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Bericht zum Orientierungspraktikum an der Montessori Grundschule

Título: Bericht zum Orientierungspraktikum an der Montessori Grundschule

Informe de Práctica , 2012 , 22 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Melanie Dreisam (Autor)

Pedagogía - Sistemas educativos, políticas educativas
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Schon seit dem Beginn meines Studiums wollte ich den gesamten Schulalltag einmal aus der Sicht eines Lehrers miterleben. Ich war gespannt, diesen einmal von der anderen Perspektive nicht als Schüler, sondern als Pädagoge betrachten zu können. Außerdem war ich begierig darauf, die bis dahin erlernten pädagogischen Theorien in der Praxis beobachten zu können und gegebenenfalls auch im Verlauf meines Praktikums selbst anzuwenden zu dürfen. Des Weiteren wollte ich mir nun einen unverkennbareren Eindruck davon verschaffen, welche Position ich zurzeit in Bezug auf meinen späteren Beruf als Lehrer besitze. Das heißt, ich wollte eine untrügliche Antwort auf die Frage, ob ich es mir aufrichtig vorstellen konnte das Berufsfeld des Lehrers zu ergreifen.
Mitunter erwartetet ich durch mein Praktikum auch das „System Schule“ durchschauen zu können. Das bedeutet erfahren zu können, wie Schule im Grunde genommen funktioniert und wie andere Schulen untereinander und im Unterschied zu meiner Praktikumsschule agieren. Ich wollte Vergleiche schließen können.
Letztendlich entschloss ich mich, das Orientierungspraktikum an einer reformpädagogischen Schule zu absolvieren. Die Montessori Schule in X. war dementsprechend genau das, was ich wollte. Ich hospitierte in einer jahrgangsübergreifenden Ebene, der Stufe I. Es war eine Ebene in der die Klassen 1.-3 unterrichtet wurden. Leider hatte ich nicht die Möglichkeit in der II. Stufe oder in höheren Stufen zu verbleiben, doch gab es teilweise die Gelegenheit, dass ich kurzweilig andere Klassen besuchen konnte.
Ich interessierte mich für eine reformpädagogische Schule, da ich selbst immer sehr viele Kritiken in den Medien auffing und beobachtete. Dadurch angeregt las ich allerlei zu den verschiedenen Konzeptionen der Schule. Doch überzeugen konnte mich meist keine Position, weder positive als auch negative Darlegungen und Beispiele. Infolgedessen beabsichtigte ich mir meinen eigenen Standpunkt zu bilden und an eine reformpädagogische Schule zu gehen. Ich stellte mir Fragen in Bezug auf das gemeinsame Unterrichten der Klassen 1.- 3. Wie funktioniert ebendies genau? Außerdem mochte ich mehr erfahren zu dem gegenseitigen „Respektieren“ der Kinder untereinander, mit all ihren Stärken, Schwächen und Besonderheiten. Allgemein erwartete ich, dass ich mir auf diese Weise meine persönliche Haltung schaffen könnte. Wird und kann das Konzept der Schule erfüllt werden?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeine Bedingungen

2.1. Äußere Gegebenheiten

2.2. Das neue Konzept der Schule

2.3. Außenkontakte und Schulwechsel

2.3.1. Außerschulische Kooperationen

2.3.2. Öffnung der Schule

2.4. Gesetzliche Grundlagen

2.5. Innerschulische Kooperation

2.6. Aufgabenspektrum von Klassenlehrern und Fachlehrern

2.7. Angebote außerhalb des obligatorischen Unterrichts

3. Spezielle Aufgabenstellung

3.1. Selbstständiges Agieren der Schule

3.2. Außerschulische Projekte

3.3. Die Arbeit als integrative Schule

4. Die Hospitationsaufgabe

4.1. Ganzheitliches Lernen

4.1.1. Praktische Umsetzung

4.2. Soziales Lernen

4 2.1. Praktische Umsetzung

5. Die Struktur von Unterrichtstunden, der frei gewählte Schwerpunkt

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel der Arbeit ist es, den Schulalltag an einer reformpädagogischen Montessori-Schule aus der Perspektive eines angehenden Lehrers zu reflektieren, pädagogische Theorien in der Praxis zu evaluieren und die eigene Berufseignung zu hinterfragen.

