Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Politique - Fondements et Généralités

Das Intelligenzwahlrecht nach John Stuart Mill. Zum Verhältnis von Freiheit und Gleichheit

Titre: Das Intelligenzwahlrecht nach John Stuart Mill. Zum Verhältnis von Freiheit und Gleichheit

Dossier / Travail , 2011 , 17 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Ulrike Leupold (Auteur)

Politique - Fondements et Généralités
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

In diesem Jahr wie in jedem Jahr finden in Deutschland Wahlen statt. Zunehmend wird Politikverdrossenheit beklagt. Die Bürger gehen nicht mehr wählen, weil sie es für unnötig erachten oder der Ansicht sind, ihre Stimme ändere sowieso nichts, wenn die Mehrheit anders entscheidet. Was aber wäre, wenn plötzlich einige Personen mehrere Stimmen erhalten würden? Was wäre, wenn die Gebildeten mehr Einfluss bekämen? Würde das etwas ändern? Oder ist das überhaupt nicht möglich, weil moralisch und demokratisch vollkommen absurd?
John Stuart Mill war Vertreter des Intelligenzwahlrechts. Im Rahmen dieser Hausarbeit werde ich mich mit der Fragestellung auseinandersetzen, welches Verhältnis das Intelligenzwahlrecht zum Gleichheitspostulat der Demokratie besitzt. Dafür werde ich zunächst den Utilitarismus näher beleuchten, um festzustellen, ob er Bedeutung für Mills Demokratietheorie besitzt. Anschließend werde ich Mills Vorstellung der repräsentativen Demokratie und sein Intelligenzwahlrecht eingehender darstellen. Die Definition von Gleichheit im Zusammenhang mit Demokratie und Freiheit wird im darauffolgenden Kapitel relevant sein. Zu guter letzt stelle ich Intelligenzwahlrecht und Gleichheitspostulat
einander gegenüber.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. John Stuart Mills Demokratietheorie

2.1 Der Utilitarismus als Basis für Mills Denken

2.2 Die repräsentative Demokratie

2.3 Das Intelligenzwahlrecht

3. Das Gleichheitspostulat als Demokratieprinzip

3.1 Was bedeutet Gleichheit?

3.2 Das Verhältnis von Gleichheit und Freiheit

4. Intelligenzwahlrecht und Gleichheitspostulat – zwei Seiten der demokratischen Medaille

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das theoretische Verhältnis zwischen dem von John Stuart Mill befürworteten Intelligenzwahlrecht und dem demokratischen Gleichheitspostulat. Dabei steht insbesondere die Fragestellung im Zentrum, wie sich das Konzept einer gewichteten Stimmvergabe auf Basis von intellektuellen Kompetenzen mit dem demokratischen Grundprinzip der politischen Gleichheit vereinbaren lässt.

  • Der Utilitarismus als normative Grundlage von Mills Demokratietheorie
  • Die Rolle der repräsentativen Demokratie bei der Förderung intellektueller Entwicklung
  • Das Konzept des Intelligenzwahlrechts als Korrektiv zur Tyrannei der Mehrheit
  • Das Spannungsfeld zwischen Freiheit, Gleichheit und staatlicher Repräsentation

Auszug aus dem Buch

2.3 Das Intelligenzwahlrecht

Das Intelligenzwahlrecht ist eine Form des Pluralwahlrechts, denn obwohl jeder eine Stimme besitzt, bedeutet dies nicht zugleich, dass jeder die gleiche Stimme haben sollte und demzufolge erhalten gebildete Bürger in Mills repräsentativer Demokratie mehr Stimmen als andere. Schreiben, lesen und rechnen zählen zu den Grundvoraussetzungen, um das Wahlrecht zu erlangen. Bürgern, die der Gemeinschaft finanziell zur Last fallen, wird das Wahlrecht verwehrt. Das Stimmrecht wird also nach Wissen und Intelligenz gewichtet. „Allgemeiner Unterricht muß der Erteilung des allgemeinen Wahlrechts vorausgehen“. In frei zugänglichen Prüfungen können die Bürger dann ihre zusätzlichen Stimmen erwerben.

