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Engelvorstellungen: Thomas von Aquin

Titre: Engelvorstellungen: Thomas von Aquin

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2001 , 20 Pages , Note: 2,7

Autor:in: M.A. Annett Rischbieter (Auteur)

Philosophie - Philosophie médiévale (env. 500-1350)
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I. VORBEMERKUNG

Thema dieser Arbeit sind die Engelvorstellungen, speziell die von Thomas von Aquin. Deshalb möchte ich auch zuerst kurz auf die Vorstellungen von den Engeln bis in das Zeitalter von Thomas von Aquin eingehen.

Die beiden anschließenden Teile behandeln dann Thomas von Aquin. Und zwar gebe ich einen Überblick über sein Leben, Werk und Schaffen, bevor ich schließlich seine Vorstellung von den Engeln genauer erläutere. Thomas von Aquin beschreibt ja in seinen „Quaestiones disputatae de veritate“ ausführlich seine Engellehre und so habe ich besonders diesen Text als Grundlage verwendet.
[...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. VORBEMERKUNG

II. ENGELVORSTELLUNGEN BIS ZUM MITTELALTER

1. Die Engelvorstellungen in der Bibel

2. Erste philosophische Auseinandersetzungen in der Spätantike

3. Die Theologie des Mittelalters

III. THOMAS VON AQUIN

1. Leben und Werk

a) Das Mittelalter

b) Biographie

c) Werk

IV. ÜBER DIE ENGEL

1. Zum Begriff des Engels

2. Die Engelvorstellung von Thomas von Aquin

a) Die Einteilung der Engel

b) Der Engel – eine reine Geistnatur

c) Die Erkenntnis der Engel

d) Die Kommunikation von Engeln

V. BIBLIOGRAPHIE

1. Primärliteratur

2. Sekundärliteratur

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Hausarbeit widmet sich der detaillierten Untersuchung der Engellehre des Thomas von Aquin, eingebettet in den historischen und theologischen Kontext des Mittelalters. Das primäre Ziel ist es, Thomas' philosophische Fundierung des Engelwesens – insbesondere hinsichtlich Erkenntnis und Kommunikation – auf Basis seiner Quaestiones disputatae de veritate aufzuzeigen und kritisch darzulegen.

  • Historische Entwicklung der Engelvorstellungen in Judentum, Christentum und Islam
  • Biographische und philosophische Einordnung von Thomas von Aquin
  • Theologische Systematisierung der Engelshierarchien
  • Ontologische Bestimmung des Engels als reine Geistnatur
  • Analyse der Erkenntnistheorie und Kommunikationsweise bei Engeln

Auszug aus dem Buch

Der Engel – eine reine Geistnatur

In der christlichen Tradition sind die Engel von Gott geschaffene Wesen, deren Existenz nicht an einen irdischen Leib gebunden ist. Allerdings ging man bis zum Mittelalter noch von einer Körperlichkeit der Engel aus. Doch vertrat man allgemein die Ansicht, dass sie aus spiritueller Materie waren. Und dass, obwohl sie nebelhaft, körperlos und immateriell waren. Im Vergleich zu Gott aber waren sie doch dicht und stofflich. Der Unterschied zwischen Engeln und Menschen liegt genau in jener Körperlichkeit, die nur dem Menschen eigen ist. Die Engel vermochten es wohl, sich sichtbar zu machen, und zwar, wenn sie in die Grenzen von Raum und Zeit eintraten. Lange Zeit nahm man deshalb an, die Engel hätten einen Leib, wenn auch von sehr subtiler und ätherischer Art. Man dachte, dass man ihre Immaterialität nur relativ zu verstehen hatte.

Erst Thomas von Aquin behauptete, dass die Engel reine Geister seien, ohne jegliche Beimischung von Materie. Da die Materie bei den irdischen Lebewesen erst die Aufteilung der jeweiligen Art in Individuen erlaubt, ergibt sich aus der Materielosigkeit der Engel, dass jeder von ihnen eine Art für sich ist. Engel sind also reiner Intellekt und zwar ohne Materie. Doch auch er ging davon aus, dass sie jederzeit und nach Belieben einen Körper annehmen konnten.

Zusammenfassung der Kapitel

I. VORBEMERKUNG: Der Autor erläutert den Aufbau der Arbeit, die von einem Überblick über die Engellehre bis zur spezialisierten Analyse der Texte des Thomas von Aquin führt.

II. ENGELVORSTELLUNGEN BIS ZUM MITTELALTER: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung des Engelbildes in den drei Weltreligionen sowie den Einfluss neoplatonischer Ideen auf die mittelalterliche Theologie nach.

III. THOMAS VON AQUIN: Ein ausführlicher biographischer und werkgeschichtlicher Teil, der Thomas' Wirken in das politische und intellektuelle Klima des Mittelalters einordnet.

IV. ÜBER DIE ENGEL: Hier wird Thomas' Engellehre systematisch dargestellt, inklusive der ontologischen Bestimmung als Geistwesen sowie der Analyse von Erkenntnis und Kommunikation.

V. BIBLIOGRAPHIE: Verzeichnis der in der Arbeit verwendeten primären und sekundären Quellen zur Unterstützung der Argumentation.

Schlüsselwörter

Thomas von Aquin, Engellehre, Scholastik, Quaestiones disputatae de veritate, Mittelalter, Geistnatur, Engelhierarchie, Erkenntnistheorie, Kommunikation der Engel, Aristoteles, Neoplatonismus, Theologie, Metaphysik, immateriell, christliche Philosophie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Engelverständnis in der Philosophie des Mittelalters mit einem klaren Fokus auf die spezifische Lehre des Thomas von Aquin.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die geschichtliche Entwicklung des Engelbildes, Thomas' Leben und Werk sowie die detaillierte philosophische Definition der Engel als Geistwesen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die systematische Engellehre des Thomas von Aquin, insbesondere wie Engel erkennen und kommunizieren, präzise darzustellen und wissenschaftlich einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-theologische Analyse und stützt sich maßgeblich auf die Exegese der "Quaestiones disputatae de veritate" des Thomas von Aquin.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil analysiert die ontologische Natur der Engel, ihre Einteilung in Triaden sowie die Mechanismen ihrer Erkenntnis und internen Kommunikation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Thomas von Aquin, Engellehre, Scholastik, Geistnatur und Erkenntnistheorie.

Warum unterscheidet Thomas von Aquin zwischen verschiedenen Erkenntniswegen bei Engeln?

Thomas unterscheidet, um die Perfektion der Engel gegenüber den Menschen zu betonen; sie benötigen keine sinnliche Wahrnehmung, da Gott ihnen die Formen unmittelbar eingibt.

Kann ein Engel laut Thomas von Aquin andere Engel hören?

Nein, die Kommunikation zwischen Engeln erfolgt nicht durch Worte oder Gesten, sondern durch das Öffnen des Verstandes und den Austausch von Gedankenbildern.

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Résumé des informations

Titre
Engelvorstellungen: Thomas von Aquin
Université
University of Leipzig  (Institut für Philosophie)
Cours
Theorien über Sprache, Verstehen und Kommunikation in der Philosophie des Mittelalters
Note
2,7
Auteur
M.A. Annett Rischbieter (Auteur)
Année de publication
2001
Pages
20
N° de catalogue
V2980
ISBN (ebook)
9783638117937
Langue
allemand
mots-clé
Engelvorstellungen Thomas Aquin Theorien Sprache Verstehen Kommunikation Philosophie Mittelalters
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
M.A. Annett Rischbieter (Auteur), 2001, Engelvorstellungen: Thomas von Aquin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2980
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