In der Regel entsteht bei Unternehmen unabhängig von ihrer Größe im Laufe der Zeit ein Bedarf nach strukturellen Veränderungen. Dies kann die unterschiedlichsten Ursachen und Hintergründe haben. Entscheidend ist jedoch, den Bedarf nach einer strukturellen Veränderung rechtzeitig zu erkennen und die richtige Strategie zur Umsetzung zu entwickeln
Diese Hausarbeit soll einen Einblick in die Vielgestaltigkeit des Strukturwandels von Unternehmen geben
Die entsprechenden Recherchearbeiten umfassten die Springer Datenbank sowie das Internet, um einerseits mit aktueller Fachliteratur und andererseits auch mit Hilfe von Beispielen das Thema bearbeiten zu können. Dabei habe ich Wert auf zeitgemäße Quellen gelegt und mich somit auf einen Zeitraum von 1999 bis 2014 beschränkt.
Inhaltsverzeichnis
1 Arten von Unternehmenszusammenschlüssen
1.1 Horizontaler, vertikaler und lateraler Zusammenschluss
1.1.1 Horizontaler Zusammenschluss
1.1.2 Vertikaler Zusammenschluss
1.1.3 Lateraler Zusammenschluss
1.2 Bindungsintensität von Zusammenschlüssen
1.2.1 Vorübergehende Zusammenschlüsse
1.2.2 Dauernde Zusammenschlüsse
2 Arten von Unternehmensspaltungen
2.1 Aufspaltung
2.1.1 Aufspaltung zur Aufnahme in Schwestergesellschaften
2.1.2 Aufspaltung zur Aufnahmen nach unten
2.1.3 Aufspaltung zur Aufnahmen in Dritte
2.1.4 Aufspaltung zur Aufnahme nach oben
2.1.5 Aufspaltung zur Neugründung
2.2. Abspaltung
2.2.1 Abspaltung zur Aufnahme in Schwestergesellschaften
2.2.2 Abspaltung zur Aufnahme nach unten
2.2.3 Abspaltung zur Aufnahme in Dritte
2.2.4 Abspaltung zur Aufnahme nach oben
2.2.5 Abspaltung zur Neugründung
2.3 Ausgliederung
2.3.1 Ausgliederung zur Aufnahme in Schwestergesellschaften
2.3.2 Ausgliederung zur Aufnahme nach unten
2.3.3 Ausgliederung zur Aufnahme in Dritte
2.3.4 Ausgliederung zur Aufnahme nach oben
2.3.5 Ausgliederung zur Neugründung
2.4 Kombinationsmöglichkeiten zwischen Aufspaltung, Abspaltung und Ausgliederung
3 Motive bei Strukturveränderungen
3.1 Motive bei Zusammenschlüssen
3.1.1 Shareholder Value Motive
3.1.2 Operative Motive
3.1.3 Finanzielle Motive
3.2 Motive bei der Spaltung
3.2.1 Strategische betriebswirtschaftliche Motive
3.2.2 Operative betriebswirtschaftliche Motive
3.2.3 Persönliche Motive
3.2.4 Gesetzliche Motive
4 Zusammenschluss oder Teilung?
4.1 Möglicher Ablauf einer Restrukturierung
4.1.1 Prüfung der Sanierungsfähigkeit
4.1.2 Durchführung einer Bestandsaufnahme
4.1.3 Erstellung des Grobkonzeptes
5 Chancen und Risiken von Umstrukturierungen
6 Die Frage nach der optimalen Betriebsgröße
7 Unterstützung des Führungspersonals bei einer Umstrukturierung
7.1 Der Sprecherausschuss
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, einen strukturierten Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten von Unternehmensumstrukturierungen, insbesondere Zusammenschlüssen und Spaltungen, zu geben. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie Unternehmen den Bedarf für solche Veränderungen erkennen und welche Strategien zur Umsetzung geeignet sind.
