Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Miscellaneous

Analyse der Qualitätsinfrastruktur in Zentralafrika (Great Lakes Region) mit Schwerpunkt auf Zertifizierung im Kleinbergbau

Title: Analyse der Qualitätsinfrastruktur in Zentralafrika (Great Lakes Region) mit Schwerpunkt auf Zertifizierung im Kleinbergbau

Master's Thesis , 2014 , 106 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jan-Martin Köckemann (Author)

Business economics - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die vorliegende Masterarbeit setzt sich mit einer Analyse der Qualitätsinfrastruktur in der zentralafrikanischen Region der Großen Seen auseinander. Den regionalen Schwerpunkt machen die einander benachbarten Länder Ruanda, Burundi und die Demokratische Republik Kongo (DRK) aus. Zwischen den immerwährenden Konflikten im Osten der DRK und dem Rohstoffhandel mit Zinn, Wolfram, Coltan und Gold werden seit einigen Jahren Zusammenhänge hergestellt. Mit der Einführung des Dodd-Frank Gesetzes im Jahr 2010 wurde mit dem Ziel transparenter Handelsbeziehungen starker Druck auf die Regierung der DRK und dessen Anrainern ausgeübt. Zur Vermeidung eines Handelsboykottes wurden innerhalb von kurzer Zeit gesetzliche Gegenmaßnahmen ergriffen, deren Erfolg bis heute ausgeblieben ist.
Das Konzept der Qualitätsinfrastruktur kann als Grundvoraussetzung jeglicher Teilhabe am globalen Wohlstand und Fortschritt gelten. Durch die negativen Auswirkungen der internationalen Anforderungen trifft auf sämtliche GLR Länder der Umkehrschluss zu. Als möglicher Erklärungsansatz für die Misserfolge der staatlichen Eigeninitiativen wird in dieser Ausarbeitung die vorhandene Qualitätsinfrastruktur untersucht. Der Schwerpunkt dieser Analyse liegt dabei auf der Zertifizierung im Kleinbergbau. Diese stellt ein systematisches Instrument der Qualitätsinfrastruktur zur Überprüfung und Bewertung der Herkunft und Lieferketten von Mineralien dar.
Zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Thematik wird im zweiten Kapitel zunächst die länderspezifische ökonomische, soziale und ökologische Bedeutung des Bergbausektors dargestellt. Diesem Abschnitt folgt eine Erörterung der Anforderungen auf internationaler Ebene sowie den daraus resultierenden Umsetzungsinitiativen innerhalb der GLR. Aufgrund der Relevanz für die gesamte GLR wird hierbei ein Schwerpunkt auf den Regionalen Zertifizierungsmechanismus gesetzt. Eine allgemeine Beschreibung des Konzeptes „Qualitätsinfrastruktur“ wird in Kapitel Drei gegeben. Im Anschluss wird im vierten Kapitel der individuelle Umsetzungsstand der QI in Kombination mit möglichen Optimierungsansätzen näher betrachtet. Ausgehend hiervon werden im fünften Kapitel Möglichkeiten zur Zertifizierung im Kleinbergbau untersucht.
Aus den Erkenntnissen der vorherigen Kapitel schlussfolgernd werden im Fazit Forschungsfragen beantwortet, welche in dieser Arbeit untersucht wurden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Länderinfo

