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Frauen im Dienst der Polizei. Eine Untersuchung der Selbstpräsentation der Institution Polizei und die Realität

Titre: Frauen im Dienst der Polizei. Eine Untersuchung der Selbstpräsentation der Institution Polizei und die Realität

Dossier / Travail , 2013 , 18 Pages

Autor:in: BA Silvia Kopper-Zisser (Auteur)

Sociologie - Relations et Famille
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Résumé Extrait Résumé des informations

Das Bedürfnis nach Sicherheit dominierte seit Menschengedenken die Menschheit. Thomas Hobbes und John Locke gehen in ihren Naturrechtslehren davon aus, dass der Wunsch nach Ordnung und Sicherheit aus Furcht vor Gewalt entsteht. Um zu erreichen, dass die Gesellschaft sich in einem diesbezüglich positiven Zustand befindet, müssen Institutionen geschaffen werden, die über die Einhaltung ihrer zugrunde liegenden Normen wachen. Im Konfliktfall fällt diese Aufgabe den Gerichten oder der Polizei zu. Nach Hobbes erhält der Staat als Souverän seine Legitimation erst dann, wenn jeder Bürger und jede Bürgerin durch einen Gesellschaftsvertrag freiwillig auf einen Teil des eigenen Rechtes verzichtet und somit das Gewaltmonopol den staatlichen Institutionen überlässt, um Frieden soweit als möglich zu garantieren (vgl. Hobbes 2004). Dies müsste gleichfalls bedeuten, dass jedes Mitglied dieses Gesellschaftsvertrages auch eine Repräsentation durch den Staat beanspruchen kann. Daraus lässt sich die Notwendigkeit erschließen, dass die Zusammensetzung der Polizei der gesellschaftlichen Realität des Volkes entsprechen sollte. Der heutzutage herrschende Mainstream, der Ruf nach Gleichberechtigung und Gleichstellung von Mann und Frau, scheint vielversprechend, doch hält er auch, was er verspricht?Dieser Frage folgend führt eine Recherche durch die herrschende Literatur zu einer Untersuchung der Selbstpräsentation der Institution Polizei und dem Versuch, die hinter diesem Selbstbild real herrschenden Tatsachen aufzudecken.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Theoretischer Hintergrund

Geschichtliche Entwicklung der Polizei

Polizei als Männerdomäne

Frauen im Dienst der Polizei

Integration von Frauen in den Polizeidienst

II. Forschungsdesign

Forschungsfrage

Methode

III. Ergebnisse

Beschreibung des Bildes

Interpretation der Bildsegmente - Segmentanalyse

IV. Folgerungen/Diskussion

V. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Selbstpräsentation der Institution Polizei anhand der Startseite der Landespolizeidirektionen, um herauszufinden, ob das nach außen kommunizierte Bild einer gleichgestellten Frau im Polizeidienst der tatsächlichen gesellschaftlichen und strukturellen Realität entspricht.

  • Polizeisoziologie und die historische Entwicklung der Polizei als Männerdomäne.
  • Die Rolle der Geschlechterrollenbilder innerhalb der Exekutive.
  • Anwendung der Segmentanalyse nach Roswitha Breckner zur Bildinterpretation.
  • Analyse der Selbstdarstellung der Polizei unter Bezugnahme auf Erving Goffmans Theorie der Vorder- und Hinterbühne.

Auszug aus dem Buch

Interpretation der Bildsegmente - Segmentanalyse

Das Polizeiauto nimmt auf diesem Bild den meisten Platz ein und ragt sowohl seitlich als auch unten unsichtbar über das Bild hinaus. Es sieht aus, als wurde es neu angeschafft. Es glänzt und wirkt ungebraucht. Die auf diesem Bild vorherrschenden Farben Dunkelblau, Mittel/Hellgrau und der auflockernde, aber doch Achtung gebietende rote Streifen herrschen majestätisch, edel über das Bild und man liegt sicher nicht falsch darin zu vermuten, dass der Grund dieser Farbwahl und -kombination jener war, diese Eindrücke zu vermitteln.

Das Wort Automobil kommt aus den Griechischen und bezeichnet ein sich selbst bewegendes Fahrzeug, deutet also auf Autonomie hin. Doch wer erhält hier Autonomie?

