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Physiologische Auswirkungen des High Intensity Interval Trainings

Title: Physiologische Auswirkungen des High Intensity Interval Trainings

Term Paper (Advanced seminar) , 2015 , 19 Pages

Autor:in: Fabian Thomas (Author)

Sport - Kinematics and Training Theory
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Immer wieder versucht die Fitnessindustrie bereits bekannte Trainingsprinzipien aus der Fachwelt des Sports als den neusten Schrei aus der Wissenschaft an die Fitness- und Breitensportler zu verkaufen. Zum Beispiel ist die Kugelhantel (Kettleball) als Trainingsgerät bei Kraftsportlern bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts bekannt. Schon der deutsche Kraftsportler Arthur Saxon, geb. 28.04.1878, verwendete diese in seinem Training (Saxon, 2010).
So geschieht es derzeit mit dem Prinzip des High Intensity Trainings (Kraftsport) bzw. des High Intensity Interval Trainings (Ausdauersport). Die Fitnessindustrie redet von einem „revolutionären Wirkgeheimnis“ und behauptet „mit selbst nur 60 Minuten wöchentlichem Zeitaufwand können Sie nachhaltig kräftiger, schlanker und ausdauernder werden!“ bzw. „mit HIT zünden Sie also den Fatburn-Turbo!“ (vgl. http://www.fitforfun.de/workout/fitness/hit-training-fit-in-1-stunde_aid_10271.html, http://www.fitforfun.de/sport/laufen/lauftipps/lauftrainingsplan-dieses-training-ist-der-hit_aid_11001.html ), soweit das Versprechen.
Doch wirkt sich HIT tatsächlich so positiv auf den Körper aus? Auf diese Frage soll in der vorliegenden Arbeit eine Antwort gefunden werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Fragestellung

3 Definition HIIT

4 Auswirkungen von HIIT bei Freizeitläufern

4.1 Ionenregulation

4.2 Anpassung des Energiestoffwechsels

4.2.1 Mitochondriale Biogenese

4.2.2 Erhöhung zentraler Enzyme beider metabolischer Systeme

4.3 Anpassung der pH-Regulation

4.4 Anpassung der Blutversorgung

5 Auswirkungen bei trainierten Läufern

6 Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die molekularen und zellulären Anpassungsprozesse sowie die physiologischen Wirkungsmechanismen von High Intensity Interval Training (HIIT) im Vergleich zum herkömmlichen High Volume Training (HVT) bei verschiedenen Leistungsniveaus.

  • Vergleich der physiologischen Adaptionen zwischen HIIT und HVT
  • Analyse der Wirkung auf den Energiestoffwechsel und die mitochondriale Biogenese
  • Einfluss auf die pH-Regulation und Blutversorgung
  • Bewertung der Leistungssteigerung bei Freizeitsportlern gegenüber Leistungssportlern
  • Diskussion der praktischen Anwendbarkeit und zeitökonomischer Aspekte

Auszug aus dem Buch

4.1 Ionenregulation

Mohr et al. (2006) untersuchten die Effekte zweier Trainingsintensitäten auf den Ionentransport innerhalb der Muskelzelle und die damit zusammenhängende muskuläre Ermüdung. Die erste Gruppe ST (n=6) praktizierte Sprinttraining (15x 6 Sek 95% submaximale Sprints, 1-Minute aktive Pause), die zweite Gruppe SET (n=7) absolvierte Tempoläufe SET (8x30 Sek. Laufen bei 130 % der VO2max, 90 Sekunden aktive Pause).

Es zeigte sich, dass das SET-Training eine höhere K+ sowie Lactat/H+ Anhäufung auslöst. Außerdem konnte das SET Training die Menge an Na/K ATPase- und Na/H+-Austauscher in der Muskelzelle erhöhen (Abb.1)

Diese Veränderungen führten zu einer erhöhten K+-Wiederaufnahme in die Skelettmuskulatur und zu einer geringeren K+-Akkumulation im Interstitium (Zwischengewebe), was die Ermüdung während der Belastung verzögerte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung des HIIT als effiziente Trainingsmethode dar und kontrastiert diese mit traditionellen, hochvolumigen Ausdauertrainingsplänen.

