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Führungsstile im Vergleich. Kritische Betrachtung der Auswirkungen auf die Mitarbeitermotivation

Title: Führungsstile im Vergleich. Kritische Betrachtung der Auswirkungen auf die Mitarbeitermotivation

Master's Thesis , 2015 , 110 Pages

Autor:in: Stefanie Pipus (Author)

Leadership and Human Resources - Employee Motivation, Employee Satisfaction
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Mittelstandsunternehmen haben bereits in der Vergangenheit und werden auch in der Zukunft eine wichtige Funktion für die wirtschaftlichen Innovationen und die Entwicklung der Wirtschaftsstrukturen einnehmen. Auch öffentliche Verwaltungen setzen inzwischen die Akzente auf Innovationen, der Stellenwert der kleinen und mittleren Unternehmen bezüglich der Schaffung von Arbeitsplätzen, hohe erforderliche Flexibilität oder das Innovationspotenzial gerät jedoch mittelfristig in Gefahr, weil die erforderlichen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen zu spät erkannt werden und entsprechende Maßnahmen in den Organisationen nicht rechtzeitig ergriffen werden.

Unumstritten gilt, dass eine Organisation ohne Menschen nicht möglich ist. Selbst in der Zeit der Technik, in der viele Aufgaben bereits von Maschinen und Computern übernommen werden, kann die Arbeit eines Menschen nicht ersetzt werden. Gerade im Dienstleistungsbereich, beispielsweise bei beratenden, organisatorischen Funktionen oder Führungsaufgaben nimmt der Mensch eine wesentliche Rolle ein. Die Technik wirkt hier nur unterstützend. Ein enormer Wissenszuwachs der von einer Person schwer erfasst werden kann kommt hinzu und macht somit die Zusammenarbeit vieler vielfältig spezialisierter Menschen notwendig.

Viele Organisationen unterziehen Anlagen und Maschinen regelmäßigen Wartungsarbeiten. Das Personal wird oft nur als Kostenfaktor gesehen und findet wenig Beachtung. Menschen sollen möglichst unkompliziert handzuhaben sein, keine Ansprüche stellen und immer funktionieren. Dabei wird oft vergessen, dass Menschen unterschiedlich sind und im Gegensatz zu Maschinen einander nicht gleichen. Menschen brauchen genauso wie Maschinen Energie. So können beispielsweise die Ziele nur erreicht werden, wenn der Organisation leistungsfähige Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Nun stellt sich die Frage wie Motivation kurz- und langfristig erzeugt werden kann. Geld ist oft eine Motivationsgrundlage – doch oft existieren darüber hinaus noch weitere Maßnahmen, die für engagierte Mitarbeiter sorgen. Mitarbeitermotivation ist trotzdem ein komplexes Thema, weil auch aktuell zufriedene Mitarbeiter nachhaltig motiviert werden müssen.
Das Handelsblatt vom Juli 2014 schrieb in einem Artikel zum Thema Führung: „Laut einer aktuellen Untersuchung des US-Beratungsunternehmens Gallup entsteht deutschen Unternehmen jährlich ein Schaden von 124 Mrd. Euro durch demotivierte Mitarbeiter. Und das ist vor allem ein Problem der Führung.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Aufbau der Arbeit

