Projektmanagement im Gesundheits- und Freizeit- bzw. Breitensport


Research Paper (undergraduate), 2014
17 Pages, Grade: 1

Excerpt

Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Tätigkeitsfeld Projektmanagement
2.1 Finanzierungsaufgaben
2.1.1 Sponsoring im Breitensport
2.1.2 Öffentlichkeitsarbeit
2.1.3 Persönliche Eignung und Kompetenzprofil
2.1.3.1 Bildungsweg
2.1.3.2 Lernen lernen

3. Fazit

Literatur- und Internetquellenverzeichnis

Abstract

Sports and event management - a multifaceted study that gives a high variety of fields of activity. The present paper is very personal and reflects some of my own expectations, hopes and wishes. It is concerned with one of the ways after the study - the activity as a project manager in healthy sports, leisure sports and popular sports and also considers the necessary qualifications to meet these challenges. The focus is on required personal qualities, my planning of studies and knowledge that has to be gained.

1. Einleitung

Sport- und Eventmanagement - ein Tätigkeitsfeld, das wohl kaum vielfältiger sein könnte. Sport- und Eventmanager finden sich in Sportvereinen und -verbänden, Fitnessstudios, der Verwaltung von Sportanlagen, in Gemeinden und Ämtern der Landesregierungen, in der Tourismusbranche und sogar im Management von Sportartikelherstellern - die Liste ließe sich noch lange weiter führen. Dem entsprechend breit gefächert soll das Kompetenzspektrum jener sein, die anstreben, in einem der jeweiligen Arbeitsbereiche tätig zu sein. Der Sektor Sport unterliegt seit Jahren überdurchschnittlichem Wachstum (vgl. Studie „Wirtschaftsfaktor Sport (2012)“ des deutschen Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie), was mit zunehmenden Anforderungen an das Berufsbild einher geht.

Als Studentin des Sport- und Eventmanagements stellt sich mir nun die Frage:

Wo sehe ich mich selbst zukünftig in einem Berufsfeld, dass sich über eine solche Bandbreite erstreckt und mit welcher Herangehensweise kann ich mir ein Kompetenzprofil aneignen, das den Anforderungen künftiger Arbeitgeber und Klienten gerecht wird?

Zu Beginn meines Studiums war ich durch meine zehnjährige Erfahrung in der Gastronomie sehr auf den Eventbereich fixiert. Zweifels ohne war und ist für mich klar, dass mich mein Bildungsgang weg von der Gastronomie hin zum Sport führen soll, da mich die mit Sport verbundenen Emotionen faszinieren und ich mich selbst gerne als Teil ansprechender Zusammenkünfte verschiedenster, leistungsorientierter Menschen sehe und die Vorstellung, solche Begegnungen durch die aktive Organisation entsprechender Events möglich zu machen, mich mit Freude erfüllt (vgl. Göttlinger S., 2013, Motivationsschreiben an die Privatuniversität Schloss Seeburg).

Dabei hatte ich ein festes Ziel vor Augen: Ich wollte unbedingt in der Welt von Red Bull Fuß fassen. Das Marketingkonzept der Red Bull GmbH ist einzigartig und die von Red Bull gesponserten und initiierten Extremsportevents sind mehr als nur beeindruckend. „Von Beginn an hat Mateschitz1 auf ein positiv verstandenes Guerilla Marketing gesetzt. Das bedeutet Profilierung durch kreative, andersartige Herangehensweisen bei sparsamem Ressourceneinsatz“ (Arnold F., 2012, Lernen von Dietrich Mateschitz: Erfolg verleiht Flügel, Spiegel Online). Ich stelle mir den Erfahrungsschatz, den man sich in diesem Unternehmen aneignen kann, außerordentlich groß vor. Ich war lange Zeit so fixiert von der Idee, für Red Bull zu arbeiten, dass ich gar nicht offen war für die Vorstellung, einen anderen der vielen möglichen Wege zu gehen.

Derzeit erscheint es mir allerdings so, als würde die Vorstellung von meinem künftigen beruflichen Werdegang mit jeder universitären Präsenzphase verschwommener werden.

Je mehr Input ich bisher im Laufe meines Studiums bekommen habe, um so mehr Themenbereiche erwecken mein Interesse. Mit dieser Entwicklung stellen sich mir mit zunehmender Vielfalt verschiedenste berufliche Perspektiven als äußerst reizvoll dar. Einerseits bestärkt mich diese Erfahrung in meiner Überzeugung, dass die Entscheidung, trotz anfänglicher Ängste und Selbstzweifel mit Mitte Zwanzig mein vorheriges Studium aufzugeben und einen weiteren Anlauf in eine neue Richtung zu wagen, definitiv die richtige war.