Mill befürchtet, dass die Mehrheit der Bürger eher egoistische und unmittelbare statt selbstlose und entfernte Interessen verfolgt. Dies nicht zwangsläufig bewusst, sondern als Folge von Unwissenheit. Das Intelligenzwahlrecht ist für ihn das adäquate Mittel, um diesem Problem beizukommen. Mill glaubt, dass gebildete Bürger besser und rationaler entscheiden, weshalb ihnen mehrere Stimmen gebühren sollten. Auf diese Art und Weise wäre das größte Glück der größten Zahl der Bürger am besten realisiert, denn die Verfassung eines Landes dürfe der Unwissenheit nicht ebensoviel politische Macht einräumen, wie dem Wissen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Politikverdrossenheit ein und stellt Mills Intelligenzwahlrecht als Gegenstand der Untersuchung zum Gleichheitspostulat der Demokratie vor.

2. John Stuart Mills Demokratietheorie: Dieses Kapitel erläutert den utilitaristischen Hintergrund, die Vorstellungen von repräsentativer Demokratie und die spezifische Ausgestaltung des Intelligenzwahlrechts bei Mill.

3. Das Gleichheitspostulat als Demokratieprinzip: Das Kapitel definiert den Begriff der Gleichheit im demokratischen Kontext und analysiert das komplexe Verhältnis zwischen individueller Freiheit und sozialer bzw. politischer Gleichheit.

4. Intelligenzwahlrecht und Gleichheitspostulat – zwei Seiten der demokratischen Medaille: Hier erfolgt die kritische Gegenüberstellung des Intelligenzwahlrechts mit dem Demokratieprinzip der Gleichheit, wobei die individuelle Ungerechtigkeit zugunsten des Gemeinwohls diskutiert wird.

5. Fazit: Das Fazit resümiert, dass Intelligenzwahlrecht und Gleichheitspostulat aufgrund ihres gegenseitigen Ausschlusses nicht miteinander in einer modernen Demokratie zu vereinen sind.

Schlüsselwörter

John Stuart Mill, Intelligenzwahlrecht, Demokratietheorie, Utilitarismus, Gleichheitspostulat, Repräsentative Demokratie, Politische Gleichheit, Freiheit, Tyrannei der Mehrheit, Gemeinwohl, Pluralwahlrecht, Liberalismus, Chancengleichheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das politische Konzept des Intelligenzwahlrechts von John Stuart Mill und stellt es in den Kontext des demokratischen Gleichheitspostulats.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die utilitaristische Demokratietheorie, die Bedeutung von Bildung für politische Teilhabe sowie das Spannungsverhältnis zwischen Freiheit und Gleichheit.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, in welchem Verhältnis das Intelligenzwahlrecht zum Gleichheitspostulat der Demokratie steht und ob dieses Verhältnis legitimierbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine ideengeschichtliche Analyse der Demokratietheorie von John Stuart Mill auf Basis der vorliegenden Primär- und Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Mills utilitaristische Grundlagen, sein Verständnis der repräsentativen Demokratie sowie das Konzept des Intelligenzwahlrechts und die theoretische Spannung zu Gleichheitsprinzipien detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Intelligenzwahlrecht, Utilitarismus, Gleichheitspostulat und repräsentative Demokratie charakterisiert.

Warum hält Mill das Intelligenzwahlrecht für notwendig?

Mill befürchtet eine Tyrannei der Mehrheit und glaubt, dass gebildete Bürger rationalere Entscheidungen zum Wohle der Allgemeinheit treffen können als ungebildete.

Sieht Mill das Intelligenzwahlrecht als Dauerlösung?

Nein, Mill betrachtet das Intelligenzwahlrecht als eine temporäre Übergangslösung, die so lange notwendig sei, bis das Volk das nötige Maß an Bildung erreicht hat.

Wie bewertet die Autorin das Konzept aus heutiger Sicht?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass das Konzept in der heutigen postmodernen Demokratie nicht zulässig ist, da es das heute als unabdingbar geltende Grundrecht auf politische Gleichheit missachtet.

Fin de l'extrait de 17 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Das Intelligenzwahlrecht nach John Stuart Mill. Zum Verhältnis von Freiheit und Gleichheit
Université
http://www.uni-jena.de/  (Politikwissenschaft)
Cours
Demokratietheorien
Note
1,3
Auteur
Ulrike Leupold (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
17
N° de catalogue
V293728
ISBN (ebook)
9783656913306
ISBN (Livre)
9783656913313
Langue
allemand
mots-clé
intelligenzwahlrecht john stuart mill verhältnis freiheit gleichheit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ulrike Leupold (Auteur), 2011, Das Intelligenzwahlrecht nach John Stuart Mill. Zum Verhältnis von Freiheit und Gleichheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/293728
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  17  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint