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Gesetzgebungsprojekt zur Vorstandsvergütung

Título: Gesetzgebungsprojekt zur Vorstandsvergütung

Trabajo de Seminario , 2014 , 26 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Irina Awick (Autor)

Derecho - Derecho Civil - mercantil, de sociedades, comercial, de la competencia y económico
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Die Vergütung von Vorständen in Unternehmen ist seit der Finanzkrise 2009 wieder in den Fokus der öffentlichen Diskussionen geraten. Es wird argumentiert, dass die Vergütungssysteme falsche Anreize setzen und Manager dank Bonuszahlungen dazu verleiten zu hohe Risiken einzugehen.
Infolgedessen wurde 2009 das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) verabschiedet. Ziel des VorstAG ist es, die Bezüge nachhaltiger zu gestalten und an die Entwicklung des Unternehmens anzupassen.

In dieser Arbeit wird zunächst auf die Grundlagen des VorstAG eingegangen. Anschließend wird geklärt, ob und welche Vergütungsformen als Anreizsysteme genutzt werden sollten. Bis zur Einführung des VorstAG bestand der Großteil der Vorstandsvergütung aus variablen Anteilen, vor allem aus Short Term Incentives. Diese sind der Hauptgrund für das Eingehen zu hoher Risiken, da sie kurzfristige Erfolge belohnen.

Die Auswirkungen des VorstAG haben sich vor allem in der Vergütungsstruktur bemerkbar gemacht. Der Anteil der Fixvergütung ist wieder gestiegen und die variablen Bestandteile müssen über eine langfristige Anreizwirkung verfügen, sowie einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage zugrunde liegen. Weiterhin können nun die Aktionäre im Rahmen der Hauptversammlung über die Struktur der Vorstandsvergütung abstimmen. Diese Regelung ist nach britischem Vorbild abgeleitet und wird als „Say on Pay“ oder auch „Advisory Vote“ bezeichnet. Momentan begründet die Abstimmung weder Rechte noch Pflichten für den Aufsichtsrat bezüglich der Festlegung der Bezüge, dies könnte sich in Zukunft jedoch ändern, falls ein verbindliches „Say on Pay“ eingeführt wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Grundlagen

I. Rechtliche Grundlagen der Vergütung

II. Vergütungsstrukturen

1. Festvergütung

2. Variable Vergütung

C. Ausgestaltung der Vorstandsvergütung nach dem VorstAG

I. Kriterien der Höhe und Struktur der Vergütung

1. Grundsätze des §87 I AktG

a) Angemessenheit (§87 I 1 Alt.1 AktG)

b) Üblichkeit (§87 I 1 Alt. 2 AktG)

c) Ausrichtung an der nachhaltigen Unternehmensentwicklung ( §87 I 2 und 3 AktG)

2. Herabsetzung der Vorstandsbezüge (§87 II AktG)

II. Zuständigkeit bei Festlegung der Vergütung

1. Zuständigkeit des Aufsichtsrats

2. Votum der Hauptversammlung (§ 120 IV AktG)

III. Pflichten des Aufsichtsrats und Rechtsfolgen

1. Pflichten des Aufsichtsrats

2. Rechtsfolgen für den Vorstand

a) Haftung

b) Nichtigkeit nach §134 BGB

D. Vergütung als Anreizmechanismus

I. Moderne Vergütungssysteme

1. Grundlagen moderner Vergütungssysteme

a) Principal-Agent-Theory

b) Shareholder-Value

2. Vergleich traditioneller und moderner Vergütungsformen

II. Anreizsysteme

1. Marktorientierte Anreizsysteme

a) Provisionen

b) Tantieme

c) Aktienoptionspläne

d) Weitere Anreizsysteme

2. Nicht marktorientierte Anreizsysteme

III. Würdigung und Kritik des VorstAG und moderner Anreizsysteme

E. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die praktische Ausgestaltung der Vorstandsvergütung in Deutschland nach Inkrafttreten des VorstAG. Ziel ist es zu analysieren, ob die durch das Gesetz eingeführten Mechanismen – insbesondere die Ausrichtung auf nachhaltige Unternehmensentwicklung und das Votum der Hauptversammlung – geeignet sind, überhöhte Vergütungen zu begrenzen und riskantes Managementverhalten zu unterbinden.

  • Rechtliche Grundlagen und Kompetenzverteilung bei der Festlegung von Vorstandsbezügen.
  • Kriterien für eine angemessene Vergütungsstruktur gemäß § 87 AktG.
  • Analyse moderner Anreizsysteme im Kontext der Principal-Agent-Theory.
  • Die Rolle des „Say on Pay“ und dessen Wirksamkeit in der Praxis.
  • Kritische Würdigung der Wirksamkeit des VorstAG im Hinblick auf nachhaltige Unternehmensführung.

Auszug aus dem Buch

a) Principal-Agent-Theory

Die Principal-Agent-Theory schafft einen Anreiz im Rahmen der Gehaltsvereinbarung und soll die Interessenskonflikte zwischen den Eigentümern (Principals) und dem Vorstand (Agents) einer börsennotierten Gesellschaft minimieren. Der Ausgangspunkt dieses Modells liegt in der Trennung von Eigentum durch die Anteilseigner und die Leitung durch den Vorstand. Eine Besonderheit liegt in der Tatsache, dass der Vorstand über einen Informationsvorsprung verfügt und daher Informationsasymmetrien entstehen55. Da der Principal dem Agent nicht für jede Situation exakte Entscheidungsregeln vorschreiben kann, wird der Agent versuchen durch eine bestimmte Entscheidung seinen eigenen Nutzen zu maximieren und eventuell nicht im Sinne der Gesellschaft zu handeln.

