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Der Institutionalismus in der Theorie der Internationalen Beziehungen

Title: Der Institutionalismus in der Theorie der Internationalen Beziehungen

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 31 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Daniel Koch (Author)

Politics - Topic: Globalization, Political Economics
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Die beiden gewichtigsten Theorien der Internationalen Beziehungen, sozusagen die beiden großen Lager, sind klassischerweise der Realismus und der Institutionalismus, oder auch Globalismus. Der vorliegende Aufsatz beschäftigt sich mit der zweitgenanten Theorie, dem Institutionalismus. Es wird versucht, einen Überblick über Inhalte, Sichtweise, Forderungen und Ziele dieses Ansatzes zu geben. Zu Beginn wird eine kurze Übersicht über die Denkweise und Forderung des Institutionalismus gegeben, gleichsam als Einleitung und Zusammenfassung. Anschließend werden die Einzelheiten näher ins Auge gefasst. Beginnend mit einer Schilderung der Geschichte und Entwicklung dieser Theorie, kommen wir über die Prämissen und das Menschenbild zu einer ausführlichen Beschreibung. Zum Abschluss des zweiten Teils soll auch eine kritische Hinterfragung des Institutionalismus erfolgen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Institutionalismus

2.1 Ein kurzer Überblick

2.2 Die Entwicklung des Institutionalismus

2.3 Die Prämissen des Institutionalismus

2.4 Die Theorie des Institutionalismus

2.4.1 Internationale Kooperation

2.4.2 Das Burtonsche Spinnwebmodell

2.4.3 Formen und Folgen der Verflechtung

2.4.4 Der demokratische Frieden

2.4.5 Institutionalistisches Konfliktverhalten

2.5 Kritik

3. Terminologische Probleme

4. Wie praktikabel ist der Institutionalismus?

5. Schluss

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Institutionalismus innerhalb der Theorie der Internationalen Beziehungen. Ziel ist es, die zentralen Inhalte, Prämissen und Ziele dieses Ansatzes darzulegen und kritisch zu hinterfragen, ob er als praktikabler Leitfaden für die internationale Politik fungieren kann.

  • Grundlagen und historische Entwicklung des Institutionalismus
  • Annahmen über internationale Kooperation und Institutionen
  • Vergleich zwischen staatlichen und nicht-staatlichen Akteuren
  • Die These des demokratischen Friedens als friedenssicherndes Element
  • Kritische Analyse der theoretischen Schwachstellen und der Praktikabilität

Auszug aus dem Buch

2.4.2 Das Burtonsche Spinnwebmodell

Diese eben beschriebene Entwicklung lässt sich sehr gut mit dem Burtonschen Spinnwebmodell verbildlichen. Während im Realismus die Interantionalen Beziehungen mit dem Billiard-Ball-Modell beschrieben wird, in dem die Staaten in sich abgeschlossene Einheiten darstellen, welche wie Kugeln aufeinander- und voneinander abprallen, aber außer der Berührungen der Kugeln keinen weiteren Kontakt haben, bevorzugt der Institutionalismus das Spinnwebmodell. Dabei werden die Internationalen Beziehungen mit einem dicken Geflecht übereinander liegender Spinnennetze verglichen. Die Staaten berühren sich also nicht nur kurz beim Aufprall der Kugeln, sondern sie sind dicht und vielfältig miteinander verwoben und vernetzt. Es gibt nicht mehr nur die beiden äußeren Hüllen der Regierungen, die miteinander kommunizieren, sondern die Staaten sind offen füreinander, die gesamten Gesellschaften in all ihrer Vielfältigkeit kommunizieren miteinander. Dadurch entstehen viele weitere Ebenen, durch welche die Staaten vernetzt sind. Neben die Regierungsebene, die offizielle staatliche Zusammenarbeit, treten zivile, kulturelle und wirtschaftliche Netze. Es entstehen gemeinsame Unternehmen, Organisationen und Vereine, Zusammenarbeit in Forschung, Kultur, Entwicklung, Justiz u.v.a.m. Zwischen manchen Staaten ist das Geflecht enger als zwischen anderen, und es mag auch zwei Stellen des Netzes geben, zwischen denen alle Fäden zerrissen sind. Aber dennoch sind die Verbindungen zwischen den Staaten in der Regel viel stabiler. Denn wenn ein Faden reißt, z.B. der zwischen den beiden Regierungen, dann gibt es immer noch eine Vielzahl anderer Ebenen und Fäden, welche die beiden Länder zusammenhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik durch den Kontext des Irak-Krieges und Darstellung der weltanschaulichen Unterschiede in der Gestaltung internationaler Beziehungen.

