Internationale Etablierung und Krise des Schweizer Finanzplatzes in der Zwischenkriegszeit


Hausarbeit (Hauptseminar), 2013

43 Seiten, Note: 1,5


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Abgrenzung und Methode
2.1 Abgrenzung des Forschungsgegenstandes
2.2 Methode:

3 Entwicklung des Schweizer Finanzplatzes bis 1931
3.1 Strukturbildung vor dem Ersten Weltkrieg
3.2 Internationale Aktivität während des Ersten Weltkriegs
3.3 Internationale Etablierung nach dem Ersten Weltkrieg
3.3.1 Exkurs zur deutschen Wirtschaft ab 1914
3.3.2 Schweizer Drehscheibengeschäft

4 Bankenkrisen ab 1931
4.1 Deutsche Bankenkrise
4.2 Schweizer Bankenkrise

5 Entwicklung des Schweizer Finanzplatzes bis 1939
5.1 Finanzkrise
5.2 Vertrauenskrise
5.3 Finanzplatzregulation
5.3.1 Bankengesetz
5.3.2 Clearing
5.3.3 Frankenabwertung

6 Fazit
6.1 Diskussion
6.2 Ausblick

7 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Im Rahmen der vorliegenden Hausarbeit zum Seminar „Weltwirtschaftskrisen 1857, 1929, 2008“ möchte ich die Bankenkrisen in Deutschland und in der Schweiz Anfangs Dreissigerjahre untersuchen. Um eine Krise sinnvoll in einen historischen Kontext zu setzen, bedarf es auch der Erörterung der Ereignisse die ihr voranstehen und nachfolgen. Die zu untersuchende Periode erstreckt sich deshalb weitgehend auf die Zeitspanne zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg. Die Ereignisse dieser Periode spielen für die Etablierung des Schweizer Finanzplatzes eine zentrale Rolle. Seit Ende des neunzehnten Jahrhunderts lassen sich drei Wachstumsschübe identifizieren, welche den Finanzplatz an internationaler Bedeutung gewinnen liessen. Die von der Industrialisierung getragene wirtschaftliche Prosperität im späten neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert förderte die Entstehung eines strukturell stabilen Bankensystems. Auf dieser Basis erlebte der international noch relativ unbedeutende Finanzplatz im Zuge des ersten Weltkriegs einen zweiten Schub. Als neutrales, politisch und monetär stabiles Land, etablierte sich der Schweizer Finanzplatz zur europäischen Kapitaldrehscheibe. Das präzedenzlose Wachstum der Zwanzigerjahre – besonders dank des Kreditgeschäfts mit Deutschland – erfuhr jedoch Anfang Dreissigerjahre unter den Effekten der deutschen Bankenkrise und der Grossen Depression eine scharfe Zäsur. Als dritter und gleichzeitig bedeutsamster Impuls gilt der Zweite Weltkrieg. Getragen vom darauffolgenden Wirtschaftsboom, verzeichneten die Schweizer Banken – vor allem im Vermögensverwaltungsgeschäfts – ein starkes Wachstum, wodurch die Schweiz schliesslich zu einem der bedeutendsten Finanzzentren der Welt aufstieg.1

Die Erörterung der Zwischenkriegszeit lässt sich in drei Etappen einteilen, welche sich mit den Strukturen und Entwicklungen vor, während und nach der Bankenkrise befassen. An dieser Stelle sei mir die Analogie zur klassischen Dramaturgie erlaubt, dessen drei Akte aus einer Exposition, einem Höhepunkt und einem entweder tragischen oder komischen Schlussteil bestehen. Um die Dichotomie von Tragik und Komik adäquat auf den Forschungsgegenstand anzupassen, möchte ich für die Perzeption von Zuständen sowie Entwicklungen, die Begriffe „Baisse/Hausse“ sowie „Versagen/Erfolg“ vorschlagen. In diesem Sinne scheint mir der Vergleich ergiebig: Erstens, aufgrund der Dramatik, die sich aus dem steilen Aufstieg und dem darauffolgenden, tiefen Fall ergibt. Zweitens, weil ich gerade die gegensätzlichen Qualitäten des dritten Aktes ins Zentrum meiner Fragestellung rücken möchte. Die Entwicklung des Schweizer Finanzplatzes bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs war ohne Zweifel von den Langzeitfolgen der Depression geprägt. Die hier verarbeitete Literatur versteht diese turbulente Phase denn auch weitgehend als Baisse, welche in starkem Kontrast zum Boom der Zwanzigerjahre steht. Die intensive Auseinandersetzung mit dieser Literatur hat mich jedoch zur Hypothese geführt, dass diese Einschätzung einen methodischen Bias aufweist, welcher durch die einseitige Fokussierung auf bestimmte Finanzplatzakteure sowie durch eine angreifbare Gewichtung von Quellenmaterial zustande gekommenen ist. Ich werde aufzeigen, dass bestimmte Geschäftsfelder des Finanzplatzes eine Hausse erlebten, während andere eine Baisse durchmachten. Dabei ist zentral, dass gerade das Versagen einiger Institute, den Erfolg ihrer Konkurrenten ermöglichte, wodurch das vorherrschende Finanzmarktparadigma allmählich durch ein Neues abgelöst wurde. Dies wiederum war eine bedeutende Weichenstellung für die weitere Entwicklung, womit argumentiert werden kann, dass der dritte Schub des Schweizer Finanzplatzes nicht erst im Zuge des Zweiten Weltkriegs, sondern bereits gegen Ende Dreissigerjahre begann.