2 Fragestellung: Der Abschnitt formuliert das Ziel, die physiologischen Wirkmechanismen von HIIT durch den Vergleich mit HVT bei unterschiedlichen Zielgruppen wissenschaftlich zu durchleuchten.

3 Definition HIIT: Hier werden Definitionen von Laursen & Jenkins sowie Wahl et al. herangezogen, um HIIT als repetitive, hochintensive Belastungsform abzugrenzen.

4 Auswirkungen von HIIT bei Freizeitläufern: In diesem Hauptkapitel werden spezifische Anpassungen wie die Ionenregulation, der Energiestoffwechsel, die pH-Regulation und die Blutversorgung detailliert analysiert.

5 Auswirkungen bei trainierten Läufern: Dieses Kapitel diskutiert, inwiefern HIIT auch bei bereits hochtrainierten Athleten, die ein Leistungsplateau erreicht haben, zusätzliche Adaptionen hervorrufen kann.

6 Diskussion: Die Diskussion fasst die Ergebnisse zusammen, kritisiert die Anwendbarkeit bei Anfängern und identifiziert Forschungsbedarf hinsichtlich Standardprotokollen und langfristiger Effekte.

Schlüsselwörter

High Intensity Interval Training, HIIT, HVT, Physiologische Adaptation, VO2max, Energiestoffwechsel, Mitochondriale Biogenese, Laktat, pH-Regulation, Herz-Kreislauf-System, Ausdauerleistung, Leistungssteigerung, Trainingseffizienz, Muskelbiopsie, Sportwissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die physiologischen Auswirkungen und Anpassungsprozesse, die durch High Intensity Interval Training (HIIT) im menschlichen Körper hervorgerufen werden, im Vergleich zu traditionellem Ausdauertraining.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten gehören molekulare Anpassungen in der Muskelzelle, Veränderungen des Stoffwechsels, die kardiovaskuläre Belastung sowie die Wirksamkeit bei unterschiedlichen Trainingsniveaus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie HIIT physiologische Anpassungen bewirkt und ob diese Methode effizienter oder komplementär zum klassischen Ausdauertraining (HVT) eingesetzt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der Ergebnisse zahlreicher internationaler Studien zu HIIT-Protokollen bei verschiedenen Sportlergruppen zusammengefasst und interpretiert werden.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die physiologischen Effekte bei Freizeitläufern (Ionenhaushalt, Enzyme, pH-Wert) und eine gesonderte Betrachtung der Adaption bei bereits hochtrainierten Ausdauerathleten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Neben HIIT und HVT prägen Begriffe wie mitochondriale Biogenese, VO2max-Verbesserung, Laktat-Stoffwechsel und kardiovaskuläre Stabilität die wissenschaftliche Diskussion in diesem Dokument.

Wie unterscheidet sich die mitochondriale Biogenese bei HIIT von HVT?

Laut den zitierten Studien scheint HIIT den "Haupthebel" PGC-1alpha primär über den AMPK-Signalweg (aufgrund niedriger ATP-Konzentration) zu aktivieren, während HVT eher über den Kalzium-Calmodulin-Kinase-Weg agiert.

Warum ist HIIT für untrainierte Läufer kritisch zu betrachten?

Aufgrund der hohen Intensität besteht bei Anfängern ein erhöhtes Risiko für Überlastungsverletzungen; zudem erfordert HIIT eine korrekte Lauftechnik und hohe intrinsische Motivation, die nicht bei jedem Freizeitsportler vorausgesetzt werden kann.

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Details

Title
Physiologische Auswirkungen des High Intensity Interval Trainings
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Sportwissenschaft)
Course
Oberseminar TWS
Author
Fabian Thomas (Author)
Publication Year
2015
Pages
19
Catalog Number
V287696
ISBN (eBook)
9783656880929
ISBN (Book)
9783656880936
Language
German
Tags
physiologische auswirkungen high intensity interval trainings
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Fabian Thomas (Author), 2015, Physiologische Auswirkungen des High Intensity Interval Trainings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/287696
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