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Möglichkeiten und Mittel der Planungskontrolle von Bauleitplänen in Baden-Württemberg

Titel: Möglichkeiten und Mittel der Planungskontrolle von Bauleitplänen in Baden-Württemberg

Hausarbeit , 2015 , 13 Seiten , Note: 11

Autor:in: Katharina Meienberg (Autor:in)

Jura - Öffentliches Recht / Verwaltungsrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Planung ist die Vorbereitung eines Vorhabens oder Aufstellung eines Ziels“. In der Planung sind dabei stets bestimmte Vorstellungen und Prognosen beinhaltet, die zu Problemen und Fehlern führen können.
Der Begriff der Kontrolle, der diesem Aufsatz zur Grunde liegt, beinhaltet Eingriffsmöglichkeiten des Staates auf die handelnde Behörde , indem eine Überprüfung des Verwaltungshandelns erfolgt. Im Planungsrecht meint also Kontrolle die Überprüfbarkeit und Verifikation der im Plan gemachten Prognosen sowie eine Sicherstellung der Fehlerfreiheit des Plans und auch dessen Durchsetzbarkeit .

Anhand des folgenden Aufsatzes soll eine Übersicht über die verschiedenen Möglichkeiten und Mittel der Planungskontrolle gegeben werden. Es sollen zunächst die beiden Bauleitpläne, der Flächennutzungsplan (II) und der Bebauungsplan (III) kurz vorgestellt und dann die Kontrollmöglichkeiten dieser gezeigt werden (IV). Daraus ergibt sich, wie und warum die Planungsträger beaufsichtigt und gesteuert werden, in welchem Umfang dies geschieht und welche Rechtsschutzmöglichkeiten den Planungsträgern hiergegen zustehen, bevor dann ein Ergebnis formuliert wird (V).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I Einleitung

II Der Flächennutzungsplan

III Der Bebauungsplan

IV Kontrollmöglichkeiten

1. Präventive Aufsicht

a) Beratung

b) Genehmigungen

c) Anzeigepflichten

2. Repressive Aufsicht

a) Informationsrecht

b) Beanstandung

c) Anordnung

d) Ersatzvornahme

e) Beauftragter

f) Rechtsschutz gegenüber repressiven Maßnahmen

3. Gerichtliche Kontrolle

a) Verfassungsgerichtlich

b) Verwaltungsgerichtlich

4. Politische Kontrolle

a) Durch die Legislative

b) Richtungskontrolle und Erfolgskontrolle

c) Kontrolle durch Haushalt

5. Andere Maßnahmen

a) Veränderungssperre

b) Zurückstellung von Baugesuchen

c) Teilungsgenehmigung

d) Vorkaufsrecht

V Ergebnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Kontrollmöglichkeiten des Staates über die kommunale Bauleitplanung, um Fehler und Missbrauch in diesem für die Gemeindeentwicklung entscheidenden Bereich zu minimieren und die Einhaltung rechtlicher Rahmenbedingungen sicherzustellen.

  • Struktur und rechtliche Einordnung von Flächennutzungs- und Bebauungsplänen.
  • Unterscheidung zwischen präventiven Aufsichtsmitteln und repressiver Rechtsaufsicht.
  • Rolle der gerichtlichen Kontrolle und Möglichkeiten des Rechtsschutzes.
  • Einfluss politischer Kontrollmechanismen durch Legislative und Haushaltspolitik.
  • Instrumente zur Sicherung der Planung wie Veränderungssperren und Vorkaufsrechte.

Auszug aus dem Buch

1. Präventive Aufsicht

Präventiv bedeutet, dass noch kein Fehler oder Fehlverhalten bei der Ausgangsbehörde aufgetreten sein muss. Die Aufsichtsbehörde trifft vielmehr Maßnahmen, die eine Entstehung von Fehlern verhindern soll.

a) Beratung

Da die Beratung keine Rechtswirkung entfaltet, stellt sie kein echtes Aufsichtshandeln dar. Unter den Begriff der Beratung fällt vielmehr Handeln der Aufsichtsbehörde, welches zumeist nicht ausdrücklich im Gesetz geregelt ist. Es geht dabei besonders um Dienstleistungen, welche die Behörde anbietet. Aufsichtsbehörden stellen zB oft Vorlagen zur Verfügung oder stellen Ablaufschemata bereit, um den handelnden Behörden ihre Arbeit zu erleichtern. Oft stehen die Aufsichtsbehörden auch mit rechtlichem Rat zur Seite und stellen wichtige Hinweise zur Verfügung. Problematisch ist dabei, dass die Aufsichtsbehörde der Ausgangsbehörde ihr Handeln nicht vorgeben darf. Die handelnde Behörde muss selbst entscheiden (können) und eine eigenständige Planung vornehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

I Einleitung: Diese Einleitung definiert den Begriff der Kontrolle im Kontext des Planungsrechts als Überprüfung und Verifikation von Prognosen und Sicherstellung der Fehlerfreiheit von Bauleitplänen.