In Kapitel 2 wird vorderhand eine Abgrenzung des Untersuchungsgegenstands vorgenommen (2.1) sowie die Fragestellung und die geeignete Vorgehensweise erörtert (2.2). Das Kernstück der Arbeit bilden die nachfolgenden drei Kapitel, welche sich je einer spezifischen Etappe der Finanzplatzentwicklung widmen. Kapitel 3 befasst sich mit der Periode zwischen dem Ersten Weltkrieg und dem Ausbruch der Bankenkrisen. Zur besseren Einordnung der Vorgänge drängt sich ein einführendes Teilkapitel zur Strukturbildung des Finanzplatzes vor dem Ersten Weltkrieg auf (3.1), bevor ausführlich auf die internationale Stellung des Finanzplatzes während des Krieges (3.2) und dessen darauffolgende internationale Etablierung eingegangen wird (3.3). An dieser Stelle ist ein Exkurs zur deutschen Wirtschaft ab 1914 notwendig (3.3.1), mit der die Entwicklungen der Schweiz zur internationalen Kapitaldrehscheibe eng verknüpft sind (3.3.2). Kapitel 4 widmet sich in zwei Teilkapiteln den Vorgängen der aufeinanderfolgenden Bankenkrisen Anfangs Dreissigerjahre in Deutschland (4.1) und der Schweiz (4.2). Kapitel 5 befasst sich mit den Auswirkungen der Krise auf die Banken (5.1) sowie mit dem erlittenen Reputations- und Vertrauensverlust des Finanzplatzes im In- und Ausland (5.2). Kapitel 5.3 beleuchtet die gegen Mitte der Dreissigerjahre aufkommende Periode der Regulation des Finanzplatzes, mit besonderem Augenmerk auf die Entstehung des Bankengesetzes (5.3.1), der Einführung des Clearings im Aussenhandel (5.3.2) sowie der Debatte um die Abwertung des Schweizer Frankens (5.3.3). In Kapitel 6 greife ich die einleitend formulierte Hypothese wieder auf (6.1) und bespreche eine weiterführende Forschungsfrage (6.2).

2 Abgrenzung und Methode

Die folgenden zwei Teilkapitel befassen sich mit der zeitlichen und inhaltlichen Abgrenzung des Forschungsgegenstands sowie mit der Vorgehensweise bei der Auswahl der Quellen, beziehungsweise der Literatur.

2.1 Abgrenzung des Forschungsgegenstandes

Wie oben bereits erwähnt ist es sinnvoll, die Untersuchung auf einen bestimmten Zeitraum vor und nach der Krise auszuweiten. Der Entwicklungsschub der Zwanzigerjahre ist ohne eine Erarbeitung einiger zentralen Strukturen und Ereignisse während des Ersten Weltkriegs nicht erklärbar. Der eigentliche Untersuchungszeitraum beginnt somit um 1914. Nichtdestotrotz scheint mir eine kurze Einführung in die Vorgänge des ersten Finanzplatzschubs zur Zeit der Industrialisierung angebracht, um das Ausmass des zweiten Wachstumsschubs zu veranschaulichen. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs scheint als Begrenzung nach der Krise naheliegend. Eine Weiterführung der Untersuchung bis in die Zeit des Krieges oder in die Nachkriegszeit wäre bestimmt sehr fruchtbar ausgefallen, musste jedoch aus forschungsökonomischen Gründen verworfen werden. Der Untersuchungszeitraum endet somit um 1939.

Inhaltlich lässt sich die Untersuchung des Schweizer Finanzplatzes weder strikt auf die Schweiz, noch auf die Finanzbranche beschränken. Angesichts der internationalen Etablierung und der starken Abhängigkeit von politischen Entscheidungen, ist die Berücksichtigung externer Faktoren unabdingbar. Wie schon erwähnt, ist zudem die Interdependenz mit der finanzwirtschaftlichen sowie politischen Entwicklung Deutschlands für die zu untersuchende Periode speziell ausgeprägt. Aufgrund der unentbehrlichen Fokussierung auf Deutschland, wird auf Bezüge zu anderen europäischen Ländern weitgehend verzichtet.

2.2 Methode:

Die vorliegende Untersuchung ist im Wesentlichen eine Literaturarbeit. Dies hat primär damit zu tun, dass Quellen von Finanzinstituten nur sehr schwer oder gar nicht zugänglich sind. Dies schlägt sich auch in der hier verwendeten Literatur nieder. Zu den wenigen Werken, welche ihre Aussagen auf Bankenquellen stützen, zählt die Studiensammlung der Unabhängigen Expertenkommission Schweiz - Zweiter Weltkrieg (UEK). Für die tiefgreifende Aufarbeitung der Rolle des Schweizer Finanzplatzes während und unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg war sie mit Spezialbefugnissen zur Akteneinsicht von Geschäftsbanken und Nationalbank ausgestattet.2 Die Studiensammlung bot eine gute Grundlage für das unsystematische Bibliographieren von Sammelbänden, Monographien und Beiträgen aus Fachzeitschriften. In der verarbeiteten Literatur findet sich kein Beitrag, der sich integral mit der hier zu bearbeitenden Fragestellung befasst, weshalb einerseits fragmentarisch Argumente aus verschiedenen Texten zusammengetragen wurden, während andererseits Kapitel mit klaren Schwerpunkten stark an Standardwerke angelehnt sind.

