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Ärztemangel in Deutschland. Auswirkungen auf die Inanspruchnahme ambulant-medizinischer Leistungen?

Titre: Ärztemangel in Deutschland. Auswirkungen auf die Inanspruchnahme ambulant-medizinischer Leistungen?

Thèse de Master , 2014 , 121 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Martin Hochheim (Auteur)

Sciences Sociales générales
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Résumé Extrait Résumé des informations

„In absehbarer Zeit werden sich ‚weiße Flecken’ in der hausärztlichen Versorgung auftun. Ganze Landstriche werden ohne einen Hausarzt dastehen“. Immer häufiger werden Berichte wie dieser veröffentlicht, in denen ein Ärztemangel beschrieben oder prophezeit wird. Besonders in ländlichen Kommunen scheint die Situation bedrohlich. Projekte wie Ärztebusse, Delegation und Co. sollen die Situation kontrollieren und eine Regelversorgung garantieren. Entgegengesetzte Stimmen sprechen jedoch von einer maßlosen Übertreibung und sehen einen Ärztemangel weder gegeben noch zu befürchten.

Das angestrebte Forschungsprojekt hat daher das Ziel herauszufinden, inwieweit ein Ärztemangel besteht und welche messbaren Auswirkungen dieser auf die Inanspruchnahme ambulant-medizinischer Leistungen hat. In einem ersten Schritt soll hergeleitet werden, wieso ein Ärztemangel im ambulant-medizinischen Bereich befürchtet wird. Thematisch analysiert werden hier unter anderem der Rückgang der Allgemeinärzte, der demografische Wandel und seine Folgen, sowie das zunehmende Vorhandensein von Multimorbidität in der deutschen Bevölkerung.

Nach diesen theoretischen Überlegungen soll anhand der Literatur überprüft werden, inwieweit ein Ärztemangel tatsächlich schon besteht. Nach der theoretischen Erschließung des Ärztemangels wird empirisch dessen Auswirkung gemessen. Hierzu wird Andersens Behavioral Model of Health Service Use (1968) verwendet. Die Grundannahme, die Andersen trifft, geht davon aus, dass es möglich ist mit den Informationen über die Eigenschaften einer Person und ihrem gesundheitlichen Bedarf eine Vorhersage und Erklärung der persönlichen Inanspruchnahme von Gesundheitsdienstleistungen (Ärzten) zu treffen.

In mehreren multinomialen logistischen Regressionen soll überprüft werden, welchen Einfluss die Einschätzung eines Ärztemangels in der persönlichen Umgebung (abgefragt durch das Item „In dieser Gegend fehlt es an Ärzten und Apotheken“) auf das Inanspruchnahmeverhalten der Patienten hat.
Datengrundlage ist der Deutsche Alterssurvey (DEAS) des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA) aus dem Jahr 2008. Grundgesamtheit der Umfrage sind alle 40-85 Jährigen mit gemeldetem Hauptwohnsitz in Deutschland.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Definition Ärztemangel

