Die Hausarbeit beschäftigt sich mit Möglichkeiten, wie Musiktheorie zum Gegenstand des schulischen Musikunterrichts - insbesondere in der gymnasialen Oberstufe - gemacht werden kann. Dabei werden die Vermittlungsmöglichkeiten ausgewählter Teilbereiche der Musiktheorie thematisiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Beispielhafte Erörterungen
2.1 Formenlehre
2.2 Analyse
2.3 Exkurs: Musikhistorische Hintergründe
3. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Musiktheorie effektiv als Unterrichtsgegenstand in der gymnasialen Oberstufe vermittelt werden kann, um den Anforderungen an einen wissenschaftspropädeutischen Unterricht und die allgemeine Studierfähigkeit gerecht zu werden.
- Didaktische Konzepte zur Vermittlung von Musiktheorie
- Bedeutung der Formenlehre im Unterrichtskontext
- Methoden der musikalischen Analyse am Beispiel überschaubarer Werke
- Integration musikhistorischer Hintergründe in die theoretische Ausbildung
- Verknüpfung von instrumentalpraktischen Fähigkeiten mit musiktheoretischem Wissen
Auszug aus dem Buch
2.1. Formenlehre
Einen wichtigen Aspekt beinhaltet die von Clemens Kühn vorgeschlagene Herangehensweise, wonach das Bewusstsein bereits gleich zu Beginn der Beschäftigung mit der Formenlehre darauf gelenkt wird, dass die gelehrten „Formen“ keinen Absolutheitsanspruch begründen können, sondern lediglich die Funktion eines Hilfsmittels darstellen („'Schema' als Krücke“). So sollen die Schemata „als ein Konstrukt verstanden werden, das der Analyse des musikalischen Einzelfalles (die sonst gar nichts in Händen hätte und kaum 'Normales' von 'Abweichendem' unterscheiden könnte) als Krücke dient.“ Gleichzeitig wird aber auch das Individuum des Kunstwerkes angemessen berücksichtigt, wonach es zu bedenken gilt, dass beispielsweise „jede Sonate auf ganz eigene Weise auskomponiert“ ist.
Durch diese von Clemens Kühn aufgezeigte Herangehensweise wird die bereits in seinen Ausführungen zur Elementarlehre geforderte „Musiknähe“ wieder aufgegriffen, sodass gewährleistet bleibt, dass sich die Theorie nicht zu weit vom Kunstwerk entfernt und sich auf diese Weise nicht „zu einem allzu abstrakten Apparat verselbständigt.“ Denn „wenn 'Theorie' das eine ist und 'Musik' etwas ganz anderes bleibt, verliert Theorie ihre innere Berechtigung.“ In diesem Zusammenhang ist von Bedeutung, dass viele Komponisten, deren Werke in der Formenlehre behandelt werden, „den Terminus noch gar nicht gekannt hatten; auf jeden Fall betrachteten sie die Form, die man später als 'Sonatensatz' zum Lehrgegenstand machte, eher undogmatisch.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Musiktheorie ein und verknüpft sie mit den bildungspolitischen Anforderungen der gymnasialen Oberstufe in Nordrhein-Westfalen.
2. Beispielhafte Erörterungen: Anhand des Lehrwerks von Clemens Kühn werden methodische Ansätze für die Bereiche Formenlehre und Analyse sowie die Relevanz musikhistorischer Kontexte diskutiert.
3. Schlussbetrachtung: Das Fazit bestätigt, dass die erörterten Methoden eine tragfähige Grundlage für die Studierfähigkeit schaffen und den Anforderungen eines wissenschaftspropädeutischen Unterrichts entsprechen.
Schlüsselwörter
Musiktheorie, Musikpädagogik, Formenlehre, Analyse, Musikunterricht, gymnasiale Oberstufe, APO-GOSt, wissenschaftspropädeutischer Unterricht, Musikvermittlung, Clemens Kühn, Musikhistorie, Studierfähigkeit, Instrumentalspiel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Handhabung von Musiktheorie als Unterrichtsgegenstand, insbesondere im Kontext der gymnasialen Oberstufe.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Felder sind die Vermittlung von Formenlehre, die praktische Durchführung von Musikanalysen sowie die Einbeziehung musikhistorischer Hintergründe.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, Methoden aufzuzeigen, wie Musiktheorie so unterrichtet werden kann, dass sie den wissenschaftspropädeutischen Anforderungen der APO-GOSt entspricht und die Studierfähigkeit fördert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer erörternden Analyse von fachdidaktischer Literatur, primär gestützt auf das Lehrwerk von Clemens Kühn.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Erörterung der Formenlehre, die praktische Analyse von Musikstücken und einen Exkurs zur Bedeutung musikgeschichtlicher Kontexte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe umfassen Musiktheorie, Musikpädagogik, Formenlehre, Analyse, Unterrichtsmethodik und gymnasiale Oberstufe.
Welche Bedeutung kommt dem Menuett in F-Dur KV 2 von Mozart in der Arbeit zu?
Das Stück dient als Beispiel für eine frühe Einbeziehung von Musikanalyse, da es trotz seiner Simplizität grundlegende Prinzipien wie das Periodische und Kadenzierungen veranschaulicht.
Warum wird die „Musiknähe“ der Theorie so betont?
Die Musiknähe ist wichtig, damit sich die theoretischen Konstrukte nicht zu weit vom konkreten Kunstwerk entfernen und die Theorie nicht ihre innere Berechtigung verliert.
- Citar trabajo
- Bernd Wladika (Autor), 2013, Musiktheorie als Unterrichtsgegenstand, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293111