Die vorliegende Seminararbeit trägt den Titel Der deutsche Dom als außerschulischer politischer Lernort.
Das damit angesprochene Thema wirft zunächst Fragestellungen beim Leser auf.
Zum Beispiel, was wird unter einem außerschulischen politischen Lernort verstanden und wie lässt sich dieser in den Politikunterricht integrieren? Als exemplarisches Beispiel für einen außerschulischen Lernort wird der deutsche Dom verwendet. Im deutschen Dom findet eine Ausstellung über die „Wege – Irrwege – Umwege – Die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland“ statt, wo auf fünf Etagen die historische Entwicklung des liberalen parlamentarischen Systems dargestellt wird.
Vor dem Hintergrund eines interessanten und schüleraktivierenden Unterrichts sollten Exkursionen in der Schule stattfinden, die den politischen Unterricht inhaltlich ergänzen.
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, den deutschen Dom als außerschulischen politischen Lernort vorzustellen, didaktische und methodische Anregungen für die Integration des Lernorts zu geben und Materialen für Schülerinnen und Schüler bereitzustellen.
Dabei strukturiert der Verfasser diese Seminararbeit wie folgt:
Im ersten Kapitel wird die Einleitung präsentiert. Hierbei werden bereits Ziele für diese Seminararbeit aufgezeigt.
Dieser Schritt ist erforderlich, um die Wichtigkeit des Themas darzustellen und um dieses einzugrenzen.
Das zweite Kapitel beinhaltet die Sachanalyse, wobei das Thema aus fachwissenschaftlicher Perspektive für den Unterricht geordnet und beschrieben wird. Die Sachanalyse ist notwendig, um die Legimitation des Themas zu begründen. Auf diesen außerschulischen politischen Lernort bezogen heißt das, dass kurz und prägnant wesentliche geschichtliche Richtungen für die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland aufgezeigt werden.
Das dritte Kapitel enthält die didaktische Analyse nach Wolfgang Klafki, wobei der deutsche Dom als außerschulischer politischer Lernort nach den Grundfragen der didaktischen Analyse erklärt wird. Schließlich folgt in diesem Kapitel auch der Bezug des Themas zum Rahmenlehrplan des Landes Brandenburg.
Im Kapitel vier erfolgt die konkrete Darstellung des deutschen Doms als außerschulischer politischer Lernort. In diesem Kapitel werden auch die Lernziele und ein möglicher Ablauf der Unterrichtssequenz erläutert.
Der Schlussteil im Kapitel fünf dient der Reflexion des Deutschen Doms als außerschulischer politischer Lernort, wobei hier auch Probleme und
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Sachanalyse
3 Didaktische Analyse
3.1 Außerschulischer politischer Lernort
3.2 Bezug zum Rahmenlehrplan
4 Der deutsche Dom als außerschulischer politischer Lernort
4.1 Allgemeine Informationen zur Ausstellung im deutschen Dom
4.2 Die Unterrichtssequenz
4.2.1 Lernziele der Unterrichtssequenz
4.2.2 Ablauf der Unterrichtssequenz
4.3 Probleme und Grenzen
5 Schlussbetrachtung
6 Materialen zum Projekt
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, den Deutschen Dom als außerschulischen politischen Lernort für den Politikunterricht vorzustellen. Dabei soll aufgezeigt werden, wie dieser Lernort didaktisch und methodisch in eine Unterrichtssequenz integriert werden kann, um Schülern die historische Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland anschaulich näherzubringen.
- Integration außerschulischer Lernorte in den Politikunterricht
- Vermittlung der historischen Entwicklung des Parlamentarismus in Deutschland
- Anwendung didaktischer Grundsätze nach Wolfgang Klafki
- Konzeption einer schülerzentrierten Unterrichtssequenz mit Praxisbezug
- Förderung der politischen Urteils- und Handlungsfähigkeit
Auszug aus dem Buch
3.1 Außerschulischer politischer Lernort
Ein außerschulischer Lernort soll dazu dienen außerhalb des Klassenzimmers schulische Inhalte zu vermitteln. Es geht darum, schulisches und außerschulisches Lernen zu verbinden.
Nach der Definition von Bachmann ist ein außerschulischer Lernort „eine Einrichtung, Anlagen und Angebote, [die sich außerhalb des Schulgebäudes befinden] und bei denen Schülerinnen und Schüler … Sachen und Situationen unserer Mitwelt original begegnen können.“ Bezogen auf einen politischen außerschulischen Lernort bedeutet das, dass der Lernort einen politischen Hintergrund haben sollte. Einrichtungen die einen politischen Hintergrund haben, sind beispielsweise Konzentrationslager, Gefängnisse, Institutionen (Reichtags oder Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik), Ausstellungen oder Museen.
