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Der Sprachunterricht im Fokus von Inklusion

Título: Der Sprachunterricht im Fokus von Inklusion

Tesis de Máster , 2014 , 202 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Marie-Christine Preuß (Autor)

Didáctica de la asignatura Alemán - Pedagogía, Lingüística
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Mit den Worten „es ist normal verschieden zu sein“ eröffnete der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker im Juli 1993 eine Ansprache bei der Tagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte. Heute sind diese Worte das Motto zahl-reicher Vereine für Menschen mit Behinderung und Vereine für Lebenshilfe. Vor allem sind diese Worte aber ein Leitsatz für ein Konzept, welches diese Verschiedenheit als grundlegendes Element ansieht. Die Sprache ist von der Inklusion. Dieses Konzept, welches auch als Lebensstil angesehen werden könnte, sieht die Diversität nicht als Problem, dass gelöst werden muss, sondern als Chance für die Gesellschaft. Um das Zitat von Richard von Weizsäcker zu erweitern, ist es also nicht nur normal verschieden zu sein, sondern sogar wünschenswert. Schließlich setzt die Inklusion voraus, dass sich Menschen in ihrer Verschiedenheit gegenseitig bereichern. Dieser Grundsatz soll in Zukunft auch zunehmend in der schulischen Bildung verankert werden. Seit dem die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen im Jahr 2009 auch in der Bundesrepublik in Kraft getreten ist, stehen alle Bundesländer sowie die Kommunen der Bundesrepublik Deutschland in der Pflicht, die Inklusion von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft zu unter-stützen. Im Artikel 24 der Behindertenrechtskonvention ist festgeschrieben, dass Menschen mit Behinderung ein Recht auf Bildung haben. Für das Bildungswesen bedeutet dies konkret, dass ein inklusives Schulsystem aufgebaut werden muss, in dem förderbedürftige Schüler in einem gemeinsamen Unterricht mit den Regelschülern zusammen lernen. „Eine Schule für alle“ ist in der Inklusionsdebatte das Stichwort.
Was zunächst einmal einfach klingt, dass eben alle Schüler eines Ortes eine gemeinsame Schule besuchen, ist in der Realität schwer umzusetzen und gerade für das deutsche Schulsystem, welches bisher eher auf Selektion und Homogenität gesetzt hat, eine große Herausforderung. Doch nicht nur die strukturelle Umsetzung bringt Probleme mit sich. Ganz oft wird in der Forschung die Ebene der Fachdidaktik vergessen. Zwar gibt es Konzepte und Vorschläge zu einem inklusiven Unterricht als solchen, aber selten wird konkret über den Fachunterricht berichtet. Die folgende Arbeit untersucht vor allem den Deutschunterricht als Sprachunterricht im Fokus von Inklusion. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Theoretische Grundlagen

1. Begriffliche Erklärung von Inklusion in Abgrenzung zur Integration

2. Rechtliche Grundlagen schulischer Inklusion

3. Prinzipien und Strukturen inklusiver Bildung

3.1 Heterogenität

3.2 Teilhabe und Zugehörigkeit

3.3 Teamteaching

3.4 Innere Differenzierung

III. Fragestellung und Zielsetzung dieser Arbeit

IV. Qualitative Studie zum Thema: Sprachunterricht im Fokus von Inklusion

1. Qualitative Forschung und Ziele dieser Studie

2. Sampling, Feldzugang und Durchführung

3. Erhebungsmethode

3.1 Das Leitfadeninterview als problemzentriertes Interview

3.2 Instrumente des problemzentrierten Interviews

3.3 Begründung der Methodenwahl

V. Auswertung der Interviews

1. Formale Charakteristika des Materials und Transkriptionsregeln

2. Auswertungsverfahren: Die Qualitative Inhaltsanalyse

3. Einzelauswertung der Interviews (Zusammenfassung und Explikation)

3.1 Interviewgruppe I

3.1.1 Interview A

3.1.2 Interview B

3.1.3 Interview C

3.1.4 Interview D

3.1.5 Interview E

3.2 Interviewgruppe II

3.2.1 Interview A

3.2.2 Interview B

3.2.3 Interview C

3.2.4 Interview D

3.2.5 Interview E

3.3 Interviewgruppe III

3.3.1 Interview A

3.3.2 Interview B

3.3.3 Interview C

3.3.4 Interview D

3.3.5 Interview E

4. Strukturierung und Kategorisierung

4.1 Interviewgruppe I

4.2 Interviewgruppe II

4.3 Interviewgruppe III

5. Gesamtauswertung

VI. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, wie sich der Deutschunterricht in der Regelschule verändern muss, um inklusiven Standards zu entsprechen, wobei insbesondere der Rechtschreibunterricht im Fokus steht. Ziel ist es, auf Basis einer qualitativen Studie Bestandsaufnahmen und Handlungsmöglichkeiten für Lehrkräfte zu identifizieren.

