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Wie können immaterielle Substanzen materielle Dinge konstituieren?

Eine Untersuchung von Leibniz' Monadenlehre

Titre: Wie können immaterielle Substanzen materielle Dinge konstituieren?

Dossier / Travail , 2013 , 41 Pages

Autor:in: Marcus Gießmann (Auteur)

Philosophie - Théorique (Conscience, Science, Logique, Langage)
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Da sich Leibniz an keiner Stelle in seinem Oeuvre konkret zur Konstitutionsproblematik materieller Dinge durch immaterielle Substanzen äußert, schlage ich zur Behandlung unserer Ausgangsfragestellung folgende Vorgehensweise vor:
Zuerst versuchen wir nachzuvollziehen, wie Leibniz überhaupt auf die Annahme von Monaden kommt. Die Annahme von Monaden ist maßgeblich durch zwei methodische Argumentationsstrategien motiviert: Die erste ist eine logische, die sich aus den Leibnizschen Prinzipien der Vernunftwahrheiten und Tatsachenwahrheiten ergibt und die zweite ist eine metaphysische, theoretische Substanzenlehre, die sich aus den Paragraphen der Mon ergibt.

Dieser doppelte Zugang zu Leibniz´ Annahme von Monaden unterstreicht die Relevanz unserer Fragestellung. Im Zuge der Behandlung dieser ist es sinnvoll danach zu fragen, wie immaterielle Substanzen materielle Dinge konstituieren können. Diese Frage lässt sich in drei Varianten darstellen: Formen sich Eigenschaften um? Fließen Eigenschaften aus den alten heraus? Kommen neue Eigenschaften hinzu? Wir werden sehen, dass wir die Möglichkeit einer positiven Antwort auf die dritte Fragevariante nicht ausschließen können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Annahme von Monaden

2.1 Die logische Annahme von Monaden

2.1.1 Vernunftwahrheiten

2.1.1.1 Der Satz des auszuschließenden Widerspruchs

2.1.1.2 Der Satz des ausgeschlossenen Dritten

2.1.1.3 Der Satz des zureichenden Grundes

2.1.2 Tatsachenwahrheiten

2.1.3 Systematische Zusammenschau der logischen Annahme von Monaden

2.2. Metaphysisch-theoretische Annahme

3. Wie können immaterielle Substanzen materielle Dinge konstituieren?

4. Wie ist es möglich, dass Monaden materielle Dinge konstituieren?

4.1 Eigenschaften von Materie

4.2 Eigenschaften von Monaden

4.2.1 Monaden sind Einheiten per se

4.2.2 Perzeption und Apperzeption

4.2.3 Appetition und Entelechie

4.3 Wie sind Beziehungen zwischen Monaden möglich?

4.4 Wie ist räumliche Ausdehnung durch Monaden möglich?

4.5. Wie ist Druckwiderstand durch Monaden möglich?

5. Ergebnis der Untersuchung

6. Das Problem der Emergenz

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Leibniz' Monadenlehre mit dem Ziel zu ergründen, wie immaterielle, einfache Substanzen materielle, ausgedehnte Dinge konstituieren können. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, ob und wie die Eigenschaften materieller Dinge auf der Ebene der Monaden begründet werden können.

  • Leibniz' Theorie der Monaden als einfache Substanzen
  • Konstitutionsproblematik materieller Dinge durch immaterielle Entitäten
  • Analyse der Eigenschaften von Materie und Monaden
  • Untersuchung von räumlicher Ausdehnung und Druckwiderstand
  • Das Problem der Emergenz im Kontext der Leibnizschen Philosophie

Auszug aus dem Buch

4.1 Eigenschaften von Materie

Im Kontext des Problems von Monadenlehre und der Konstitution materieller Dinge nennt Saville vier Eigenschaften von Materie:

„It [the matter oder die Materie, Anm. D. Verf.] has fairly determinate spatial extension, it obeys well-understood physical laws, it displays some resistance to pressure and exerts a degree of force (e.g. gravitational force) on its surroundings. These are features that for Leibniz qualify it as fully material.”

