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Die Kapitalkonsolidierung nach IFRS

Title: Die Kapitalkonsolidierung nach IFRS

Diploma Thesis , 2004 , 74 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Jette Böttcher (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Nach Verabschiedung der EU-Verordnung im Juni 2002, die börsennotierte
Unternehmen mit Sitz in der EU ab 2005 verpflichtet, einen Konzernabschluss nach
International Financial Reporting Standards (IFRS) aufzustellen, gewinnen die
Vorschriften zur Erstellung des Konzernabschlusses nach diesen
Rechnungslegungsstandards an Bedeutung. Hintergrund hierfür ist die Auffassung
der EU-Kommission, „dass die [derzeit gültigen] EU-Bilanzrichtlinien die für
kapitalmarktorientierte Unternehmen erforderliche Transparenz und
Vergleichbarkeit der Daten auf einem effizienten Kapitalmarkt nicht gewährleisten
können. Vielmehr bedarf es Rechnungslegungsstandards, die speziell auf die
Bedürfnisse des internationalen Kapitalmarktes zugeschnitten sind.“1 Eine fehlende
Maßgeblichkeit des Einzelabschlusses für den Konzernabschluss ermöglicht die
Erstellung des Konzernabschlusses nach den Zielsetzungen internationaler
Rechnungslegungsnormen ohne dabei nationale Vorschriften für den
Einzelabschluss zu beeinträchtigen.2 Zentrale Zielsetzung der in dieser Arbeit
untersuchten IFRS oder IAS Rechnungslegung ist die Informationsbereitstellung
„über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie Veränderungen in der
Vermögens- und Finanzlage eines Unternehmens …, die für einen weiten
Adressatenkreis bei dessen wirtschaftlichen Entscheidungen nützlich sind.“3
Anreize für Unternehmen für ein Bestreben nach Informationstransparenz stellen
zum einen die Senkung der durchschnittlichen Kapitalkosten sowie eine
Ausweitung der potentiellen Kapitalbasis dar.4 Die Entscheidung der EU zu
Gunsten der IAS-Rechnungslegung verbunden mit der im Zuge der allgemeinen
Globalisierung zu beobachtenden Häufung von internationalen
Unternehmenszusammenschlüssen5, messen diesen Rechnungslegungsstandards
sowie der Bedeutung des Konzernabschlusses besondere Aktualität bei.
1 Kümpel, T. (2003), S. 12.
2 Vgl. Coenenberg, A. (2003), S. 513.
3 Vgl. Federmann, R., IASCF (2002), RK 12.
4 Vgl. Heurung, R. (2000), S. 1.
5 Vgl. Coenenberg, A. (2003), S. 513.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Die Internationalisierung der Rechnungslegung und damit verbundene Auswirkungen auf die Bedeutung des Konzernabschlusses

1.2. Der Begriff der Kapitalkonsolidierung

1.3. Gang der Untersuchung

2. Wesentliche Grundlagen des Konzernabschlusses nach IFRS

2.1. Aufstellungspflicht

2.2. Konsolidierungskreis

2.3. Einbeziehungswahlrechte und -verbote

2.4. Aufbau der Standards und wechselseitige Beziehungen

2.5. Bewertung zum beizulegenden Zeitwert

2.6. Geschäftswert bzw. negativer Unterschiedsbetrag

3. Einzubeziehende Unternehmen und Methoden der Kapitalkonsolidierung

3.1. Einbeziehung von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss

3.1.1. Vollkonsolidierung nach der Erwerbsmethode bei einem Anteilsbesitz von 100%

3.1.1.1. Erstkonsolidierung

3.1.1.2. Folge- und Entkonsolidierung

3.1.2. Vollkonsolidierung nach der Erwerbsmethode bei einem Anteilsbesitz von weniger als 100%

3.1.2.1. Beteiligungsproportionale Neubewertung

3.1.2.2. Vollständige Neubewertung

3.1.3. Vollkonsolidierung nach der Interessenzusammenführungsmethode

3.1.3.1. Erstkonsolidierung

3.1.3.2. Folge- und Entkonsolidierung

3.1.4. Bilanzpolitische Spielräume im Rahmen der Einbeziehung von Tochterunternehmen

3.1.5. Geplante Änderungen des IAS 22 und daraus resultierende Auswirkungen auf die Einbeziehung von Tochterunternehmen

3.1.5.1. Business Combinations Phase I

3.1.5.2. Business Combinations Phase II

3.2. Einbeziehung von Gemeinschafts- und Assoziierten Unternehmen in den Konzernabschluss

3.2.1. Quotenkonsolidierung

3.2.1.1. Erstkonsolidierung

3.2.1.2. Folge- und Entkonsolidierung

3.2.2. Equity-Methode

3.2.2.1. Erstkonsolidierung

3.2.2.2. Folge- und Entkonsolidierung

3.2.3. Bilanzpolitische Spielräume im Rahmen der Einbeziehung von Gemeinschafts- und Assoziierten Unternehmen

3.2.4. Geplante Änderungen des IAS 22 und daraus resultierende Auswirkungen auf die Einbeziehung von Gemeinschafts- und Assoziierten Unternehmen

3.2.4.1. Business Combinations Phase I

3.2.4.2. Business Combinations Phase II

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die Methoden der Kapitalkonsolidierung nach IFRS vor dem Hintergrund der zunehmenden Internationalisierung der Rechnungslegung zu analysieren und deren bilanzpolitische Spielräume zu beleuchten. Dabei wird insbesondere untersucht, wie sich aktuelle Änderungen der Rechnungslegungsstandards auf die Konzernrechnungslegung auswirken.

