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Intergenerationale Mobilität, Bildungsmobilität und staatliche Maßnahmen zu deren Förderung

Titre: Intergenerationale Mobilität, Bildungsmobilität und staatliche Maßnahmen zu deren Förderung

Dossier / Travail , 2013 , 16 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Lennart Hamann (Auteur)

Sociologie - Travail, Education, Organisation
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Das Feld der Ungleichheitsforschung kann uns einen detaillierten Einblick in die Sozialstruktur einer Gesellschaft liefern. Die Analyse von ungleichheitsfördernden Faktoren und die daraus gewonnenen Kenntnisse sind unerlässlich für moderne Wohlfahrtssysteme. Dabei ist jedoch nicht zu vernachlässigen, dass sich diese Strukturen nicht als starre, gegebene Gebilde darstellen, sondern einer gewissen Dynamik unterworfen sind. Diese Dynamik, die Bewegung von Individuen und Gruppen im sozialen Kontext, wird als "Mobilität" bezeichnet, wobei hier generell zwischen "sozialer" und "räumlicher" Mobilität unterschieden wird. Letztere wird in dieser Untersuchung keine Rolle spielen, da es hier um die Auf- und Abstiegschancen verschiedener Personen auf einer sozialen Ebene gehen wird.
Ich werde also im Folgenden versuchen, einen Einblick in das Konzept der sozialen Mobilität sowie ihrer Facetten und der Methoden ihrer Erforschung zu liefern. Einen besonderen Schwerpunkt werde ich hierbei auf die Betrachtung der Intergenerationalen Mobilität (also die Mobilität zwischen Generationen) und noch genauer auf die Bildungsmobilität legen, da gerade die Bildungsmobilität einen entscheidenden Faktor für den Grad späterer Mobilitäten spielt.
In der weiteren Analyse werde ich also versuchen folgende Leitfragen zu beantworten:
-Was wird unter "sozialer Mobilität" verstanden? Welche Formen sozialer Mobilität gibt es? Mit welchen Methoden kann sie erfasst werden?
-Wie hoch ist der Grad der intergenerationalen Mobilität und vor allem der Bildungsmobilität in Deutschland?
-Welche Faktoren schränken intergenerationale Mobilität ein?
-Was wird, bzw. wurde von staatlicher Seite unternommen um intergenerationale Mobilität zu ermöglichen?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffe Und Forschungsmethoden der Mobilitätsforschung

2.1 Grundliegendes

2.2 Forschungsmethoden alter & neuer Mobilitätsforschung

3. Bildungsmobilität

4. Möglichkeiten zur Förderung von Bildungsmobilität

4.1 Mobilitätsbarrieren

4.2 Wohlfahrtsstaatliche Maßnahmen

5. Fazit:

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Dynamik sozialer Mobilität in Deutschland mit einem Fokus auf die intergenerationale Bildungsmobilität und analysiert die Hindernisse sowie staatliche Maßnahmen zu deren Förderung.

  • Konzeptionelle Grundlagen und Methoden der Mobilitätsforschung
  • Analyse der intergenerationalen Bildungsmobilität und deren Einflussfaktoren
  • Identifikation zentraler Mobilitätsbarrieren (ökonomisches, kulturelles und soziales Kapital)
  • Diskussion wohlfahrtsstaatlicher Interventionen und deren Wirksamkeit

Auszug aus dem Buch

2.1 Grundliegendes

Soziale Mobilität bezeichnet die Bewegung eines Individuums oder einer Gruppe von einem Ausgangspunkt zu einem Endpunkt in einer sozialen Dimension. Dabei ist von vornherein klarzustellen, dass die Mobilitätsforschung seinen Blick lediglich auf erworbene Merkmale (sozialer Status, Einkommen, Bildung etc.) richtet. Zugeschriebene Merkmale (beispielsweise Geschlecht) sind hingegen keine Merkmale, die seitens der Mobilitätsforschung untersucht werden (Rössel 2009). Es gilt also nun konkret gesprochen festzustellen, wie hoch, bzw. wie niedrig, die Chancen bestimmter Gruppen sind, in eine andere Gruppe auf- oder abzusteigen, sprich wie „durchlässig“ die Sozialstruktur ist.

Es kann natürlich nicht von der Mobilität im Allgemeinen gesprochen werden, weshalb es nötig ist, einige Differenzierungen vorzunehmen. So unterscheidet man generell zwischen vertikaler und horizontaler Mobilität. Von vertikaler Mobilität wird gesprochen, wenn ein Individuum in einer betrachteten, sozialen Rangfolge entweder ab- oder aufsteigt. Sollte also z.B. ein Angehöriger der oberen Dienstklasse in den unteren Dienstbereich absteigen, so spricht man von vertikaler Mobilität. Von horizontaler Mobilität wird gesprochen, sollte z.B. ein Arbeiter den Beruf wechseln, durch diesen Wechsel aber in keiner Rangfolge aufsteigen. (Rössel 2009).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Feld der Ungleichheitsforschung ein und definiert die zentrale Forschungsfrage nach den Bedingungen intergenerationaler Bildungsmobilität in Deutschland.

