesstaatlichen Kompetenzen

3.3.3 Der Prozess bundesstaatlicher Umweltpolitik

3.3.4 Die finanziellen Regelungen

3.4 Das umweltpolitische Regierungshandeln

3.5 Die Bürokratie in der Umweltpolitik

3.6 Die Rolle der Parteien

3.7 Der Einfluss von Interessengruppen

4. Methodisches Vorgehen

4.1 Rahmen der Untersuchung: Untersuchungseinheiten und Grundgesamtheit

4.2 Auswahl eines statistischen Berechnungsverfahrens zur Datenanalyse

4.3 Operationalisierung der abhängigen Variablen

4.3.1 Definition von Umweltperformanz

4.3.2 Forschungsstand und Datenlage der abhängigen Variablen

5. Hypothesengenerierung und Operationalisierung der unabhängigen Variablen

5.1 Theoretische Basis

5.2 Analyse der unabhängigen Variable Wirtschaftskraft

5.2.1 Die Umwelt- und Wirtschaftsbeziehung aus empirischer Sicht

5.2.2 Die Umwelt- und Wirtschaftsbeziehung aus wissenschaftlicher Sicht

5.2.3 Hypothesenbildung und Operationalisierung

5.3 Analyse der unabhängigen Variable Bildung

5.4 Analyse der unabhängigen Variable Ausgaben

5.5 Analyse der unabhängigen Variable Politische Ausrichtung

6. Einflussfaktorenprüfung und Ergebnisinterpretation

6.1 Durchführung der Regressionsanalyse

6.2 Prüfung der Modellprämissen

6.3 Modellmodifizierung und Ergebnisinterpretation

7. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Faktoren zu identifizieren, die das umweltpolitische Engagement oder den ökologischen Zustand der verschiedenen US-Bundesstaaten maßgeblich beeinflussen. Die Arbeit geht der Forschungsfrage nach, welche ökonomischen, bildungsbezogenen und politischen Variablen für die massiven Unterschiede in der Umweltperformanz zwischen den US-Staaten verantwortlich sind.

  • Analyse des US-amerikanischen Föderalismus im Kontext der Umweltpolitik.
  • Untersuchung des Einflusses der Wirtschaftskraft auf Umweltstandards.
  • Bewertung der Rolle von Bildungsniveaus für das umweltpolitische Handeln.
  • Überprüfung politischer Ideologien (Bürger- und Regierungsideologie) als Einflussfaktoren.
  • Methodische Anwendung einer Regressionsanalyse auf Datensätze der 50 Bundesstaaten.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Grundlagen des US-amerikanischen Föderalismus

Grundsätzlich sieht wohl jede staatliche Bevölkerung, auch die der USA, ihre Regierung für die Belange der politischen Regelsetzung und –einhaltung verantwortlich. So auch im Bereich der Umweltpolitik. Die Besonderheit des politischen Systems der USA besteht dabei in seinem föderalen Aufbau. Den wesentlichen Grundsatz beschreibt Riker folgendermaßen:

“Federalism is a political organization in which the activities of government are divided between regional governments and a central government in such a way that each kind of government has some activities on which it makes final decisions“ (Riker 1975: 101).

Ein wichtiger Aspekt zur Gewährleistung des föderalen Gleichgewichtes im politischen System der USA besteht somit in der Kompetenzaufteilung zwischen dem Bund und den Bundesstaaten. Diese erfolgt nach dem Prinzip des Zuständigkeitskatalogs (enumerated powers), welcher die einzelnen Zuständigkeitsbereiche den föderalen Ebenen zuweist bzw. der Gliedstaatenebene verschiedene Kompetenzen ausdrücklich vorenthält (Welz 2007: 72 f.). Für Zuständigkeitsbereiche, welche den Bundesstaaten nicht verfassungsrechtlich vorenthalten oder der Bundesebene zugeschrieben werden, liegt nach dem zehnten Zusatzartikel der US-Verfassung die Kompetenz bei den Bundesstaaten. So ist auch die Umweltpolitik prinzipiell eine Angelegenheit der Einzelstaaten. Überlappen sich Kompetenzbereiche, räumt Artikel VI, Sektion 2 der Verfassung, welcher auch als national supremacy clause bekannt ist, Bundesgesetzen Vorrangstellung gegenüber bundesstaatlichen Gesetzen ein. Dies gewinnt beispielsweise in umweltpolitischen Fragen an Bedeutung, wenn im US-Kongress verabschiedete Umweltgesetze und die darauf folgenden Implementierungen durch die Bundesregierung bestehende bundesstaatliche Regelungen aufheben. Zusammenfassend ist im föderalen Sinn also die entscheidende Einheit die Verfassung, indem sie ein politisches System bedingt, in welchem Machtbefugnisse zwischen beiden Regierungsebenen aufgeteilt und gleichzeitig gesamtstaatliche Souveränität aufrechterhalten werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung und die gesellschaftliche Bedeutung des Umweltschutzes in den USA unter Berücksichtigung des föderalen Systems.

