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Mnemotechniken innerhalb der „Geisselhart-Technik“. Neurowissenschaftliche Bezüge und schulisch-didaktische Perspektiven

Título: Mnemotechniken innerhalb der „Geisselhart-Technik“. Neurowissenschaftliche Bezüge und schulisch-didaktische Perspektiven

Trabajo , 2012 , 25 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Thomas Lappe (Autor)

Pedagogía - Psicología pedagógica
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Direkt auf der ersten Seite seiner aktuellen Buchveröffentlichung fragt Oliver Geisselhart den Leser nach dessen persönlicher Erfahrung mit der Schule: „Haben Sie dort denn überhaupt gelernt, WIE Sie lernen sollen? Also, wir nicht. Wir wussten nur, DASS wir lernen sollten. Aber eben nicht, WIE. Und so geht es 99,9 Prozent aller Menschen im deutschsprachigen Raum“ (Geisselhart 2012, S. 5). Der nicht nur an dieser Stelle konstatierten Leerstelle begegnet der Autor anschließend in seinen Produkten (Bücher, CD-ROMs, Audio-Books, Videos) und Veranstaltungen, indem er sich bzw. seine alternativen Zugänge zu einem hervorragenden Gedächtnis empfiehlt. Dieser Spur möchte die vorliegende Arbeit nachgehen.

Das Thema der vorliegenden Hausarbeit sind entsprechend die Mnemotechniken in der Ausprägung, wie sie der sogenannten „Geisselhart-Technik“ zugrunde liegen. Diese Spezifizierung ist erforderlich, da zwar auch Techniken anderer Autoren bzw. Gedächtnistrainer sehr ähnlich funktionieren und in der Regel auf die gleichen historischen Wurzeln zurückgreifen. Dennoch liegen zum einen graduelle technische Unterschiede vor, und darüber hinaus ist die wohl ebenfalls von Autor zu Autor unterschiedliche wissenschaftsbasierte Verargumentierung der Techniken hier von Interesse.

Kapitel 2 beschreibt drei der Techniken aus dem Repertoire Geisselharts. Kapitel 3 stellt Erkenntnisse aus der Hirnforschung vor, die den beschriebenen Techniken zugrunde liegen. Dabei kommen sowohl der Autor selbst (mit seiner mehr popularwissenschaftlichen Art der Darstellung) als auch diejenigen Vertreter einer vergleichsweise jungen wissenschaftlichen Disziplin zu Wort, die das Lehren und Lernen neurobiologisch betrachten, um es anschließend konsequent pädagogisch zu interpretieren – also eine neurodidaktische Blickrichtung einnehmen.

Das vierte Kapitel fragt nach möglichen Einsatzbereichen der vorgestellten Techniken im schulischen Bereich. Die Hauptadressaten der Publikationen Geisselharts sind, zumindest ausdrücklich, nicht etwa Schüler und/oder Lehrer. Dennoch steht zu erwarten, dass aufgrund der in Aussicht gestellten Steigerung der Lerneffektivität auch gerade für diese (Zielgruppen) Nützliches in den Ausführungen des Bestsellerautors zu finden sein wird.

Zwei Thesen versuchen am Ende dieses Kapitels die Synthese von Geisselhart-Technik, neurowissenschaftlichen Erkenntnissen und schulisch-didaktischen Aspekten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Beschreibung der Mnemotechniken

2.1 Die Kettentechnik

2.2 Die Zahlensymbole der Geisselhart-Technik

2.3. Namen und Gesichter sowie Fachbegriffe/Vokabeln merken

3. Neurowissenschaftliche Bezüge

3.1 Inhalte länger aus dem Gedächtnis abrufen können

3.2 Motivierende Erfolgserlebnisse und positive Emotionen

3.3 Das Priming-Gedächtnis

4. Mnemotechniken in der Schule?

4.1 Vorüberlegungen

4.2 Thesen zu möglichen Schnittstellen zur Geisselhart-Technik

4.2.1 Entlastung des Gehirns

4.2.2 Erhöhung von Lern- und Gedächtnisleistungen?

5. Fazit

6. Bildteil

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Mnemotechniken der sogenannten „Geisselhart-Technik“ hinsichtlich ihrer neurowissenschaftlichen Fundierung sowie ihrer potenziellen Anwendung im schulisch-didaktischen Kontext. Ziel ist es, kritisch zu beleuchten, inwiefern diese mentalen Arbeitstechniken als effektive Lernstrategien in den Schulalltag integriert werden können und wo die Grenzen der wissenschaftlichen Begründung durch den Autor liegen.

  • Grundlagen der „Geisselhart-Technik“ und ausgewählte Mnemotechniken.
  • Neurowissenschaftliche Hintergründe der Gedächtnisbildung (u.a. limbisches System, Hippocampus, Priming).
  • Kritische Analyse der wissenschaftlichen Fundierung und selektiven Argumentationsweise des Autors.
  • Didaktische Anknüpfungspunkte für den Unterrichtseinsatz und die Bedeutung der Lernumgebung.
  • Synergie von mentalen Techniken und schülerorientierter Methodik.

Auszug aus dem Buch

3.1 Inhalte länger aus dem Gedächtnis abrufen können

Warum überhaupt Dinge auf die oben beschriebene und vielleicht zunächst umständlich erscheinende Weise gemerkt werden sollten, liegt in der Zielsetzung begründet. Es geht darum, Inhalte nicht sofort wieder zu vergessen, sondern möglichst lange darauf zurückgreifen zu können. Geisselharts Techniken sollen dem Anwender helfen, dieses Ziel auf die folgende Art und Weise zu erreichen:

Unser Gedächtnis will verblüfft werden. Unsere Gefühle müssen angesprochen werden. Dies geschieht am einfachsten durch Bilder. Diese sind deshalb auch die Grundlage der Geisselhart-Methode und waren es schon vor Tausenden von Jahren bei der Mnemomtechnik der alten Griechen (Geisselhart 2005, S. 80).

Der Gedächtnistrainer führt dazu weiter aus, dass in jener Hirnregion, in welcher zunächst einmal alle sensorisch aufgenommenen Informationen landen, nämlich dem limbischen System (siehe Abb. 03), die alles entscheidende Frage gestellt wird. Diese lautet im Zusammenhang mit Lernprozessen, ob es sich um eine Info handelt, die es wert ist längerfristig behalten zu werden oder eben nicht. Es ist genau diese Hirnregion (die für unsere Gefühle zuständig ist), welcher den Speicherplatz der eingegangenen Information bestimmt (ebd., 81). Dieser Platz ist dann idealerweise in der Großhirnrinde verortet, und damit jenem Teil des Gehirns mit seiner unerschöpflichen Speicherkapazität, welches u.a. dem Langzeitgedächtnis zugeordnet wird.

Die Hirnforschung bestätigt diese Aussage. Manfred Spitzer greift für den Hippocampus als wichtigen Bestandteil des limbischen Systems den Begriff „Neuigkeitsdetektor“ aus der einschlägigen Fachliteratur auf (Spitzer 2006, S. 34). Dieser Detektor vergleicht die aktuell eintreffende Information mit früheren. Hat er sie „als neu und interessant bewertet“ (Spitzer 2006, S. 34), macht er sich an ihre Speicherung. Also muss, ganz im Sinne der von Geisselhart o.g. Verblüffung unseres Gehirns, eine Information „vergleichsweise neu und interessant (sein), damit unsere schnell lernende Hirnstruktur [der Hippocampus, T.L.] sie aufnimmt bzw. ihre Aufnahme unterstützt“ (ebd.). Nüchterne, trockene Fakten lassen uns schlicht kalt, ganz im Gegensatz zu bildreichen Geschichten, welche uns nachhaltig beschäftigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Motivation des Autors Oliver Geisselhart dar, Mnemotechniken als Antwort auf die mangelnde Vermittlung von Lernmethoden in Schulen zu propagieren, und skizziert das Vorgehen der Hausarbeit.

2. Beschreibung der Mnemotechniken: Dieses Kapitel erläutert die Kettentechnik sowie die Verwendung von Zahlensymbolen und das Verbildern von Namen und Fachbegriffen als Kernbestandteile des „Geisselhart-Systems“.

3. Neurowissenschaftliche Bezüge: Hier werden die Techniken mit hirnphysiologischen Erkenntnissen verknüpft, wobei insbesondere die Rolle des limbischen Systems, des Hippocampus und des Primings für das Langzeitgedächtnis beleuchtet werden.

4. Mnemotechniken in der Schule?: Dieses Kapitel diskutiert kritisch die Übertragbarkeit der Techniken auf den Schulalltag und entwickelt Thesen zur Entlastung des Gehirns sowie zur Steigerung von Lernleistungen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass die Techniken zwar bei richtiger didaktischer Einbettung einen Mehrwert bieten, jedoch keine isolierte Lösung für komplexe Lernprozesse darstellen.

6. Bildteil: Dieser Abschnitt visualisiert die Zahlensymbole und liefert konkrete Anwendungsbeispiele der beschriebenen Mnemotechniken.

Schlüsselwörter

Mnemotechniken, Geisselhart-Technik, Gehirnforschung, Gedächtnistraining, Lernstrategien, Neurodidaktik, Hippocampus, Priming, Langzeitgedächtnis, schulische Didaktik, Wissensvermittlung, Lernprozesse, Faktenwissen, Bildhaftes Denken, Gehirngerechtes Lernen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Mnemotechniken nach Oliver Geisselhart und prüft deren neurowissenschaftliche sowie didaktische Relevanz für den schulischen Unterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Beschreibung von Gedächtnistechniken, die neurologische Erklärung ihrer Wirksamkeit und eine kritische Auseinandersetzung mit der Anwendung dieser Methoden im Bildungskontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, zu bewerten, ob und unter welchen Bedingungen die Geisselhart-Technik sinnvoll in den Schulunterricht integriert werden kann, ohne dabei andere wichtige didaktische Faktoren zu vernachlässigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der die Publikationen von Oliver Geisselhart mit aktuellen neurowissenschaftlichen Erkenntnissen (z. B. von Manfred Spitzer oder Brand/Markowitsch) kontrastiert und bewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Techniken selbst vorgestellt, anschließend deren neurobiologische Grundlage (u.a. Emotionen, Priming) dargelegt und schließlich kritische Thesen zur praktischen Anwendung in Schulen entwickelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Mnemotechniken, Geisselhart-Technik, Neurodidaktik, Lernstrategien, Gedächtnistraining und schulische Didaktik.

Warum betont die Arbeit die Bedeutung von positiven Emotionen beim Lernen?

Positive Emotionen aktivieren das Belohnungssystem und die Ausschüttung von Dopamin, was laut Gehirnforschung maßgeblich zur Motivation und zur erfolgreichen langfristigen Speicherung von Inhalten beiträgt.

Wie bewertet der Autor die wissenschaftliche Argumentationsweise von Oliver Geisselhart?

Der Autor stellt fest, dass Geisselharts Argumentation zwar auf wahren wissenschaftlichen Basen fußt, diese jedoch in seinen Büchern teils selektiv und übertrieben dargestellt werden, um kommerzielle Leistungsversprechen plakativer zu gestalten.

Welche Rolle spielt das „Priming“ laut dieser Arbeit?

Das Priming-Gedächtnis dient laut Arbeit als wichtige unbewusste Vorbereitung für den Lernprozess, indem es eine Bahnung für spätere, bewusste Informationsverarbeitung schafft und somit das Gehirn entlastet.

Welches Fazit zieht der Verfasser zur Geisselhart-Technik im Unterricht?

Der Verfasser kommt zu dem Schluss, dass die Techniken eine nützliche Ergänzung sein können, aber nur dann effektiv sind, wenn sie in einen gut durchdachten didaktischen Rahmen eingebettet sind und der Lehrende den Schwierigkeitsgrad angemessen steuert.

Final del extracto de 25 páginas  - subir

Detalles

Título
Mnemotechniken innerhalb der „Geisselhart-Technik“. Neurowissenschaftliche Bezüge und schulisch-didaktische Perspektiven
Universidad
University of Münster  (Fachbereich Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften)
Curso
Neurodidaktische Zugänge zum Lernen und Lehren
Calificación
1,3
Autor
Thomas Lappe (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
25
No. de catálogo
V299548
ISBN (Ebook)
9783656962045
ISBN (Libro)
9783656962052
Idioma
Alemán
Etiqueta
Mnemotechniken Neurowissenschaft Neurodidaktik Gedächtnis Gedächtnisleistung Lernen Oliver Geisselhart Geisselhart-Technik Lerneffektivität Fachbegriffe Vokabeln lernen Lernprozesse Hirnforschung Gedächtnistechniken Schule Unterricht Entlastung des Gehirns Erhöhung der Lern- und Gedächtnisleistung verzweigtes Wissen Faktenwissen mentale Arbeitstechnik Markowitsch Schirp
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Thomas Lappe (Autor), 2012, Mnemotechniken innerhalb der „Geisselhart-Technik“. Neurowissenschaftliche Bezüge und schulisch-didaktische Perspektiven, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/299548
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