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Erziehung und Geschlecht. Die Rolle der Geschlechter in der Theorie Schleiermachers

Titre: Erziehung und Geschlecht. Die Rolle der Geschlechter in der Theorie Schleiermachers

Dossier / Travail , 2011 , 15 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Auteur)

Pédagogie - Théorie de la science, Anthropologie
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In der vorliegenden Arbeit werde ich mich mit dem Verhältnis von Geschlecht und Erziehung beschäftigen. Hierbei stellt sich vor allem die Frage, wie die Erziehung zur Erhaltung und Reproduktion geschlechtstypisierender Handlungs- und Verhaltensweisen beiträgt. Obwohl sich spätestens mit der Emanzipations-Bewegung und der Entwicklung der Queer-Theorie in den 1990er Jahren die gesellschaftlichen Rollenbilder verändert haben, existieren nach wie vor Zuschreibungen vermeintlich geschlechtstypischer Eigenschaften und Verhaltensweisen und daraus resultierende Ausgrenzungsmechanismen.

Daher ist die Beschäftigung mit dem Thema nach wie vor von großer Bedeutung. Ich werde mich dabei der Frage auf theoretischer Ebene widmen. Eine Diskussion konkreter Praktiken der Erziehung werde ich im Rahmen dieser Arbeit nicht vornehmen. Im Mittelpunkt soll die Auseinandersetzung mit der Theorie der Pädagogik von Friedrich Schleiermacher stehen.

Zur Annäherung an das Thema werde ich mich zunächst mit den Aufgaben der Pädagogik im Allgemeinen beschäftigen. Die Klärung der Zielsetzung der Pädagogik ist Voraussetzung für die weitere Beschäftigung mit dem Thema. Das Verhältnis der Theorie zur "Geschlechterfrage" hängt essentiell mit der Zielstellung der Pädagogik zusammen. Je nachdem welchen Ansatz man für die Pädagogik wählt, ergeben sich verschiedene Möglichkeiten der Auseinandersetzung.

Im zweiten Teil der Arbeit werde ich Schleiermachers Ausführungen zum Einfluss des Geschlechts auf die Erziehung nachvollziehen. Hierbei soll es zunächst nur um die neutrale Darstellung seiner Ausführungen gehen.
Um seine Betrachtungen aus heutiger Sicht analysieren und kritisieren zu können, werde ich im nächsten Teil der Arbeit eine historische Einordnung der Theorie vornehmen. Diese Einordnung ist einerseits notwendig um bestimmte Annahmen seiner Theorie verstehen zu können, andererseits soll sie Aufschluss über das ambivalente Verhältnis der heutigen Sozialwissenschaft zu Schleiermachers Theorie geben. Auf den ersten Blick mag es verwirrend erscheinen, dass manche Vertreter Schleiermacher als einen Vorreiter feministischer Theorien betrachten und gleichzeitig der Vorwurf existiert, Schleiermacher verteidige ein zutiefst konservatives Wertesystem. Dieser scheinbare Widerspruch soll durch die Betrachtung der historischen Gegebenheiten aufgelöst werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ziele der Pädagogik

3. Geschlechterdifferenz bei Schleiermacher

3.1 Historische Verortung

3.2 Kritik an Schleiermacher

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Erziehung und Geschlecht unter besonderer Berücksichtigung der "Theorie der Pädagogik" von Friedrich Schleiermacher. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit pädagogische Ansätze zur Erhaltung oder Reproduktion geschlechtstypischer Verhaltensweisen beitragen und ob Schleiermachers Theorie emanzipatorische Impulse oder konservative Wertesysteme stützt.

  • Die allgemeine Zielsetzung der Pädagogik im Kontext individueller und gesellschaftlicher Entwicklung.
  • Die Analyse von Schleiermachers Konzeption der Geschlechterdifferenz in der Erziehung.
  • Die historische Einordnung von Schleiermachers Thesen im Kontext der gesellschaftlichen Umbrüche seiner Zeit.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Kategorie "Geschlecht" und dem "natürlichen" Rollenverständnis bei Schleiermacher.
  • Die Bedeutung einer emanzipatorischen Pädagogik zur Aufbrechung binärer Geschlechternormen.

Auszug aus dem Buch

3. Geschlechterdifferenz bei Schleiermacher

In der Einleitung seiner Texte zur Pädagogik beschäftigt sich Schleiermacher mit der Frage "ob und inwieweit die Erziehung dieselbe sei für beide Geschlechter". Um diese Fragestellung beantworten zu können, weist er zunächst noch einmal auf die Doppelaufgabe der Pädagogik hin. Diese bestehe zum einen im "Tüchtigmachen für die größeren Lebensgemeinschaften", zum anderen in der "Entwicklung der persönlichen Eigentümlichkeit".

Der erste Bereich meint die Vermittlung von gesellschaftlich anerkannten Norm- und Wertvorstellungen und die Befähigung zum Leben in der Gesellschaft. Der zweite Bereich meint die Befähigung der Lernenden persönliche Interessen und Stärken auszuleben und das eigene Leben entsprechend dieser Interessen zu gestalten. Die Aufgabe der Pädagogik besteht nun in der Vermittlung beider Ziele. Die Erziehung für den Staat bzw. die größere Lebensgemeinschaft findet folglich dort ihre Grenze, wo sie die persönliche Entfaltung gänzlich unterdrückt. Andersherum soll die Erziehung die Ausprägung der persönlichen Eigenheiten dahingehend beeinflussen, dass diese die grundlegenden Strukturen der Gemeinschaft nicht in Frage stellen. "Der Staat empfängt aus den Händen der Erziehung die Einzelnen als ihm analog gebildet, so daß sie in das Gesamtleben als in ihr eigenes eintreten können."

