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Entwicklung einer interkulturellen Kompetenz in einer multikulturellen Gesellschaft

Eine Auseinandersetzung mit themenrelevanten Problemen, gesellschaftlichen Hintergründen und didaktischen Aspekten im Rahmen eines interkulturellen Trainings

Título: Entwicklung einer interkulturellen Kompetenz in einer multikulturellen Gesellschaft

Trabajo Escrito , 2013 , 26 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Sonja Trenker (Autor)

Pedagogía - Pedagogía intercultural
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Die Globalisierung hat die heutige Gesellschaftsstruktur nachhaltend geprägt. Die kulturellen Praktiken und Handlungsweisen lösen sich von ihrem ursprünglichen Ort und
bewegen sich nun im gesamten Raum, was eine Entgrenzung der Kulturen zur Folge hat. Eine ehemalig einheitlich-kulturelle Gesellschaft diffundiert nun mit zunächst fremd anmutenden Lebenswelten. Um ein gelingendes und friedvolles Zusammenleben in einer multikulturellen Gesellschaft zu ermöglichen, ist der Erwerb interkultureller Kompetenz
unabdingbar. Eine Orientierungshilfe bieten dabei Interkulturelle Trainings, die helfen Vorurteile abzubauen und das Verhalten anderer Kulturen besser zu verstehen. Um sich vertieft mit anderen Kulturen auseinandersetzen zu können ist es unabdingbar zunächst auch die eigene Kultur kritisch zu reflektieren. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt bei der Darstellung des „Heroes-Projekts“, einer Initiative die schon deutschlandweit Anklang gefunden hat. Zunächst werden alle dafür relevanten Begriffe geklärt, um im Anschluss daran, die didaktische Vorgehensweise sowie die Hauptbestandteile und
Überzeugungen des Projekts genauer zu beleuchten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Klärung der grundlegenden Begriffe der interkulturellen Erwachsenenbildung

2.1 Der Kulturbegriff

2.2 Interkulturelle Kompetenz

2.3 Der Differenzbegriff

3. Das „Heroes-Projekt“

3.1 Klärung der relevanten Begriffe zum Projekt

3.1.1 Männlichkeit in patriarchalen Kulturen

3.1.2 Die Ehrenkultur

3.2 Gesellschaftlicher Hintergrund des Projekts

3.3 Über das Projekt im Allgemeinen

3.4 Eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Konzept des Projekts

3.5 Die didaktische Spirale

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das „Heroes-Projekt“, eine Initiative zur Förderung interkultureller Kompetenz und Gleichberechtigung, insbesondere im Kontext von Ehrenkulturen und patriarchalen Strukturen. Ziel der Untersuchung ist es, aufzuzeigen, wie Jugendliche durch reflektierte Auseinandersetzung mit eigenen kulturellen Prägungen zu Multiplikatoren für Toleranz und ein friedvolles Miteinander in einer pluralistischen Gesellschaft befähigt werden.

  • Grundlagen der interkulturellen Erwachsenenbildung und Differenzbegriffe
  • Konzeptualisierung von Männlichkeit und Ehre in patriarchalen Strukturen
  • Methodik des „Heroes-Projekts“ (Peer-Education, Rollenspiele, didaktische Spirale)
  • Prozess der Persönlichkeitsbildung und Identitätsreflexion bei Jugendlichen
  • Transfer der Projektergebnisse in Schule und Öffentlichkeit

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Die Ehrenkultur

Das Ehrkonzept ist in sehr vielen Gesellschaften auf ähnliche Weise verbreitet. Rein oberflächlich betrachtet würde man es vorschnell ausschließlich den islamistischen Kulturen zuschreiben. In Wirklichkeit aber ist das Ehrkonzept auch in Vorderasien, Nordafrika und auch in dörflichen Regionen Italiens, Spaniens und Griechenlands vertreten. Des weiteren findet man es in Pakistan, Afghanistan und sogar in christlichen Gemeinden Lateinamerikas, woran man sehr deutlich erkennen kann, dass es sich hierbei nicht allein um ein islamistisches Phänomen handelt. Ehre hat nur peripher mit Religion zu tun. Ehrenkulturen sind meist patriarchal und von Männern dominiert. Frauen werden den Männern in ihrer Wertigkeit grundsätzlich untergeordnet (vgl. Oberwittler/Kasselt 2011). Ehre ist ein Zeichen der Wertschätzung durch andere Menschen und ebenso Achtung, die dem Gegenüber durch Worte und Handlungen entgegengebracht wird. Sie kann sowohl das Innere, also ein „Ehrgefühl“ das jemand von sich selbst hat, als auch das Äußere und somit das Ansehen einer Person, betreffen (vgl. Cakir-Ceylan 2011).

