Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Pedagogía - Pedagogía curativa y especial

Hospitationsbericht. Eine kritische Auseinandersetzung mit der Methodik und Didaktik der Waldorfschule

Título: Hospitationsbericht. Eine kritische Auseinandersetzung mit der Methodik und Didaktik der Waldorfschule

Trabajo Escrito , 2015 , 12 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Sonja Trenker (Autor)

Pedagogía - Pedagogía curativa y especial
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die Waldorf-Pädagogik ist ein sehr spannendes Gebiet innerhalb der Erziehungswissenschaft, mit welchem ich mich bisher kaum auseinandersetzen konnte. Deshalb war ich umso gespannter, was ich vor Ort in einer Waldorf-Schule erleben würde! Sicherlich war auch ich nicht frei von Vorurteilen, da in der Öffentlichkeit nicht nur positiv über die Waldorf-Pädagogik berichtet wird. Dennoch war ich vollkommen offen und wollte mich auf den Tag einlassen. Ich war auch dazu bereit, nach dieser Hospitation gegebenenfalls meine Meinung zu ändern.

Ich erhoffte mir einen vertieften Einblick sowie neue Erkenntnisse und einen Erfahrungsgewinn. Ich erwartete kleine Klassen und einen spielerischen Unterricht. Daher war ich umso überraschter von dem, was sich mir bei der Hospitation bot. Die Waldorfschule befindet sich im Augsburger Stadtteil „Hammerschmiede“ am Ortsrand, idyllisch neben einem Feld und vielen Bäumen. Die Zielgruppe dieser Privat-Schule konzentriert sich wohl eher auf wohlhabendere Familien, die sich den Monats-Beitrag für ihre Kinder (200€/Monat für ein Kind, 255€/Monat für zwei Kinder, 300€/ Monat für drei Kinder
zzgl. Aufnahmegebühr von drei Monatsbeiträgen und dem dreizehnten Monatsbeitrag im Dezember) (vgl. Frielingsdorf 2012b, S. 100) auch leisten können. Die Waldorf-Schule
Augsburg fungiert als offene Ganztagsschule, das heißt, es handelt sich um eine Angebotsschule, die nach dem Freiwilligkeitsprinzip strukturiert ist. Der Pflichtunterricht findet
meist Vormittags statt, während Nachmittags vermehrt Projektunterricht und Hobbykurse angeboten werden. Auch heute noch, werden Waldorfschulen durch die Interaktion von Eltern und Lehrern gegründet und anschließend von Eltern und Lehrern selbst verwaltet. Sie sind Einheitsschulen, das heißt leistungsgemischt. Besonders begabte Schüler haben allerdings auch die Möglichkeit, das allgemeine Abitur an einer Waldorfschule zu erhalten. Dafür muss allerdings eine staatliche Prüfung abgelegt werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Waldorfschule

2. 1 Zugrundeliegendes Menschenverständnis

2.2 Besonderheiten des Waldorf-Unterrichts

2.2.1 Die Waldorfpädagogik

2.2.2 Der Epochenunterricht

2.2.3 Die Kunst- und Musiklehre

3. Kritische Reflexion des Waldorf-Konzepts

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist die kritische Auseinandersetzung mit der Methodik und Didaktik der Waldorfschule auf Basis einer Hospitation, um das anthroposophische Menschenbild und die pädagogische Praxis einem wissenschaftlichen Vergleich zu unterziehen.

  • Anthroposophisches Menschenverständnis und die Lehre der vier Leiber
  • Struktur des Waldorf-Unterrichts inklusive Epochenunterricht
  • Bedeutung des künstlerischen und musischen Schwerpunktes
  • Soziale und pädagogische Rolle des Waldorflehrers
  • Kritische Reflexion esoterischer Grundlagen im modernen Schulalltag

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Der Epochenunterricht

„Der so genannte >>Epochenunterricht<< ist eine besondere Form der Stundenplangestaltung und ein Kernelement der Waldorfpädagogik“ (Frielingsdorf 2012a, S. 58). Dabei wird von der ersten bis zur zwölften Klasse, über eine mehrwöchigen Zeitraum hinweg, ein einziges Fach spezifischer berücksichtigt. Jeden Morgen wird zu Beginn des Unterrichts, für jeweils drei Wochen, für zwei Schulstunden, das gleiche Fach unterrichtet. So haben die Schüler die Möglichkeit, sich auf ein bestimmtes Fach genauer zu konzentrieren, was zu einer Ökonomisierung des Unterrichts maßgeblich beiträgt.