1.2 Entdeckungs- und Verwertungszusammenhang

1.3 Relevanz des Themas

1.4 Access-Modelle

2. Warum der Ärztemangel erwartet wird

2.1 Wissenschaftliche Methode

2.2 Entwicklungen auf der Nachfrageseite

2.2.1 Demografischer Wandel

2.2.2 Multimorbidität

2.2.3 Thesen zur Morbiditätsentwicklung

2.2.4 Zusammenfassung der Nachfrageseite

2.3 Entwicklungen auf der Angebotsseite

2.3.1 Ärztezahlen insgesamt

2.3.2 Entwicklungen des Arztberufes

2.3.3 Feminisierung der Ärzteschaft

2.3.4 Vorstellungen des akademischen Nachwuchses

2.3.5 Organisation und Struktur der Arbeit

2.3.6 Zusammenfassung der Angebotsseite

2.4 Forschungshypothesen

3. Einschätzungen und Meinungen über den Ärztemangel

3.1 GKV vs. KBV

3.2 Standpunkt der Gesetzlichen Krankenversicherung

3.3 Standpunkt der Ärzteschaft

3.4 Objektive Studien zum Ärztemangel

3.4.1 Zuwanderung schützt vor Ärztemangel

3.4.2 Dringender Handlungsbedarf in ländlichen Regionen

3.4.3 Bedarfsplanung führt zu Stadt-Land-Gefälle

3.4.4 Ärztemangel als unumkehrbarer Fakt

3.5 Zusammenfassung der Einschätzungen über den Ärztemangel

4. Verteilung der Ärzte

4.1 Bedarfsplanung

4.2 Kritik an der Bedarfsplanung

4.3 Ärztlicher Bedarf laut Bedarfsplanungsrichtlinie

5. Hypothesenentwicklung

6. Behavioral Model of Health Service Use

6.1 Modellbausteine

6.2 Predisposing Characteristics

6.2.1 Demografische Faktoren

6.2.2 Soziale Faktoren

6.2.3 Mentale Faktoren

6.3 Enabling Resources

6.3.1 Persönlich/familiär

6.3.2 Community

6.4 Need

6.4.1 Perceived Need

6.4.2 Evaluated Need

6.5 Outcome Variablen

7. Empirische Analyse

7.1 Beschreibung des Datensatzes

7.2 Deskriptive Analyse des Ärztemangels

7.3 Anpassung der Forschungshypothesen

8. Indikatorenbildung

8.1 Predisposing Characteristics

8.1.1 Demographic Factors

8.1.2 Soziale Faktoren

8.1.3 Mentale Faktoren

8.2 Enabling Factors

8.2.1 Personal/Family

8.2.2 Community

8.3 Need Factors

8.4 Abhängige Variable

9. Ergebnisse der statistischen Analyse

9.1 Vorgehensweise

9.2 Statistische Erläuterungen

9.3 Ergebnisse Allgemeinarzt

9.3.1 Modell 1 - Ärztemangel

9.3.2 Modell 2 – Soziale Faktoren + Ärztemangel

9.3.2 Modell 3 – Enabling Resources + Ärztemangel

9.3.3 Modell 4 – Need Faktoren + Ärztemangel

9.3.4 Modell 5 - Gesamtmodell

9.3.5 Zusammenfassung der Regressionen für den Allgemeinarzt.

9.4 Ergebnisse Fachärzte

9.4.1 Zahnarzt

9.4.2 Internist

9.4.3 Gynäkologe

9.4.4 Augenarzt

9.4.5 Orthopäde

9.4.5 Hals-Nasen-Ohren Arzt

9.4.6 Psychiater

9.4.7 Hautarzt

9.4.8 Urologe

9.4.9 Zusammenfassung der Regressionen für die Inanspruchnahme der Fachärzte

9.5 Ergebnisse Prävention

9.5.1 Grippeschutzimpfung

9.5.2 Krebsfrüherkennung

9.5.3 Gesundheitscheckups

9.5.4 Zusammenfassung der Ergebnisse für die Inanspruchnahme von Prävention

10. Diskussion

10.1 Zusammenfassung der Regressionen

10.2 Methodische Einschränkungen

10.3 Inhaltliche Einschränkungen

10.4 Bedeutung der Ergebnisse für die medizinische Versorgung

11. Lösungsmöglichkeiten

11.1 Angebotsseite

11.1.1 Delegation

11.1.2 Telemedizin

11.1.3 Mobilität

11.1.4 Änderung der Rahmenbedingungen

11.2 Nachfrageseite

11.3 Zusammenfassung der Lösungsmöglichkeiten

12. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Master-Arbeit besteht darin, empirisch zu untersuchen, ob in Deutschland tatsächlich ein Ärztemangel existiert und welche messbaren Auswirkungen dieser auf die Inanspruchnahme ambulanter ärztlicher Leistungen hat. Basierend auf Andersens Behavioral Model of Health Service Use wird analysiert, inwieweit die subjektive Einschätzung eines Ärztemangels das Inanspruchnahmeverhalten beeinflusst, um damit die Versorgungsqualität und den gleichwertigen Zugang (Equity) zu bewerten.

  • Analyse der Nachfrageseite: Demografischer Wandel und Multimorbidität
  • Analyse der Angebotsseite: Ärzteverteilung, Bedarfsplanung und Arztberuf-Entwicklungen
  • Theoretische Anwendung von Access-Modellen zur Inanspruchnahmeerklärung
  • Empirische Überprüfung mittels multinomialer logistischer Regressionen basierend auf dem Deutschen Alterssurvey (DEAS)
  • Diskussion von Lösungsstrategien für die künftige hausärztliche Versorgung

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„In absehbarer Zeit werden sich ‚weiße Flecken’ in der hausärztlichen Versorgung auftun. Ganze Landstriche werden ohne einen Hausarzt dastehen“ (Kopetsch, 2011, S. 89). Immer häufiger werden Berichte wie dieser veröffentlicht, in denen ein Ärztemangel beschrieben oder prophezeit wird. Besonders in ländlichen Kommunen scheint die Situation bedrohlich. Projekte wie Ärztebusse, Delegation und Co. (Kalitzkus, Schluckebier, & Wilm, 2009) sollen die Situation kontrollieren und eine Regelversorgung garantieren. Entgegengesetzte Stimmen sprechen jedoch von einer maßlosen Übertreibung und sehen einen Ärztemangel weder gegeben noch zu befürchten (Demary & Koppel, 2013).

Das angestrebte Forschungsprojekt hat daher das Ziel herauszufinden, inwieweit ein Ärztemangel besteht und welche messbaren Auswirkungen dieser auf die Inanspruchnahme ambulant-medizinischer Leistungen hat.