„Ehre ist als symbolisches Kapital für die soziale Anerkennung und den materiellen Erfolg des Familienverbandes von entscheidender Bedeutung“ (Oberwittler/Kasselt 2011, S. 16). Das bedeutet wiederum, dass Ehre mit dem Ansehen der gesamten Familie gleichgesetzt wird. Diese kann durch männliche Leistungen und Tugenden (wie z. B. Courage, Stärke und Großzügigkeit) gesteigert, aber auch verloren werden (vgl. ebd). Die türkischen Begriffe Seref und Onur werden in Beziehung mit Ehre gebraucht und stehen für die gesellschaftliche Wertschätzung und Stellung des Einzelnen innerhalb der Gesellschaft. Der Begriff Namus (arab. ´ird) ist in einer Ehrenkultur allerdings von größter Bedeutsamkeit, denn er beschreibt die Geschlechtsehre. Namus stammt etymologisch von dem Wort „Nomos“ ab, welches so viel wie Regel oder Gesetz bedeutet. Dieses Gesetz fordert die sexuelle Unbescholtenheit und Keuschheit der Frau und ist absolut richtungsweisend für das weibliche Benehmen (vgl. Cakir-Ceylan 2011).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die globale Notwendigkeit interkultureller Kompetenz und stellt das „Heroes-Projekt“ als pädagogischen Ansatz vor, der durch die kritische Reflexion eigener Kulturen zu einem friedvolleren gesellschaftlichen Zusammenleben beitragen will.

2. Klärung der grundlegenden Begriffe der interkulturellen Erwachsenenbildung: Dieses Kapitel definiert zentrale Konzepte wie Kultur, Interkulturalität und Differenz, wobei insbesondere die Unterscheidung zwischen engem und erweitertem Kulturbegriff sowie verschiedenen Differenzhypothesen erläutert wird.

3. Das „Heroes-Projekt“: Das Hauptkapitel analysiert die theoretischen Grundlagen (Männlichkeitsbilder, Ehrenkulturen), die Entstehung, Organisation, Zielsetzung, Methoden und didaktische Strukturierung des Projekts, die als Basis für die Arbeit mit Jugendlichen fungieren.

4. Fazit: Das Fazit bewertet das Projekt als wertvolle Initiative zur Förderung gesellschaftlicher Werte, weist jedoch auf die Abhängigkeit von finanzieller Förderung und die Herausforderung einer langfristigen Etablierung hin.

5. Literaturverzeichnis: Hier werden sämtliche für die theoretische Fundierung und die Projektanalyse herangezogenen wissenschaftlichen Werke und Quellen aufgeführt.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Bildung, Heroes-Projekt, Ehrenkultur, Männlichkeit, Patriarchat, Gleichberechtigung, Interkulturelle Kompetenz, Peer-Education, Differenzbegriff, Identität, Soziale Integration, Wertevermittlung, Kulturbegriff, Didaktische Spirale, Migration

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem „Heroes-Projekt“, einer pädagogischen Initiative, die jungen Männern mit Migrationshintergrund hilft, sich kritisch mit traditionellen Vorstellungen von Männlichkeit und Ehre auseinanderzusetzen, um Gleichberechtigung in der Gesellschaft zu fördern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind der interkulturelle Dialog, das Verständnis von Ehrenkulturen, die Bedeutung von Menschenrechten sowie Methoden der pädagogischen Arbeit mit Jugendlichen in einem multikulturellen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Darstellung und Analyse der didaktischen Vorgehensweise und der Erfolgsfaktoren des Projekts, um aufzuzeigen, wie Jugendliche durch Reflexion und Selbsterfahrung zu Multiplikatoren für demokratische Werte werden können.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse zu interkulturellen Begriffen sowie einer fallbezogenen Untersuchung des Heroes-Projekts, ergänzt durch Informationen aus Interviews mit Projektleitern.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Im Hauptteil werden neben der Definition von „Ehrenkultur“ und „Männlichkeit“ insbesondere die praktische Umsetzung der Trainings, die Nutzung erlebnispädagogischer Ansätze und die didaktische Spirale zur Wissensvermittlung beleuchtet.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die wichtigsten Schlagworte sind interkulturelle Kompetenz, Heroes-Projekt, Ehrenkultur, Gleichberechtigung, Identitätsreflexion und Peer-Education.

Welchen Stellenwert nimmt das Konzept der „Ehre“ im Projekt ein?

Ehre wird als zentrales, aber oft missverstandenes Konzept analysiert, das in patriarchalen Strukturen großen Druck auf Familienmitglieder ausübt; das Projekt zielt darauf ab, Ehre durch eine moderne, menschenrechtsbasierte Perspektive zu ersetzen.

Warum spielt der „Peer-Ansatz“ bei den Workshops eine so wichtige Rolle?

Durch den Peer-Ansatz lernen die Jugendlichen von Gleichaltrigen aus ihrer eigenen Community, was die Akzeptanz der vermittelten Inhalte erhöht und einen weniger belehrenden, dafür aber authentischeren Dialog ermöglicht.

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Detalles

Título
Entwicklung einer interkulturellen Kompetenz in einer multikulturellen Gesellschaft
Subtítulo
Eine Auseinandersetzung mit themenrelevanten Problemen, gesellschaftlichen Hintergründen und didaktischen Aspekten im Rahmen eines interkulturellen Trainings
Universidad
University of Augsburg
Calificación
1,0
Autor
Sonja Trenker (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
26
No. de catálogo
V298539
ISBN (Ebook)
9783656951162
ISBN (Libro)
9783656951179
Idioma
Alemán
Etiqueta
interkulturell Erwachsenenbildung Kulturbegriff Differenzbegriff interkulturelle Kompetenz Kompetenz Projekt Projektarbeit Fallstudie Gesellschaftlicher Hintergrund Männlichkeit patriarchale Kultur Ehrenkultur didaktische Spirale Konzept Pädagogik Jugendarbeit Kultruprojekt Ehre
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sonja Trenker (Autor), 2013, Entwicklung einer interkulturellen Kompetenz in einer multikulturellen Gesellschaft, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298539
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