2. US-Umweltpolitik im Wandel der Zeit: Dieses Kapitel definiert Umweltpolitik und zeichnet einen historischen Abriss, von der Professionalisierung der Umweltbewegung in den 60er-Jahren bis zum Wandel unter verschiedenen Präsidentschaften.

3. Die Umweltpolitik im föderalen System der USA: Hier werden die Zuständigkeiten und Machtverhältnisse zwischen Bundesebene, Bundesstaaten, Bürokratie, Parteien und Interessengruppen im US-Föderalismus detailliert analysiert.

4. Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel erläutert den quantitativen Forschungsansatz, die Auswahl der Untersuchungseinheiten (Bundesstaaten) und die Operationalisierung der abhängigen Variable "Umweltperformanz".

5. Hypothesengenerierung und Operationalisierung der unabhängigen Variablen: Das Kapitel entwickelt Hypothesen zu Wirtschaftskraft, Bildung, Ausgaben und politischer Ausrichtung und spezifiziert deren Messbarkeit für die Regressionsanalyse.

6. Einflussfaktorenprüfung und Ergebnisinterpretation: Hier erfolgt die Durchführung der Regressionsanalyse, die Prüfung der Modellprämissen und die Interpretation der statistischen Ergebnisse in Bezug auf die untersuchten Einflussfaktoren.

7. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, diskutiert die Validität der Ergebnisse und identifiziert offene Fragen für künftige politikwissenschaftliche Forschungen.

Schlüsselwörter

US-Föderalismus, Umweltpolitik, Umweltperformanz, PSPI, Regressionsanalyse, Wirtschaftskraft, Bildungsniveau, Politische Ideologie, Bürgerideologie, Interessengruppen, Umweltschutz, Zuständigkeitskrisen, Politikwissenschaft, Environmental Protection Agency, Gouverneurswahlen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Ursachen für die unterschiedliche Umweltperformanz der 50 US-Bundesstaaten und analysiert, welche Faktoren das umweltpolitische Engagement der Gliedstaaten maßgeblich bestimmen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Kernbereichen gehören der US-amerikanische Föderalismus, die Zuständigkeitsverteilung in der Umweltpolitik, der Einfluss von Parteien und Lobbygruppen sowie die ökonomische und bildungspolitische Situation in den Staaten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch eine multiple Regressionsanalyse wissenschaftlich fundierte Aussagen darüber zu treffen, warum einige Staaten eine höhere Umweltperformanz aufweisen als andere.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Verfasser nutzen einen quantitativen politikwissenschaftlichen Ansatz, speziell eine multiple Regressionsanalyse, um den Einfluss unabhängiger Variablen auf die Umweltperformanz zu prüfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Föderalismus, die methodische Einordnung, die Hypothesenbildung zu sozioökonomischen Faktoren und die anschließende statistische Auswertung und Interpretation.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Umweltperformanz, Bürgerideologie, Föderalismus, Regressionsanalyse und die politische Ausrichtung von US-Bundesstaaten.

Warum spielt die Bürgerideologie eine so zentrale Rolle im Ergebnis?

Die Analyse zeigt, dass im Vergleich zu anderen Faktoren wie Wirtschaftskraft oder Bildungsniveau vor allem die ideologische Ausrichtung der Bürgerschaft einen signifikanten statistischen Einfluss auf die Umweltperformanz der Staaten hat.

Welche Bedeutung hat der PSPI im Rahmen dieser Arbeit?

Der Power Supply Performance Index (PSPI) dient als Messgrundlage für die abhängige Variable "Umweltperformanz", da er vergleichbare Daten über verschiedene Umweltindikatoren für die einzelnen Bundesstaaten bereitstellt.

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Résumé des informations

Titre
Von Vorreitern und Nachzüglern. Die US-Bundesstaaten im Umweltperformanzvergleich
Université
Technical University of Darmstadt  (Politikwissenschaften)
Cours
Lehrforschungsprojekt
Note
1,3
Auteurs
Melinda Snitil (Auteur), Guido Bartscher (Auteur), Dennis Giebeler (Auteur), Geraldine Giese (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
88
N° de catalogue
V287356
ISBN (ebook)
9783656879282
ISBN (Livre)
9783656879299
Langue
allemand
mots-clé
Umweltschutz Amerika USA Umweltperformanz Regressionsanalyse Forschungsarbeit Umweltschutzforschung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Melinda Snitil (Auteur), Guido Bartscher (Auteur), Dennis Giebeler (Auteur), Geraldine Giese (Auteur), 2014, Von Vorreitern und Nachzüglern. Die US-Bundesstaaten im Umweltperformanzvergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/287356
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