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Die Tierethikdebatte. Sollen, dürfen, müssen wir Tiere töten?

Titre: Die Tierethikdebatte. Sollen, dürfen, müssen wir Tiere töten?

Essai , 2013 , 9 Pages , Note: 1,9

Autor:in: H K (Auteur)

Philosophie - Pratique (Ethique, Esthétique, Culture, Nature, Droit, ...)
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Ob Weihnachten, Ostern oder Neujahr, so gut wie jeder Feiertag ist traditionell mit einem Festessen verbunden. Das Hauptgericht ist ein Braten, Lende, Steak oder einfach nur totes Tier, wie es oft bei den Vegetariern und Veganern bezeichnet wird. Könnte man bei solchen Festen um des Tieres Wohls auf das Fleisch verzichten? Ist es überhaupt moralisch gerechtfertigt, Tiere zu töten, um diese dann zu essen? Ist es moralisch gerechtfertigt, das Tier auf eine Stufe mit den Menschen zu stellen?
Das nicht ganz ernst zu nehmende Zitat: "Vegetarier essen keine Tiere, aber sie fressen ihnen das Futter weg" beschreibt auf sarkastische Weise die Gleichstellung von Mensch und Tier. Vor allem extreme Tierrechtsvertreter sehen oft einen so geringen Unterschied zwischen Mensch und Tier, dass sie versuchen, gesellschaftliche Verträge auf beide gleichermaßen anzuwenden. Würden wir z.B. unseren Rechtsschutzbereich auch auf die Welt der Tiere ausweiten und sie damit dem Menschen gegenüber als gleichberechtigt ansehen, so müssten wir die Tiere nicht nur vor uns, sondern auch vor anderen Tieren schützen. Ist es von Belang, ob wir von Tieren abstammen oder selbst Tiere sind, wenn wir uns doch so drastisch in unserem Verstandesvermögen unterscheiden?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Sollen, dürfen, müssen wir Tiere töten?

2. Einleitung

3. Positionen in der Tierethikdebatte

4. Der Anthropozentrismus

5. Der Pathozentrismus

6. Die Verfremdung des Tieres

7. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ethische Vertretbarkeit der Tötung von Tieren für den menschlichen Verzehr und analysiert, ob Tiere in den moralischen Rechtskreis des Menschen einbezogen werden sollten.

  • Anthropozentrische Sichtweisen auf das Tier-Mensch-Verhältnis
  • Pathozentrische Ansätze und die Bedeutung der Leidensfähigkeit
  • Die Rolle der kognitiven Fähigkeiten und der Vernunft
  • Psychologische Aspekte der "Verfremdung" des Tieres beim Konsum
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Position der Tierrechtsbewegung

Auszug aus dem Buch

Der Anthropozentrismus

Einer der größten Gegner der Tierschützer dürfte wohl Rene Descartes sein. Denn dieser unterscheidet strikt zwischen einen beseelten Körper und einer seelenlosen Gliedermaschine. Er begründet dies dadurch, dass alleine der Mensch in der Lage ist, seine Gedanken zu ordnen und diese in zusammenhängenden Worten oder auch Zeichen auszudrücken. Der Grund dafür ist unsere Seele, die uns vernünftig denken lässt und nicht etwa bestimmte Organe, die den Tieren fehlen. Als Beispiel benennt Descartes den Papagei, welcher sehr wohl in der Lage ist, menschliche Stimmen nachzuahmen, aber ohne jegliche Sinndeutung.

Natürliche Bewegungen, welche Empfindungen ausdrücken, sind als Ausnahmen zu sehen, da sie leicht von Tieren nachgeahmt werden können. Auch die intelligentesten Tiere auf der Welt erreichen nicht das geistige Niveau eines geisteskranken Menschen. Descartes vertritt also die Meinung, dass Tiere keinen Verstand besitzen und wenn sie doch eine Seele haben sollten, dann ist diese von der menschlichen gänzlich verschieden. Und dass manche Tiere, wie der Hund oder der Löwe mit besseren Sinnesorganen ausgestattet sind als der Mensch oder in einer anderen Weise überlegen sind, ist noch lange kein Anzeichen für eine Seele oder Verstand. Denn dies beruht alleine auf die natürliche "Disposition ihrer Organe". Zusammenfassend lässt sich zu Descartes sagen, dass er einen Menschen durch zwei wichtige Eigenschaften von einem Tier unterscheidet: Erstens benutzt ein Mensch Worte oder Zeichen um seine Gedanken mitzuteilen und zweitens handelt ein Mensch nach Einsicht und nicht nach der Disposition seiner Organe. Der Verstand ist für den Menschen ein Universalinstrument, welches in allen möglichen Lagen zum Einsatz kommt, wogegen Tiere nur durch ihre natürlichen Triebe gesteuert werden und sich auch nicht dagegen entscheiden können. Dennoch meint auch Descartes, dass Tiere zu töten ein Verbrechen darstellen würde, wenn es denn keinen wesentlichen Unterschied zwischen Menschen und Tiere geben würde.