So kann auch der Fragmentierung durch den sonst 45-minütigen Unterricht entgegengewirkt werden. Sicherlich wirkt es sich positiv aus, dass es insgesamt weniger Fächer pro Woche gibt, sowie ein Gewinn an effektiver Unterrichtszeit, aufgrund geringerer Umrüstzeiten. Somit können sich die Schüler intensiver mit den Lehrinhalten auseinandersetzen und strukturelle Einsichten gewinnen, was wiederum die Qualität der Arbeitsprodukte steigert. Aufkommende Kritik, wie z.B, dass während der Epochenpause alles wieder vergessen werde, können dementiert werden. Die Lernpsychologie hat herausgefunden, dass Lernpausen auf Grund des Verarbeitungsprozesses nicht zum Stillstand kommen, sondern das Gelernte verarbeiten. Diese Ergebnisse werden durch neurobiologische Erkenntnisse, über die Bedeutung von Schlaf, Vergessen und Rhythmus, gestützt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin beschreibt ihre Erwartungen und die Motivation zur Hospitation an einer Waldorfschule sowie erste Eindrücke zur Organisation der Schule.

2. Die Waldorfschule: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des anthroposophischen Menschenbildes und die spezifischen didaktischen Besonderheiten des Unterrichts.

2. 1 Zugrundeliegendes Menschenverständnis: Es wird die Lehre von den vier Leibern und die Bedeutung der Temperamente nach Rudolf Steiner im Erziehungsprozess detailliert dargestellt.

2.2 Besonderheiten des Waldorf-Unterrichts: Dieser Abschnitt widmet sich den methodischen Kernaspekten, die den Waldorf-Unterricht von staatlichen Regelschulen abgrenzen.

2.2.1 Die Waldorfpädagogik: Hier liegt der Fokus auf der Rolle des Lehrers als Autorität und der Bedeutung der „Einkörperungshilfe“ sowie der Bedeutung der Nachahmung.

2.2.2 Der Epochenunterricht: Erläutert wird das Konzept des wochenweisen Unterrichts in einem Fach zur Vermeidung von Fragmentierung und zur Förderung tieferer Einsichten.

2.2.3 Die Kunst- und Musiklehre: Beschreibt die Funktion von Musik, Eurythmie und Kunst als soziale und entwicklungspädagogische Instrumente innerhalb der Waldorfschule.

3. Kritische Reflexion des Waldorf-Konzepts: Die Autorin hinterfragt die esoterischen Grundlagen Steiners vor dem Hintergrund moderner wissenschaftlicher Standards und diskutiert die pädagogische Effektivität.

Schlüsselwörter

Waldorfpädagogik, Rudolf Steiner, Epochenunterricht, Anthroposophie, Menschenbild, Erziehungskunst, Temperamentenlehre, Frontalunterricht, Schulpädagogik, Hospitation, Eurythmie, Lernpsychologie, Didaktik, Methodik, Ganzheitlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit stellt einen Hospitationsbericht dar, der eine Waldorfschule aus erziehungswissenschaftlicher Perspektive beleuchtet und das Konzept kritisch prüft.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert sich auf das anthroposophische Menschenbild, die didaktische Gestaltung des Unterrichts (Epochenunterricht) und die Rolle des Lehrers.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist der Abgleich zwischen den anthroposophischen theoretischen Grundannahmen und der erlebten schulischen Praxis am Beispiel einer Waldorfschule.

Welche methodische Herangehensweise wurde gewählt?

Die Autorin nutzt eine qualitative Hospitation vor Ort, ergänzt durch eine theoretische Auseinandersetzung mit der Fachliteratur zur Waldorf-Pädagogik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Menschenbild nach Steiner, die Struktur des Epochenunterrichts sowie die Bedeutung der musischen und künstlerischen Fächer.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Waldorfpädagogik, Anthroposophie, Epochenunterricht, Temperamentenlehre und Erziehungskunst.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Lehrers in der Waldorfschule?

Der Lehrer wird als zentrale, prägende Autorität wahrgenommen, was die Autorin im Kontext moderner, offener Unterrichtskonzepte kritisch hinterfragt.

Welche besondere Kritik äußert die Autorin an Steiners Theorie?

Die Autorin kritisiert insbesondere die vier Temperamentenlehre als wissenschaftlich überholt und als Einschränkung der kindlichen Individualität.

Final del extracto de 12 páginas  - subir

Detalles

Título
Hospitationsbericht. Eine kritische Auseinandersetzung mit der Methodik und Didaktik der Waldorfschule
Universidad
University of Augsburg
Calificación
1,7
Autor
Sonja Trenker (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
12
No. de catálogo
V298549
ISBN (Ebook)
9783656951421
ISBN (Libro)
9783656951438
Idioma
Alemán
Etiqueta
Menschenverständnis Waldorf Waldorfpädagogik Epochenunterricht Hospitation Kunst- und Musiklehre Reflexion
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sonja Trenker (Autor), 2015, Hospitationsbericht. Eine kritische Auseinandersetzung mit der Methodik und Didaktik der Waldorfschule, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298549
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  12  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint