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Wettbewerbspolitische Analyse der Handlungsparameter von deutschen Hochschulen in einem freiheitsorientierten Studiengebührenmodell

Titre: Wettbewerbspolitische Analyse der Handlungsparameter von deutschen Hochschulen in einem freiheitsorientierten Studiengebührenmodell

Dossier / Travail , 2004 , 36 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Christian Zimmermann (Auteur)

Gestion d'entreprise - Divers
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Wer einen deutschen Hörsaal betritt, dem wird schnell die malade Situation deutscher Hochschulen bewusst und in dem wird schnell Verständnis für zehntausende streikender Studenten geweckt. Gerade dort, wo Innovationen erforscht werden und Ergebnisse gelehrt werden sollen, sind nicht nur die Hörsäle überfüllt, auch die teilweise mangelnden Lehrmittel sind unmodern oder gar veraltet.1 Fakultäten ringen um Gelder, die in vielen Bundesländern nicht vorhanden sind,2 um zunehmender Anonymisierung und schwindender Lehrbuchausstattung entgegenzuwirken. Eine wichtige Elitenbildung wird erst jetzt in der Öffentlichkeit diskutiert, findet aber momentan nicht statt.3 Bildungspolitische Reformen sind nur noch populistisches Produkt von stimmenmaximierenden Kalkül und haben die Situation verschlechtert.4

Als essent ielles Element der Wissensgesellschaft, kann die Universität so nicht mehr ihren Grundaufgaben, der Forschung und der Lehre, in zufriedenstellender Weise gerecht werden und Deutschland kann es sich nicht länger erlauben, hochqualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland zu beschäftigen, während die Arbeitslosigkeit in Deutschland permanent zunimmt, so dass eine grundlegende Reform des deutschen Bildungssystems längst überfällig wird. Mehr als je zuvor kommt es darauf an, den Bestand unserer wissensbasierten Gesellschaft, durch eine funktionsfähige Forschungs- und Lehreinrichtung in Gestalt der Universität, zu wahren und somit im Wettbewerb der Systeme konkurrenzfähig zu bleiben. Während die Studentenschaft jedoch von Semester zu Semester stetig wächst, ist nur ein verhältnismäßig geringer Zuwachs der Budgets der Hochschulen zu verzeichnen.

Bedenklich ist in diesem Zusammenhang ferner, dass unsere Nachbarn in Österreich schon seit 1993 mit Verabschiedung des Bundesgesetzes zur Organisation der Universitäten mutige Schritte wagen, um die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit ihrer Bildungs- und Forschungseinrichtungen zu fördern. Diese Arbeit wird sich im folgenden mit der Analyse der Ist-Situation deutscher Hochschulen auf der Grundlage einer Referenzbasis, die auf dem systemtheoretischen Ansatz fußt, befassen, um Ursachen für die Misere zu erkennen. Daraufhin wird ein freiheitsorientiertes Studiengebührenmodell vorgestellt, anhand dessen die wettbewerbsfördernde Wirkung einzelner Handlungsparameter deutscher Universitäten überprüft werden soll.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Referenzbasis

2.1.Rahmenbedingungen des Wettbewerbs

2.1.1.Handlungsfreiheit der Teilnehmer

2.1.2. „Spirit of competition“

2.1.3. Ungewissheit/ Unsicherheit

2.1.4. Freier Marktzutritt

2.1.5. Heterogenität der Güter

2.2. Funktionen des Wettbewerbs

2.2.1. Freiheitsfunktion

2.2.2. Innovationsfunktion

2.2.3. Allokationsfunktion

2.2.4. Verteilungsfunktion

3. Analyse der Ist-Situation

3.1. Beschreibung der Ist-Situation

3.2. Vereinbarkeit der Referenzbasis mit der Ist-Situation

3.2.1. Verteilungsgerechtigkeit

3.2.2. Effizienz

3.3. Zusammenfassende Darstellung des aktuellen Problemkreises

4. Grundkonzept zur Wettbewerbssteigerung

4.1. Vorstellung eines freiheitsorientierten Studiengebührenmodells

4.2. Erörterung der Vor- und Nachteile bestimmter Handlungsparameter anhand ausgewählter Wettbewerbsfunktionen

4.2.1. Autonome Auswahl der Studenten

4.2.2. Leistungsorientierte Hochschullehrerbesoldung

4.2.2.1.Leistung

4.2.2.2.Konzepte zur Leistungsbewertung

4.2.2.2.1. Objektive Leistungsbewertung

4.2.2.2.2. Subjektive Leistungsbewertung

4.2.2.2.3. „Verdrängungseffekt“

4.2.3. Einführung neuer Studiengänge/ -abschlüsse

4.3. Übergang von der Steuer- zur Gebührenfinanzierung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die gegenwärtige Situation deutscher Hochschulen unter wettbewerbspolitischen Gesichtspunkten. Ziel ist es, durch die Konzeption eines freiheitsorientierten Studiengebührenmodells Lösungsansätze für die bestehenden strukturellen Defizite, wie Ineffizienz und mangelnde Leistungsanreize, aufzuzeigen.

  • Analyse der Ist-Situation deutscher Hochschulen auf Basis systemtheoretischer Wettbewerbstheorien.
  • Untersuchung der Wettbewerbsfunktionen in einem marktfern gesteuerten Bildungssystem.
  • Vorstellung eines Studiengebührenmodells zur Reanimation von Wettbewerb und Autonomie.
  • Diskussion spezifischer Handlungsparameter: Studentenauswahl und leistungsorientierte Professorenbesoldung.
  • Entwicklung eines Transformationspfads von der Steuer- zur Gebührenfinanzierung.

