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Rezension zu Sigmund Freuds "Das Unbehagen in der Kultur"

Título: Rezension zu Sigmund Freuds "Das Unbehagen in der Kultur"

Comentarios / Reseña Literaria , 2015 , 6 Páginas , Calificación: sehr gut

Autor:in: Dipl. Betriebswirt Bernhard R. Lubberger (Autor)

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In Sigmund Freuds soziologischem Werk behandelt dieser die Auseinandersetzung des Menschen mit seinen Triebforderungen und den soziokulturellen Restriktionen in unserer abendländisch geprägten Kultur. Dem Streben nach Glück setzt Freud die Behauptung entgegen, dass dieses nicht in der menschlichen Evolution vorgesehen sei. Pradoxerweise rennen die Menschen jedoch stets ihrem Glück hinterher und stoßen damit an die Grenzen gesellschaftlicher Konventionen, die "schicksalbestimmend" vom Individuum bis in gesellschaftliche Katastrophen führten und nach wie vor führen. Bestimmt durch den ewigen Konflikt zwischen Triebbefriedigung und gesellschaftlicher Konvention bietet Freud mit seinem kulturhistorischen Werk eine erkenntnistheoretische Lösung an.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Inhalt

2. Sexualität – eine der Triebfedern

3. Aggression

4. Schuldgefühle

5. Angst

6. Beispiel und Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Rezension analysiert Sigmund Freuds zentrales Werk „Das Unbehagen in der Kultur“ unter der Fragestellung, wie die unvermeidliche Spannung zwischen den individuellen Triebbedürfnissen des Menschen und den einschränkenden Forderungen der zivilisierten Gesellschaft ein dauerhaftes Gefühl von Unbehagen erzeugt und welche psychischen Mechanismen hierbei zum Tragen kommen.

  • Die Konkurrenz zwischen Triebbefriedigung und kulturellen Normen
  • Die Rolle der Sexualität und der Aggression als menschliche Triebfedern
  • Die psychologische Struktur des Instanzenmodells (Ich, Es, Über-Ich)
  • Die Entstehung von Schuldgefühlen und Angst als kulturimmanente Faktoren
  • Die zeitlose Aktualität freudscher Kulturkritik anhand moderner Beispiele

Auszug aus dem Buch

Aggression

Nicht-befriedigte Sexualität kann zu Aggressionen führen – und nicht nur, wenn die Kultur die vorhandene Sexualität als „nicht-normal“ ansieht. Die Triebbefriedigung ist das innewohnende Postulat des Individuums. Wenn die kulturell vorgegebenen Ist-Zustände es nicht erlauben, dass das Individuum sich selbst entfaltet, dann spürt das Individuum jenes „Unbehagen in der Kultur“ in sich und letztlich über seine Resonanz mit der Umwelt, die dann der Aggression ausgesetzt ist, die sich gewalttätig gegen die Umwelt oder gar autoaggressiv auswirkt. Doch wie kann es sich diesem widersetzen?

Letztlich sieht sich das Individuum – laut Freud – in einem permanenten Spannungsbogen zwischen individueller Triebbefriedigung und kulturellen Herausforderungen. Das „ES“ als unbewusste „TRIEB“-Feder des Menschen – gerät in Opposition zum „Über-Ich“ - dem Postulat der kulturellen Werte in Freuds Theorie. Da das Es (die Triebe) gegen das Über-Ich opponiert, muss das ICH in einen Akt der Aggression verfallen, denn es muss sich für EINE der Instanzen entscheiden. Es sei denn die Persönlichkeit des Menschen ist über seine Kontrollinstanz des „ICH“ so hoch entwickelt, dass im Zuge der Sublimierung die Aggression z.B. durch die Schaffung von Kunst kompensiert wird und nicht in einem durch nationalsozialistischen Größenwahn hervorgerufene Apokalypse endet.

Mit der Hypothese der Existenz eines Todestriebes rückt ein Aggressionstrieb in den Fokus psychoanalytischer Betrachtung. Wobei hier nicht gemeint ist, das Individuum triebe hier fatalistisch dem Tod entgegen. Vielmehr bildet der Todestrieb jenen Widerstand, ihm, dem Tod, so lang wie möglich zu entgehen. Im Zuge dessen bleibt nur die Aggression/Destruktion als Kompensation. Die Sublimierung bzw. Unterdrückung eines vorgenannten aggressiven Triebgeschehens mündet heutzutage in unbewusste begründete Abwehrstrategien wie Konsum- und Lifestylewahn deren es sich berühmt vom eigenen Aggressionspotential abzulenken um bei einer moderaten Betrachtung zu bleiben.

