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Die Notwendigkeit der Regulierung von deutschen Geschäftsbanken

Title: Die Notwendigkeit der Regulierung von deutschen Geschäftsbanken

Academic Paper , 2012 , 27 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Romy Böhmer (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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„Wenn es auf den Weltfinanzmärkten brennt, dann muss gelöscht werden, auch wenn es sich um Brandstiftung handelt. Anschließend müssen die Brandstifter aber daran gehindert werden, so etwas wieder zu tun.“ Diesem Gedanken folgend legte der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht, im Auftrag der G20 Staats- und Regierungschefs, Mitte September 2010 neue Vorschläge für die Eigenkapital- und Liquiditätsanforderungen der Banken vor. Diese Richtlinien werden seither unter dem Schlagwort „Basel III“ zusammengefasst. Mit der grundlegenden Überarbeitung des Basel II-Regelwerks soll auf die während der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise beobachteten Schwächen innerhalb der Bankenregulierung reagiert werden.

Im Rahmen dieser Arbeit wird gezeigt, dass ein unregulierter Bankensektor aufgrund von negativen externen Effekten, die aus dem Bank Run Problem infolge von Informationsasymmetrien resultieren, zu versagen droht. Aber auch die Entwicklung innovativer Finanzprodukte und die zunehmenden wechselseitigen Interbankenbeziehungen machen eine zusätzliche Regulierung des Bankensektors durch den Staat notwendig, um die gesamtwirtschaftliche Stabilität des Bankensektors zu gewährleisten.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das deutsche Geschäftsbankensystem

2.1 Die Universalbanken

2.1.1 Der Kreditbankensektor

2.1.2 Der Sparkassensektor

2.1.3 Genossenschaftssektor

2.2 Spezialbanken

3 Notwendigkeit und Rechtfertigung der Bankenregulierung

3.1 Die Instabilität des Bankensektors

3.1.1 Liquiditätsrisiko durch Fristentransformation

3.1.2 Wechselseitige Interbankenbeziehungen

3.1.3 Asymmetrische Informationsverteilung

3.1.4 Bank Run-Mechanik

3.1.5 Das systemische Risiko

3.2 Formen der Bankenregulierung

3.2.1 Staatliche Bankenregulierung

3.2.2 Marktliche Bankenregulierung

3.3 Die Organisation der Bankenaufsicht

3.3.1 Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht

3.3.2 Die Europäische Bankenaufsicht

3.3.3 Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

4 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegende Notwendigkeit staatlicher Eingriffe in das Bankensystem durch Regulierung. Dabei wird analysiert, inwiefern Marktversagen, systemische Risiken und asymmetrische Informationsverteilungen eine Bankenaufsicht erfordern, um die Stabilität des Finanzsektors zu gewährleisten.

  • Struktur und Sektoren des deutschen Geschäftsbankensystems
  • Theoretische Begründung der Instabilität des Bankensektors
  • Formen und Instrumente der staatlichen und marktlichen Bankenregulierung
  • Organisation und Aufgaben der nationalen und internationalen Bankenaufsicht
  • Analyse der regulatorischen Reaktionen nach der Finanzmarktkrise (Basel III)

Auszug aus dem Buch

3.1.5 Das systemische Risiko

Ein Bank Run auf eine einzelne Bank rechtfertigt jedoch noch keine Regulierung der Banken, da dieser einen ganz natürlichen marktlichen Selektionsmechanismus darstellt. Die eigentlichen Schwierigkeiten ergeben sich durch sog. Ansteckungseffekte (contagion effects). Steckt eine Bank in Schwierigkeiten, treten oft auch Probleme bei den Handelspartnern auf. Der Grund dafür sind die engen Verbindungen von Zahlungsströmen und Pflichten der Institute untereinander. Aber auch die Annahme der homogenen Geschäftsstrukturen von Finanzintermediären seitens der Gläubiger (meist unerfahrene Kleingläubiger), ruft unberechtigte Bank Runs auch auf andere Banken hervor (Bankenpanik). Selbst solvente Banken können demzufolge ebenfalls in Liquiditätsschwierigkeiten geraten (Dominoeffekt). Unter dem systemischen Risiko wird folglich die auf Bank Runs zurückzuführende Bestandsgefährdung eines einzelnen Instituts verstanden, dass sich auf weitere Institute ausbreitet und sich letztlich negativ auf das gesamte Finanzsystem und die Realwirtschaft auswirkt.