Polizeiautos sind üblicherweise im Besitz des Staates/Innenministeriums und repräsentieren ihn/es somit auch, ebenso wie seine Bediensteten ihn/es repräsentieren. Nun prangt hier dick im Bild ein Auto, das den Staat symbolisiert – edel, majestätisch, neu, glänzend, ungebraucht, viel Platz bietend (Kombi). Im Staat (Auto) befindet sich kaum sichtbar der männliche Polizist, fest integriert und eingeschlossen (geschlossene Tür), also ein dem Alltag angehörender, fester, konservativer Bestandteil des Staates. Er blickt auf das Armaturenbrett, den Ort, an dem die Funktionen des Autos gehandhabt werden. Der männliche Polizist ist also für das Funktionieren der staatlichen Angelegenheiten, also in diesem Fall der polizeilichen, befugt, geeignet, er hat sie im Griff und kann adäquat handeln. Er ist vollständig integriert.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit des staatlichen Gewaltmonopols und leitet die Forschungsfrage ab, ob die Repräsentation der Polizei in der Gesellschaft der Realität entspricht.

I. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Polizei von einer Männerdomäne nach und diskutiert die Herausforderungen bei der Integration von Frauen in den Polizeidienst.

II. Forschungsdesign: Hier wird die Forschungsfrage in den Kontext von Erving Goffmans Theorie der Selbstdarstellung gesetzt und die methodische Vorgehensweise mittels Bildanalyse erläutert.

III. Ergebnisse: Der Hauptteil liefert eine detaillierte formale Beschreibung sowie eine segmentbasierte Interpretation des analysierten Bildmaterials der Polizei-Homepage.

IV. Folgerungen/Diskussion: Dieses Kapitel fasst zusammen, dass die Integration von Frauen bei der Polizei primär ein nach außen gerichtetes Image-Konstrukt bleibt, während interne Strukturen männlich geprägt bleiben.

V. Bibliographie: Ein umfassendes Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literatur zur Polizeisoziologie und Geschlechterforschung.

Schlüsselwörter

Polizeisoziologie, Frauen im Polizeidienst, Männerdomäne, Geschlechterrollen, Selbstdarstellung, Bildanalyse, Segmentanalyse, Erving Goffman, Exekutive, Gleichstellung, Polizeikultur, Institution, Gewaltmonopol, soziale Konstruktion, Gender.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die öffentliche Selbstpräsentation der österreichischen Polizei und hinterfragt die Gleichstellung von Frauen innerhalb dieser Institution.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Geschichte der Polizei als Männerdomäne, soziologische Aspekte der Polizeikultur, Gender-Konstruktionen sowie die visuelle Kommunikation staatlicher Institutionen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet, ob das von der Polizei nach außen vermittelte Bild einer gleichgestellten Frau identisch mit dem Bild der tatsächlichen beruflichen Wirklichkeit ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die Methode der Bildanalyse nach Roswitha Breckner angewandt, ergänzt durch die Theorie der Selbstdarstellung von Erving Goffman.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Segmentanalyse des Bildmaterials der offiziellen Polizeihomepage, wobei einzelne Elemente des Bildes auf ihre symbolische Bedeutung hin untersucht werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Polizeisoziologie, Geschlechterrollen, Bildanalyse, institutionelle Selbstdarstellung und der Wandel der Polizeikultur.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Polizisten von der der Polizistin im analysierten Bild?

Der Polizist wird als integraler, handlungsfähiger Teil des staatlichen Apparats im Inneren des Wagens dargestellt, während die Polizistin außerhalb des Wagens agiert und durch ihre Inszenierung als "nicht zugehörig" oder kommunikativ ineffektiv interpretiert wird.

Welche Rolle spielt der Hintergrund bei der Bildanalyse?

Der Hintergrund wird als kühle, enge Garagenatmosphäre interpretiert, die die angestrebte freundliche Außenwirkung der Polizei konterkariert und eine gewisse Starre und Exklusion symbolisiert.

Zu welchem Schluss kommt die Autorin hinsichtlich der Gleichstellung?

Die Autorin schlussfolgert, dass die Gleichstellung primär ein für die Öffentlichkeit konstruiertes Bild ("Vorderbühne") ist, während hinter den Kulissen weiterhin männlich dominierte Machtstrukturen vorherrschen.

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Résumé des informations

Titre
Frauen im Dienst der Polizei. Eine Untersuchung der Selbstpräsentation der Institution Polizei und die Realität
Université
University of Vienna
Auteur
BA Silvia Kopper-Zisser (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
18
N° de catalogue
V296289
ISBN (ebook)
9783656949732
ISBN (Livre)
9783656949749
Langue
allemand
mots-clé
Polizei Frau
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
BA Silvia Kopper-Zisser (Auteur), 2013, Frauen im Dienst der Polizei. Eine Untersuchung der Selbstpräsentation der Institution Polizei und die Realität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/296289
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Extrait de  18  pages
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