3 Entwicklung des Schweizer Finanzplatzes bis 1931

Das folgende Kapitel befasst sich mit den Strukturen und Entwicklungen des Finanzplatzes vor (3.1), während (3.2) und nach (3.3) dem Ersten Weltkrieg, bis zum Ausbruch der Bankenkrisen in den frühen Dreissigerjahren. Kapitel 3.3 enthält einen Exkurs zur deutschen Wirtschaft ab 1914 (3.3.1) sowie eine Vertiefung zur Funktion der Schweiz als europäische Kapitaldrehscheibe (3.1.2).

3.1 Strukturbildung vor dem Ersten Weltkrieg

Die Basis des Schweizer Bankwesens hatte seit dem achtzehnten Jahrhundert die Branche der Privatbankiers gebildet, ihr kam jedoch eine sehr bescheidene volkswirtschaftliche Bedeutung zu. Der Aufschwung der Bankenbranche fing mit der industriellen Revolution an. Schon bald zeichnete sich der Schweizer Kapitalmarkt durch seine hohe Liquidität aus, welche weitgehend auf zwei Faktoren zurückgeführt werden kann: Einerseits wird dem Schweizer ein landestypischer Hang zum Sparen attestiert. Ein gewichtiger Faktor stellten aber die massiven Gewinne dar, welche die wachsende Industrie abwarf. Diese erreichten ein derartig grosses Volumen, dass sich den Industriellen die Möglichkeit auftat, Geld auf Bankkonten zu akkumulieren und gleichzeitig Investitionen in ihre Industriebetriebe selbst zu finanzieren.3 Mitte des neunzehnten Jahrhunderts war die Dichte an Finanzinstituten in der Schweiz gemessen an der Bevölkerungszahl mit schätzungsweise über 170 Banken bereits relativ gross. Die Bankenlandschaft bestand jedoch überwiegend aus lokalen Sparkassen und einigen Privat- und Kantonalbanken, sowie einer Handvoll anderer Kreditinstitute.4 Mit fortschreitender Industrialisierung wurden vor allem in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts Kantonalbanken zur Deckung bäuerlicher und gewerblicher Kreditbedürfnisse gegründet. Trotz relativ tiefer Passivzinsen, genossen sie aufgrund ihrer konservativen Anlagestrategie für Spareinlagen, sowie dank des kantonalen Einlagenschutzes, bei einem breiten Publikum grosses Vertrauen. Angetrieben von der Expansion der Maschinen-, der Metall- und der chemischen Industrie, erstarkte um die Jahrhundertwende der Schweizer Aussenhandel, was wiederum den Dienstleistungssektor begünstigte. Mit der Zunahme des internationalen Waren- und Kapitalverkehrs entwickelten sich allmählich Grossbanken, welche diese internationalen Finanztransaktionen abwickelten.5 Um die Jahrhundertwende erfasste das Bankgewerbe eine Gründungswelle und bis 1908 war die Anzahl Bankinstitute in der Schweiz auf über 450 gestiegen.6 Darunter fanden sich sieben sogenannte Grossbanken, welche sich auf die Finanzierung des Exportgeschäfts spezialisiert hatten. Obwohl die Schweizer Banken in Relation zur Einwohnerzahl anfangs des zwanzigsten Jahrhunderts bereits ein ansehnliches Auslandgeschäft verzeichneten, lag der Schweizer Finanzplatz in absoluten Zahlen noch sehr weit hinter denjenigen von Berlin, Paris, London oder New York zurück. Sogar der Binnenmarkt wurde noch zu einem grossen Teil von ausländischen Finanzinstituten bewirtschaftet.7

Die Gründung der Schweizer Nationalbank (SNB) 1907 setzte alsbald einen Konzentrationsprozess in Gang.8 Die Zentralisierung der Banknotenausgabe um 1910 anstelle von 36 Emissionsbanken, sorgte für Turbulenzen im Gefüge des Finanzplatzes und resultierte bis 1915 in der Streichung von 85 Banken aus dem Handelsregister aufgrund von Übernahmen oder Liquidationen.9 Obwohl diese Entwicklung als die Zeit des „Bankensterbens“ in die Geschichte einging, waren die Effekte auf den Finanzplatz mittelfristig gesehen weitaus weniger dramatisch, als vom Begriff her abgeleitet werden könnte.10 Nicht selten offenbarten sich bei den betroffenen Instituten strukturelle Mängel, welche auf schlechte Risikoverteilung und ungenügende Liquidität oder schlicht fehlende Sachkenntnis zurückgeführt werden konnten.11 Die Bildung der Notenbank erwies sich somit nicht nur angesichts der bevorstehenden geldpolitischen Herausforderungen als unerlässlicher Schritt. Der dadurch herbeigeführte Konzentrationsvorgang förderte zudem eine Professionalisierung der Bankenbranche. So entstand 1907 ebenfalls der Verband Schweizerischer Kantonalbanken (VSKB) und 1912 die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg). Die stabilisierende aber dennoch nicht invasive Marktregulation, die dadurch in Gang gebrachte Bankenkonzentration sowie die Etablierung von Branchenlobbys waren massgebende Elemente der, wie Cassis schreibt, für den Schweizer Finanzplatz typischen Kultur des „liberal corporatism“.12 Siegenthaler erläutert dazu:

„Vor diesem Hintergrund einer grossen strukturellen Stabilität des Bankensystems ist die [weitere] Entfaltung des Auslandgeschäftes zu sehen, der Organisation und Verwaltung des internationalen Kapitalverkehrs, der Annahme fremder Gelder besonders im Kontokorrent-Geschäft, der Gewährung von Darlehen an ausländische Schuldner.“13

Die politische und gesellschaftliche Stabilität, die tiefen Steuern, die absolute Diskretion bei internationalen Banktransaktionen und die Schweizer Neutralität stellten zudem zentrale Standortvorteile für die weitere Entwicklung des Schweizer Finanzplatzes dar.14 Diese Eigenschaften erwiesen sich bereits während aber vor allem nach Ende des Ersten Weltkriegs als besonders vorteilhaft.