Bankinsolvenzen können in einer nicht regulierten Kreditwirtschaft erhebliche externe Kosten verursachen, die u.a. von Bankeinlegern, anderen Banken und insbesondere von der Allgemeinheit getragen werden. Die Folgen systemischer Krisen spiegeln sich nicht nur in der eingeschränkten Funktionsfähigkeit der Banken wieder sondern haben auch erhebliche Auswirkungen auf die Realwirtschaft, da eine stark eingeschränkte Kreditvergabe Konsum und Investitionen hemmt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Bankenregulierung ein und skizziert den Aufbau der Arbeit, beginnend bei der Systemübersicht bis hin zur bankenaufsichtlichen Organisation.

2 Das deutsche Geschäftsbankensystem: Das Kapitel bietet einen strukturellen Überblick über die deutschen Universal- und Spezialbanken sowie deren Unterteilung in verschiedene Sektoren.

3 Notwendigkeit und Rechtfertigung der Bankenregulierung: Hier werden die Gründe für staatliche Interventionen, wie Instabilität, Liquiditätsrisiken und systemische Gefahren, dargelegt und verschiedene Regulierungsformen analysiert.

4 Resümee: Das Resümee fasst zusammen, dass aufgrund externer Effekte und moderner Risiken eine staatliche Bankenregulierung zur Sicherung der gesamtwirtschaftlichen Stabilität unerlässlich ist.

Schlüsselwörter

Bankenregulierung, Bankenaufsicht, Deutschland, Geschäftsbankensystem, Systemisches Risiko, Bank Run, Liquiditätsrisiko, Basel III, BaFin, EBA, Kreditwesen, Finanzstabilität, Informationsasymmetrie, Bankinsolvenz, Marktdisziplinierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die theoretische Notwendigkeit einer staatlichen Bankenregulierung vor dem Hintergrund eines instabilen Bankensektors und systemischer Risiken.

Welche Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit umfasst das deutsche Geschäftsbankensystem, die Ursachen für Bankeninstabilität sowie die verschiedenen Ebenen der nationalen und internationalen Bankenaufsicht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu begründen, warum eine Regulierung des Bankensektors notwendig ist, um Marktversagen zu verhindern und die Stabilität des Finanzsystems zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung regulatorischer Rahmenwerke und Strukturen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des deutschen Bankensystems, die theoretische Begründung von Regulierungsnotwendigkeiten und die Vorstellung konkreter Aufsichtsorgane wie BaFin und EBA.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Bankenregulierung, systemisches Risiko, Finanzstabilität, Basel III, Bank Run und Aufsichtsinstitutionen.

Warum sind Banken anfällig für Liquiditätsrisiken?

Banken betreiben eine sogenannte Fristentransformation, bei der sie kurzfristige Einlagen in langfristige Kredite umwandeln, was sie bei plötzlichen Mittelabzügen anfällig macht.

Was unterscheidet präventive von protektiven Regulierungsmaßnahmen?

Präventive Maßnahmen sollen den Eintritt von Krisen im Vorfeld durch Normen verhindern, während protektive Maßnahmen erst greifen, um Schäden nach einer bereits eingetretenen Bankinsolvenz zu minimieren.

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Details

Title
Die Notwendigkeit der Regulierung von deutschen Geschäftsbanken
College
Fachhochschule Lausitz
Grade
1,3
Author
Romy Böhmer (Author)
Publication Year
2012
Pages
27
Catalog Number
V294687
ISBN (eBook)
9783656923787
ISBN (Book)
9783668138094
Language
German
Tags
Geschäftsbanken Banken Bankenkrise Regulierung Basel II Basel III Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Romy Böhmer (Author), 2012, Die Notwendigkeit der Regulierung von deutschen Geschäftsbanken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294687
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