Johann Wolfgang Goethes "Iphigenie auf Tauris" wird oft als das klassische Werk par excellence bezeichnet, das die „edle Einfalt und stille Grösse“ aufweist, die der Gründungsvater der Klassik, Johann Joachim Winckelmann, in seinen Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst für griechische Kunstwerke propagiert hatte. Diese „edle Einfalt und stille Grösse“, die Herder in den zeitlosen Idealbildern und Figuren der griechischen Plastik sah, lässt sich in Goethes Werk ebenfalls auf die ideale, humane und sittliche innere Haltung der griechischen Titelheldin Iphigenie übertragen.
Inhaltsverzeichnis
- Die,verteufelte Humanität von Johann Wolfgang Goethes Iphigenie auf Tauris
- Iphigenie auf Tauris: Eine Analyse der Humanität in Goethes Drama
- Die Rolle der Humanität in Goethes Iphigenie auf Tauris
- Iphigenies Selbstfindung: Vom Opfer zur Vermittlerin der Humanität
- Die Bedeutung der Humanität in Goethes Iphigenie auf Tauris
- Iphigenies Einfluss auf Thoas: Die Verbreitung der Humanität
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Darstellung der Humanität in Johann Wolfgang Goethes Drama "Iphigenie auf Tauris". Dabei werden die zentralen Aspekte der Humanität im Werk analysiert und die Bedeutung für die Weimarer Klassik beleuchtet.
- Die Rolle der Humanität in Goethes Drama
- Iphigenies Entwicklung hin zu einer selbstbestimmten Persönlichkeit
- Die Übertragung von Humanität durch Iphigenie auf König Thoas
- Die Bedeutung der Humanität für die Weimarer Klassik
- Die Verbindung von klassischer Dramenstruktur und humanistischer Botschaft
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel untersucht die Rolle der Humanität in Goethes Drama "Iphigenie auf Tauris". Es beleuchtet die zentrale Bedeutung der Humanität für die Weimarer Klassik und stellt die wichtigsten Charaktere und ihre Beziehungen zueinander vor.
Das zweite Kapitel konzentriert sich auf Iphigenies Entwicklung hin zu einer selbstbestimmten Persönlichkeit. Es analysiert, wie sie ihre traditionelle Frauenrolle überwindet und sich als unabhängige und humanistische Person etabliert.
Das dritte Kapitel untersucht den Einfluss von Iphigenies Humanität auf König Thoas. Es beleuchtet, wie Iphigenie Thoas zur Humanität erzieht und ihn von seiner barbarischen Vergangenheit abbringt.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die Themen Humanität, Selbstbestimmung, Weimarer Klassik, "Iphigenie auf Tauris", Johann Wolfgang Goethe, klassische Dramenstruktur, Frauenrolle, Erziehung zur Humanität, König Thoas, Göttin Diana, griechische Antike.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet „verteufelte Humanität“ in Bezug auf Goethes Iphigenie?
Der Begriff (ein Zitat Goethes) beschreibt die fast übermenschliche sittliche Reinheit und Ehrlichkeit der Iphigenie, die im Konflikt mit politischer Notwendigkeit steht.
Wie verkörpert Iphigenie das Ideal der Weimarer Klassik?
Sie repräsentiert die „edle Einfalt und stille Größe“, ein von Winckelmann geprägtes Ideal, das sich in ihrer humanen und beherrschten inneren Haltung zeigt.
Welchen Einfluss hat Iphigenie auf König Thoas?
Durch ihre unbedingte Wahrheit und Menschlichkeit erzieht sie den „barbarischen“ Herrscher zur Humanität und bewegt ihn dazu, sie und ihren Bruder ziehen zu lassen.
Was ist Iphigenies zentraler Konflikt im Drama?
Der Konflikt zwischen der Pflicht gegenüber der Göttin Diana, der Loyalität zu ihrem Bruder Orest und ihrem eigenen Anspruch auf absolute Wahrhaftigkeit.
Warum ist das Werk für die deutsche Literaturgeschichte so bedeutend?
Es gilt als das klassische Drama par excellence, das die Versöhnung von Pflicht und Neigung durch gelebte Humanität thematisiert.
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- Jelena Zagoricnik (Author), 2013, Die ‚verteufelte Humanität’ von Johann Wolfgang Goethes "Iphigenie auf Tauris", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/296165