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Das Subjekt und seine Anerkennung. Theoriebausteine für die pädagogische Praxis

Title: Das Subjekt und seine Anerkennung. Theoriebausteine für die pädagogische Praxis

Term Paper (Advanced seminar) , 2014 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Manuel Berg (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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In dieser Arbeit möchte ich Theoriebausteine über die Anerkennung verschiedenster Theoretiker zusammenführen und in einem weitergreifenden Schritt mit der pädagogischen Praxis verbinden. Zuerst wird der Anerkennungsbegriff erläutert, seine honnet'sche Untergliederung in Liebe, Recht und soziale Wertschätzung, sowie der der Anerkennung anhaftende Monismus näher beschrieben.

Die weiteren Bausteine erweitern sodann das erlangte Verständnis über Anerkennung durch Klärung der Dimensionen von: Gesellschaft, Missachtung der Anerkennung und den hieraus entstehenden Pathologien. Besonderes Augenmerk ist hier auf die Pathologien der Gegenwart gelegt. In einem letzten Theoriebaustein möchte ich die Scham in Verbindung zu verweigerter Anerkennung setzen.

Welche Konsequenzen hat dies für LehrerInnen und SchülerInnen und wie ist die Scham in Bezug zum Lernen zu setzen? Ich möchte bei all meiner Argumentation immer auch die päd. Praxis im Blick behalten, um zu sensibilisieren und die Bedeutung der Scham für das Lehren bzw. Lernen herausstellen. In einem letzten Schritt stelle ich dar, wie Scham abgewehrt werden kann und welche schulischen Konsequenzen sich ergeben, sprich, wie man von der Scham zur Anerkennung gelangt.

In einer abschließenden gut zu überblickenden Stellungnahme möchte ich nur wesentliche Aspekte dieser Arbeit herausgreifen. Wir haben gesehen, dass eine gesunde Identität im Zusammenwirken der drei Anerkennungssphären des Rechts, der Liebe und der sozialen Wertschätzung funktionieren kann. Da Honneth sich die Frage stellt, wie Gesellschaft möglich ist, sprich wie jeder mit jedem „gut auskommen kann“, so kann hier konstatiert werden: über die vorbehaltlose Anerkennung jeder anderen Person, diese Anerkennung ist nicht absolut ethisch-moralisch gemeint, sondern als konstitutive Bedingung von Gesellschaft mit seiner Vorstufe von Individuen als objektive Elemente. Damit ist schließlich jeder einzelne von uns (auch Institutionen) für unsere Gesellschaft verantwortlich, nämlich durch das Abgeben von Anerkennung an die Anderen ... ie vom Autor angesprochene institutionalisierte Sensibilität gegenüber hilfesuchenden Menschen fehlt leider viel zu oft und bedarf dringend einer Aufarbeitung durch Weiterbildung (zusätzlich vielleicht eine Art Institutionenphilosophie). Margalit spricht hier von Formen des Respekts und des Takts gegenüber den Subjekten und ihrer Selbstinterpretation als Subjekt. Erst hierdurch erlangen Institutionen und damit die Menschen die im ..

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition der Anerkennung

3. Bedarfsklärung

3.1 Anerkennung als sozialtheoretischer Leitbegriff

4. Theoriebausteine der Anerkennung

4.1 Der normative Monismus der Anerkennung

4.2 Die Sphäre der Liebe

4.3 Die Anerkennungssphäre des Rechts

4.4 Die Anerkennungssphäre sozialer Wertschätzung

5. Theoriebausteine des Subjekts

5.1 Dimensionen des Selbstverhältnisses

6. Theoriebausteine der Gesellschaft

6.1 Missachtung der Anerkennung

6.1.1 Institutionelle Demütigung bei Margalit

6.1.2 Soziale Pathologien bei Honneth

6.1.3 Soziale Pathologien der Gegenwart

7 Theoriebaustein der Scham

7.1 Definition Scham

7.2 Aktuelle Forschungsergebnisse

7.3 Wertschätzung von LehrerInnen

7.4 Beschämung bei Kindern

7.5 Schamabwehr

7.6 Konsequenzen

7.7 Von der Scham zur Anerkennung

8. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Konzept der Anerkennung als konstitutive Bedingung für Identitätsbildung und pädagogisches Handeln, wobei sie besonders die Verbindung zwischen fehlender Anerkennung, Schamgefühlen und den daraus resultierenden sozialen Pathologien in der heutigen Gesellschaft analysiert.