Zusammenfassung der Kapitel

Inhalt: Einführung in die Grundkonflikte zwischen individuellem Triebanspruch und den Anforderungen der Kultur sowie Darstellung der menschlichen Leidensursachen.

Sexualität – eine der Triebfedern: Untersuchung der Sexualität als archaische Triebfeder, die im Widerspruch zu kulturellen Normen steht und bei Unterdrückung zur Aggression führen kann.

Aggression: Analyse des Spannungsfeldes zwischen Es und Über-Ich, in dem Aggression als Folge nicht gelebter Triebbefriedigung oder notwendige Kompensation entsteht.

Schuldgefühle: Erörterung der Entstehung von Schuldgefühlen durch die Internalisierung extrinsischer Werte innerhalb des Instanzenmodells.

Angst: Auseinandersetzung mit den Ursachen von Angst (äußere Autorität und Über-Ich) sowie der Rolle der Religion als Erklärungsversuch und Schutzraum.

Beispiel und Schlussbetrachtung: Anwendung der freudschen Theorie auf ein modernes Fallbeispiel, um die fortdauernde Relevanz der Psychoanalyse zu verdeutlichen.

Schlüsselwörter

Psychoanalyse, Sigmund Freud, Das Unbehagen in der Kultur, Triebbefriedigung, Instanzenmodell, Ich, Es, Über-Ich, Sublimierung, Aggression, Sexualität, Schuldgefühl, Kulturkritik, Todestrieb, Sozialisation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Rezension grundlegend?

Die Arbeit behandelt die zentrale These Sigmund Freuds, dass das menschliche Glück durch die Anforderungen der Kultur eingeschränkt wird, was unvermeidlich zu einem Gefühl des Unbehagens führt.

Welche zentralen Themenfelder werden beleuchtet?

Die Hauptthemen umfassen die psychische Struktur des Menschen, die Konflikte zwischen Triebansprüchen und kulturellen Werten sowie die daraus resultierenden Phänomene wie Schuld, Angst und Aggression.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die freudsche Kulturtheorie verständlich darzulegen und deren Tragfähigkeit anhand der zugrunde liegenden psychodynamischen Mechanismen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche Rezension und Auseinandersetzung mit psychoanalytischen Theorien unter Einbeziehung einer Fallbeispiel-Analyse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung spezifischer Triebfedern wie Sexualität und Aggression sowie die Analyse der internen Instanzen (Ich, Es, Über-Ich) und deren Einfluss auf die Entstehung von Schuldgefühlen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Besonders prägend sind die Begriffe Kultur, Triebverzicht, Unbehagen, Instanzenmodell und die psychoanalytische Betrachtung gesellschaftlicher Normen.

Warum spielt die Religion eine Rolle im „Unbehagen in der Kultur“?

Freud betrachtet Religion als einen Erklärungsversuch der Welt, bei dem Gott als Vaterfigur fungiert, um menschliche Ängste vor der Natur und dem Schicksal zu mildern.

Inwiefern ist das von Freud beschriebene „Unbehagen“ heute noch relevant?

Der Autor argumentiert, dass das Beispiel von Konflikten zwischen privatem Begehren und gesellschaftlichen Moralvorstellungen zeigt, dass Freuds Beobachtungen zur Triebunterdrückung auch in der modernen Zeit weiterhin zutreffend sind.

Welche Bedeutung hat das Instanzenmodell für die Argumentation?

Das Modell verdeutlicht, dass das „Ich“ in einer ständigen Vermittlerrolle zwischen den Triebwünschen des „Es“ und den moralischen Forderungen des „Über-Ich“ steht, was die Quelle innerer Dissonanzen ist.

Final del extracto de 6 páginas  - subir

Detalles

Título
Rezension zu Sigmund Freuds "Das Unbehagen in der Kultur"
Curso
Coaching
Calificación
sehr gut
Autor
Dipl. Betriebswirt Bernhard R. Lubberger (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
6
No. de catálogo
V300438
ISBN (Ebook)
9783656979999
ISBN (Libro)
9783668003262
Idioma
Alemán
Etiqueta
Psychoanalyse Sigmund Freud Coaching Lebensberatung Konfliktberatung Karrierekrise
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dipl. Betriebswirt Bernhard R. Lubberger (Autor), 2015, Rezension zu Sigmund Freuds "Das Unbehagen in der Kultur", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300438
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