3.2 Internationale Aktivität während des Ersten Weltkriegs

Obwohl die Schweiz als neutrale Nation zu keinem Zeitpunkt in den Krieg eingetreten war, erfassten das Land drastische Auswirkungen auf Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Im Sinne der hier zu bearbeitenden Fragestellung ist es notwendig, den Fokus vor allem auf diejenigen Vorgänge zu beschränken, welche direkte Auswirkungen auf die weitere Entwicklung des Finanzplatzes hatten.

Das erste Kriegsjahr löste in der Schweiz eine akute Liquiditätskrise aus. Da die Wehrmänner keinen Erwerbsersatz erhielten und der Tagessold lediglich ein Bruchteil eines durchschnittlichen Tageseinkommens betrug, waren viele Soldaten gezwungen, auf ihre Ersparnisse zurückzugreifen, um den Lebensunterhalt ihrer Familien sicherzustellen. Angesichts der Mobilmachung von 250‘000 Mann, nahm der kurzfristige Geldbedarf so sprunghaft zu, dass es bei den Banken zu massiven Liquiditätsengpässen kam. Die allgemeine Unsicherheit führte zudem zum Horten von Gold- und Silbermünzen, was die Krise weiter verschärfte.15 Daneben kam es zu massiven Verschiebungen im Kapitalmarkt. Der europäische Effektenhandel war derart gestört, dass einige Börsen aus Angst vor überstürzten Titelverkäufen es vorzogen, ihre Türen tage- oder gleich wochenweise zu schliessen. Die Schweizer Banken sahen sich zudem mit massiven Kapitalabflüssen nach Deutschland und Frankreich konfrontiert, nachdem die dortigen Regierungen die Anleger aufgefordert hatten, ausländische Staatsanleihen zugunsten eigener Kriegsanleihen zu verkaufen. Die Liquiditätskrise konnte jedoch mittelfristig mit geldpolitischen Massnahmen entschärft werden, beispielsweise durch die Festlegung einer monatlichen Obergrenze für Bankbezüge sowie dank der vorübergehenden Emission von nichteinlösbarem Papiergeld.16

Als sich gegen Ende 1914 der Geld- und Kreditmarkt wieder verflüssigt hatte, konnte die Schweizer Wirtschaft von der zwischenzeitlichen Kriegskonjunktur profitieren, welche vom enormen Güterbedarf des Kriegs angetrieben wurde. Die Aufrüstung der Schweizer Armee sowie der Export kriegswichtiger Güter an beide Konfliktparteien, verschafften der Industrie grosse Aufträge.17 In Erwartung eines kurzen Konflikts, hatten sich die Kriegsnationen über die Emission von Kriegsanleihen und Steuererhöhungen finanziert. Der langfristige Abnützungskrieg der sich bald abzuzeichnen begann, erschöpfte jedoch zusehends die jeweiligen inländischen Kapitalangebote. Infolgedessen sahen sich neutrale Länder wie Holland und die Schweiz mit einer zunehmenden Kapitalnachfrage konfrontiert. In der Schweiz begannen sich vor allem die auf die Exportfinanzierung spezialisierten Grossbanken im internationalen Kreditgeschäft zu etablieren.18 Das Engagement in der Kriegsfinanzierung erlaubte den involvierten Instituten Wachstum in Zeiten grösster wirtschaftlicher Turbulenz. Ihre internationale Bedeutung – und somit die des Schweizer Finanzplatzes – war nach Kriegsende zwar immer noch bescheiden, jedoch für die bevorstehende Entwicklung von zentraler Bedeutung.19

3.3 Internationale Etablierung nach dem Ersten Weltkrieg

Nach 1918 profitierte die Schweizer Wirtschaft in einer Zeit grosser monetärer Instabilität von der Stärke des Frankens, welcher bald die Reputation als internationales Zahlungsmedium sowie als Fluchtwährung erlangte. Zusätzlich zum Engagement auf dem internationalen Kreditmarkt, welches sich bereits während des Kriegs zu etablieren begonnen hatte, zog der Finanzplatz nun vermehrt auch ausländisches Kapital an, welches Anleger vor Währungskursschwankungen und Besteuerung in Sicherheit zu bringen suchten.20 Der weitere Aufstieg des Schweizer Finanzplatzes ist eng mit diesen zwei Vorgängen verbunden, insbesondere mit der Wiederanlage von zugeflossenem Kapital in Form von Auslandkrediten – dem sogenannten Drehscheibengeschäft. Die Allokation zugeflossener Geldanlagen als Anleihen im europäischen Ausland entwickelten zahlreiche Schweizer Finanzinstitute bald zum Geschäftsmodell.21 Wichtige Geschäftspartner stammten aus Frankreich, Italien, Deutschland und Belgien. Ab 1924 nahm jedoch das Geschäft mit Deutschland stark an Bedeutung zu.22 Im Hinblick auf den zu untersuchenden Einfluss der deutschen Bankenkrise auf den Schweizer Finanzplatz, drängt sich deshalb vorab ein Exkurs in die Entwicklungen der deutschen Wirtschaft auf, bevor ich in Kapitel 3.2.2 näher auf das Schweizer Drehscheibengeschäft eingehe. Denn der monumentale politische und wirtschaftliche Wandel Deutschlands ab 1914 ist, wie im übernächsten Kapitel in Abbildung 1 schematisch dargestellt, für die finanzwirtschaftliche Entwicklung der Schweiz zentral.

3.3.1 Exkurs zur deutschen Wirtschaft ab 1914

Durch den hohen Rohstoffbedarf während des Kriegs waren in allen europäischen Ländern, vor allem aber im Deutschen Reich, die Vorräte zusammengeschmolzen. Der durch diesen Aufholbedarf entfachte Nachkriegsboom war jedoch nicht von Dauer, denn als die Bedarfslücken weitgehend gedeckt waren, sorgte die angeheizte Weltproduktion bald für ein Überangebot an landwirtschaftlichen und industriellen Rohstoffen. Infolge dieser Marktüberhitzung brachen 1920 die Weltmarktpreise ein, was die nach wie vor angeschlagenen europäischen Volkswirtschaften stark in Mitleidenschaft zog.23 Der Krieg hatte die Staatsfinanzen aller europäischen Länder unerwartet hoch belastet. Das Deutsche Reich hatte die Kriegsausgaben im ausländischen Vergleich jedoch nur sehr geringfügig mit Hilfe von Steuererhöhungen, indessen zu etwa 70 Prozent durch die Emission von Anleihen finanziert. Diese waren nun verzinst zurückzuzahlen. Weitere Liquidität war schlicht durch das Drucken von Papiergeld generiert worden, wodurch sich bis 1918 die Geldmenge verfünffacht hatte, was sich wiederum in einer starken Inflation niedergeschlagen hatte. Nach Kriegsende mussten zudem grosse Summen für die Demobilisierung des Heeres sowie für Sozialausgaben aufgebracht werden – insbesondere für die Versorgung von Veteranen, Witwen, Waisen und Arbeitslosen. Aufgrund dieser Faktoren alleine, war Deutschland mit einem gewaltigen Kapitalmangel konfrontiert, den es aus eigener Kraft nicht zu decken vermochte. Zu dieser schwindelerregenden finanziellen Last, kamen nun noch die massiven Reparationsforderungen der Siegermächte.24

Der Zusammenbruch der Weltmarktpreise stellte eine enorme Belastung für die deutsche Wirtschaft dar, welche sich gerade vom Krieg zu erholen schien. Der drastisch gestiegene Bedarf an Menschen und Material während des Kriegs, war durch die weitgehende Autarkie der eingekreisten Mittelmächte besonders akut. Der Krieg hatte es erforderlich gemacht, marktwirtschaftliche Prinzipien aufzugeben und im Sinne einer zentral gelenkten Kriegswirtschaft, Arbeitskräfte, knappe Rohstoffe sowie grosse Teile der Industrie für militärische Zwecke einzusetzen. Gemäss Schätzungen, produzierte die deutsche Industrie nach 1919 nur noch halb so viel wie 1913 und auch die Getreideproduktion betrug nach vier Kriegsjahren kaum die Hälfte des Vorkriegsniveaus.25 Die Abkehr von diesem unter den Zwängen des Kriegs entstandenen System, also die Umstellung von Kriegs- auf Friedenswirtschaft, stellte einen enormen Umstrukturierungsprozess dar. Der Abbau des staatlichen Einflusses auf die Wirtschaft bedeutete nicht nur eine grundlegende Verschiebung der nachgefragten Güter und somit der Produktionsprozesse, sondern auch der zur Verfügung stehenden Absatzmärkte.26

Währenddessen, entwickelte sich der fortschreitende Kaufkraftverlust, der bereits während des Kriegs eingesetzt hatte, zunehmend zu einer „galoppierenden“ Inflation. Ein gewichtiger, externer Einfluss stellten ohne Zweifel die riesigen, zu Vorkriegswechselkursen zu leistenden Reparationsleistungen dar, welche zu chronischen Zahlungsbilanzdefiziten führten. Dadurch nahm der Aussenwert der Mark ab, was die Einfuhren verteuerte und die Lebenshaltungskosten erhöhte.27 Doch auch fiskal- und geldpolitische Strukturdefizite der Weimarer Republik spielten eine zentrale Rolle. Den exzessiven Staatsausgaben stand ein schwaches Steuersystem gegenüber, dessen unzureichende Einnahmen ein ständiges Haushaltsdefizit verursachten. Als Konsequenz wurde Papiergeld gedruckt und die wachsende Geldmenge setzte die Mark weiter unter Druck. Hinzu kam eine strategische Fehleinschätzung zur aussenwirtschaftlichen Wirkung der Inflation: Eine schwache Mark begünstigte den deutschen Export gegenüber dem Amerikanischen, Britischen und Französischen. Da die Reichsregierung die Reparationslast für die Inflation verantwortlich machte, spekulierte sie darauf, dass eine laufende Entwertung der Mark, die Alliierten zu einer Revision ihrer Forderungen zwingen würde.28

Angesichts Deutschlands prekärer finanzieller Lage, drängte sich die Option auf, deutsche Produkte zur Begleichung der Reparationen gratis zu exportieren. Die Reparationsempfänger waren aber im Grunde nur an Gold- oder Devisenzahlungen interessiert, denn sie befürchteten aufgrund von Gratisimporten Absatzprobleme ihrer eigenen Industrie.29 Der Unmut über den deutschen Widerwillen zur Reparationsbegleichung kulminierte im Frühjahr 1923 in der Besetzung des rohstoffreichen Ruhrgebiets durch französische und belgische Truppen. Der Konflikt entfachte eine Hyperinflation, wobei die Mark ungebremst an Wert verlor und innert weniger Monate abermals auf einen Bruchteil ihres vorgängigen Wertes abstürzte.30 Um der Hyperinflation Einhalt zu gebieten, wurde schliesslich Ende 1923 zur Stabilisierung die Übergangswährung „Rentenmark“ eingeführt. Sinnbildlich für das Ausmass der Inflation ist der damals festgelegte Wechselkurs einer Rentenmark, welcher 4.20 Dollar oder einer Billion Papiermark entsprach.31 Die Reichsbank wurde zudem verpflichtet, die Währung zu mindestens 40 Prozent mit Gold- und Devisen zu decken.32

Es hatte sich offenbart, dass eine wirtschaftliche Gesundung Deutschlands für die nachhaltige Regelung des Reparationsstreits unumgänglich und die Wertbeständigkeit der neuen deutschen Währung fundamental war, um die damit zusammenhängenden wirtschaftspolitischen Turbulenzen zu entschärfen. Im zwischen den Alliierten und Deutschland abgeschlossenen Dawes-Plans, wurden 1924 die Annuitäten, also die jährlich zu leistenden Reparationszahlungen, sowie die Transfermodalitäten festgelegt.33

Die herbeigesehnte wirtschaftliche Erholung war erst durch den Zusammenbruch der Weltmarktpreise, dann durch die Hyperinflation zurückgeworfen worden. Dadurch hatte sich die Kapitalisierung der Industrie aufgestaut, wie Born ausführt:

„Vom Ausbruch des Ersten Weltkriegs bis zur Stabilisierung, also fast 10 Jahre lang, hatten die Betriebsanlagen der Industrie und der Verkehrsmittel nicht erneuert und modernisiert werden können. Hier bestand also ein außergewöhnlicher Nachholbedarf an Ersatz- und Neuinvestitionen. Dieser Bedarf war infolge des deutschen Kapitalmangels nach der Inflation aus eigenen Kräften gar nicht zu decken. Bis die Kapitalbildung in Deutschland wieder hinreichte, um die Nachfrage nach Kapital zu befriedigen, war man also auf Finanzierung durch Auslandanleihen angewiesen.“34

Die deutschen Industrieinvestitionen wurden gleichsam vom Renovations-, sowie vom Innovationsbedarf angetrieben, denn der Krieg und die darauffolgende Inflation hatten die deutschen Fabrikanten weitgehend vom ausländischen, insbesondere vom amerikanischen Fortschritt abgeschnitten. Nun eiferten sie darum, den Rückstand der Infrastruktur und den Mangel an Knowhow aufzuholen, beispielsweise im Automobil- und Flugzeugbau oder in der Kunststoffproduktion. Dank des nun üppig vorhandenen Kapitalangebots und in optimistischer Erwartung eines nachhaltigen Wirtschaftsaufschwungs, wurden im grossen Stil Produktionskapazitäten erneuert und ausgebaut.35

Der Dawes-Plan ermöglichte einerseits umfangreiche Auslandanleihen an Deutschland. Andererseits hinderte die beschlossene Annuitätsregelung die deutsche Wirtschaft daran, eigene Reserven zu bilden, womit das Kapitalbedürfnis weiter wuchs. Pointiert dargestellt, lieh sich Deutschland bei den Vereinigten Staaten Geld, bezahlte damit aber Reparationen an Frankreich und Grossbritannien, welche damit wiederum ihre Kriegsschulden bei den Vereinigten Staaten beglichen. 36 Die enorme Kapitalnachfrage und die daraus resultierenden, im Vergleich zum Ausland hohen Zinsen, lockten nun neben den Siegermächten weitere ausländische Kreditoren an.37 Die neue Währung und die Reparationsregelung des Dawes-Plans sorgten unbestritten für monetäre Stabilität und einen messbaren wirtschaftlichen Aufschwung. Doch die Inflationsjahre hatten tiefe volkswirtschaftliche Wunden hinterlassen und trotz der konjunkturellen Entspannung, waren die Zukunftserwartungen in breiten Bevölkerungsteilen von Verunsicherung und Misstrauen gegenüber Staat und Institutionen geprägt, wie Hardach pointiert zusammenfasst: „Das einzige, dessen man sicher sein konnte, war dass alles unsicher ist.“38 Aus diesem eigenartigen Nebeneinander von verhältnismäßiger Stabilität und optimistischer Aufbruchsstimmung sowie latenter Volatilität und ausgeprägtem Misstrauen, ergab sich ein bemerkenswerter Effekt auf die Schweizer Finanzwirtschaft.

3.3.2 Schweizer Drehscheibengeschäft

In der Schweiz hatten sich während des Nachkriegsbooms vor allem die Grossbanken stark im Geschäft mit internationalen Kapitaltransaktionen etabliert und der Finanzplatz Schweiz verfügte, wie oben bereits erwähnt, über eine grosse Liquidität.39 Ausländische Gelder wurden nicht für die Zinseinnahmen, sondern primär zum Schutz vor Inflation und Besteuerung in der Schweiz angelegt, womit der Kapitalzufluss trotz des vergleichsweise tiefen Zinsniveaus weiter anhielt. Für Schweizer Finanzinstitute war die Annahme von tiefverzinslichen Kundengeldern im Passivgeschäft bei gleichzeitiger Vergabe von hochverzinslichen Auslandkrediten im Aktivgeschäft also eine äusserst lukrative Opportunität.40 Nach der turbulenten Nachkriegszeit herrschte in Europa zudem ein ausgeprägtes Missverhältnis zwischen Geld- und Kapitalmarkt. Der Geldmarkt war infolge der zahlreichen Inflationen überalimentiert, während das Vertrauen in langfristige Anlagen auf dem Kapitalmarkt zerrüttet war.41 Die Anleihen hatten Laufzeiten von unter drei Monaten und obschon sie jahrelang verlängert werden konnten, waren sie bei einer Kündigung innert weniger Tage oder Wochen zurückzuzahlen.42 Die deutschen Auslandkredite waren somit nicht nur teuer, sondern zudem sehr kurzfristig.

Der Schweizer Finanzplatz profitierte in den Folgejahren stark vom allgemeinen Wirtschaftsaufschwung sowie in grossem Masse vom Drehscheibengeschäft. Allen voran die Grossbanken, welche sich traditionell im internationalen Bankgeschäft betätigten, verzeichneten ein beachtliches Wachstum.43 Ein besonders interessanter Indikator für den Boom des Drehscheibengeschäftes ist, dass sich auch einige Kantonalbanken im Drehscheibengeschäft zu engagieren begannen.44 Dies ist dahingehend bemerkenswert, als dass die Kantonalbanken bis dahin weitgehend konservative Anlagestrategien verfolgt hatten und das Geschäft mit internationalen Transaktionen nicht ihrem angestammten Tätigkeitsbereich entsprach. Doch die Verlockung von den hohen Renditen zu profitieren, muss für alle Finanzplatzakteure gross gewesen sein. Ausserdem begannen sich mit zunehmendem Neugeldvolumen die inländischen Anlagemöglichkeiten allmählich zu erschöpfen – spätestens als sich Mitte 1929 ausländisches Kapital in nie dagewesenem Masse über die Schweiz zu ergiessen begann. Auslöser waren grundlegende Meinungsverschiedenheiten an der Young-Konferenz in Paris. Das drohende Scheitern der Reparationsverhandlungen löste in Deutschland eine panikartige Kapitalabwanderung aus. Weder die Verabschiedung des Young-Plans, noch die daraus resultierende Stabilisierung der Reichsmark vermochten diesem Trend entgegenzuwirken. Vielmehr nahm der Geldfluss in Richtung Schweiz unter den Eindrücken der sich entfaltenden Weltwirtschaftskrise weiter zu.45 Im Frühling 1930 einigten sich die Grossmächte zudem, die im Rahmen des Young-Plans konzipierte Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel zu domizilieren. Der Beschluss war zwar nur eine aus dem Streit zwischen London und Paris resultierende Kompromisslösung, verschaffte dem Finanzplatz Schweiz aber nun weltweite Bekanntheit und zementierte seinen Ruf als „sichere Insel“.46

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1 Siegenthaler, Hansjörg: Schweiz 1910-1970, in: Borchart, Knut/Cipolla, Mario (Hg.): Europäische Wirtschaftsgeschichte, Band 5/5: Die europäischen Volkswirtschaften im zwanzigsten Jahrhundert, Stuttgart: Fischer, 1980, S. 268-269; Cassis, Youssef: Commercial Banks in 20th-century Switzerland, in: Cassis, Youssef/Feldman, Gerald D./Olsson, Ulf (Hg.): The Evolution of Financial Institutions and Markets in Twentieth-century Europe, Aldershot: Scolar Press, 1995, S. 64-72.

2 Bundesbeschluss betreffend die historische und rechtliche Untersuchung des Schicksals der infolge der nationalsozialistischen Herrschaft in die Schweiz gelangten Vermögenswerte, Bern, 1996 [eingesehen am 31.07.2012: http://www.uek.ch/de/auftrag/19961213bb_de.pdf].

3 Vgl. Cassis/Tanner: Finance and Financiers, S. 294.

4 Vgl. Ritzmann-Blickenstorfer, Heiner/Lechner, Roman: Geld und Kredit, in: Ritzmann-Blickenstorfer, Heiner (Hg.): Historische Statistik der Schweiz, Zürich: Chronos, 1996, S. 810.

5 Vgl. Siegenthaler: Schweiz 1910-1970, S. 265-269.

6 Vgl. Bänziger, Hugo: Die Entwicklung der Bankenaufsicht in der Schweiz seit dem 19. Jahrhundert, Dissertation, in: Kilgus, Ernst/Schuster, Leo (Hg.): Bankwirtschaftliche Forschung, Band 95/95, Bern: Paul Haupt, 1986, S. 28; Ritzmann-Blickenstorfer/Lechner: Geld und Kredit,1996, S. 811.

7 Vgl. Cassis: Commercial Banks, S. 66-67.

8 Schweizerische Nationalbank: Schweizerische Nationalbank 1907-1957, Zürich, 1957, S. 18.

9 Vgl. Bänziger, Entwicklung der Bankenaufsicht, S. 30-31.

10 Vgl. Cassis/Tanner: Finance and Financiers, S. 296.

11 Vgl. Bänziger, Entwicklung der Bankenaufsicht, S. 30-31.

12 Vgl. Cassis/Tanner: Finance and Financiers, S. 310.

13 Siegenthaler: Schweiz 1910-1970, S. 269 [fb].

14 Vgl. Perrenoud, Marc/López, Rodrigo/Adank, Florian et al: La place financière et les banques suisses à l'époque du national-socialisme. Les relations des grandes banques avec l'Allemagne (1931-1946), in: Unabhängige Experten Kommission Schweiz - Zweiter Weltkrieg (Hg.): Veröffentlichungen der Unabhängigen Expertenkommission Schweiz - Zweiter Weltkrieg, Band 13/25, Zürich: Chronos, 2002, S. 44.

15 Vgl. Bänziger, Entwicklung der Bankenaufsicht, S. 31-32.

16 Vgl. ebd., S. 32-34.

17 Vgl. SNB: Schweizerische Nationalbank 1907-1957, S. 20.

18 Vgl. Hardach, Karl: Deutschland 1914-1970, in: Borchart, Knut/Cipolla, Mario (Hg.): Europäische Wirtschaftsgeschichte, Band 5/5: Die europäischen Volkswirtschaften im zwanzigsten Jahrhundert, Stuttgart: Fischer, 1980, S. 51; Cassis: Commercial Banks, S. 67.

19 Vgl. Cassis: Commercial Banks, S. 68.

20 Vgl. Guex, Sébastien: Swiss Banking Secrecy S. 241; Cassis/Tanner: Finance and Financiers, S.312; Cassis: Commercial Banks, S. 67.

21 Vgl. Siegenthaler: Schweiz 1910-1970, S. 269; Cassis/Tanner: Finance and Financiers, S. 302; Perrenoud et. al: La place financière, S. 45.

22 Kellenberger, Eduard: Kapitalexport und Zahlungsbilanz, Band 2/3: Im Konjunkturzyklus der dreissiger Jahre, in: Ders. (Hg.): Theorie und Praxis des schweizerischen Geld-, Bank- und Börsenwesens seit Ausbruchs des Weltkrieges (1914-1939), Heft 3/4, Bern: Francke, 1942, S. 80; Bänziger: Entwicklung der Bankenaufsicht, S. 57.

23 Vgl. Schweizerische Nationalbank: SNB 1907-1957, S. 22-23.

24 Vgl. Born, Karl Erich: Die deutsche Bankenkrise 1931. Finanzen und Politik, München: Piper, 1967, S. 15; Holtfrerich, Carl-Ludwig: Die deutsche Inflation 1914-1923. Ursachen und Folgen aus internationalen Perspektive, Berlin: de Gruyter, 1980, S. 109; Hardach: Deutschland 1914-1970, S. 51-54.

25 Hardach: Deutschland 1914-1970, S. 52-53.

26 Holtfrerich: Inflation 1914-1923, S. 197-198.

27 Hardach: Deutschland 1914-1970, S. 53-55; Detaillierte Ergebnisse einer Vertiefungsstudie finden sich bei Holtfrerich: Inflation 1914-1923, S. 327-331.

28 Feldman, Gerald D. (Hg.): The Great Disorder. Politics, Economics, and Society in the German Inflation, 1914-1924, Oxford: University Press, 1997, S. 211-254.

29 Vgl. Hardach: Deutschland 1914-1970, S. 55.

30 Vgl. ebd., S. 54-55.

31 Vgl. Hardach: Deutschland 1914-1970, S. 56. Im August 1924 wurde neben der Rentenmark, zum Wechselkurs 1:1, die Reichsmark eingeführt. Bis im Juli 1925, als die Rentenmark ausser Kurs gesetzt wurde, zirkulierten beide Währungen nebeneinander.

32 Born: Die deutsche Bankenkrise, S. 76.

33 Vgl. Hardach: Deutschland 1914-1970, S. 56.

34 Born: Die deutsche Bankenkrise, S. 15.

35 Vgl. ebd., S. 32; Hardach: Deutschland 1914-1970, S. 56.

36 Vgl. Perrenoud et al: La place financière, S. 155.

37 Vgl. Born: Die deutsche Bankenkrise, S. 16.

38 Vgl. Hardach: Deutschland 1914-1970, S. 56.

39 Vgl. Cassis/Tanner: Finance and Financiers, S. 302.

40 Vgl. Perrenoud et al: La place financière, S. 45; Siegenthaler: Schweiz 1910-1970, S. 269.

41 Vgl. James, Harold (Hg.): The German Slump. Politics and Economics, 1924-1936, Oxford: Clarendon Press, 1986; Born: Die deutsche Bankenkrise, S. 32.

42 Born: Die deutsche Bankenkrise, S. 19.

43 Vgl. Bänziger: Entwicklung der Bankenaufsicht, S. 57.

44 Vgl. Baumann, Jan: Bundesinterventionen in der Bankenkrise 1931-1937. Eine vergleichende Studie am Beispiel der Schweizerischen Volksbank und der Schweizerischen Diskontbank, Dissertation, Zürich, 2007, S. 114-116.

45 Vgl. Kellenberger: Kapitalexport und Zahlungsbilanz, S. 58-59.

46 Vgl. Cassis: Commercial Banks, S. 69; Kellenberger: Kapitalexport und Zahlungsbilanz, S. 60.

Ende der Leseprobe aus 43 Seiten

Details

Titel
Internationale Etablierung und Krise des Schweizer Finanzplatzes in der Zwischenkriegszeit
Hochschule
Universität Zürich  (Seminar für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte)
Note
1,5
Autor
Jahr
2013
Seiten
43
Katalognummer
V299059
ISBN (eBook)
9783656954668
ISBN (Buch)
9783656954675
Dateigröße
745 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
internationale, etablierung, krise, schweizer, finanzplatzes, zwischenkriegszeit
Arbeit zitieren
Francesco Bizzozero (Autor), 2013, Internationale Etablierung und Krise des Schweizer Finanzplatzes in der Zwischenkriegszeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/299059

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