In dieser Arbeit soll geklärt werden, ob die Methode der Appreciative Inquiry (AI) als Basis dienen kann, die berufliche Handlungskompetenz älterer Arbeitnehmer im betrieblichen Kontext zu fördern. Es handelt sich bei der AI um einen werte-orientierten Ansatz aus dem Bereich der Team- und Personalentwicklung. Die Betrachtung und Ausführung der Fragestellung wird dabei auf die älteren Mitarbeiter kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) begrenzt, die sich auch durch die Anzahl an Mitarbeitern mit 50 bis 250 Mitarbeitern definieren.
Zunächst werden grundlegende Definitionen zur (beruflichen Handlungs-) Kompetenz und Qualifikation vorgestellt. Nachfolgend wird in Kapitel 3 der ältere Mitarbeiter in seiner Altersspanne, mit Schwächen, Stärken und Kompetenzen, sowie seinem Lernverhalten betrachtet. Dann folgt die Vorstellung der Methode der Appreciative Inquiry. Vor dem Fazit soll in Kapitel 5 durch eine Diskussion beleuchtet werden, inwieweit und in welchem Umfang beziehungsweise Zusammenhang die Methode in Bezug auf die zuvor dargelegten Aspekte der jeweiligen Kapitel in KMU anwendbar und zielführend ist.
Inhaltsverzeichnis
Betriebliches Lernen und Organisationsentwicklung
Einleitung
Der Kompetenzbegriff
Kompetenz- vs. Qualifikationsbegriff
Berufliche Handlungskompetenz
Der „ältere Mitarbeiter“
Alterseingrenzung
Stereotyp und Defizit-/Kompetenzmodell
Stärken, Schwächen und Kompetenzen älterer Mitarbeiter
Lernen und Weiterbildungsverhalten
Appreciative Inquiry (AI) – „Wertschätzende Erkundung“
AI – Die Grundlagen
Grundelemente und Phasen im Prozess der AI
Anwendungsfelder und -möglichkeiten von AI
Diskussion
Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, inwieweit die Methode der Appreciative Inquiry (AI) als werteorientierter Ansatz genutzt werden kann, um die berufliche Handlungskompetenz älterer Arbeitnehmer in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gezielt zu fördern.
- Analyse des Kompetenzbegriffs im beruflichen Kontext
- Untersuchung der spezifischen Potenziale und Lernbedarfe älterer Arbeitnehmer
- Darstellung der Appreciative Inquiry als Methode der Personal- und Organisationsentwicklung
- Diskussion der Anwendungsmöglichkeiten der AI zur Überwindung von Motivationsbarrieren
Auszug aus dem Buch
Appreciative Inquiry (AI) – „Wertschätzende Erkundung“
Menschen im Unternehmen möchten nicht nur „ein Rad im Getriebe oder ein Kästchen im Organigramm“ (zur Bonsen, 2007, S. 6) sein, sondern Teil „einer Gemeinschaft, die eine wertvolle gemeinsame Aufgabe hat und in der jeder zwar nicht gleich, aber doch gleich viel wert ist“ (ebd., S. 6).
Gruppenveranstaltungen stellen allgemein „eine höchst effektive Form des individuellen und kollektiven Lernens dar“ (Bruck/Müller, 2007, S. 32). Informationen werden beschafft, Ideen ausgetauscht sowie neue Lösungen entwickelt und um-gesetzt. Dadurch wird ein neues Bewusstsein geschaffen und dies kann motivierend wirken. Ziele werden von dem Gefühl der Gemeinschaft unterstützt, die das soziale System stabilisiert (ebd., S. 32 f). Es gibt unterschiedliche (Groß-) gruppen-methoden, wie z.B. die Zukunftskonferenz, die Real-Time-Strategic-Change-Konferenz (RTSC), Open Space, The World Café und die Appreciative Inquiry. Letztere soll in diesem Kapitel ausführlich beschrieben werden.
Zusammenfassung der Kapitel
Betriebliches Lernen und Organisationsentwicklung: Einführung in die Thematik des demografischen Wandels und die Notwendigkeit der Kompetenzentwicklung im betrieblichen Umfeld.
Einleitung: Hinführung zur Fragestellung bezüglich der Förderung älterer Arbeitnehmer mittels Appreciative Inquiry.
Der Kompetenzbegriff: Differenzierung zwischen Kompetenz und Qualifikation sowie Definition der beruflichen Handlungskompetenz.
Der „ältere Mitarbeiter“: Analyse von Alterseingrenzungen, gängigen Stereotypen, Stärken sowie dem Lern- und Weiterbildungsverhalten dieser Zielgruppe.
Appreciative Inquiry (AI) – „Wertschätzende Erkundung“: Grundlagen, Prozessphasen und Einsatzmöglichkeiten des werteorientierten Beratungsansatzes.
Diskussion: Kritische Betrachtung der praktischen Anwendung von AI in KMU zur gezielten Kompetenzförderung.
Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Eignung von AI als Basis für eine wertschätzende Personalentwicklung.
Schlüsselwörter
Appreciative Inquiry, ältere Arbeitnehmer, berufliche Handlungskompetenz, Kompetenzentwicklung, KMU, demografischer Wandel, Personalentwicklung, Lernbereitschaft, wertschätzende Erkundung, Weiterbildung, Organisationsentwicklung, Altersbilder, Lernkultur, Motivation, 4-D Modell.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Unternehmen durch einen werteorientierten Ansatz die berufliche Handlungskompetenz älterer Arbeitnehmer erhalten und fördern können.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Kompetenzbegriff, den spezifischen Herausforderungen älterer Mitarbeiter im Betrieb und der Anwendung der Appreciative Inquiry als Entwicklungsmethode.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Es soll geklärt werden, ob die Methode der Appreciative Inquiry (AI) als geeignete Basis dienen kann, die berufliche Handlungskompetenz älterer Arbeitnehmer in KMU zu fördern.
Welche methodische Vorgehensweise wird gewählt?
Die Autorin nutzt eine theoretische Literaturanalyse, um den Zusammenhang zwischen Kompetenzentwicklung und dem Einsatz von Appreciative Inquiry in der betrieblichen Praxis herzustellen.
Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Kompetenz und Altersbildern sowie in eine detaillierte Vorstellung der AI-Methodik und deren Anwendungsmöglichkeiten.
Welche Schlüsselbegriffe prägen die Untersuchung?
Zentrale Begriffe sind Appreciative Inquiry, Kompetenzentwicklung, demografischer Wandel sowie die gezielte Förderung älterer Fachkräfte.
Inwiefern beeinflussen Stereotype die Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer?
Stereotype, wie das sogenannte „Defizit-Modell“, können laut Arbeit durch Self-Fulfilling Prophecy zu einer real sinkenden Motivation und Lernbereitschaft führen, was jedoch durch Wertschätzung kompensiert werden kann.
Welche Rolle spielt das „Wertschätzende Interview“ innerhalb der AI?
Das Interview ist das Herzstück der Methode; es dient dazu, positive Erfahrungen und Stärken der Mitarbeiter sichtbar zu machen und dadurch ein neues, motivierendes Bewusstsein im Team zu schaffen.
Warum wird speziell auf KMU fokussiert?
KMU stehen unter besonderem Druck durch den Fachkräftemangel und verfügen oft nicht über die Ressourcen großer Konzerne, benötigen daher praktikable und werteorientierte Ansätze zur Mitarbeiterentwicklung.
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- Christiane Wittich (Autor), 2013, "Appreciative Inquiry" als Basis zur Förderung beruflicher Handlungskompetenz älterer Arbeitnehmer, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/298928