Saville nennt vier Eigenschaften von Materie, die einzeln genommen notwendige und zusammen genommen hinreichende Bedingungen für Materie sind. Grundsätzlich müsste man vor dem Hintergrund unserer Fragestellung alle vier Eigenschaften von Materie behandeln, allerdings würde das den Rahmen dieser Arbeit um ein Vielfaches sprengen und somit erlauben wir uns eine methodische Abkürzung: Wir behandeln die zwei unproblematischsten Eigenschaften von Materie und gestehen Leibniz den Erfolg seines Projekts bereits zu, wenn wir anhand seiner Monadenlehre hinreichend erläutern können, wie Monaden die Konstitution dieser zwei Eigenschaften von Materie ermöglichen. Die zwei unproblematischsten Eigenschaften von Materie sind die der räumlichen Ausdehnung und die des Druckwiderstands. Ich gehe mit Leibniz von einem relationalen Raumbegriff aus. Ein relationaler Raum ist ein Raum, der sich aus dem Verhältnis der Lage zweier Elemente ergibt und dieser lässt sich am Besten mit dem Begriff des Zwischenraums beschreiben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die metaphysische Fragestellung nach den konstituierenden Elementen der Welt bei Leibniz ein und definiert die Monaden als einfache Substanzen.

2. Die Annahme von Monaden: Dieses Kapitel erläutert die logische und metaphysische Herleitung der Monaden durch Leibniz, unter anderem anhand der Prinzipien der Vernunft- und Tatsachenwahrheiten.

3. Wie können immaterielle Substanzen materielle Dinge konstituieren?: Hier werden die methodischen Ansätze zur Behandlung der Konstitutionsproblematik diskutiert und die Fragestellung in eine Transformations-, Emanations- und Emergenzfrage unterteilt.

4. Wie ist es möglich, dass Monaden materielle Dinge konstituieren?: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil, in dem die Eigenschaften von Materie und Monaden detailliert untersucht werden, um die Möglichkeiten der Konstitution von Ausdehnung und Druckwiderstand zu prüfen.

5. Ergebnis der Untersuchung: Das Fazit fasst das negative Untersuchungsergebnis zusammen, dass die Konstitution materieller Eigenschaften durch Monaden nicht hinreichend belegt werden kann.

6. Das Problem der Emergenz: Abschließend wird erörtert, inwiefern die Leibnizsche Konstitutionsproblematik eng mit dem Begriff und den logischen Schwierigkeiten der Emergenz verknüpft ist.

Schlüsselwörter

Monaden, Leibniz, Monadologie, Materie, Konstitution, einfache Substanz, räumliche Ausdehnung, Druckwiderstand, Emergenz, Perzeption, Apperzeption, Appetition, Entelechie, Metaphysik, Ontologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die metaphysische Frage, wie die Welt aus Sicht von Gottfried Wilhelm Leibniz aufgebaut ist und insbesondere, wie immaterielle Monaden materielle Dinge konstituieren können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Leibnizsche Substanzenlehre, der Begriff der Monade, die Unterscheidung zwischen Vernunft- und Tatsachenwahrheiten sowie die Analyse der Eigenschaften von Materie und Monaden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es nachzuvollziehen, ob und wie immaterielle Monaden materielle Dinge in der Welt konstituieren können, mit einem Fokus auf die Eigenschaften räumliche Ausdehnung und Druckwiderstand.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine exegetische Untersuchung der relevanten Schriften von Leibniz, insbesondere der Monadologie, sowie eine methodische Einschränkung durch das Sparsamkeitsprinzip, um unproblematische Eigenschaften für die Analyse auszuwählen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung der Eigenschaften von Materie und Monaden sowie der Frage, wie durch deren Zusammenspiel räumliche Ausdehnung und Druckwiderstand entstehen könnten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Monaden, Konstitution, einfache Substanz, räumliche Ausdehnung, Druckwiderstand und Emergenz.

Warum kommt die Untersuchung zu einem negativen Ergebnis hinsichtlich Leibniz' Projekt?

Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass zwar die Konstitution räumlicher Ausdehnung erklärt werden kann, die Begründung für die Konstitution von Druckwiderstand und damit echter Masse durch Monaden jedoch nicht hinreichend erbracht werden kann.

Wie steht die Arbeit zum Begriff der Emergenz?

Der Autor argumentiert, dass die Konstitutionsproblematik bei Leibniz eng mit dem Problem der Emergenz verbunden ist, wobei der Begriff der Emergenz epistemologisch eher als Feststellung denn als Erläuterung dient.

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Résumé des informations

Titre
Wie können immaterielle Substanzen materielle Dinge konstituieren?
Sous-titre
Eine Untersuchung von Leibniz' Monadenlehre
Université
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Philosophie)
Auteur
Marcus Gießmann (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
41
N° de catalogue
V289166
ISBN (ebook)
9783656893530
ISBN (Livre)
9783656893547
Langue
allemand
mots-clé
substanzen dinge eine untersuchung leibniz monadenlehre
Sécurité des produits
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Citation du texte
Marcus Gießmann (Auteur), 2013, Wie können immaterielle Substanzen materielle Dinge konstituieren?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/289166
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Extrait de  41  pages
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