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Mensch und Tier. Eine Verhältnisbestimmung

Titre: Mensch und Tier. Eine Verhältnisbestimmung

Travail d'étude , 2013 , 31 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Sebastian Hoeffgen (Auteur)

Théologie - Théologie systématique
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Die Beziehung des Menschen zum Tier hat eine lange Geschichte, ist facettenreich und reicht vom poetischem Kampf
um letzte Dinge wie in Hemingways „Der alte Mann und das Meer“ beschrieben über zu Herzen gehende Rettungsgeschichten mit Hunden der Bergwacht in den Hauptrollen hin zur Frage, ob und wieweit eine biologische Verbindung zwischen Mensch und Tier möglich und wünschenswert ist.
Eine Verhältnisbestimmung schließt die Frage nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden der verglichenen Subjekte
ein. Wenn in dieser Seminararbeit eine Verhältnisbestimmung von Mensch und Tier vorgenommen werden soll, muss
notwendigerweise eine Verengung des Blickwinkels erfolgen, um bei der Fülle an Material zum Thema überhaupt
etwas über die zu bearbeitenden Themenbereiche der Anthropologie und Zoologie aussagen zu können. Im vorliegenden Fall ist dies ein dezidiert christlich-theologischer Standpunkt, da die Beziehung zwischen Mensch und Tier ein
Thema des Glaubens und damit ein Gegenstand theologischer Reflexion ist.Theologie muss dabei natürlich im Gespräch mit anderen wissenschaftlichen Disziplinen sein und bleiben. Gerade im Lichte moderner biologischer, psychologischer, soziologischer und philosophischer Fragestellungen im Anschluss an Darwins Entwicklungslehre bleibt zu fragen, ob Unterschiede zwischen Mensch und Tier im Blick auf Denkleistungen, innere Gefühlswelt und Selbstbewusstsein fließend und nicht grundsätzlicher Art sind. Kann bei weitgehend identischem Erbgut mit manchen Tierarten überhaupt noch von einem Gegenüber von Mensch und Tier gesprochen werden?
Dieser Frage möchte die Arbeit nachgehen und eine Antwort geben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Mensch und Tier. Eine Verhältnisbestimmung

2.1. Biblische und dogmatische Aussagen zum Mensch-Tier-Verhältnis

2.1.1. Gen 1-3

2.1.1.1. Schöpfung und Evolution – Schöpfungsbericht und Naturwissenschaft

2.1.1.2. Der Mensch als Ebenbild Gottes

2.1.1.3. Der Mensch als Sünder

2.1.1.4. Der Mensch als Ebenbild und Sünder im ntl. Kontext

2.1.1.5. Der Mensch als Leib und Seele

2.1.1.6. Das Verhältnis von Mensch und Tier in Gen 1-3

2.1.1.6.1 Der Herrschaftsauftrag über die Mitschöpfung

2.1.1.6.2 Das Tier – ein adäquates menschliches Gegenüber?

2.1.2. Ps 8

2.1.3. Jes 11,6-9

2.1.4. Weitere atl. Aussagen zum Mensch-Tier-Verhältnis

2.1.5. Mk 1,13f

2.1.6. Röm 8,19ff

2.1.7. Weitere ntl. Aussagen zum Mensch-Tier-Verhältnis

2.1.8. Fazit

2.2. Ethische Implikationen

2.2.1. Ökologie

2.2.2. Ernährung

2.2.3. Medizin

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit unternimmt eine christlich-theologische Verhältnisbestimmung zwischen Mensch und Tier. Dabei wird untersucht, wie biblische Texte und dogmatische Aussagen das Mensch-Tier-Verhältnis fundieren und welche ethischen Konsequenzen sich daraus für den Umgang mit der Mitschöpfung in der Gegenwart ergeben.

  • Biblische Anthropologie und das Verständnis der Gottebenbildlichkeit.
  • Die hermeneutische Herausforderung durch moderne naturwissenschaftliche Erkenntnisse.
  • Das christliche Konzept des Herrschaftsauftrags versus ökologische Verantwortung.
  • Ethische Implikationen in den Bereichen Ökologie, Ernährung und Medizin.
  • Die Frage nach der Würde des Tieres aus theologischer Perspektive.

Auszug aus dem Buch

2.1.1.1. Schöpfung und Evolution – Schöpfungsbericht und Naturwissenschaft

Neben der Frage der Auferstehung hat die nach der Erschaffung der Welt und das Verständnis der biblischen Urgeschichte aus Gen 1ff wohl zu den meisten Konflikten und Kontroversen geführt. Es scheint heute naiv anzunehmen, dass die Welt „um des Menschen willen geschaffen“ sei. Aus naturwissenschaftlicher Perspektive ist die menschliche Spezies nicht Krone der Schöpfung, sondern ein spätes Produkt biogenetischer Prozesse. Ein qualitativer Unterschied von Mensch und Tier ist für Kotraschl aus evolutionstheoretischer Sicht nicht gegeben, da „Menschen und andere Tiere wesentlich gleich sind“ und ein „Kontinuum zwischen den Arten“ besteht.

