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Bürokratisierung und ihre Folgen anhand Ludwig von Mises "Die Bürokratie"

Von der Bürokratie zur Diktatur

Titre: Bürokratisierung und ihre Folgen anhand Ludwig von Mises "Die Bürokratie"

Dossier / Travail , 2013 , 12 Pages , Note: 2,0

Autor:in: David Kühlcke (Auteur)

Philosophie - Philosophie du XXe siècle
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Eine Bürokratie als solches ist eine Struktur, welche die exakte Einhaltung vorhandener Regeln erfordert. Es gehört daher nicht zu den Aufgaben eines Bürokraten - als ausführendes Organ dieser Struktur – Überlegungen über einen effizienteren Arbeitsprozess oder eine Maximierung der Gewinne anzustellen. Ganz zu schweigen von einem in Frage stellen der Regeln als solche. Das Wesen der Bürokratie lässt Zweifel an der gegebenen Regel schlicht nicht zu, wodurch die Bürokratie notwendigerweise zu einer starren Struktur gemacht wird. Diese Feststellung beinhaltet jedoch nicht, dass eine Bürokratie per Definition eine nicht wünschenswerte Struktur ist. Sie erscheint als eine notwendige Struktur für die Verwaltung eines Staates. Sobald sie sich jedoch über diesen hinaus auf wirtschaftliche und gesellschaftliche Bereiche erstreckt, kann es zu schwerwiegenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen kommen. Welche Folgen sich aus einer Bürokratisierung der Gesellschaft für diese ergeben, wird Gegenstand dieser Arbeit sein.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bürokratisches Wirtschaften

2.1. Der Charakter bürokratischen Wirtschaftens

2.2. Das bürokratische Personal

2.2.1. Charakteristika des Bürokraten

2.2.2. Das Verhältnis von Bürokrat und Staat

3. Die Folgen von Bürokratisierung

3.1. Die psychologischen Folgen

4. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen einer ausufernden Bürokratisierung auf die Gesellschaft und den Staat, basierend auf der Analyse von Ludwig von Mises. Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie die Dominanz bürokratischer Strukturen zu gesellschaftlicher Stagnation führen und die Entwicklung hin zu totalitären Regimen begünstigen kann.

  • Charakteristika des bürokratischen Wirtschaftens
  • Soziale Sozialisation und das Rollenverständnis von Bürokraten
  • Der Einfluss von Bürokratie auf die individuelle Handlungsfreiheit
  • Psychologische Folgen bürokratisierter Gesellschaften
  • Der Zusammenhang zwischen Staatsbürokratie und Totalitarismus

Auszug aus dem Buch

2.1. Der Charakter bürokratischen Wirtschaftens

Mises beschreibt in dem zweiten Kapitel zunächst, wie eine Bürokratie unter einer despotischen Regierung entsteht. Wenn das zu regierende Land zu groß ist, als dass ein Herrscher allein es verwalten könnte, dann muss er Vertreter ernennen. Um der Willkür und Verfügungsfreiheit dieses Verwalters entgegenzuwirken, erlegt der Herrscher ihm Vorschriften (bzw. Gesetze, Verordnungen, Statuten, Regeln) auf, nach denen er sich zu richten hat. Dabei ist es irrelevant, ob jene in genau dieser Form, in dieser Provinz sinnvoll oder gar im Interesse der Bevölkerung sind.

„Die erste Tugend eines Verwalters ist es, den Gesetzen und Verordnungen treu zu bleiben. Er wird ein Bürokrat.“

„Die Erhaltung des Bestehenden unter Einhaltung einmal aufgestellter Regeln ist das eigentliche Hauptziel des strengen Bürokraten.“

Dieses Vorgehen findet sich nicht nur in despotischen Regimen, sie bildet auch die Grundlage für die Verwaltungstechnik eines demokratischen Staates, welche auf der unbedingten Befolgung festgeschriebener Gesetze beruht. Dadurch soll die Willkür der Staatsgewalten eingeschränkt und ihr Verfügungsbereich reguliert werden. Eine despotische und einer vom Volk legitimierten Regierungsform unterscheiden sich dabei in den Motiven für die bürokratische Verwaltungstechnik: Ein despotischer Staat wird bürokratisch verwaltet, damit der Herrschende eine bessere Kontrolle über seinen Einflussbereich hat. Ein vom Volk legitimierter Staat wird bürokratisch verwaltet, damit die Staatsgewalten keine willkürlichen, sondern auf feststehenden Gesetzen beruhenden Entscheidungen treffen. Also hat eine bürokratische Verwaltung nicht nur die Aufgabe, die Machthaber einzuschränken, sondern fungiert auch als Ausführung des Willens der Machthaber. Für das Funktionieren eines Staatsapparates ist eine bürokratische Verwaltungstechnik notwendig, ganz gleich, um welche Staatsform es sich handelt. Demzufolge ist es kein Merkmal einer Bürokratie, demokratisch oder nicht-demokratisch bzw. despotisch oder nicht-despotisch zu sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik starrer bürokratischer Strukturen ein und definiert die Zielsetzung, den Zusammenhang zwischen Bürokratisierung und Totalitarismus zu analysieren.