2.1 Bedeutung Bergbau

2.1.1 Weltwirtschaftliche Bedeutung

2.1.2 Ökonomische Bedeutung des Bergbausektors

2.1.2.1 Ruanda

2.1.2.2 Burundi

2.1.2.3 Demokratische Republik Kongo

2.1.3 Soziale und ökologische Bedeutung des Bergbausektors

2.1.4 Zwischenfazit

2.2 Anforderungen auf internationaler Ebene

2.2.1 Die OECD Sorgfaltsanforderungen

2.2.2 Dodd-Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act

2.2.3 Europäische Verordnungen

2.3 Umsetzungsinitiativen

2.3.1 Die Internationale Konferenz der Region der Großen Seen

2.3.1.1 Gesetzliche Rahmenbedingungen und Formalisierung

2.3.1.2 Der regionale Zertifizierungsmechanismus

2.3.1.3 Kritische Betrachtung der Initiative

2.3.2 BGR Certified Trading Chains

2.3.3 ITRI Tin Supply Initiative

3. Qualitätsinfrastruktur

3.1 Elemente von Qualitätsinfrastruktursystemen

3.1.1 Normung

3.1.2 Metrologie

3.1.3 Prüfwesen

3.1.4 Akkreditierung

3.1.5 Zertifizierung und Konformitätsbewertung

3.2 Das QI System im RZM

3.3 Zwischenfazit

4. Qualitätsinfrastruktur in der GLR

4.1 East African Community

4.1.1 Qualitätsinfrastruktur in Ruanda

4.1.2 Qualitätsinfrastruktur in Burundi

4.1.3 Probleme bei der QI Umsetzung in Ruanda und Burundi

4.2 Southern African Development Community

4.2.1 Qualitätsinfrastruktur in der DRK

4.2.2 Probleme bei der QI Umsetzung in der DRK

4.3 Zusammenführung der Ergebnisse

4.4 Stärkung von Qualitätsinfrastrukturkapazitäten in der GLR

4.4.1 Verbesserungsmaßnahmen im Bereich der Metrologie

4.4.2 Verbesserungsmaßnahmen im Bereich der Akkreditierung

4.5 Anreize zur Stärkung der Qualitätsinfrastruktur

5. Zertifizierung im ASM

5.1 Zertifizierung von Handelsketten

5.2 Ablauf einer Zertifizierung

5.3 Umsetzbarkeit einer Zertifizierung

5.4 Kosten von Zertifizierungssystemen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Masterarbeit analysiert die Qualitätsinfrastruktur in der zentralafrikanischen Region der Großen Seen (GLR) mit einem Fokus auf die Länder Ruanda, Burundi und die Demokratische Republik Kongo. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwiefern die vorhandene Qualitätsinfrastruktur die Wirksamkeit von Zertifizierungsprozessen im Kleinbergbau beeinflusst und wie diese Kapazitäten gestärkt werden können, um den Zugang zum internationalen Rohstoffmarkt zu ermöglichen.

  • Bedeutung und Herausforderungen des Kleinbergbaus in der GLR
  • Analyse internationaler Sorgfaltsanforderungen (OECD, Dodd-Frank, EU)
  • Strukturanalyse der Qualitätsinfrastruktur (Normung, Metrologie, Akkreditierung)
  • Vergleich der regionalen Integrationsansätze (EAC, SADC)
  • Untersuchung von Zertifizierungsmechanismen und deren Umsetzungskosten

Auszug aus dem Buch

2.1 Bedeutung Bergbau

Die Konfliktrohstoffe werden weltweit hauptsächlich im artisanalen (handwerklichen) Kleinbergbau gefördert. Dieser Sektor stellt nach der Landwirtschaft einen der größten Beschäftigungszweige dar. Aufgrund ihrer physikalischen und chemischen Eigenschaften eignen sich die Rohstoffe für den Abbau in dieser Form des Bergbaus: Ein aufwendiges chemisches Verfahren zur Gewinnung und Extraktion ist nicht notwendig; die hohe Dichte und Trägheit ermöglichen ohne großen Schulungsaufwand eine einfache Unterscheidung zu anderen Rohstoffen. Insbesondere in der GLR dominiert der artisanale Kleinbergbau den semi- bzw. industriellen Bergbau. Die Rohstoffextraktion erfolgt dabei primär unter unkontrollierten Bedingungen sowie unter Missachtung zentraler Arbeitsstandards. Soziale und ökologische Aspekte wie Altersvorsorge oder Nachhaltigkeit besitzen aktuell eine nachgeordnete Relevanz.

In den folgenden Abschnitten wird - orientiert an den drei Säulen der Nachhaltigkeit - der Bergbausektor der drei Länder hinsichtlich ökonomischer, sozialer und ökologischer Aspekte analysiert, um Aussagen über dessen Bedeutung treffen zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Rohstoffhandels in der Region der Großen Seen ein und stellt das Konzept der Qualitätsinfrastruktur als zentrales Analyseinstrument vor.

2. Länderinfo: Es werden die ökonomische, soziale und ökologische Bedeutung des Bergbausektors in Ruanda, Burundi und der DRK sowie die internationalen Anforderungen an die Lieferketten detailliert dargestellt.