Andererseits erschwert es mir eine Vorhersage meiner zukünftigen beruflichen Tätigkeit.

2. Tätigkeitsfeld Projektmanagement

Eine der Möglichkeiten, die ich nun genauer betrachten möchte, ist es, im Projektmanagement im Gesundheits2 - und Freizeit- bzw. Breitensport3 tätig zu sein.

Meine Funktion in einer entsprechenden Position in einem Sportverein, Sportverband oder einer Organisation wäre es, die Finanzen zu verwalten und geeignete Sponsoren zu finden, mich um die Öffentlichkeitsarbeit und mediale Präsenz zu kümmern und die Planung, Organisation und Umsetzung von ansprechenden und einladenden Projekten in Form von Sportveranstaltungen und -events durchzuführen.

2.1 Finanzierungsaufgaben

In der Finanzverwaltung soll grundsätzlich sicher gestellt werden, dass die Deckungsbeiträge für Fixkosten und auch variable Kosten gewährleistet sind, um sich nicht mit Zahlungsunfähigkeit oder anderen finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert sehen zu müssen. Finanzielle Einnahmen sind auf verschiedenen Ebenen möglich, jedoch ist bei Sportvereinen als Non-Profit-Organisationen wegen einem bestehenden Gewinnausschüttungs-Verbot

„der Ressourceneinsatz so zu managen, dass die Relation der eingesetzten Mittel zu den verfolgten Zielen bzw. den Ergebnisgrößen optimiert wird. Dabei ist allerdings als Restriktion die kontinuierliche Zahlungsfähigkeit zu erhalten, so dass Liquiditätsziele in gleicher Weise wie in erwerbswirtschaftlichen Organisation zu berücksichtigen sind.“ (G. Hovemann et al., Sportentwicklungsbericht 2005/2006 - Analyse zur Situation des Sports in Deutschland, Sportvereine und Finanzen)

Selbes hat auch in Österreich Gültigkeit. Das heißt also, es ist Vereinen natürlich erlaubt und auch nahe zu legen, Einnahmen zu erwirtschaften, um ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen zu können. Darüber hinaus dürfen aber keine Gewinne verzeichnet werden.4 Diese Einnahmen lassen sich unter anderem aus Mitgliedsschafts-Beiträgen, Zuschüssen des Landes, Spenden, Umsätzen in selbst betriebenen Kantinen und Einnahmen bei Sportveranstaltungen erzielen.

2.1.1 Sponsoring im Breitensport

Ein weiterer wichtiger Aspekt im Bereich der Finanzierungsaufgaben ist das Sponsoring.

Ein erheblicher Anteil meiner Aufgaben als Projektmanagerin wird darin bestehen, Sponsoren für laufende und zukünftig geplante Projekte zu finden und dafür zu sorgen, dass die Beziehung zu bereits gewonnenen Sponsoren erhalten bleibt. Dabei ist neben der Kontaktaufnahme und weiter führenden Kommunikation mit potentiellen neuen Sponsoren auch das Aneignen ausreichender Hintergrundinformationen zu den Zielpersonen/- unternehmen entscheidend, um sich in deren Motivationen, Ziele und Bedürfnisse hinein versetzen zu können und darauf die Argumentation adäquater Gegenleistungen aufbauen zu können. Schließlich soll dem potentiellen Sponsor vermittelt werden, dass auch er von der Investition profitiert - eine Win-win-Situation wird generiert und das Interesse der Zielperson erweckt.

Hierbei spielen Faktoren wie Reichweite, Zielgruppe oder auch Umfeld eine wesentliche Rolle. Viele Konzerne nutzen Sponsoring als Werkzeug zur Imageaufwertung:

"Sponsoring im Breitensport nehmen die Menschen als Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung wahr. Das erkennen immer mehr Firmen."

(Andreas Schulte, 2009, Sponsoren setzen auf Amateure, zit. nach Bernd Reichstein)

Große Unternehmen wie die Telekom, die Coca Cola Hellenic Group, dm drogerie markt, aber auch die Versicherungsanstalt Wiener Städtische und viele weitere machen sich solch strategisch wertvolle Investitionen zu Nutze.