Auszug aus dem Buch

4.1 Vorstellung eines freiheitsorientierten Studiengebührenmodells

Zunächst ist festzuhalten, dass es sich bei dem von Universitäten angebotenem Gut, der Bildung, um ein prinzipiell privates Gut handelt, von dem zwar positive Externalitäten ausgehen, das aber grundsätzlich dem Ausschluss- und Rivalitätsprinzip unterliegt.

Um nun die Prozesse von Wettbewerb und Markt nutzen zu können, muss man den Bildungssektor als Markt verstehen, auf dem auch die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft gelten. Universitäten und Fakultäten sind auf diesem Markt als Anbieter, Studenten als Nachfrager zu sehen. Aufgrund der Selbststeuerungsfunktion des Marktes soll sich nun ein Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage einstellen. Dieses geschieht über den Preis, der von den Anbietern erhoben wird und zu einem schonenden Umgang mit den eigenen Ressourcen animiert. Dieser Preis stellt sich im vorliegenden Fall in Form von Studiengebühren dar. Die Studiengebühren sollen eine kostenorientierte Preisstruktur besitzen, so dass für einen relativ mittelintensiven Studiengang wie Medizin höhere Studiengebühren verlangt werden, als für das kostengünstige Studium der Rechtswissenschaft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Darstellung der prekären Situation an deutschen Hochschulen, gekennzeichnet durch überfüllte Hörsäle, mangelnde Lehrmittel und fehlende Reformen.

2. Referenzbasis: Definition der theoretischen Grundlage basierend auf dem systemtheoretischen Ansatz, um Wettbewerb und Freiheit im Bildungssektor zu analysieren.

3. Analyse der Ist-Situation: Kritische Untersuchung der aktuellen Hochschulverfassung und des Nulltarif-Systems, das Wettbewerb und Ressourcenallokation behindert.

4. Grundkonzept zur Wettbewerbssteigerung: Entwurf eines Modells zur Einführung von Studiengebühren und autonomer Handlungsparameter zur Wiederherstellung von Wettbewerbsprozessen.

5. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung, dass nur durch die Abkehr vom Nulltarif und eine Stärkung der Hochschulautonomie die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig gesteigert werden kann.

Schlüsselwörter

Hochschulbildung, Studiengebühren, Wettbewerbspolitik, Systemtheorie, Sozialen Marktwirtschaft, Bildungsreform, Hochschulautonomie, Leistungsanreize, Professorenbesoldung, Studentenauswahl, Humankapital, Bildungsfinanzierung, Allokation, Effizienz, Studienplatzvergabe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der wettbewerbspolitischen Analyse deutscher Hochschulen und der Konzeption eines Modells zur Einführung von Studiengebühren, um den Bildungssektor an marktwirtschaftliche Prinzipien anzupassen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Analyse der derzeitigen Misere an Hochschulen, die Rolle von Wettbewerbsfunktionen im Bildungssystem sowie die Auswirkungen staatlicher Eingriffe auf Autonomie und Effizienz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Wettbewerb zwischen Hochschulen zu reanimieren, um die Qualität der Lehre zu steigern und Ressourcen durch ein effizienteres Gebührenmodell besser zu verteilen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine ordnungspolitische Analyse vorgenommen, die auf dem systemtheoretischen Ansatz und der Theorie der Sozialen Marktwirtschaft basiert.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil analysiert die Ist-Situation, erörtert spezifische Handlungsparameter wie die autonome Auswahl von Studenten und die leistungsorientierte Besoldung von Professoren und diskutiert den Übergang von der Steuer- zur Gebührenfinanzierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Hochschulautonomie, Studiengebühren, Wettbewerbspolitik, Leistungsanreize und Effizienzsteigerung.

Warum reicht der derzeitige „Nulltarif“ laut Autor nicht aus?

Der Autor argumentiert, dass der Nulltarif zu einer verzerrten Informationsbasis führt, ineffiziente Ressourcennutzung fördert und keinen materiellen Anreiz für qualitative Verbesserungen in Lehre und Forschung bietet.

Wie soll die leistungsorientierte Professorenbesoldung gestaltet werden?

Die Besoldung soll durch eine stärkere Autonomie der Universitäten bei Ruf- und Bleibeverhandlungen an ein subjektives Bewertungssystem im Rahmen eines funktionierenden Wettbewerbs gekoppelt werden, um Leistungsanreize zu maximieren.

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Résumé des informations

Titre
Wettbewerbspolitische Analyse der Handlungsparameter von deutschen Hochschulen in einem freiheitsorientierten Studiengebührenmodell
Université
University of Bayreuth  (LS Peter Oberender)
Note
2,3
Auteur
Christian Zimmermann (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
36
N° de catalogue
V29702
ISBN (ebook)
9783638311526
Langue
allemand
mots-clé
Wettbewerbspolitische Analyse Handlungsparameter Hochschulen Studiengebührenmodell
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christian Zimmermann (Auteur), 2004, Wettbewerbspolitische Analyse der Handlungsparameter von deutschen Hochschulen in einem freiheitsorientierten Studiengebührenmodell, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/29702
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Extrait de  36  pages
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