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Burnout am Arbeitsplatz der Kindertagesstätte. Leiden ErzieherInnen häufiger an Burnout?

Título: Burnout am Arbeitsplatz der Kindertagesstätte. Leiden ErzieherInnen häufiger an Burnout?

Trabajo , 2015 , 31 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Pedagogía - Pedagogía en educación Pre-escolar
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Ausgebrannt sein – emotionale Erschöpfung, verringerte Arbeitsleistung und Depersonalisierung, also eine negative, distanzierte bis zynische Haltung gegenüber anderen. Dies sind die zentralen Symptome eines sogenannten „Burnouts“.

Im Jahr 2011 wurden aufgrund von psychischer Erkrankungen in Deutschland circa 59,2 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage aufgezeichnet, dies entspricht einem Anstieg um mehr als 80 Prozent in den letzten 15 Jahren. Darunter leiden nach Schätzungen von Gesundheitsexperten und Krankenkassen bundesweit bis zu 13 Millionen Menschen an Burnout. Fast zehn Millionen Tage waren Erwerbstätige im Jahr 2010 wegen Burnout krankgeschrieben, was bedeutet, dass rund 40.000 Arbeitskräfte das gesamte Jahr über fehlten, weil sie sich ausgebrannt fühlten. Nach Untersuchungen der WHO (Weltgesundheitsorganisation) bedingt ein Burnout im Schnitt 30,4 Krankheitstage pro Jahr.

Die Zahlen klingen erschreckend, jedoch liegt die Dunkelziffer vermutlich noch weit oberhalb der genannten Zahlen. Dieses Phänomen des „Ausgebrannt-Seins“, das zum ersten Mal im Jahre 1974 von dem Psychoanalytiker Herbert J. Freudenberger geschildert wurde, wurde zu diesem Zeitpunkt vorrangig als ein Problem von Menschen in Sozialberufen angesehen. Doch heutzutage ist Burnout in nahezu Berufsgruppen vorzufinden (vgl. Schröder, 2010, S.8). Die zentrale Frage dieser Hausarbeit lautet: Haben ErzieherInnen/LeiterInnen in Kindertageseinrichtung ein höheres Burnout-Risiko als andere Arbeitnehmer?

Hierfür soll das Krankheitsbild Burnout zunächst genauer geschildert werden – Was genau ist Burnout? Was sind die Ursachen hierfür und was sind die wesentlichen Symptome? Im Anschluss hieran folgt das Kapitel „Gesundheit von KiTa-Personal“. Hier soll zunächst beschrieben werden, wie es um den gesundheitlichen Zustand von ErzieherInnen und Leitungskräfte in Kindertageseinrichtungen steht, bevor explizit die Krankheit Burnout bei KiTa- Personal in den Blick genommen wird. Es folgt ein Kapitel zu den größten Belastungsfaktoren, mit denen das Personal tagtäglich zu kämpfen hat und welche Verbesserungswünsche es seitens der ErzieherInnen gibt. Des Weiteren wird aufgezeigt welche die besten Ressourcen am Arbeitsplatz der Kindertagesstätte sind. Anschließend werden aus diesen Ergebnissen gesundheitsfördernde und präventive Maßnahmen gegen Burnout präsentiert. Zum Schluss werden die Ergebnisse zusammenfassend dargestellt […]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Ausgebrannt“ - Burnout allgemein

2.1 Geschichte und Definitionen des Burnout

2.2 Ursachen für Burnout

2.2.1 Persönliche Ursachen

2.2.2 Das Unternehmen

2.3 Die Burnoutsymptomatik

3. Gesundheit von KiTa-Personal

3.1 STEGE-Studie - Das Studiendesign

3.2 Gesundheitliche Probleme von KiTa-Personal

3.3 Burnout bei KiTa-Personal

4. Belastungen und Ressourcen am Arbeitsplatz

4.1 Belastungen und Gefährdungen

4.2 Berufliche Ressourcen

5. Gesundheitsförderung

5.1 Betriebliches Gesundheitsmanagement in KiTas

5.2 Prävention von Burnout

6. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob pädagogisches Personal in Kindertageseinrichtungen aufgrund spezifischer Arbeitsbelastungen ein höheres Burnout-Risiko aufweist als andere Berufsgruppen, und analysiert Möglichkeiten der betrieblichen Gesundheitsförderung.

  • Krankheitsbild Burnout: Symptome, Ursachen und historische Einordnung
  • Analyse des Gesundheitszustandes von KiTa-Personal (basierend auf der STEGE-Studie)
  • Identifikation der größten Belastungsfaktoren im KiTa-Alltag
  • Ressourcenorientierte Ansätze zur Stärkung der Arbeitszufriedenheit
  • Strategien für ein betriebliches Gesundheitsmanagement in Kindertageseinrichtungen

Auszug aus dem Buch

2.1 Geschichte und Definitionen des Burnout

Der Begriff des „Burnouts“ wurde 1974 von dem deutsch-amerikanischen Psychologen Herbert J. Freudenberger geprägt. Er zeigte, dass gerade Menschen mit helfenden Berufen eine Erschöpfung durch Mitgefühl und enttäuschte Liebe in sich tragen. Nachdem sie ihre Arbeit mit viel Spaß und großem Enthusiasmus praktizierten, erlebten sie künftig Grenzen, entweder von außen und persönlich gesetzt, die zu Enttäuschungen begleitet von einem Absinken der Energiereserven führte. Ärzte, Lehrer, Sozialarbeiter, (Heim-)Erzieher, Krankenschwestern und ähnliche Berufsgruppen wurden überdurchschnittlich oft krankgeschrieben (vgl. Schröder, 2006, S. 10). Auch der deutsche Psychoanalytiker Wolfgang Schmidbauer greift dieses Thema in seinem Bestseller „Hilflose Helfer – Über die seelische Problematik der helfenden Berufe“ von 1977, welches auch heute noch rezipiert wird, auf und prägt darin den Begriff des „Helfersyndroms“. Ein vom Helfersyndrom Betroffener ist jemand, der das Ideal internalisiert hat, dass man nur dann gut sei, wenn man anderen, schwächeren, kranken, benachteiligten oder bedürftigen Menschen hilft. Für die zu betreuende Person soll der Helfer das Ideal verkörpern, welches er bei seinen eigenen Eltern in der Kindheit vermisst hat.