In einem ersten Schritt soll hergeleitet werden, wieso ein Ärztemangel im ambulant-medizinischen Bereich befürchtet wird. Thematisch analysiert werden hier unter anderem der Rückgang der Allgemeinärzte, der demografische Wandel und seine Folgen, sowie das zunehmende Vorhandensein von Multimorbidität in der deutschen Bevölkerung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, Relevanz des Themas sowie Hinführung zur zentralen Forschungsfrage und zum verwendeten theoretischen Modell.

2. Warum der Ärztemangel erwartet wird: Analyse der treibenden Kräfte auf der Nachfrageseite (Demografie, Multimorbidität) und Angebotsseite (Ärztezahlen, Berufsentwicklung).

3. Einschätzungen und Meinungen über den Ärztemangel: Darstellung der kontroversen Sichtweisen von Krankenkassen, Ärzteschaft und unabhängigen Studien.

4. Verteilung der Ärzte: Kritische Auseinandersetzung mit der ärztlichen Bedarfsplanung und ihrer methodischen Neugestaltung.

5. Hypothesenentwicklung: Ableitung konkreter, in der Arbeit zu überprüfender Hypothesen aus dem theoretischen Rahmen.

6. Behavioral Model of Health Service Use: Fundierte theoretische Einführung in das verwendete Analysemodell nach Andersen.

7. Empirische Analyse: Beschreibung des Datensatzes (DEAS), deskriptive Analyse und Überprüfung der Datenbasis.

8. Indikatorenbildung: Operationalisierung der Variablen gemäß des Andersen-Modells für die statistische Modellierung.

9. Ergebnisse der statistischen Analyse: Detaillierte Darstellung der Regressionsergebnisse für Hausärzte, Fachärzte und Präventionsangebote.

10. Diskussion: Interpretation der statistischen Ergebnisse, methodische sowie inhaltliche Reflexion und Einordnung der Bedeutung für die medizinische Versorgung.

11. Lösungsmöglichkeiten: Diskussion von Strategien zur Sicherung der Versorgung unterteilt in Angebots- und Nachfrageseite.

12. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Ärztemangel, ambulante medizinische Versorgung, Bedarfsplanung, Behavioral Model of Health Service Use, demografischer Wandel, Equity, Inanspruchnahme, Hausarzt, Facharzt, Multimorbidität, Versorgungsforschung, logistische Regression, DEAS, Allokationsproblem, Prävention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen des Ärztemangels in Deutschland und dessen reale Auswirkungen auf das Inanspruchnahmeverhalten der Bevölkerung für ambulante ärztliche Leistungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung umfasst die Nachfrageseite (demografische Veränderungen, Multimorbidität) und die Angebotsseite (Ärzteverteilung, Berufsstruktur, Bedarfsplanung) sowie die theoretische und empirische Modellierung der Inanspruchnahme.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist die empirische Überprüfung, ob ein Ärztemangel besteht und ob dieser eine ungleiche Versorgung (Inequity) bei gleichwertigem Bedarf verursacht.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der theoretische Rahmen basiert auf dem Behavioral Model of Health Service Use. Empirisch wird die Arbeit mittels multinomialer logistischer Regressionen auf Basis des Deutschen Alterssurveys (DEAS) durchgeführt.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Literaturanalyse, die theoretische Herleitung des Andersen-Modells, die Beschreibung des Datensatzes, die statistische Indikatorenbildung sowie die Durchführung und Interpretation multipler Regressionsmodelle.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Ärztemangel, Bedarfsplanung, Inanspruchnahme, Multimorbidität, Equity sowie das Andersen-Modell.

Wie unterscheidet sich der Versorgungsgrad zwischen Haus- und Fachärzten?

Die Arbeit stellt fest, dass in Deutschland kein genereller Mangel vorliegt, sondern ein Allokationsproblem, wobei insbesondere der hausärztliche Bereich in ländlichen Regionen als defizitär identifiziert wird, während fachärztliche Überkapazitäten existieren.

Was ist das zentrale Fazit zur Inequity-Hypothese?

Die Hypothese, dass durch den Ärztemangel eine systematische Inequity (Ungleichheit beim Zugang bei gleichem Bedarf) vorliegt, wird abgelehnt; die Ergebnisse deuten stattdessen auf Equity hin, da vor allem Bedarfsfaktoren die Inanspruchnahme bestimmen.

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Résumé des informations

Titre
Ärztemangel in Deutschland. Auswirkungen auf die Inanspruchnahme ambulant-medizinischer Leistungen?
Université
Ruhr-University of Bochum  (Fakultät für Sozialwissenschaft)
Note
1,3
Auteur
Martin Hochheim (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
121
N° de catalogue
V295925
ISBN (ebook)
9783656937838
ISBN (Livre)
9783656937845
Langue
allemand
mots-clé
Ärztemangel Demografischer Wandel Multimorbidität Roland Andersen Urbanisierung Regression Multinomiale logistische Regression Altersfragen GKV KBV
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Martin Hochheim (Auteur), 2014, Ärztemangel in Deutschland. Auswirkungen auf die Inanspruchnahme ambulant-medizinischer Leistungen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/295925
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