Die Telekom ist nicht nur Hauptsponsor des FC Bayern München, sondern unterstützt auch durch Partnerschaften mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), der Stiftung Deutsche Sporthilfe und dem Deutschen Behindertensportverband (DBS) Sporthilfe- Athleten, Breiten- und Schulsportprojekte sowie Sportler mit Behinderungen (vgl. o.V.). Die Coca Cola Hellenic Group ist Förderer vieler österreichischer Laufveranstaltungen, während auch der dm drogerie markt seit 1996 auf Sponsoring in diversen Frauenläufen setzt. Seit 2009 ist letzteres Unternemen auch im Tennis-Breitensport als Sponsor zu finden. Die Wiener Städtische gilt als Sponsor im Bereich Eishockey, Tennis, Football, Laufsport und Klettern.

Dies sind nur wenige von vielen Beispielen. Bei der Sponsorensuche kann man auch auf regionaler Ebene in Klein- und Mittelunternehmen und Gemeinden ein offenes Ohr und interessierte Förderer finden.

2.1.2 Öffentlichkeitsarbeit

Sportprojekte, -events und -angebote erweisen sich nur dann als dauerhaft sinnvoll und zielführend, wenn sie auch besucht bzw. genutzt werden und es in der Bevölkerung Interessenten gibt. Oft muss dieses Interesse oder sogar Bedürfnis nach körperlicher Betätigung erst geweckt und entwickelt werden.

Um die Zielgruppen zu erreichen muss Öffentlichkeitsarbeit geleistet werden und um dieser Aufgabe gerecht werden zu können, muss man sich zuerst der Adressaten bewusst werden. Wen will ich mit meiner medialen Präsenz überhaupt ansprechen?

Im Bereich Gesundheits-, Freizeit- und Breitensport werden hauptsächlich Angebote entworfen, die weder besondere körperliche Voraussetzungen noch sehr teure Ausrüstungen erfordern und richten sich somit an eine sehr breite Masse von Menschen. Zur Zielgruppe gehört praktisch jeder, der seine Gesundheit stärken, seine Fitness und sein Wohlbefinden steigern und Bewegungsmangel entgegen wirken möchte und kann.

Eine solch vielseitige Zielgruppe zu erreichen ist relativ einfach. Es stehen so viele Medien zur Verfügung, die genutzt werden können - Fernsehen, Radio, Zeitung, Plakatwände, Internet und noch weitere. Sobald man sich der Medienbotschaft, die man verkünden möchte, und der gewünschten Wirkung auf die Empfänger bewusst ist und sich ein entsprechendes Konzept zurecht gelegt hat, kann man die Informationen durch Presseaussendungen, Radioeinschaltungen, regelmäßige Aktualisierungen der Homepage und Social Networking Sites an die Öffentlichkeit bringen. Social Media Marketing (vgl. o.V.) ist ein rasant wachsender Zweig im Bereich der Marketingstragtegien. Mit 493 Mio. Facebook- und Twitter-Nutzern allein in Europa (Stand 2013) können Medienbotschaften mit geringem finanziellem Aufwand in kürzester Zeit großflächig verbreitet werden.

Etwas schwieriger könnte es sich schon gestalten, Menschen dazu zu bewegen, tatsächlich Sport zu betreiben und gesundheitsbewusster zu leben. Die Einladung zu Tagen der offenen Tür und Workshops kann hilfreich sein, um die anfängliche Scheu der Adressaten zu mindern und daraus resultierende Gespräche können vermeintliche Hindernisse aus dem Weg räumen und verdeutlichen, dass in den meisten Institutionen die Rahmenbedingungen bereits geschaffen sind, um den Aufwand des Gesundheits- und Sport-interessierten Menschen auf das zu reduzieren, worauf es ankommt: die Freude an der Bewegung zu entdecken und diese bewusst zu leben.

2.1.3 Persönliche Eignung und Kompetenzprofil

Die Anforderungen im Projektmanagement können sehr verschiedenartig und vielseitig sein, doch ich denke, dass ich diesen Herausforderungen nach Abschließen meiner universitären Ausbildung und Erlangen fachlicher Kompetenz gewachsen sein werde.

Soziale Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit zählen zu meinen Stärken und diplomatisches Geschick verhilft mir zu Verhandlungskompetenz.

Ich bin ein sehr begeisterungsfähiger Mensch und wenn ich mich mit den Zielen meines künftigen Arbeitgebers identifizieren kann, dann wird meine Arbeit nicht nur ein Job sein, sondern - wie es unser Prof. Dr. Peter Kapustin meinen Kommilitonen und mir mit auf den Weg gegeben hat - als eine Berufung empfunden werden.