2. Grundlegendes zur Mitarbeitermotivation

2.1 Definition Motivation

2.2 Abgrenzung extrinsische versus intrinsische Motivation

2.3 Ausgewählte Inhaltstheorien

2.3.1 Bedürfnispyramide von Maslow

2.3.2 Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg

2.4 Ausgewählte Prozesstheorien

2.4.1 Theorie von Vroom

2.4.2 Erwartungs-Wert-Modell von Porter und Lawler

3. Kritische Bewertung klassischer und traditioneller Führungsstile im Hinblick auf die Mitarbeitermotivation

3.1 Definition Führungsstil

3.2 Traditionelle Führungsstile nach Max Weber

3.2.1 Patriarchalischer Führungsstil

3.2.2 Charismatischer Führungsstil

3.2.3 Autokratischer Führungsstil

3.2.4 Bürokratischer Führungsstil

3.3 Klassische Führungsstile nach Kurt Lewin

3.3.1 Autoritärer Führungsstil

3.3.2 Kooperativer Führungsstil

3.3.3 Situativer Führungsstil

3.3.4 Laissez-faire-Führungsstil

4. Ausgewählte Führungstechniken als Umsetzung zu Führungsstilen

4.1 Management by Exception

4.2 Management by Delegation

4.3 Management by Objectives

4.4 Management by Results

4.5 Management by Systems

5. Mögliche Führungsmodelle und ausgewählte Motivationsinstrumente der Praxis zur Umsetzung der Führungsstile

5.1 Mögliche Führungsmodelle

5.1.1 Harzburger Modell

5.1.2 Kontingenzmodell von Fiedler

5.2 Ausgewählte Anreize

5.2.1 Materielle Anreize

5.2.2 Immaterielle Anreize

6. Schlussbetrachtung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Master-Thesis untersucht kritisch, wie unterschiedliche Führungsstile die Mitarbeitermotivation beeinflussen und welche Rolle dabei moderne Führungstechniken und Motivationsinstrumente spielen. Ziel ist es, ein Grundverständnis für die Wechselwirkungen zwischen Führungsverhalten und der Leistungsbereitschaft von Mitarbeitern zu schaffen sowie praxisorientierte Ansätze aufzuzeigen.

  • Theoretische Grundlagen der Mitarbeitermotivation (Inhalts- und Prozesstheorien)
  • Kritische Analyse klassischer und traditioneller Führungsstile
  • Überprüfung moderner Managementtechniken (MbE, MbD, MbO, etc.)
  • Einsatz von materiellen und immateriellen Anreizsystemen

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Patriarchalischer Führungsstil

Die traditionellen Führungsstile (autokratischer, patriarchalischer, charismatischer und bürokratischer) zeichnen sich durch eine typologisierende Betrachtungsweise aus, beschreiben bipolar angeordnete Eigenschaften und Verhaltensweisen von Führungskräften und gehen auf die idealtypischen Formen der Herrschaft von Max Weber zurück (Eigenschaftsansatz). Weber fragte sich: Warum lassen sich Menschen beherrschen? Er erkannte drei Gründe und formulierte dazu drei Formen der Herrschaft. Die Führungsstile unterscheiden sich durch eine Art des Führungsvollzugs, durch die Art der Führung und seiner Organisationsformen und die unterschiedliche Rechtfertigung der Existenz ihres Führers. Die Mitarbeiter wurden hier stets als Befehlsempfänger und ausführende Organe gesehen.

Bei einer Führungskraft zeichnet sich ein patriarchalischer Führungsstil durch eine von Autorität gekennzeichnete Person aus. Den Respekt hat sich diese Person durch jahrelange Berufserfahrung und einem großen und angehäuften Wissen verdient. Heutzutage finden wir diesen Führungsstil in vielen Kleinbetrieben, die noch familiär geführt werden, wieder. Die Führungskraft leitet, das heißt sie sich um das Wohl der Arbeitnehmer, auch privat, einsetzt und sich seinen Mitarbeitern gegenüber verpflichtet fühlt. Meist wird ein traditionsreiches Familienunternehmen von einem Patriarchen geleitet, der sich dem Wohl einzelner Mitarbeiter und dem Unternehmen verpflichtet fühlt. Im Gegensatz erwartet diese von ihnen Gehorsam, Loyalität, Dankbarkeit und Treue. Sie übernimmt oft die gesamte Verantwortung für alle Bereiche in der Organisation. Ihren Machtanspruch begründet sie auf einen vorhandenen Alters-, Reife- Wissens- und auch Erfahrungsvorsprung. Konkurrenz sieht dieser Führungsstil nicht vor, wird aber auch von der betroffenen Person nicht geduldet. Von motivierten Mitarbeitern ist hier eher nicht zu sprechen, oft resignieren die Mitarbeiter, das auch mit einer inneren Kündigung zu vergleichen ist, oder kündigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz der Mitarbeitermotivation im Mittelstand und erläutert die Zielsetzung sowie den methodischen Aufbau der Arbeit.