Vorrangiges Ziel der Eigentümer ist die größtmögliche Ausnutzung der Ressourcen um den Wert des Unternehmens zu erhöhen. Dabei sind sie gewissen Risiken nicht abgeneigt. Die Agents hingegen sind eher risikoavers und wollen zunächst den eigenen Nutzen maximieren indem sie hohe Gehälter beziehen56. Dieses Problem wird auch als „Moral Hazard“ bezeichnet57. Ziel des Principals ist es daher, dem Agent einen Anreiz zu bieten zugunsten des Unternehmens zu entscheiden. Dies kann anhand der variablen Vergütung geschehen, die an den Erfolg des Unternehmens geknüpft ist. Auf diesem Ansatz basiert auch der Einsatz von Aktienoptionsplänen im Rahmen der Vorstandsvergütung58.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die öffentliche Kritik an exorbitanten Managergehältern und erläutert den Anlass für die Einführung des Gesetzes über die Offenlegung der Vorstandsvergütungen (VorstOG) sowie des VorstAG.

B. Grundlagen: Hier werden die rechtlichen Verankerungen des Vorstands als Organ der Kapitalgesellschaft und die vertraglichen Grundlagen der Vergütungsfestlegung durch den Aufsichtsrat erläutert.

C. Ausgestaltung der Vorstandsvergütung nach dem VorstAG: Das Kapitel analysiert die gesetzlichen Kriterien der Angemessenheit, Üblichkeit und Nachhaltigkeit gemäß § 87 AktG sowie die Rolle der Hauptversammlung bei der Vergütungskontrolle.

D. Vergütung als Anreizmechanismus: Es erfolgt eine theoretische Einordnung moderner Anreizsysteme, wie Aktienoptionen und Bonusmodelle, und deren Wirksamkeit unter den Aspekten der Principal-Agent-Theory.

E. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass das VorstAG zwar keine revolutionäre Wende darstellt, aber einen notwendigen Schritt zur Strukturierung von Vergütungen bietet, um langfristige Anreize anstelle kurzfristiger Gewinnmaximierung zu fördern.

Schlüsselwörter

Vorstandsvergütung, VorstAG, Aufsichtsrat, Aktienrecht, Angemessenheit, Nachhaltigkeit, Variable Vergütung, Principal-Agent-Theory, Say on Pay, Aktienoptionen, Unternehmensentwicklung, Unternehmensführung, Haftung, Business Judgement Rule, Anreizsysteme.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die rechtliche Ausgestaltung und die praktische Umsetzung der Vorstandsvergütung in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung des VorstAG.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die gesetzlichen Anforderungen an die Vergütungshöhe, die Zuständigkeit des Aufsichtsrats, moderne Anreizmodelle sowie die Einflussmöglichkeiten der Aktionäre.

Was ist das zentrale Forschungsziel?

Das Ziel besteht in der Untersuchung, ob das VorstAG dazu beiträgt, Vergütungssysteme nachhaltiger zu gestalten und riskantes Verhalten des Vorstands zu minimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche Analyse, die gesetzliche Bestimmungen (AktG, BGB) mit ökonomischen Theorien wie der Principal-Agent-Theory verknüpft und durch aktuelle Literatur und Fallbeispiele ergänzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Prüfung der Vergütungskriterien (§ 87 AktG), die Rolle des Aufsichtsrats, das Mitspracherecht der Aktionäre (Say on Pay) und eine kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen Anreizsystemen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Vorstandsvergütung, Nachhaltigkeit, Aufsichtsrat, Aktienoptionen, Principal-Agent-Theory und angemessene Vergütungsstruktur.

Warum wird die Principal-Agent-Theory zur Erklärung herangezogen?

Sie erklärt die grundlegenden Interessenskonflikte zwischen den Anteilseignern (Principals) und dem Vorstand (Agents), die durch Informationsasymmetrien entstehen und die Notwendigkeit variabler Vergütungsanreize begründen.

Wie effektiv ist das "Say on Pay" Modell laut dieser Arbeit?

Die Arbeit stellt fest, dass das Mitspracherecht der Hauptversammlung bisher primär beratenden Charakter hat und bei den meisten Unternehmen auf sehr hohe Zustimmungsquoten stößt, was das Modell teilweise als wirkungslos erscheinen lässt.

Final del extracto de 26 páginas  - subir

Detalles

Título
Gesetzgebungsprojekt zur Vorstandsvergütung
Universidad
University of Hohenheim
Calificación
1,3
Autor
Irina Awick (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
26
No. de catálogo
V293550
ISBN (Ebook)
9783656911197
ISBN (Libro)
9783656911203
Idioma
Alemán
Etiqueta
Vorstandsvergütung Finanzkrise VorstAG Anreizsysteme
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Irina Awick (Autor), 2014, Gesetzgebungsprojekt zur Vorstandsvergütung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293550
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