Damit zusammen hängt natürlich die Frage: „Ist die menschliche Spezies die Spitze der Evolution“ oder eher ein unerwartetes brutum factum, ein Unfall? Wuketits hält diesen Schluss für plausibel. Die Evolution habe sich „die längste Zeit, über drei Milliarden Jahre, ohne uns abgespielt … wir Menschen gingen niemandem ab, und unser Auftreten ist eine große Naturkatastrophe.“ Auch Wolf hält es aus biologischer Sicht für „ein Rätsel, wie sich ein so mangelhaft ausgestattetes Wesen überhaupt am Leben erhalten kann.“

Die dogmatische Bedeutung von Gen 1-3, was den Menschen und seine Beziehung zur übrigen Schöpfung angeht und die Art „wie die Schöpfungsmythen der Genesis für die dogmatische Aussage fruchtbar werden, kann nicht mehr darin bestehen, daß sie das tragende Gerüst, die innere Struktur der Schöpfungslehre liefern.“ Die Vorstellung eines paradiesischen Urzustandes und Urmenschen (status originalis) vor einem historischen „Sündenfall“ (peccatum originale) lässt sich nach Joest „kaum mit dem Zusammendenken, was wir heute von den vorgeschichtlichen Anfängen der Menschheit wissen.“ In dieselbe Richtung gehen Ebelings Aussagen, wenn er davon spricht, dass „rein exegetisch und vorstellungsmäßig … die Nichthistorizität Adams und Evas heute kaum jemandem Mühe bereiten“ dürfte, auch wenn damit „der Gedanke des Sündenfalls überhaupt fraglich [wird] wenn kein Zustand vorausgeht, von dem aus der Fall eintritt.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Mensch-Tier-Beziehung und Darlegung des theologischen Forschungsinteresses sowie der methodischen Herangehensweise.

2. Mensch und Tier. Eine Verhältnisbestimmung: Zentrale Analyse biblischer Texte und dogmatischer Grundlagen zur Stellung des Menschen und des Tieres vor Gott.

2.1. Biblische und dogmatische Aussagen zum Mensch-Tier-Verhältnis: Detaillierte Untersuchung spezifischer biblischer Textabschnitte (Gen 1-3, Ps 8, Jes 11, Mk 1, Röm 8) und ihrer dogmatischen Deutung.

2.1.1. Gen 1-3: Analyse der Schöpfungsgeschichte und der theologischen Grundlagen für das Verständnis von Mensch, Sünde, Ebenbildlichkeit und Tierwelt.

2.1.1.1. Schöpfung und Evolution – Schöpfungsbericht und Naturwissenschaft: Auseinandersetzung mit dem Spannungsfeld zwischen biblischer Urgeschichte und modernen wissenschaftlichen Evolutionstheorien.

2.1.1.2. Der Mensch als Ebenbild Gottes: Untersuchung der Gottebenbildlichkeit als konstitutiven Aspekt des Menschseins in Abgrenzung zur Tierwelt.

2.1.1.3. Der Mensch als Sünder: Erörterung der Folgen des Sündenfalls für die Beziehung zwischen Gott, Mensch und Tier sowie der bleibenden Würde des gefallenen Menschen.

2.1.1.4. Der Mensch als Ebenbild und Sünder im ntl. Kontext: Übertragung der alttestamentlichen Anthropologie auf das Neue Testament und die Rolle Christi als Erneuerer des Menschenbildes.

2.1.1.5. Der Mensch als Leib und Seele: Betrachtung des biblischen Menschenbildes als ganzheitliche Einheit von Leib und Seele ohne dualistische Trennung.

2.1.1.6. Das Verhältnis von Mensch und Tier in Gen 1-3: Untersuchung der beziehungsstiftenden Aspekte zwischen Mensch und Tier im Rahmen der Schöpfungsordnung.

2.1.1.6.1 Der Herrschaftsauftrag über die Mitschöpfung: Kritische Analyse des biblischen Herrschaftsauftrags und dessen Missverständnisse in der Geschichte.

2.1.1.6.2 Das Tier – ein adäquates menschliches Gegenüber?: Analyse der Rolle des Tieres in der biblischen Erzählung als potenzieller Partner und Gegenüber.

2.1.2. Ps 8: Theologische Interpretation des Psalms hinsichtlich der Sonderstellung des Menschen und seiner Verantwortung.

2.1.3. Jes 11,6-9: Analyse der eschatologischen Friedensvision zwischen Mensch und Tier als Gegenbild zur heutigen Realität.

2.1.4. Weitere atl. Aussagen zum Mensch-Tier-Verhältnis: Zusammenfassende Betrachtung weiterer relevanter alttestamentlicher Texte zum Thema Tieropfer und Tierbilder.

2.1.5. Mk 1,13f: Theologische Einordnung der Versuchungsgeschichte Jesu im Kontext von Mensch und Tier.

2.1.6. Röm 8,19ff: Untersuchung der paulinischen Aussagen über das Leiden und die Erwartung der gesamten Schöpfung.

2.1.7. Weitere ntl. Aussagen zum Mensch-Tier-Verhältnis: Analyse von neutestamentlichen Bezügen zum pragmatischen Umgang mit Tieren.

2.1.8. Fazit: Zusammenfassende Synthese der Ergebnisse zur Beziehung von Mensch und Tier als Geschöpfe Gottes.

2.2. Ethische Implikationen: Anwendung der erarbeiteten theologischen Grundlagen auf praktische ethische Handlungsfelder.

2.2.1. Ökologie: Diskussion über die Verantwortung des Menschen für den Erhalt von Lebensräumen und den Schutz der Artenvielfalt.

2.2.2. Ernährung: Ethische Beurteilung der industriellen Massentierhaltung und Überlegungen zur Konsumhaltung.

2.2.3. Medizin: Kritische Auseinandersetzung mit der Verwendung von Tieren in medizinischen Versuchen und der Verantwortung der Bioethik.

Schlüsselwörter

Mensch, Tier, Verhältnisbestimmung, Schöpfungstheologie, Ebenbildlichkeit, Herrschaftsauftrag, Tierethik, Anthropologie, Sündenfall, Mitschöpfung, Evolution, Artenschutz, Massentierhaltung, Tierversuche, Bioethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Mensch und Tier aus einer dezidiert christlich-theologischen Perspektive unter Einbeziehung biblischer Texte und dogmatischer Traditionen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der biblischen Anthropologie, dem Schöpfungsverständnis, der Rolle des Menschen als Herrscher über die Mitschöpfung sowie ethischen Implikationen in Ökologie, Ernährung und Medizin.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist eine Verhältnisbestimmung, die fragt, wie der Mensch seine Sonderstellung als Ebenbild Gottes angesichts der biologischen Nähe zum Tier und seiner Verantwortung gegenüber der gesamten Schöpfung dogmatisch und ethisch begründen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen exegetisch-dogmatischen Ansatz, der biblische Texte und wissenschaftliche sowie ethische Reflexionen in einen interdisziplinären Dialog bringt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte biblisch-dogmatische Analyse von Schlüsseltexten und deren anschließende ethische Anwendung auf aktuelle Probleme wie Massentierhaltung und Tierversuche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Mensch-Tier-Verhältnis, Schöpfungstheologie, Gottebenbildlichkeit, Tierethik, ökologische Verantwortung und christliche Anthropologie sind die zentralen Begriffe.

Wie bewertet der Autor den Begriff des Herrschaftsauftrags?

Der Autor argumentiert gegen ein Verständnis von Herrschaft als grenzenlose Verfügungsgewalt und betont stattdessen das Konzept eines verantwortlichen Verwaltens und Pflegens der Schöpfung.

Wie geht die Arbeit mit dem Konflikt zwischen Schöpfungsglaube und Evolution um?

Es wird eine komplementäre Sichtweise vorgeschlagen: Während die moderne Wissenschaft das biologische Bild des Menschen zeigt, erschließt die Theologie den Menschen in seinem Bezogensein auf Gott.

Welche ethische Konsequenz zieht der Autor für die heutige Tierethik?

Der Autor fordert eine christliche Tierethik, die systematische Gewalt minimiert, die Würde der Tiere als Mitgeschöpfe anerkennt und zur kritischen Reflexion über Konsum- und Forschungspraktiken aufruft.

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Résumé des informations

Titre
Mensch und Tier. Eine Verhältnisbestimmung
Université
Staatsunabhängige Theologische Hochschule Basel
Note
1,0
Auteur
Sebastian Hoeffgen (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
31
N° de catalogue
V295647
ISBN (ebook)
9783656937999
ISBN (Livre)
9783656938002
Langue
allemand
mots-clé
Mensch Tier Verhältnis Dogmatik Ethik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sebastian Hoeffgen (Auteur), 2013, Mensch und Tier. Eine Verhältnisbestimmung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295647
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Extrait de  31  pages
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