2. Grundlegendes zur Mitarbeitermotivation: Führt in die Begriffsdefinitionen ein und analysiert wesentliche Motivationsmodelle wie die Bedürfnispyramide nach Maslow und das Erwartungs-Wert-Modell von Vroom.

3. Kritische Bewertung klassischer und traditioneller Führungsstile im Hinblick auf die Mitarbeitermotivation: Untersucht traditionelle Herrschaftsformen (Weber) und klassische Konzepte (Lewin) in ihrem Bezug zum Führungsverhalten.

4. Ausgewählte Führungstechniken als Umsetzung zu Führungsstilen: Analysiert operative Methoden wie Management by Exception oder Management by Objectives als praktische Führungsinstrumente.

5. Mögliche Führungsmodelle und ausgewählte Motivationsinstrumente der Praxis zur Umsetzung der Führungsstile: Bewertet spezifische Modelle wie das Harzburger Modell sowie Anreizsysteme und deren Auswirkungen auf die Leistungsbereitschaft.

6. Schlussbetrachtung und Ausblick: Fasst die Kernergebnisse zusammen und reflektiert die zukünftige Bedeutung der Mitarbeiterführung unter Berücksichtigung von Digitalisierung und Personalentwicklung.

Schlüsselwörter

Mitarbeitermotivation, Führungsstil, Führungskraft, Management by Objectives, Management by Exception, Anreizsysteme, Arbeitszufriedenheit, Leistungsbereitschaft, Personalführung, Motivationstheorie, intrinsische Motivation, extrinsische Motivation, Personalmanagement, Unternehmenserfolg, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen verschiedenen Führungsstilen und der Motivation von Mitarbeitern. Sie bewertet dabei sowohl klassische Theorien als auch moderne Führungstechniken.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Motivationspsychologie, eine kritische Analyse traditioneller Führungsstile, moderne Managementkonzepte sowie die Gestaltung von Anreizsystemen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Führungskräfte durch den richtigen Einsatz von Führungsstilen und -techniken die Motivation ihrer Mitarbeiter nachhaltig steigern und somit zum Unternehmenserfolg beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer eigenen empirischen Umfrage, die im Anhang ausgewertet wurde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Motivationstheorien), eine Analyse von Führungsstilen (nach Weber und Lewin) sowie eine Betrachtung von Führungstechniken und Praxismodellen.

Wie lässt sich die Arbeit anhand von Schlüsselwörtern charakterisieren?

Charakteristische Begriffe sind Mitarbeitermotivation, Führungsstil, Führungstechniken (z.B. MbO, MbE), Leistungsbereitschaft und Anreizgestaltung.

Warum ist das Harzburger Modell für die Praxis relevant?

Das Harzburger Modell ist ein bekanntes Führungsmodell, das durch klare Aufgabenbereiche und Delegation von Verantwortung auf Selbständigkeit setzt, wenngleich es auch für seine bürokratische Strenge kritisiert wird.

Welche Rolle spielen materielle und immaterielle Anreize?

Beide Anreizformen sind notwendig, wobei materielle Anreize (Gehalt, Boni) eher Unzufriedenheit verhindern und immaterielle Anreize (Anerkennung, Feedback, Führungskultur) wesentlich zur intrinsischen Motivation beitragen.

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Details

Title
Führungsstile im Vergleich. Kritische Betrachtung der Auswirkungen auf die Mitarbeitermotivation
College
Private University of Applied Sciences Goettingen
Author
Stefanie Pipus (Author)
Publication Year
2015
Pages
110
Catalog Number
V298455
ISBN (eBook)
9783656948391
ISBN (Book)
9783656948407
Language
German
Tags
Führungsstile Motivation Mitarbeitermotivation Führung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Pipus (Author), 2015, Führungsstile im Vergleich. Kritische Betrachtung der Auswirkungen auf die Mitarbeitermotivation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298455
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