  • Methoden der Kapitalkonsolidierung (Erwerbsmethode, Interessenzusammenführungsmethode, Quotenkonsolidierung, Equity-Methode).
  • Konzernabschlusspflicht und Einbeziehungskriterien.
  • Bilanzierung von Geschäftswerten und Minderheitenanteilen.
  • Auswirkungen geplanter IAS-Standardänderungen (Business Combinations Phase I & II).
  • Umgang mit Zweckgesellschaften und "Control"-Prinzipien.

Auszug aus dem Buch

3.1.2.1. Beteiligungsproportionale Neubewertung

Die beteiligungsproportionale Neubewertung ist die vom IASB empfohlene Methode oder auch Benchmark-Methode, der der Gedanke zugrunde liegt, dass „der den Minderheitsgesellschaftern zuzuordnende Anteil nicht in den Unternehmenserwerb bewirkenden Tauschvorgang einbezogen war.“

Die in der Handelsbilanz I des erworbenen Unternehmens angesetzten Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden werden wie bereits beschrieben nach konzerneinheitlichen Bilanzierung- und Bewertungsmethoden ausgerichtet (HB II) und daraufhin zum beizulegenden Zeitwert neubewertet. Die hierbei aufgedeckten stillen Reserven und Lasten sind in der Höhe des erworbenen Anteils an den Buchwerten aus der HB II zuzurechnen. Gleichzeitig werden diese, den Anteil des erwerbenden Unternehmens betreffenden, stillen Reserven und Lasten in den Passiv-Posten Gewinnrücklage oder Gewinnrücklage aus Neubewertung eingestellt. Nach Durchführung dieser Korrekturbuchungen ergibt sich die HB III, die die Basis für die Erstkonsolidierung darstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Analyse der Internationalisierung der Rechnungslegung und der wachsenden Bedeutung des Konzernabschlusses für den Kapitalmarkt.

2. Wesentliche Grundlagen des Konzernabschlusses nach IFRS: Erläuterung der Aufstellungspflicht, des Konsolidierungskreises und der Bewertungsregeln nach IAS/IFRS.

3. Einzubeziehende Unternehmen und Methoden der Kapitalkonsolidierung: Detaillierte Untersuchung der verschiedenen Konsolidierungsmethoden für Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen.

4. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Entwicklung der Rechnungslegungsstandards mit einem Ausblick auf die Auswirkungen der Standardharmonisierung.

Schlüsselwörter

Kapitalkonsolidierung, IFRS, Erwerbsmethode, Interessenzusammenführungsmethode, Equity-Methode, Quotenkonsolidierung, Geschäftswert, Business Combinations, IAS 22, IAS 27, Konzernabschluss, Minderheitenanteile, Neubewertung, Bilanzpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Systematik und die Methoden der Kapitalkonsolidierung bei der Erstellung eines Konzernabschlusses nach International Financial Reporting Standards (IFRS).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die verschiedenen Konsolidierungsmethoden für Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen, die Behandlung von Geschäftswerten sowie die Auswirkungen geplanter Standardänderungen durch das IASB.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die aktuell zulässigen Methoden der Kapitalkonsolidierung sowie deren bilanzpolitische Spielräume zu analysieren und die Konsequenzen der geplanten Änderungen am IAS 22 "Business Combinations" für die Konzernrechnungslegung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf einer umfassenden Auswertung der geltenden IFRS/IAS-Standards, der entsprechenden Literatur sowie der Diskussionspapiere (Exposure Drafts) des IASB und Stellungnahmen des DRSC basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodischen Grundlagen des Konzernabschlusses und eine detaillierte Analyse der Einbeziehung von Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen unter Anwendung verschiedener Konsolidierungsmethoden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Kapitalkonsolidierung, IFRS, Erwerbsmethode, Interessenzusammenführungsmethode, Equity-Methode, Geschäftswert und Business Combinations.

Wie unterscheidet sich die "beteiligungsproportionale Neubewertung" von der "vollständigen Neubewertung"?

Der Hauptunterschied liegt im Ausmaß der Aufdeckung stiller Reserven und Lasten: Bei der beteiligungsproportionalen Neubewertung werden diese nur anteilig für den erworbenen Teil des Tochterunternehmens berücksichtigt, während bei der vollständigen Neubewertung die Reserven und Lasten in ihrer Gesamtheit, inklusive der auf Minderheiten entfallenden Anteile, aufgedeckt werden.

Welche Bedeutung hat die "Fresh-Start-Methode" in der aktuellen Diskussion?

Die Fresh-Start-Methode wird als mögliche Alternative zur Interessenzusammenführungsmethode diskutiert, wenn bei einem Zusammenschluss eine komplett neue wirtschaftliche Einheit entsteht, bei der alle Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet werden.

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Details

Title
Die Kapitalkonsolidierung nach IFRS
College
University of Applied Sciences Essen
Grade
2,0
Author
Jette Böttcher (Author)
Publication Year
2004
Pages
74
Catalog Number
V28794
ISBN (eBook)
9783638304788
Language
German
Tags
Kapitalkonsolidierung IFRS
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jette Böttcher (Author), 2004, Die Kapitalkonsolidierung nach IFRS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28794
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