  • Inklusive Bildung im Vergleich zur Integration
  • Rechtliche Grundlagen der schulischen Inklusion
  • Methodik des problemzentrierten Interviews
  • Herausforderungen und Chancen der Inklusion für Lehrkräfte
  • Differenzierungsmaßnahmen im Sprachunterricht

Auszug aus dem Buch

3.1 Heterogenität

Zwar ist die Homogenität einer Lerngruppe sowieso ein selbstauferlegtes Ideal, das niemals erreicht wird, wenn man schon alleine die verschiedenen kulturellen Wurzeln aber auch die Voraussetzungen der Schüler und Schülerinnen aus sozialwissenschaftlicher Perspektive betrachtet. Letztlich gibt es keine homogenen Lerngruppen, jedoch ist in der aktuellen Forschungsliteratur immer noch die Rede von einer homogenen Lerngruppe, obwohl Heterogenität eine bekannte Tatsache ist. Trotzdem ist gerade im bestehenden deutschen Schulsystem das Ziel, die Schüler und Schülerinnen so zu selektieren, dass sie in hochdifferenzierten Einrichtungen möglichst homogene Gruppen bilden. Das heißt konkret, dass die Schüler und Schülerinnen nach der Grundschulzeit in verschiedene Schulformen eingegliedert werden, damit diese Schulformen nach Möglichkeit Lerngruppen beschulen, welche in etwa die gleichen Ausgangsvoraussetzungen mitbringen. So suggerieren unterschiedliche Schulformen, dass Schüler und Schülerinnen passgenau aufgeteilt werden müssen, um Gruppen zu erhalten, die anschließend im Gleichschritt lernen. Dieser Gleichschritt lässt sich sowohl in Lehrplänen als auch in der Lernzeit und den Lernwegen wiederfinden. Das deutsche Schulsystem basiert also auf dem Konstrukt der homogenen Lerngruppe. Dieses Phänomen zeigt, dass Heterogenität eher als Problem angesehen wird, welches es, beispielsweise durch Selektion, zu beseitigen gilt. In inklusiven Bildungseinrichtungen soll Heterogenität jedoch als Bereicherung und Chance für die Gestaltung eines Bildungsangebotes angesehen werden, das sich an alle Schüler und Schülerinnen richtet. So verzichten inklusive Bildungseinrichtungen von vornherein auf jegliche Form von Aussonderung. Vielmehr ist die Heterogenität, also die unterschiedlichen Lernbedürfnisse, die unterschiedlichen Interessen sowie die unterschiedlichen Ausgangsbedingungen der Schüler und Schülerinnen, die Ausgangsbedingung inklusiver Bildung.

Die Inklusion wendet sich der Heterogenität einer Lerngruppe positiv zu. Heterogenität bedeutet demnach nicht, dass verschiedene Schüler und Schülerinnen mit dem Ziel beschult werden, irgendwann eine homogene Lerngruppe zu werden. Vielmehr wird gerade die Vielfalt, die eine solche heterogene inklusive Klasse mit sich bringt, begrüßt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Das Kapitel führt in das Konzept der Inklusion ein, verdeutlicht die Herausforderungen für das deutsche Schulsystem und benennt die Forschungsfrage.

II. Theoretische Grundlagen: Hier wird der Inklusionsbegriff definiert, rechtliche Rahmenbedingungen erläutert und pädagogische Prinzipien wie Teamteaching und Differenzierung dargestellt.

III. Fragestellung und Zielsetzung dieser Arbeit: Dieses Kapitel spezifiziert das Ziel der Arbeit, den inklusiven Deutschunterricht zu untersuchen und die Forschungsfrage methodisch einzuordnen.

IV. Qualitative Studie zum Thema: Sprachunterricht im Fokus von Inklusion: Das Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der qualitativen Forschung, einschließlich der Wahl des problemzentrierten Interviews.

V. Auswertung der Interviews: Die erhobenen Daten werden hier formal und inhaltlich ausgewertet, kategorisiert und in eine Gesamtauswertung überführt.

VI. Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Studie zusammen und reflektiert die Möglichkeiten und Grenzen inklusiven Unterrichts.

Schlüsselwörter

Inklusion, Integration, Rechtschreibunterricht, Deutschunterricht, qualitative Studie, problemzentriertes Interview, Teamteaching, Differenzierung, Heterogenität, Sonderpädagogik, Regelschule, Förderschule, Inklusionsstandards, Lehrkräfte, Schulentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Umsetzung von Inklusion im deutschen Regelschulsystem, speziell mit dem Fokus auf den Deutsch- und Rechtschreibunterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Neben theoretischen Grundlagen zur Inklusion stehen empirische Erhebungen über Lehrereinstellungen, Unterrichtsgestaltung und notwendige Ressourcen im Mittelpunkt.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie sich der Sprachunterricht verändern muss, damit er inklusiven Anforderungen gerecht wird und Lehrkräfte dabei unterstützt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt die qualitative Sozialforschung, insbesondere das problemzentrierte Leitfadeninterview, um subjektive Perspektiven von Lehrkräften zu erfassen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Aspekte inklusiver Bildung und eine umfangreiche Auswertung von Experteninterviews mit verschiedenen Lehrergruppen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Inklusion, Differenzierung, Teamteaching, Heterogenität und Rechtschreibunterricht.

Welche Rolle spielt das Teamteaching?

Teamteaching wird von vielen Befragten als zentraler Baustein für die Entlastung der Lehrkräfte und die Ermöglichung individueller Förderung bewertet.

Wie bewerten die befragten Förderschullehrkräfte die aktuelle Inklusionspraxis?

Die Befragten stehen Inklusion prinzipiell positiv gegenüber, äußern jedoch deutliche Kritik an der mangelnden personellen und materiellen Ausstattung.

Final del extracto de 202 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Sprachunterricht im Fokus von Inklusion
Universidad
Ruhr-University of Bochum  (Fakultät für Philologie)
Calificación
1,0
Autor
Marie-Christine Preuß (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
202
No. de catálogo
V298519
ISBN (Ebook)
9783656946328
ISBN (Libro)
9783656946335
Idioma
Alemán
Etiqueta
Inklusion Pädagogik Sprachunterricht inklusiver Unterricht
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marie-Christine Preuß (Autor), 2014, Der Sprachunterricht im Fokus von Inklusion, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298519
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