Zusammenfassung der Kapitel

Sollen, dürfen, müssen wir Tiere töten?: Eine Einleitung in die moralische Problematik, die feststellt, dass Tiere aufgrund fehlender moralischer Handlungsfähigkeit keinen eigenen Rechtsanspruch besitzen.

Einleitung: Hinterfragt die gesellschaftliche Gewohnheit des Fleischkonsums an Feiertagen und die ethische Rechtfertigung, Tiere auf eine Stufe mit Menschen zu stellen.

Positionen in der Tierethikdebatte: Gibt einen Überblick über die drei Hauptströmungen der Tierethik: Anthropozentrismus, Pathozentrismus und Biozentrismus.

Der Anthropozentrismus: Untersucht die philosophischen Positionen von Descartes und Rawls, die den Menschen aufgrund seiner Vernunft und moralischen Autonomie vom Tier abgrenzen.

Der Pathozentrismus: Analysiert Konzepte der Leidensfähigkeit und Mitleidsethik bei Denkern wie Schopenhauer und Singer als Basis für moralische Berücksichtigung.

Die Verfremdung des Tieres: Beleuchtet die psychologische Distanz zwischen dem lebenden Tier und dem Fleischprodukt im Supermarkt als gesellschaftliches Phänomen.

Schlussbetrachtung: Führt die Argumente zusammen und kommt zu dem Ergebnis, dass die Tötung von Tieren unter Bedingungen des verminderten Leids bei angemessenem Zweck ethisch vertretbar bleibt.

Schlüsselwörter

Tierethik, Anthropozentrismus, Pathozentrismus, Fleischkonsum, Rene Descartes, John Rawls, Peter Singer, Leidensfähigkeit, moralische Subjekte, Tierrechte, Verfremdung, Vernunftbegabung, Mitleidsethik, Tiernutzung, Philosophie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der philosophischen und ethischen Auseinandersetzung darüber, ob und unter welchen Bedingungen die Tötung von Tieren durch den Menschen moralisch zulässig ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die anthropozentrische und pathozentrische Tierethik, die moralische Stellung von Tieren im Vergleich zum Menschen sowie die psychologische Distanz beim Fleischkonsum.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit stellt die grundlegende Frage, ob wir Tiere töten dürfen, und untersucht, inwiefern eine Gleichstellung von Mensch und Tier ethisch begründbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die Analyse und den Vergleich klassischer philosophischer Positionen (z. B. Descartes, Rawls, Schopenhauer) zur Bewertung gegenwärtiger gesellschaftlicher Praktiken.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung ethischer Strömungen, die Untersuchung der kognitiven Unterschiede zwischen Mensch und Tier sowie die Analyse der gesellschaftlichen Verfremdung von Nutztieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Tierethik, Anthropozentrismus, Pathozentrismus, Vernunftbegabung, Leidensfähigkeit und moralische Subjekte.

Warum lehnt der Autor die Gleichstellung von Mensch und Tier ab?

Der Autor argumentiert, dass Tieren das gesellschaftliche Bewusstsein, die moralische Persönlichkeit und die Fähigkeit zur langfristigen Lebensplanung fehlen, welche den Menschen auszeichnen.

Welche Rolle spielt die "Verfremdung" des Tieres beim Konsum?

Der Autor sieht in der optischen Distanz zwischen dem Tier und dem verpackten Fleischprodukt einen Vorteil, da sie es dem Menschen ermöglicht, frei und ohne moralischen Vormund zu entscheiden.

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Résumé des informations

Titre
Die Tierethikdebatte. Sollen, dürfen, müssen wir Tiere töten?
Université
University of Bamberg
Cours
Essayschreibwerkstatt
Note
1,9
Auteur
H K (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
9
N° de catalogue
V298747
ISBN (ebook)
9783656952497
ISBN (Livre)
9783656952503
Langue
allemand
mots-clé
tierethikdebatte sollen tiere
Sécurité des produits
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Citation du texte
H K (Auteur), 2013, Die Tierethikdebatte. Sollen, dürfen, müssen wir Tiere töten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298747
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Extrait de  9  pages
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