  • Beobachtung und Analyse des Montessori-Konzepts im praktischen Schulalltag.
  • Untersuchung der Methoden des ganzheitlichen Lernens.
  • Analyse der Umsetzung und Bedeutung des sozialen Lernens innerhalb und außerhalb des Unterrichts.
  • Reflektion über die Rolle des Lehrers als Begleiter in einer vorbereiteten Umgebung.
  • Kritische Auseinandersetzung mit den Herausforderungen und Rahmenbedingungen der Montessori-Pädagogik.

Auszug aus dem Buch

4.1.1. Praktische Umsetzung

Meiner Meinung nach wurde sehr viel Wert auf die Umsetzung des ganzheitlichen Lernens an meiner Praktikumsschule gelegt. Die Sinnesmaterialien sind überall im Klassenraum aufzufinden. Diese konnten immer in der Freiarbeitszeit genutzt werden oder nach Erledigung der Fachaufgaben. Den Kindern stand dazu viel Freiraum zur Verfügung das heißt sie konnten auf dem Teppich oder am Tisch arbeiten. Die Materialien wurden für die unterschiedlichsten Themen von Mathematik bis zu biologischen Themen konzipiert. So wurden komplizierte Abläufe begreifbar und durch alle Sinne wahrnehmbar gemacht. Es gibt z. B. ein Material, bei dem die Kinder in Sand Buchstaben oder Wörter malen sollen, wodurch sie aktiv mit den Sinnen dabei sind, anstatt mit dem Stift auf Papier zu schreiben. Das Erlernen der Uhr wird unterstützt durch Holzuhren, woran die Kinder die Zeiger drehen können. Der Mathematikunterricht kann gefördert werden, indem mit Kugeln gearbeitet wird, die die Summen verdeutlichen und z. B. unterschiedliche Mengen durch Fühlen und aktives Wahrnehmen begreifbar machen. Ich konnte oft mit Schülern zusammen an den Materialien arbeiten, wobei mir nicht selten auffiel, dass ihnen durch das Aktivwerden während des Lernens, Abläufe und Zusammenhänge ihnen viel verständlicher wurden. Außerdem machte es ihnen meiner Meinung nach immer sehr viel Spaß zu lernen und auf den Grund der Lösung zu kommen.

Besonderes Merkmal der Montessori Pädagogik sind Werkstätte und Projekte. Ein Projekt wird für ca. eine Woche durchgeführt. Die Schüler beschäftigen sich in dieser einen Woche intensiv mit einem Thema. Der geregelte Unterricht fällt dann teilweise aus, sodass sich speziell mit dem Inhalt auseinandergesetzt wird. Die Schüler werden während der Zeit in Gruppen geteilt und laufen dann von einer Station zu der nächsten, an der sie immer wieder etwas Neues dazulernen oder bearbeiten können. Das Projekt kann dabei nur auf die Klassenebenen begrenzt stattfinden oder es wird kooperativ mit den anderen Ebenen zusammengearbeitet. Oft werden zu den Stationen noch Zusatzmaterialien von den Schülern von zu Hause mitgebracht. Am Ende des Projekts besitzt jeder Schüler eine Mappe, in der er alle Materialien gesammelt und ausgearbeitet hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der persönlichen Motivation, die pädagogische Praxis an einer Montessori-Schule zu hospitieren und die eigene Haltung zum Lehrerberuf zu reflektieren.

2. Allgemeine Bedingungen: Beschreibung des organisatorischen Rahmens, des Schulkonzepts, der Außenkontakte sowie der innerschulischen Kooperationen an der Montessori-Schule.

3. Spezielle Aufgabenstellung: Untersuchung der finanziellen und personellen Selbstständigkeit der Schule sowie ihrer Arbeit als integrative Einrichtung.

4. Die Hospitationsaufgabe: Analyse der theoretischen Grundlagen und praktischen Umsetzung von ganzheitlichem Lernen und sozialem Lernen im Schulalltag.

5. Die Struktur von Unterrichtstunden, der frei gewählte Schwerpunkt: Erläuterung der zeitlichen Strukturierung des Unterrichts ohne klassische Klingelsignale und der damit verbundenen Vor- und Nachteile für die Schüler.

6. Fazit: Zusammenfassende Reflexion über die erfüllten Erwartungen sowie kritische Betrachtung von Problemen in der Umsetzung der Pädagogik und der sozialen Zusammensetzung der Schülerschaft.

Schlüsselwörter

Montessori-Pädagogik, Orientierungspraktikum, Ganzheitliches Lernen, Soziales Lernen, Freiarbeit, Reformpädagogik, Lehrer-Schüler-Verhältnis, Inklusion, Hospitation, Schulalltag, Lernmaterialien, Projektunterricht, Selbstständigkeit, Schulkultur, Privatschule.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Praktikumsbericht grundsätzlich?

Der Bericht dokumentiert die Erfahrungen, Beobachtungen und Reflexionen eines Studierenden während eines vierwöchigen Orientierungspraktikums an einer Montessori-Grundschule.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus der Arbeit?

Die zentralen Themen sind das ganzheitliche Lernen durch spezielle Montessori-Materialien, das soziale Lernen in altersgemischten Gruppen sowie die organisatorischen Besonderheiten der Schule.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Theorie der Montessori-Pädagogik im praktischen Schulalltag zu beobachten, zu bewerten und basierend darauf die persönliche Eignung für den Lehrerberuf zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für den Bericht verwendet?

Es wurde eine hospitationsbasierte Beobachtungsmethode angewandt, ergänzt durch die Analyse schulischer Konzeptionen und Literatur zur Montessori-Pädagogik.

Was wird im Hauptteil des Berichts behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der allgemeinen Rahmenbedingungen, die spezifische Organisation der Schule sowie die detaillierte Auswertung der Hospitationsergebnisse zu ganzheitlichem und sozialem Lernen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Montessori-Pädagogik, Reformpädagogik, Ganzheitliches Lernen, Soziales Lernen und Freiarbeit geprägt.

Wie unterscheidet sich die Zeitstruktur an dieser Schule von Regelschulen?

Es gibt keine festen Klingelsignale; der Unterricht ist in flexible Einheiten gegliedert, deren Dauer und Struktur weitgehend von den Lehrern in Absprache mit dem Lernprozess der Kinder bestimmt werden.

Welche kritischen Punkte führt der Autor im Fazit bezüglich der Schule an?

Der Autor bemängelt die soziale Selektivität durch das erhobene Schulgeld, die mangelnde soziale Mischung der Schülerschaft sowie die Herausforderungen für manche Kinder beim selbstbestimmten Lernen.

Wie fördern die Montessori-Materialien das Lernen der Kinder?

Die speziell entwickelten Sinnesmaterialien ermöglichen es den Kindern, abstrakte Sachverhalte wie Mathematik oder biologische Prozesse begreifbar und mit allen Sinnen erfahrbar zu machen.

Welche Rolle spielt die Altersmischung für das soziale Lernen?

Die Altersmischung fördert die gegenseitige Unterstützung, Lernpatenschaften und die Übernahme von Verantwortung, da ältere Schüler jüngeren bei Aufgaben oder Konflikten assistieren.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Bericht zum Orientierungspraktikum an der Montessori Grundschule
Calificación
1,0
Autor
Melanie Dreisam (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
22
No. de catálogo
V293588
ISBN (Ebook)
9783656912323
ISBN (Libro)
9783656912330
Idioma
Alemán
Etiqueta
Schule Montessori Maria Pädagogik Reformpädagogik Freie Schule Privatschule Grundschule Schulwesen Praktikum Praktikumsbericht
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Melanie Dreisam (Autor), 2012, Bericht zum Orientierungspraktikum an der Montessori Grundschule, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293588
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