Zur Beantwortung der Frage, ob sich die Erziehung geschlechtsspezifisch unterscheiden müsse, unterzieht Schleiermacher die beiden Aufgabenbereiche der Pädagogik einer separaten Betrachtung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik ein, definiert das Forschungsinteresse an der Reproduktion von Geschlechterrollen in der Erziehung und legt den Fokus auf die theoretische Auseinandersetzung mit Friedrich Schleiermacher.

2. Ziele der Pädagogik: Dieses Kapitel erläutert die von Schleiermacher entworfenen Extrempositionen der Erziehung (Erhaltung vs. Verbesserung) und diskutiert das Spannungsfeld zwischen der Erziehung für den Staat und der Herausbildung individueller Eigenheiten.

3. Geschlechterdifferenz bei Schleiermacher: Der Hauptteil analysiert Schleiermachers Positionen zur geschlechtsspezifischen Erziehung, wobei sowohl die körperliche als auch die geistige Differenzierung zwischen den Geschlechtern thematisiert wird.

3.1 Historische Verortung: Dieser Unterpunkt bettet Schleiermachers Wirken in den historischen Kontext der industriellen Revolution und des gesellschaftlichen Umbruchs des 18. und 19. Jahrhunderts ein.

3.2 Kritik an Schleiermacher: Das Kapitel bietet eine kritische Reflexion von Schleiermachers Frauenbild und der darin enthaltenen Normierung, welche aus heutiger Sicht als problematisch und veraltet eingestuft wird.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Schleiermachers Theorie zwar einen historischen Impuls lieferte, jedoch aufgrund ihrer konservativen Annahmen für eine emanzipatorische Pädagogik der Gegenwart kaum noch nutzbar ist.

Schlüsselwörter

Erziehung, Geschlecht, Friedrich Schleiermacher, Pädagogik, Geschlechterdifferenz, Individualität, Emanzipation, Geschlechterrollen, Theorie der Pädagogik, Sozialwissenschaft, Konstruktivismus, Bildungsverlangen, Normierung, Geschlechtergeschichte, Gender Studies.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Erziehung und Geschlecht und analysiert kritisch, wie die Theorie der Pädagogik von Friedrich Schleiermacher dazu beiträgt, geschlechtstypische Rollenbilder zu etablieren oder zu hinterfragen.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Die zentralen Themenfelder sind die Zielbestimmung der Pädagogik, die historische Einordnung geschlechtsspezifischer Erziehungsannahmen sowie der Gegensatz zwischen konservativer Reproduktion und progressiver Emanzipation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel besteht darin, Schleiermachers pädagogische Konzepte auf ihren Umgang mit Geschlechterdifferenzen hin zu prüfen und aufzuzeigen, inwieweit diese Ansätze aus heutiger Sicht für eine emanzipatorische Erziehung förderlich oder hinderlich sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, bei der Schleiermachers Schriften "Texte zur Pädagogik" einer kritischen Reflexion unterzogen werden, ergänzt durch einen historischen Kontext und moderne sozialwissenschaftliche Gender-Diskurse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der Erziehungsziele bei Schleiermacher, eine spezifische Analyse seiner Auffassung von Geschlechterdifferenz, eine historische Kontextualisierung seines Werkes sowie eine kritische Bewertung aus heutiger Sicht.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Erziehung, Geschlechterdifferenz, Individualität, Emanzipation, binäre Geschlechterordnung und kritische Pädagogik charakterisiert.

Wie bewertet die Autorin Schleiermachers Einfluss auf die Frauenbildung?

Die Autorin erkennt an, dass Schleiermachers Theologie Frauen durchaus als Subjekte und Bildungsinteressierte wahrnimmt, sieht darin jedoch eine Ambivalenz, da er gleichzeitig ein konservatives, bürgerliches Rollenbild reproduziert.

Warum wird Schleiermachers Begriff von "Geschlechterdifferenz" heute kritisiert?

Der Begriff suggeriert einen naturgegebenen Unterschied zwischen den Geschlechtern, der als Ausgangspunkt für eine ungleiche Aufgabenverteilung in der Gesellschaft dient, was moderne Ansätze der Gender Studies und die Unterscheidung von "sex" und "gender" ablehnen.

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Résumé des informations

Titre
Erziehung und Geschlecht. Die Rolle der Geschlechter in der Theorie Schleiermachers
Université
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Cours
Wissenschaft und Erziehung - Die Pädagogik F.D.E. Schleiermachers
Note
1,0
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
15
N° de catalogue
V294818
ISBN (ebook)
9783656926115
ISBN (Livre)
9783656926122
Langue
allemand
mots-clé
Schleiermacher Erziehung Geschlecht Gender Geschlechterrollen
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Citation du texte
Anonym (Auteur), 2011, Erziehung und Geschlecht. Die Rolle der Geschlechter in der Theorie Schleiermachers, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294818
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Extrait de  15  pages
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