2. Der Institutionalismus: Umfassende Darstellung der Theorie, ihrer Entwicklung, ihrer zentralen Prämissen, der theoretischen Ausgestaltung sowie einer kritischen Reflexion.

3. Terminologische Probleme: Erläuterung der Schwierigkeiten bei der Definition, Abgrenzung und Benennung der verschiedenen Strömungen innerhalb des Institutionalismus.

4. Wie praktikabel ist der Institutionalismus?: Kritische Auseinandersetzung mit dem Vorwurf der unrealistischen Theorie und Untersuchung ihrer praktischen Anwendbarkeit und Erfolge.

5. Schluss: Synthese der Perspektiven von Realismus und Institutionalismus als möglicher Weg zur Bewältigung der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.

Schlüsselwörter

Institutionalismus, Internationale Beziehungen, Kooperation, Weltordnung, Institutionen, Vernetzung, Spinnwebmodell, Demokratischer Frieden, Völkerrecht, Globalisierung, Interdependenz, Nicht-staatliche Akteure, Friedenssicherung, Realismus, Sicherheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Institutionalismus als eine der zentralen Theorien der Internationalen Beziehungen und untersucht dessen Beitrag zur Friedenssicherung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen internationale Kooperation, die Rolle von Institutionen, die Vernetzung durch Akteure jenseits des Staates sowie die These des demokratischen Friedens.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über den Institutionalismus zu geben und seine Eignung als praktikables Modell für die moderne Weltpolitik kritisch zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf einer umfassenden Literaturrecherche basiert, um die verschiedenen Strömungen und Ansätze innerhalb des Institutionalismus zu strukturieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die historische Entwicklung, die Prämissen, das Menschenbild, spezifische Konzepte wie das Spinnwebmodell sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Theorie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Institutionalismus, Kooperation, internationale Institutionen, Interdependenz und die Debatte um Realismus vs. Institutionalismus geprägt.

Wie unterscheidet sich das Burtonsche Spinnwebmodell vom realistischen Modell?

Während das realistische Billard-Ball-Modell Staaten als isolierte, autonome Einheiten betrachtet, veranschaulicht das Spinnwebmodell eine dichte, vielschichtige Vernetzung staatlicher und nicht-staatlicher Akteure.

Welchen Stellenwert nimmt die Kritik am Institutionalismus ein?

Die Kritik ist zentral, da sie die Diskrepanz zwischen idealistischen Friedensvorstellungen und der „harten Realität“ der Machtpolitik beleuchtet und damit den Weg zur Suche nach einer Synthese ebnet.

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Details

Title
Der Institutionalismus in der Theorie der Internationalen Beziehungen
College
University of Würzburg  (Institut für politische Wissenschaft)
Course
Hauptseminar Unipolar - multipolar: Wohin driftet die Welt?
Grade
1,0
Author
Daniel Koch (Author)
Publication Year
2003
Pages
31
Catalog Number
V28751
ISBN (eBook)
9783638304429
ISBN (Book)
9783638748384
Language
German
Tags
Institutionalismus Theorie Internationalen Beziehungen Hauptseminar Unipolar Wohin Welt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Koch (Author), 2003, Der Institutionalismus in der Theorie der Internationalen Beziehungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28751
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