2. Bürokratisches Wirtschaften: Hier werden die Unterschiede zwischen gewinnorientiertem Wirtschaften und behördlichem Handeln herausgearbeitet, wobei Letzteres durch die strikte Befolgung von Vorschriften ohne Marktsignale gekennzeichnet ist.

2.1. Der Charakter bürokratischen Wirtschaftens: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung der Bürokratie als Instrument zur Kontrolle von Verwaltern und zeigt auf, warum sie unabhängig von der jeweiligen Staatsform eine notwendige, aber potenziell problematische Verwaltungstechnik darstellt.

2.2. Das bürokratische Personal: Das Kapitel beleuchtet das Wesen des Bürokraten und dessen Beziehung zum Staat, insbesondere im Kontext von persönlicher Abhängigkeit und fehlendem Leistungsdruck.

2.2.1. Charakteristika des Bürokraten: Es wird analysiert, wie die ritualisierte Arbeitsweise und der Zwang zur Regelbefolgung den Bürokraten in seiner Handlungsfreiheit einschränken und seine Innovationsfähigkeit unterdrücken.

2.2.2. Das Verhältnis von Bürokrat und Staat: Dieses Kapitel untersucht die unkritische Haltung des Bürokraten gegenüber Vorgesetzten und den daraus resultierenden Zwiespalt in seiner Rolle als Teil des Volkes und gleichzeitig als Angestellter des Staates.

3. Die Folgen von Bürokratisierung: Hier wird der Fokus auf die Auswirkungen einer bürokratisierten Gesellschaft auf das Individuum und die soziale Entwicklung gelegt.

3.1. Die psychologischen Folgen: Es wird dargelegt, wie die Bürokratie die soziale Mobilität hemmt, zu gesellschaftlicher Stagnation führt und den menschlichen Drang nach Verbesserung der eigenen Lebensumstände unterbindet.

4. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst zusammen, dass eine zu starke bürokratische Einflussnahme gesellschaftliche Entwicklung lähmt und durch den Verlust der Kritikfähigkeit der Staatsdiener den Weg in den Totalitarismus ebnen kann.

Schlüsselwörter

Bürokratie, Bürokratisierung, Ludwig von Mises, Totalitarismus, Wirtschaftsrechnung, Regelbefolgung, staatliche Verwaltung, soziale Mobilität, Leistungsprinzip, psychologische Folgen, gesellschaftliche Stagnation, bürokratisches Personal, Machtstruktur, Staatsapparat, Handlungsfreiheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Bürokratisierung auf Wirtschaft und Gesellschaft und untersucht, wie diese Strukturen die individuelle Freiheit und gesellschaftliche Dynamik beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Unterschied zwischen marktwirtschaftlichem und bürokratischem Handeln, die Psychologie des Bürokraten sowie die langfristigen Folgen einer Ausweitung bürokratischer Macht auf den Gesamtstaat.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu belegen, dass die Zunahme bürokratischer Strukturen in einem Staat direkt mit einer Tendenz zum Totalitarismus korreliert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die primär auf dem Werk „Die Bürokratie“ (1944) von Ludwig von Mises basiert und durch soziologische Erkenntnisse von Horst Bosetzky ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Charakteristika des bürokratischen Wirtschaftens, die Persönlichkeitsstruktur des Bürokraten sowie die daraus resultierenden psychologischen und gesellschaftlichen Folgen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Bürokratisierung, Totalitarismus, soziale Stagnation, Regelbefolgung und staatliche Einflussnahme beschreiben.

Warum kann ein Bürokrat laut Mises nicht innovativ sein?

Weil seine Arbeit nicht auf Gewinnmaximierung oder Effizienz ausgerichtet ist, sondern auf die strikte Einhaltung von Vorschriften; Innovation würde das Risiko bedeuten, Regeln zu brechen oder den Unmut der Vorgesetzten zu erregen.

Inwiefern beeinflusst eine bürokratische Laufbahn die Kritikfähigkeit?

Da der berufliche Erfolg des Bürokraten vom Wohlwollen des Vorgesetzten abhängt, entsteht eine unkritische Haltung gegenüber staatlichem Handeln, was dazu führt, dass die Bürokratie ihre eigenen potenziellen Kritiker "ausschaltet".

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Résumé des informations

Titre
Bürokratisierung und ihre Folgen anhand Ludwig von Mises "Die Bürokratie"
Sous-titre
Von der Bürokratie zur Diktatur
Université
University of Hamburg  (Philosophisches Seminar)
Note
2,0
Auteur
David Kühlcke (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
12
N° de catalogue
V294460
ISBN (ebook)
9783656920496
ISBN (Livre)
9783656920502
Langue
allemand
mots-clé
bürokratisierung folgen ludwig mises bürokratie diktatur
Sécurité des produits
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Citation du texte
David Kühlcke (Auteur), 2013, Bürokratisierung und ihre Folgen anhand Ludwig von Mises "Die Bürokratie", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294460
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