Außerschulische politische Lernorte sind demnach Lernorte, „wo die Lernenden das Schulgebäude verlassen können, um einen gesellschaftlich-politischen Problembereich durch eigene Erfahrungen, Beobachtungen und Erlebnisse gemeinsam zu erschließen.“
Nicht nur inhaltlich sollten die Schülerinnen und Schüler neue Unterrichtsgegenstände erschließen, sondern sie sollten auch neue Arbeitstechniken und Methoden kennenlernen. Außerschulische Lernorte bieten den Schülerinnen und Schüler neue Möglichkeiten ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Zur Erkundung des außerschulischen politischen Lernorts steht das forschende Lernen, denn die Schülerinnen und Schüler sollten strukturiert, nach klaren Regeln bei der Erweiterung des Wissens vorgehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung des Themas und der Zielsetzung der Arbeit, den Deutschen Dom als außerschulischen Lernort für den Politikunterricht aufzubereiten.
2 Sachanalyse: Fachwissenschaftliche Darstellung der historischen Entwicklung des deutschen Parlamentarismus von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart.
3 Didaktische Analyse: Theoretische Fundierung des Vorhabens mittels der didaktischen Analyse nach Klafki sowie Einordnung in den Rahmenlehrplan.
3.1 Außerschulischer politischer Lernort: Definition und pädagogische Begründung des Lernens außerhalb der Schule im Bereich der politischen Bildung.
3.2 Bezug zum Rahmenlehrplan: Konkretisierung der Lehr- und Lernziele gemäß den Vorgaben des brandenburgischen Rahmenlehrplans für die Klassenstufen 9/10.
4 Der deutsche Dom als außerschulischer politischer Lernort: Präsentation des Doms als konkretes Beispiel mit Informationen zur Ausstellung und organisatorischen Hinweisen.
4.1 Allgemeine Informationen zur Ausstellung im deutschen Dom: Detaillierte Beschreibung der Ausstellungsstruktur über die fünf Ebenen der parlamentarischen Geschichte.
4.2 Die Unterrichtssequenz: Vorstellung eines konkreten 10-stündigen Unterrichtsplans zur Nutzung des Lernorts.
4.2.1 Lernziele der Unterrichtssequenz: Definition der fachlichen und methodischen Kompetenzen, die durch das Projekt bei den Schülern erreicht werden sollen.
4.2.2 Ablauf der Unterrichtssequenz: Strukturierte Übersicht der Unterrichtsblöcke, von der Vorbereitung über die Exkursion bis hin zur Präsentation.
4.3 Probleme und Grenzen: Reflexion über potenzielle Herausforderungen wie Zeitdruck oder Motivationsfragen im Projektverlauf.
5 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Eignung des Deutschen Doms als Lernort und Empfehlungen für die Praxis.
6 Materialen zum Projekt: Zusammenstellung der Arbeitsaufträge für die Schülergruppen zu den verschiedenen Epochen und Themenbereichen.
Schlüsselwörter
Außerschulischer Lernort, Politische Bildung, Parlamentarismus, Deutsche Geschichte, Demokratieerziehung, Unterrichtssequenz, Didaktik, Politikunterricht, Gruppenarbeit, Rahmenlehrplan, Partizipation, Politische Urteilsfähigkeit, Deutsches Grundgesetz, Politische Parteien, Exkursion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und didaktischen Vorbereitung einer Exkursion zum "Deutschen Dom" als außerschulischem politischen Lernort, um die Entwicklung des Parlamentarismus in Deutschland zu vermitteln.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?
Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung der parlamentarischen Demokratie, der Didaktik außerschulischen Lernens und der praktischen Umsetzung einer Unterrichtssequenz zu diesem Thema.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, Lehrkräften Anregungen und Materialien an die Hand zu geben, um den Deutschen Dom effektiv als außerschulischen Lernort in den Unterricht zu integrieren und Schülern ein tiefes Verständnis für demokratische Prozesse zu vermitteln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Sachanalyse der historischen Hintergründe und eine didaktische Analyse nach Wolfgang Klafki, um den Lernort in den aktuellen Rahmenlehrplan einzubinden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, die didaktische Begründung, die praktische Darstellung der Ausstellung im Dom und einen detaillierten Ablaufplan für eine 10-stündige Unterrichtssequenz inklusive Arbeitsmaterialien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Kernbegriffe sind: Außerschulischer Lernort, Politische Bildung, Parlamentarismus, Demokratieerziehung und Didaktik.
Wie ist die Ausstellung im Deutschen Dom didaktisch strukturiert?
Die Ausstellung ist in fünf inhaltliche und zeitliche Etagen unterteilt, die von den Anfängen demokratischer Bewegungen im 18. Jahrhundert über das Kaiserreich und die Weimarer Republik bis hin zur europäischen Integration und heutigen Parlamentsarchitektur reichen.
Welche Probleme sieht der Autor bei der Umsetzung dieses Projekts?
Der Autor weist explizit auf zeitliche Herausforderungen, Schwierigkeiten bei der Orientierung vor Ort, den hohen Umfang der Arbeitsaufträge und die Abhängigkeit von der Motivation der Schüler hin.
- Citation du texte
- M. Ed. Christoph Staufenbiel (Auteur), 2014, Die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294065