II Der Flächennutzungsplan: Das Kapitel beschreibt den vorbereitenden Charakter des Flächennutzungsplans als Instrument der städtebaulichen Entwicklung und dessen rechtliche Stellung als hoheitliche Maßnahme.

III Der Bebauungsplan: Hier wird der Bebauungsplan als verbindliches, parzellengenaues Planungsinstrument eingeführt, das aus dem Flächennutzungsplan entwickelt wird und Rechtsnormqualität besitzt.

IV Kontrollmöglichkeiten: Dieses zentrale Kapitel analysiert systematisch verschiedene Instrumente, von präventiver Beratung über repressive Rechtsaufsicht und gerichtliche Klagemöglichkeiten bis hin zu politischen Kontrollmechanismen.

V Ergebnis: Die Zusammenfassung betont, dass die Kontrolle der Planung eine unerlässliche Funktion darstellt, wobei kein starres System, sondern ein komplexes Zusammenwirken verschiedener Aspekte vorliegt.

Schlüsselwörter

Bauleitplanung, Flächennutzungsplan, Bebauungsplan, Kontrolle, Kommunalaufsicht, Rechtsaufsicht, Präventive Aufsicht, Repressive Aufsicht, Normenkontrolle, Verwaltungshandeln, Selbstverwaltungsrecht, Planungssicherung, Rechtsstaatlichkeit, Verwaltungsgerichtsbarkeit, Baugesetzbuch

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den verschiedenen Möglichkeiten und Mitteln, durch die der Staat die kommunale Bauleitplanung kontrollieren kann, um Rechtmäßigkeit und Fehlerfreiheit zu gewährleisten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die präventive und repressive Aufsicht, die gerichtliche Kontrolle, die politische Steuerung durch die Legislative sowie spezifische Maßnahmen zur Sicherung der Planung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, eine Übersicht über die Kontrollmöglichkeiten von Planungsträgern zu geben und aufzuzeigen, wie und warum diese beaufsichtigt werden sowie welche Rechtsschutzmöglichkeiten existieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit ist eine rechtswissenschaftliche Untersuchung, die geltendes Recht, Gesetzesgrundlagen (wie das BauGB) und einschlägige Rechtsprechung systematisch auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Planarten, die Analyse von Aufsichtsmitteln, die Rolle der Gerichte bei der Normenkontrolle und politische Kontrollformen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Bauleitplanung, Kommunalaufsicht, Rechtsaufsicht, Normenkontrolle und Baugesetzbuch charakterisieren.

Warum ist die Unterscheidung zwischen präventiver und repressiver Aufsicht wichtig?

Die Unterscheidung ist deshalb entscheidend, da die präventive Aufsicht Fehler im Vorfeld durch Beratung oder Genehmigung verhindern will, während die repressive Aufsicht erst bei eingetretenem Handeln korrigierend eingreift.

Welche Bedeutung hat der Grundsatz der Planerhaltung?

Der Grundsatz der Planerhaltung schränkt die Kontrollmöglichkeiten ein, da bestimmte Verstöße gegen die Rechtsordnung als unbeachtlich eingestuft werden, um bereits in Kraft gesetzte Pläne vor einer Aufhebung zu schützen.

Inwiefern ist die politische Kontrolle der Verwaltung begrenzt?

Die politische Kontrolle, etwa durch den Haushalt, ist oft ineffektiv, da die Ziele der Planungsträger zu Beginn häufig nicht eindeutig definiert sind, was eine nachträgliche Erfolgskontrolle erschwert.

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Details

Titel
Möglichkeiten und Mittel der Planungskontrolle von Bauleitplänen in Baden-Württemberg
Hochschule
Universität Konstanz  (Rechtswissenschaften)
Veranstaltung
Umwelt-, Planungs- und öffentliches Wirtschaftsrecht
Note
11
Autor
Katharina Meienberg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
13
Katalognummer
V300077
ISBN (eBook)
9783656963387
ISBN (Buch)
9783656963394
Sprache
Deutsch
Schlagworte
möglichkeiten mittel planungskontrolle bauleitplänen baden-württemberg
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Meienberg (Autor:in), 2015, Möglichkeiten und Mittel der Planungskontrolle von Bauleitplänen in Baden-Württemberg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300077
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Leseprobe aus  13  Seiten
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