2. Begriffe Und Forschungsmethoden der Mobilitätsforschung: Das Kapitel erläutert grundlegende Definitionen sozialer Mobilität und stellt klassische sowie moderne Forschungsmethoden wie Mobilitätsmatrizen und Pfadanalysen vor.

2.1 Grundliegendes: Hier werden theoretische Differenzierungen zwischen vertikaler, horizontaler, intergenerationaler und intragenerationaler Mobilität vorgenommen.

2.2 Forschungsmethoden alter & neuer Mobilitätsforschung: Das Kapitel vergleicht traditionelle Kreuztabellen (Matrizen) mit neueren Pfadmodell-Ansätzen zur Erfassung sozialer Auf- und Abstiege.

3. Bildungsmobilität: Dieser Abschnitt beleuchtet die Bedeutung von Bildungsabschlüssen für den beruflichen Status und analysiert die Faktoren sozialer, ethnischer und geschlechtsspezifischer Benachteiligung im deutschen Bildungssystem.

4. Möglichkeiten zur Förderung von Bildungsmobilität: Dieses Kapitel diskutiert Ansätze zur Erhöhung der Chancengleichheit vor dem Hintergrund bestehender struktureller Hürden.

4.1 Mobilitätsbarrieren: Eine detaillierte Untersuchung der Kapitalarten sowie frühkindlicher Bildungsangebote als entscheidende Einflussfaktoren für den Bildungserfolg.

4.2 Wohlfahrtsstaatliche Maßnahmen: Dieser Teil bewertet staatliche Instrumente wie BaföG und die historische Bildungsexpansion hinsichtlich ihrer tatsächlichen Wirksamkeit bei der Herstellung von Chancengleichheit.

5. Fazit:: Die Arbeit resümiert, dass soziale Mobilität in Deutschland stark durch elterliche Faktoren begrenzt bleibt und bestehende staatliche Ansätze oft nur eine begrenzte Wirkung entfalten.

Schlüsselwörter

Soziale Mobilität, Bildungsmobilität, intergenerationale Mobilität, Bildungsbenachteiligung, Sozialstruktur, Kapitalarten, Chancengleichheit, Mobilitätsforschung, Bildungsexpansion, Wohlfahrtsstaat, Pfadanalyse, Bildungsaufstieg, soziale Herkunft, Erwerbsposition, Schichtspezifische Mobilität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Zusammenhänge zwischen sozialer Herkunft, Bildungsabschluss und dem beruflichen Status im Rahmen der deutschen Sozialstruktur.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Mobilitätsforschung, die Messung von Bildungsmobilität und die Analyse von Barrieren, die den sozialen Aufstieg einschränken.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu ermitteln, welche Faktoren intergenerationale Bildungsmobilität behindern und inwieweit staatliche Maßnahmen in der Lage sind, diese Disparitäten auszugleichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse soziologischer Standardwerke und vergleicht methodische Instrumente der Mobilitätsforschung, wie Matrizen und Pfadmodelle.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Analyse der Bedeutung von Bildung für den beruflichen Erfolg und die kritische Auseinandersetzung mit Mobilitätsbarrieren und staatlicher Politik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Soziale Mobilität, Bildungsmobilität, intergenerationale Mobilität, Kapitalarten und Chancengleichheit.

Warum ist die Unterscheidung zwischen vertikaler und horizontaler Mobilität wichtig?

Die Unterscheidung ist für die Forschung essenziell, da nur die vertikale Mobilität Auf- oder Abstiege in der sozialen Rangfolge abbildet, während horizontale Mobilität lediglich den Berufswechsel ohne Statusveränderung beschreibt.

Welche Rolle spielt das „kulturelle Kapital“ für den Bildungserfolg?

Das kulturelle Kapital umfasst das häusliche Bildungsumfeld; Eltern mit hohem Bildungsabschluss können ihre Kinder besser unterstützen, was einen entscheidenden Vorteil gegenüber bildungsfernen Schichten darstellt.

Wie bewertet der Autor die Wirksamkeit der „Bildungsexpansion“?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der enorme Ausbau des Bildungswesens zwar die Bildungsabschlüsse in der Breite erhöht hat, jedoch die ungleiche Verteilung in der Bildungselite weitgehend bestehen blieb.

Welches Fazit zieht die Arbeit bezüglich des kostenlosen Kindergartenbesuchs?

Der Autor sieht in der frühkindlichen Förderung durch kostenlose Kindergartenplätze einen effektiven, wenn auch derzeit in Deutschland noch unzureichend umgesetzten Ansatz zur frühzeitigen Verringerung von Chancenungleichheit.

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Résumé des informations

Titre
Intergenerationale Mobilität, Bildungsmobilität und staatliche Maßnahmen zu deren Förderung
Université
University of Hamburg
Cours
Die Entwicklung sozialer Ungleichheit
Note
2,0
Auteur
Lennart Hamann (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
16
N° de catalogue
V288058
ISBN (ebook)
9783656882565
ISBN (Livre)
9783656882572
Langue
allemand
mots-clé
intergenerationale mobilität bildungsmobilität maßnahmen förderung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Lennart Hamann (Auteur), 2013, Intergenerationale Mobilität, Bildungsmobilität und staatliche Maßnahmen zu deren Förderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288058
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Extrait de  16  pages
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