Der respekt- und verantwortungsvolle Umgang mit meinen Mitmenschen liegt mir sehr am Herzen. Im Sportmanagement kann ich die Freizeit gesundheitsbewusster und sportbegeisterter Menschen mit gestalten, in dem Möglichkeiten und Örtlichkeiten geschaffen werden, in denen sie ihre Begeisterung ausleben können und so diesen Menschen zu mehr Ausgeglichenheit, Zufriedenheit und Lebensfreude verhelfen. Die Vorstellung, an diesem Prozess beteiligt zu sein, erfüllt mich selbst mit Freude und Zufriedenheit und auch mit Stolz, da es um die Steigerung von Lebensqualität geht.

„Sport ist ein wesentlicher Faktor in unserer europäischen Gesellschaft. Er ist und bleibt ein unverzichtbarer Baustein in Erziehung und Integration, dient der medizinischen Prävention, vermittelt körperliches Wohlgefühl, Spaß und sorgt nicht zuletzt für den Aufbau positiver Werte.“ (Leitbild Allgemeiner Sportverband Österreichs)

In meiner Vorstellung vom Beruf als Sport- und Eventmanager möchte ich immer eines vorrangig im Mittelpunkt sehen: den Menschen, als soziales, gesundheitsbewusstes, leistungs- und teamfähiges, zielorientiertes Wesen, mit individuellen Bedürfnissen, Talenten, Fähigkeiten und zum Teil auch Ängsten und Selbstzweifeln, die einen bestimmten Raum, gewisse Gegebenheiten und oft auch Anreiz und Aufforderung brauchen, um abgebaut werden zu können. An die Stelle von Ängsten und Selbstzweifel kann die Freude an neuen Herausforderungen und das Interesse, sich selbst neu kennen zu lernen, treten und die Erfahrung, seinen Körper und sich selbst als Person plötzlich auf ganz neue Art und Weise wahrzunehmen.

Durch die Vielseitigkeit im Sport- und Eventmanagement, die eben auch den Umgang mit unterschiedlichsten Charakteren und Menschen in verschiedensten Lebensbedingungen und -umständen mit sich bringt, ist auch die Notwendigkeit an personaler und sozialer Kompetenz gegeben.

[...]


1 Dietrich Mateschitz ist Mitgründer der Red Bull GmbH.

2 Der Deutschen Olympischen Sportbund definiert Gesundheitssport als „Prozess, der mit den Mitteln des Sports das Ziel verfolgt, Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen.“

3 Der Württembergische Landessportbund beschreibt Freizeit- und Breitensport folgendermaßen: „Die Abgrenzung des Begriffes ‚Breitensport’ zum ‚(Hoch-)Leistungssport’ ist fließend So beinhaltet der Breitensport sowohl einen wettkampfungebundenen (sog. Freizeitsport), als auch einen wettkampfgebundenen (nach freigestaltetem bzw. nationalen/ internationalen Wettkampfreglement) Bereich. Im Vordergrund des Breitensports steht Spaß an Bewegung, Spiel und Sport im Zusammenhang mit den sozialen Komponenten, die das Vereinsleben bietet.“

4 „Ein Verein dient zur Verfolgung eines bestimmten ideellen Zwecks und darf daher grundsätzlich nicht auf Gewinn gerichtet sein …Vom Verein erzielte Einnahmen ... müssen wiederum für den Vereinszweck aufgewendet werden. Lässt sich die beabsichtigte Tätigkeit daher von einem Idealverein nicht durchführen, kann man sie statt dessen auch in Form einer Personenhandelsgesellschaft oder einer Kapitalgesellschaft ausüben.“

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Details

Title
Projektmanagement im Gesundheits- und Freizeit- bzw. Breitensport
College
Private University Schloss Seeburg  (Fakultät für Sport- und Eventmanagement)
Course
Einführung in das Studium des Sport- und Eventmanagements
Grade
1
Author
Year
2014
Pages
17
Catalog Number
V293176
ISBN (eBook)
9783656904649
ISBN (Book)
9783656904656
File size
529 KB
Language
German
Tags
Projektmanagement, Sportmanagement, Gesundheitssport, Freizeitsport, Breitensport
Quote paper
Sandra Göttlinger (Author), 2014, Projektmanagement im Gesundheits- und Freizeit- bzw. Breitensport, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293176

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