Bei einer starken Ausprägung des Helfersyndroms, das heißt, wenn das Wohlergehen des oder der Klienten grundsätzlich als wichtiger eingestuft wird als die eigene Befindlichkeit des Helfers oder die Bedürfnisse der Familienangehörigen, kann es zu schweren Depressionen oder zum Burnout kommen. Der Drang, immer und überall helfen zu müssen, wird zur Sucht (vgl. Schmidbauer, 1977). 1981 wurde das Maslach Burnout Inventory (MBI) von Christina Maslach und Susan E. Jackson entwickelt, welches bis heute gängigste Messinstrument zur Erfassung des Burnout-Syndroms ist und wird in fast 90 Prozent aller veröffentlichten wissenschaftlichen Studien eingesetzt. Mithilfe von 22 Fragen werden drei Dimensionen des Burnout-Syndroms erfasst: Emotionale Erschöpfung, Depersonalisierung und reduzierte persönliche Leistungsfähigkeit (vgl. Burisch, 2006, S.36). Bis heute existiert keine einheitliche Definition von Burnout und gilt nicht einmal als eigenständige Diagnose.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Burnout als gesamtgesellschaftliches Problem ein und skizziert die Fragestellung zur spezifischen Situation von Personal in Kindertageseinrichtungen.

2. „Ausgebrannt“ - Burnout allgemein: Das Kapitel erläutert die Entstehungsgeschichte des Burnout-Begriffs, definiert das Krankheitsbild wissenschaftlich und beleuchtet die verschiedenen Ursachen sowie die Symptomatik.

3. Gesundheit von KiTa-Personal: Hier wird der Gesundheitszustand von pädagogischen Fachkräften analysiert, insbesondere unter Einbeziehung der STEGE-Studie und der spezifischen beruflichen Belastungen.

4. Belastungen und Ressourcen am Arbeitsplatz: Das Kapitel identifiziert die größten Stressfaktoren wie Geräuschpegel und Zeitmangel und stellt gleichzeitig förderliche Ressourcen zur Stärkung der psychischen Widerstandskraft dar.

5. Gesundheitsförderung: Hier werden Strategien zur betrieblichen Gesundheitsförderung und Ansätze zur Prävention von Burnout diskutiert, um die Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern.

6. Schluss: Das Schlusskapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit verbesserter Rahmenbedingungen für eine langfristige Gesundheit des KiTa-Personals.

Schlüsselwörter

Burnout, Erzieherinnen, Kindertageseinrichtung, Gesundheitsförderung, STEGE-Studie, Arbeitsbelastung, berufliche Ressourcen, psychische Erschöpfung, Prävention, Arbeitszufriedenheit, Stressbelastung, Betriebliches Gesundheitsmanagement, pädagogische Qualität, psychische Gesundheit, Helfersyndrom.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht das Burnout-Risiko bei pädagogischem Personal in Kindertagesstätten und analysiert die Ursachen sowie präventive Ansätze.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die Definition von Burnout, die gesundheitliche Situation in Kitas, die Identifikation von Arbeitsbelastungen und Ressourcen sowie Möglichkeiten der Gesundheitsförderung.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage lautet, ob Erzieherinnen und Leitungskräfte in Kindertageseinrichtungen ein höheres Burnout-Risiko als andere Arbeitnehmer aufweisen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Untersuchung zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und wertet etablierte Studien, wie die STEGE-Studie und die Untersuchungen von Prof. Dr. Jungbauer, aus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit erläutert?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Burnout, die Darstellung der aktuellen Gesundheitssituation in Kitas und die Analyse konkreter Belastungsfaktoren sowie Schutzfaktoren.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Burnout, Erzieher-Beruf, Gesundheitsförderung, Belastungsfaktoren, Arbeitsbedingungen und Prävention.

Was besagt die STEGE-Studie in Bezug auf die Gesundheit von Erzieherinnen?

Die Studie belegt, dass KiTa-Personal im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung häufiger unter psychosomatischen Beschwerden leidet und psychische Belastungen bei dieser Berufsgruppe weit verbreitet sind.

Welche Rolle spielen Rahmenbedingungen für die Gesundheit des Personals?

Schlechte Rahmenbedingungen, wie Zeitmangel und unzureichende materielle Ausstattung, erhöhen das Risiko für gesundheitliche Beeinträchtigungen und eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit massiv.

Final del extracto de 31 páginas  - subir

Detalles

Título
Burnout am Arbeitsplatz der Kindertagesstätte. Leiden ErzieherInnen häufiger an Burnout?
Universidad
University of Koblenz-Landau  (Institut für Bildung im Kindes-und Jugendalter)
Curso
Pädagogische Qualität & Organisation und Managenent
Calificación
2,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
31
No. de catálogo
V300835
ISBN (Ebook)
9783656971047
ISBN (Libro)
9783656971054
Idioma
Alemán
Etiqueta
burnout arbeitsplatz kindertagesstätte leiden erzieherinnen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2015, Burnout am Arbeitsplatz der Kindertagesstätte. Leiden ErzieherInnen häufiger an Burnout?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/300835
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