- Differenzierung der Arten von Unternehmenszusammenschlüssen und -spaltungen
- Analyse der betriebswirtschaftlichen, gesetzlichen und persönlichen Motive für Strukturveränderungen
- Untersuchung des beispielhaften Ablaufs eines Restrukturierungsprozesses
- Diskussion der Chancen, Risiken und der Frage nach der optimalen Betriebsgröße
- Darstellung der Unterstützungsfunktion des Sprecherausschusses für leitende Angestellte
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Strategische betriebswirtschaftliche Motive
Dieser Bereich von betriebswirtschaftlichen Beweggründen für eine Unternehmensspaltung ist der umfangreichste von allen dreien. Er umfasst sowohl strategische-, als auch operative Motive. Dieses Unterkapitel soll der Erläuterung der strategischen Motive dienen. Eines dieser Motive ist die Dekonzentration von Unternehmen. Hierbei sollen u.a. Strukturen abgeflacht werden, um bürokratisierte Abläufe zu vermeiden, welche oft die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens negativ beeinflussen. Auch die erhöhte Reaktionsgeschwindigkeit kleinerer Betriebe stellt ein Argument für die Dekonzentration dar. Des Weiteren sind kleinere Unternehmen überschaubarer und weisen u.a. dadurch eine erhöhte Flexibilität gegenüber diversifizierten Unternehmen auf. Hauptsächlich beinhaltet diese Argumentation die Essenz, dass ein kleineres Unternehmen i.d.R. wesentlich effizienter am Markt agieren kann, woraus zugleich auch eine erhöhte Wettbewerbsfähigkeit resultiert. (Vgl. Bysikiewicz, 2008, S. 37)
Laut Bysikiewicz führen über die Hälfte der Unternehmenszusammenschlüsse nicht zu den erwarteten Vorteilen. Dies ist mit einer der Gründe, weswegen die Rückgängigmachung von Fehlentscheidungen einen wesentlichen Anteil an den betriebswirtschaftlichen Ursachen der Spaltung von Unternehmenskonglomeraten darstellt. Ziel kann es in solch einem Fall sein, die aus einem Zusammenschluss entstandenen negativen Synergieeffekte und möglicherweise daraus resultierenden Gewinneinbrüche zu begrenzen. (Vgl. 2008, S. 38;39)
Ein weiteres betriebswirtschaftliches Motiv der Spaltung stellt ihre Funktion als Zwischenstufe für viele Strukturveränderungen o.ä. dar. Um an dieser Stelle zu konkretisieren, ist beispielsweise eine Unternehmensspaltung oftmals Teil eines Sanierungskonzeptes. Aber auch für die Vorbereitung einer Fusion kann eine Spaltung der Unternehmen oft eine Vorstufe darstellen, um dann bei Bedarf uninteressante Unternehmensteile vor der eigentlichen Fusion veräußern zu können. Des Weiteren kann auch ein geplanter Börsengang die vorherige Spaltung des Unternehmens hervorrufen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Arten von Unternehmenszusammenschlüssen: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Klassifizierungen von Unternehmenszusammenschlüssen basierend auf Handelsart, Produktionsstufe und Bindungsintensität.
2 Arten von Unternehmensspaltungen: Hier werden die Formen der Aufspaltung, Abspaltung und Ausgliederung gemäß dem Umwandlungsgesetz detailliert und in ihren jeweiligen Varianten beschrieben.
3 Motive bei Strukturveränderungen: Dieses Kapitel untersucht die Beweggründe für Unternehmenszusammenschlüsse und Spaltungen, unterteilt in Shareholder-Value-Prinzipien, operative, finanzielle, gesetzliche und persönliche Faktoren.
4 Zusammenschluss oder Teilung?: Dieser Abschnitt widmet sich der Auswahl der richtigen Strategie und skizziert den beispielhaften Ablauf eines Restrukturierungsprozesses unter Berücksichtigung der Sanierungsfähigkeit.
5 Chancen und Risiken von Umstrukturierungen: Hier werden die komplexen Chancen sowie die Risiken, wie z.B. Fehlentscheidungen oder negative Synergieeffekte, thematisiert.
6 Die Frage nach der optimalen Betriebsgröße: Dieses Kapitel beleuchtet die Schwierigkeit einer allgemeingültigen Definition der optimalen Unternehmensgröße bei unterschiedlichen Prioritäten.
7 Unterstützung des Führungspersonals bei einer Umstrukturierung: Der letzte Teil betrachtet die Rolle und Funktion des Sprecherausschusses als beratendes Organ für leitende Angestellte bei Strukturveränderungen.
Schlüsselwörter
Unternehmensumstrukturierung, Unternehmenszusammenschluss, Unternehmensspaltung, Aufspaltung, Abspaltung, Ausgliederung, Shareholder Value, Restrukturierung, Sanierung, Synergieeffekte, Betriebsgröße, Sprecherausschuss, Unternehmensstrategie, Umwandlungsgesetz, Unternehmensführung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet einen systematischen Überblick über die verschiedenen Formen der Unternehmensumstrukturierung und analysiert die Hintergründe, Motive sowie den Ablauf solcher Prozesse.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Unternehmenszusammenschlüsse (Fusionen), verschiedene Arten von Spaltungen sowie die strategische Planung und Durchführung von Restrukturierungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, dem Leser ein Verständnis für die Vielgestaltigkeit von Strukturwandeln in Unternehmen zu vermitteln und Kriterien für die Auswahl der richtigen Strategie aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche unter Verwendung von Fachdatenbanken sowie der Auswertung aktueller Fachliteratur und Praxisbeispiele aus dem Zeitraum 1999 bis 2014.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Arten der Zusammenschlüsse und Spaltungen, die betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Motive sowie einen Leitfaden für Restrukturierungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Umstrukturierung, Spaltung, Zusammenschluss, Synergieeffekte, Restrukturierungskonzept und Sprecherausschuss.
Warum spielt die Unterscheidung von Aufspaltung, Abspaltung und Ausgliederung eine Rolle?
Diese Unterscheidung ist entscheidend, da sie unterschiedliche rechtliche Konsequenzen und Auswirkungen auf die Unternehmenshierarchie sowie die Eigentumsverhältnisse mit sich bringt.
Welche Funktion hat der Sprecherausschuss bei Restrukturierungen?
Im Gegensatz zum Betriebsrat besitzt der Sprecherausschuss keine Mitbestimmungsrechte, fungiert jedoch als wichtiges beratendes Gremium und Vertretungsorgan für leitende Angestellte in dynamischen Veränderungsprozessen.
- Quote paper
- Jonathan Bock (Author), 2015, Ein ausgewählter Überblick über die möglichen Teilaspekte einer Unternehmensumstrukturierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294602