  • Grundlagen der Anerkennungstheorie nach Axel Honneth
  • Die drei Anerkennungssphären: Liebe, Recht und soziale Wertschätzung
  • Das Spannungsfeld zwischen Subjektivität, gesellschaftlichen Erwartungen und ökonomischem Druck
  • Die psychologische und pädagogische Bedeutung von Scham und deren Abwehrmechanismen
  • Handlungsmöglichkeiten für eine anerkennungsorientierte Pädagogik

Auszug aus dem Buch

7.4 Beschämung bei Kindern

Der Werklehrer hält den von Karl gebastelten Drachen hoch und sagt laut, dass Karl der Schmierfink, sich mal wieder nicht an die Arbeitsanweisung gehalten habe. Er weist betont darauf hin, wie schlecht der Drache von Karl aussieht. Karl sagt nichts, guckt nach unten.- Das Problem für den Lehrer war, dass Karl die Augen seines Drachens nicht aus Moosgummi ausgeschnitten hatte, sondern selber gezeichnet hatte und den Drachen anderweitig mit dem Stift verziert hatte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Theoriebausteine der Anerkennung ein und verknüpft diese mit der pädagogischen Praxis unter besonderer Berücksichtigung der Rolle der Scham.

2. Definition der Anerkennung: Es werden die verschiedenen philosophischen Strömungen und Varianten des Anerkennungsbegriffs als sozialer Grundbegriff dargelegt.

3. Bedarfsklärung: Dieses Kapitel begründet die Relevanz der Anerkennung in der Pädagogik als Notwendigkeit für ein autonomes Subjekt und gelingendes Selbstbewusstsein.

4. Theoriebausteine der Anerkennung: Detaillierte Darstellung des normativen Monismus und der drei Anerkennungssphären Liebe, Recht und soziale Wertschätzung nach Axel Honneth.

5. Theoriebausteine des Subjekts: Untersuchung der Entstehung von Subjektivität durch Anerkennungsverhältnisse und die Dimensionen des Selbstverhältnisses.

6. Theoriebausteine der Gesellschaft: Analyse gesellschaftlicher Ungleichheiten sowie der verschiedenen Formen von Missachtung und sozialen Pathologien.

7 Theoriebaustein der Scham: Tiefgehende Analyse der Scham als Folge verweigerter Anerkennung, ihrer Abwehrmechanismen und Konsequenzen für das schulische Lernen.

8. Schlussbemerkung: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse mit einem Appell an eine respektvolle, anerkennende Haltung im zwischenmenschlichen und institutionellen Kontext.

Schlüsselwörter

Anerkennung, Pädagogik, Scham, Identität, Subjektivität, Missachtung, Soziale Pathologien, Axel Honneth, Selbstwertgefühl, Gesellschaft, Transformatives Lernen, Respekt, Wertschätzung, Schamabwehr, Institutionelle Demütigung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anerkennungstheorie, insbesondere nach Axel Honneth, und deren zentraler Bedeutung für die Identitätsbildung und die pädagogische Praxis.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die drei Sphären der Anerkennung, die Entstehung von Subjektivität, das Phänomen der Scham sowie gesellschaftliche Formen der Missachtung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Theoriebausteine der Anerkennung zusammenzuführen und aufzuzeigen, wie Anerkennung bzw. deren Verweigerung die pädagogische Praxis und die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Rekonstruktion anerkennungstheoretischer Ansätze und verknüpft diese in einem pädagogisch-reflexiven Ansatz mit aktuellen gesellschaftlichen Bedingungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Anerkennung, die Bedeutung des Subjekts, gesellschaftliche Strukturen der Missachtung sowie die Rolle der Scham als Blockade für Lernen und Entwicklung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Anerkennung, Pädagogik, Scham, soziale Pathologien, Identität und Subjektivität.

Welche Bedeutung hat die Scham speziell im schulischen Kontext?

Scham wirkt im schulischen Kontext als Blockade für kreatives Lernen und freies Denken, da sich Betroffene bei einer Beschämung in einem angstbasierten Modus befinden, der die kognitive Leistungsfähigkeit einschränkt.

Wie kann eine Lehrkraft konstruktiv mit Scham umgehen?

Eine Lehrkraft sollte ein Bewusstsein für Scham entwickeln, das Erlebtes bei Schülern identifizieren können und durch eine anerkennende Fehlerkultur sowie Respekt vor der Individualität des Lernenden einen sicheren Raum schaffen.

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Details

Title
Das Subjekt und seine Anerkennung. Theoriebausteine für die pädagogische Praxis
College
University of Osnabrück  (Erziehungs- und Kulturwissenschaften)
Course
MA Seminar: Anerkennung – kategoriale und phänomenale Annäherung
Grade
1,0
Author
Manuel Berg (Author)
Publication Year
2014
Pages
26
Catalog Number
V301292
ISBN (eBook)
9783956872693
ISBN (Book)
9783668003767
Language
German
Tags
subjekt anerkennung theoriebausteine praxis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manuel Berg (Author), 2014, Das Subjekt und seine Anerkennung. Theoriebausteine für die pädagogische Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301292
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