3. Qualitätsinfrastruktur: Dieses Kapitel erläutert das theoretische Konzept der Qualitätsinfrastruktur und deren konstituierende Elemente wie Normung, Metrologie und Akkreditierung innerhalb eines Gesamtsystems.

4. Qualitätsinfrastruktur in der GLR: Der Umsetzungsstand der Qualitätsinfrastruktur in den untersuchten Ländern wird analysiert und Defizite in den jeweiligen regionalen Gemeinschaften aufgezeigt.

5. Zertifizierung im ASM: Abschließend werden die Instrumente der Zertifizierung von Handelsketten im Kleinbergbau sowie deren praktische Umsetzbarkeit und Kostenstrukturen untersucht.

6. Fazit: Das Fazit beantwortet die eingangs aufgestellten Forschungsfragen und leitet aus der Analyse Empfehlungen zur Stärkung der regionalen Kapazitäten ab.

Schlüsselwörter

Qualitätsinfrastruktur, Bergbau, Zertifizierung, Kleinbergbau, Region der Großen Seen, Lieferketten, Konfliktmineralien, OECD, Dodd-Frank, Normung, Metrologie, Akkreditierung, Konformitätsbewertung, Nachhaltigkeit, Rohstoffhandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit?

Die Arbeit analysiert die Qualitätsinfrastruktur in den Ländern der zentralafrikanischen Region der Großen Seen und untersucht deren Rolle bei der Zertifizierung im Kleinbergbau für einen legalen und transparenten Rohstoffhandel.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf dem Bergbausektor, internationalen Sorgfaltsanforderungen, den Komponenten der Qualitätsinfrastruktur sowie regionalen Zertifizierungsmechanismen.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Ziel ist es zu verstehen, wie eine funktionierende Qualitätsinfrastruktur als Grundvoraussetzung für Zertifizierungssysteme in Entwicklungsländern aufgebaut und genutzt werden kann, um den Anschluss an den Weltmarkt zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer strukturanalytischen Betrachtung der Qualitätsinfrastruktur-Elemente in Kombination mit einer empirischen Auswertung der länderspezifischen Situation und Zertifizierungsbemühungen.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Qualitätsinfrastruktur, deren spezifische Umsetzung in den Ländern der Region sowie die detaillierte Analyse der Zertifizierungsprozesse von Handelsketten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Qualitätsinfrastruktur, Konfliktmineralien, Konformitätsbewertung, Zertifizierungsmechanismen und regionale Integration.

Warum spielt die Metrologie in der Arbeit eine Rolle?

Die Metrologie bildet als Wissenschaft des Messens die Basis für die korrekte Bestimmung von Reinheit und Menge der Rohstoffe, was für eine verlässliche Konformitätsbewertung zwingend erforderlich ist.

Inwiefern beeinflussen die Dodd-Frank Gesetze die Region?

Das Gesetz hat durch den Druck auf transparente Lieferketten zwar die Relevanz der Thematik erhöht, führte jedoch in der Region zu Unsicherheiten und teilweise zu illegalen Handelsausweichbewegungen, da die lokale Infrastruktur oft überfordert war.

Welches Fazit zieht der Autor zur Zertifizierung?

Zertifizierung wird als essenzielles Instrument für den Handelszugang betrachtet, erfordert jedoch eine solide, funktionierende Qualitätsinfrastruktur, deren Aufbau in den untersuchten Ländern kurzfristig aufgrund hoher Kosten und Kapazitätsdefizite sehr herausfordernd bleibt.

Excerpt out of 106 pages  - scroll top

Details

Title
Analyse der Qualitätsinfrastruktur in Zentralafrika (Great Lakes Region) mit Schwerpunkt auf Zertifizierung im Kleinbergbau
College
Technical University of Clausthal  (Wirtschaftswissenschaften)
Course
Technische Betriebswirtschaftslehre
Grade
1,3
Author
Jan-Martin Köckemann (Author)
Publication Year
2014
Pages
106
Catalog Number
V295318
ISBN (eBook)
9783656931430
ISBN (Book)
9783656931447
Language
German
Tags
analyse qualitätsinfrastruktur zentralafrika great lakes region schwerpunkt zertifizierung kleinbergbau
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan-Martin Köckemann (Author), 2014, Analyse der Qualitätsinfrastruktur in Zentralafrika (Great Lakes Region) mit Schwerpunkt auf Zertifizierung im Kleinbergbau, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295318
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  106  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint