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Sedationspause bei volatilen Narkotika anhand des AnaConDa Systems

Titre: Sedationspause bei volatilen Narkotika anhand des AnaConDa Systems

Mémoire (de fin d'études) , 2015 , 25 Pages , Note: 2.0

Autor:in: Michael Schwald (Auteur)

Sciences infirmières - Divers
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Résumé Extrait Résumé des informations

Der Sedationsstopp wurde in den letzten Monaten wieder vermehrt in Fachzeitschriften und auf Kongressen diskutiert. Die Wichtigkeit und Durchführung dieser Massnahme ist mittlerweile unumstritten. Vielmehr stehen die Substanzen (Wirkung und Kombination) und deren Handhabung im Fokus. Zur gängigsten Applikation der Analgosedation (intravenös) gibt es mittlerweile eine gute Datenlage und genaue Empfehlungen, wie diese zu pausieren sind. Inhalative Sedationsmöglichkeiten sind bisher nur aus der Anästhesie bekannt. In den letzten 10 Jahren haben diese Verfahren aber zunehmend Einzug in die Behandlung von Patienten auf Intensivstationen in ganz Europa gefunden. Nach anfänglicher Skepsis und mangels intensivmedizinischer Zulassung (Off-Label-Use), scheint sich diese Behandlungsoption aber mittlerweile als echte Alternative für bestimmte Indikationen zu etablieren.
Die AnaConDa® ist das erste und bisher einzige System, welches eine inhalative Sedierung ausserhalb des OP’s ermöglicht (Bösel & Steiner, 2010). Seitdem hat sich die Anwendung des AnaConDa®-Systems zur inhalativen Sedation mit Isofluran und Sevofluran (…) deutlich weiterentwickelt. Richtungsweisend ist auch die Aufnahme dieser alternativen Inhalationssedierung in die S3-Leitlinie zur Sedierung der DIVI und DGAI von 2010 (Bösel & Steiner, 2010).
Ein weiteres gutes Argument liefert Prof. Weber (2012) „ Während der inhalativen Sedierung können wir Patienten permanent aufwecken, das ist etwas anderes als die schwer zu unterbrechende intravenöse Sedierung. Mit dem Gas wird praktisch ein permanenter Wake up-Call mit Spontanatmungsversuchen induziert“.
Auch an meinem Arbeitsplatz wird vermehrt auf die inhalative Sedation zurückgegriffen. Der Sedationsstopp bei Verwendung der inhalativen Sedationstechnik steht bei uns konzeptionell noch in Ausarbeitung. Diese Diplomarbeit soll diese Bemühungen komplettieren und abschliessen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1. Hinführung zum Thema

1.2. Fragestellung

1.3. Ziel der Arbeit

1.4. Eingrenzung

2. HAUPTTEIL

2.1. Analgosedation intensivmedizinischer Patienten

2.1.1. AnaConDa® (Anaestehtic Conserving Device)

2.1.2. Wirkung volatiler Anästhetika mit dem AnaConDa® System

2.1.3. Vorteile und Nachteile Inhalativer Sedation

2.2. Voraussetzungen Sedationsstopp (mit AnaConDa®)

2.2.1. Der erste Versuch

2.2.2 Erfahrungswerte AnaConDaY 2010/2012

2.3 Aufwachversuch zur Vorbereitung zum Weaning

2.4 Aufwachversuch zur neurologischen Beurteilung

3. DISKUSSION

4. SCHLUSSFOLGERUNG

5. REFLEXION

Zielsetzung und Themenfelder

Die Arbeit untersucht die Eignung des AnaConDa®-Systems zur Durchführung von Sedationspausen bei intensivmedizinisch beatmeten Patienten. Dabei steht die Beantwortung der Fragestellung im Fokus, worauf bei der Durchführung von Sedationspausen mit volatilen Anästhetika zu achten ist, um den Weaningprozess und die neurologische Beurteilung optimal zu unterstützen.

  • Analyse der Anwendung volatiler Anästhetika in der Intensivmedizin
  • Evaluation des AnaConDa®-Systems als Hilfsmittel für die Sedationsführung
  • Untersuchung von Voraussetzungen und Strategien für erfolgreiche Sedationspausen
  • Vergleich von Sedations- und Weaningprozessen zwischen inhalativen und intravenösen Verfahren
  • Bedeutung der interprofessionellen Zusammenarbeit bei der Sedationssteuerung

Auszug aus dem Buch

2.1.3. Vorteile und Nachteile Inhalativer Sedation

Vorteile Die Inhalative Sedierung ist besser steuerbar als intravenöse Sedierungsregimes, d.h. sie erlaubt eine raschere Anpassung der gewünschten Sedierungstiefe. So fanden Kong et al. (1989) heraus, dass die Sedierungstiefe unter Isofluransedierung häufiger im Zielbereich lag als unter Midazolam-Sedierung. Die korrekte Applikationstechnik wird über die end-tidale Konzentration gemessen und kann helfen eine Übersedierung frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Auch die Aufwachzeiten sind deutlich kürzer. In sieben randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) konnten deutlich kürzere Aufwachzeiten nach inhalativer versus intravenöser Sedierung gezeigt werden (Kong, Willatts & Prys-Roberts, 1989; Spencer & Willatts, 1992; Bedi et al., 2003; Meiser et al., 2003; Sackey et al., 2004; Hanafy, 2005; Röhm et al., 2008). Auch war die Spannweite der Aufwachzeiten nach inhalativer Sedierung wesentlich enger, so dass die Patienten in einem engeren Zeitfenster aufwachten und z.B. extubiert werden konnten. Auch die kognitiven Funktionen haben sich nachweislich rascher erholt. Die Patienten waren früher orientiert und in der Lage, ihre Situation zu begreifen (Kong, Willatts & Prys-Roberts, 1989; Spencer & Willatts, 1992; Meiser et al., 2003).

Nachteile Wirkliche Nachteile sind nicht zu nennen, einzig die aufwändige und ungewohnte Applikation. Die Notwendigkeit des Einsatzes von teuren und sperrigen Anästhesiebeatmungsgeräten mit Kreisteil, Verdampfer, Atemkalk, Anästhesiegasvaporatoren sowie eingeschränkten Beatmungsmöglichkeiten und limitierter Flowgenerierung stand bislang einer breiten Anwendung entgegen. Inzwischen steht ein Applikationssystem für volatile Anästhetika zur Verfügung (AnaConDa®, Sedana Medical, Geretsried), welches zusammen mit normalen Intensivrespiratoren eingesetzt werden kann. Solange die Reflektionskapazität von 10 ml dampfförmigem Anästhetikum pro Atemhub, also z.B. 1 Vol-% in 1000 ml oder 2 Vol-% in 500 ml Tidalvolumen, nicht überschritten wird, werden 90 % der Anästhetikamoleküle reflektiert (Meiser et al., 2009). Die Effizienz des Systems entspricht dann derjenigen eines Anästhesiegerätes, welches mit einem Frischgasfluss von etwa 1 L/min betrieben wird. Bei höheren expiratorischen Konzentrationen oder Volumina, wie sie auf der Intensivstation nicht wünschenswert sind, wird das System vergleichsweise ineffizient. Die Handhabung des Systems wurde in mehreren Studien evaluiert und nach Unterweisung der Mitarbeiter und Beachtung mehrerer Besonderheiten, als sicher eingestuft (Sackey et al., 2004; Röhm et al., 2008). In Übersichtsarbeiten werden die Handhabung des Systems, sowie wichtige, zu beachtende Tricks und Fallen beschrieben (Meiser & Laubenthal, 2005; Meiser et al., 2006).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Sedationspause ein und begründet die Relevanz der Arbeit angesichts zunehmender Erfahrung mit volatilen Anästhetika auf Intensivstationen.

2. HAUPTTEIL: Der Hauptteil beleuchtet die Analgosedation, die Funktion des AnaConDa®-Systems sowie Voraussetzungen und Prozesse für Sedationsstopps und Weaningversuche im klinischen Alltag.

3. DISKUSSION: Hier werden die Ergebnisse kritisch reflektiert, wobei das Potenzial der inhalativen Sedation dem aktuellen Stand der Evidenz und der praktischen Erfahrung gegenübergestellt wird.

4. SCHLUSSFOLGERUNG: Die Schlussfolgerung betont, dass nicht das methodische "Wie" entscheidend ist, sondern die konsequente Durchführung von Sedationspausen unter Berücksichtigung individueller Patientenbedingungen.

5. REFLEXION: Im letzten Abschnitt reflektiert der Autor den Arbeitsprozess, die Herausforderungen bei der Literaturrecherche sowie den Wissenszuwachs durch die Auseinandersetzung mit der Thematik.

Schlüsselwörter

AnaConDa®, Inhalative Sedation, Volatile Anästhetika, Sedationspause, Intensivmedizin, Weaning, Analgosedation, Beatmung, Neurologisches Monitoring, Richmond-Agitation-Sedation-Scale, Isofluran, Sevofluran, Intensivpflege, Patienten-Outcome, Sedierungsprotokoll.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Anwendung volatiler Anästhetika zur Sedierung von Patienten auf Intensivstationen und untersucht spezifisch die Durchführung von Sedationspausen unter Nutzung des AnaConDa®-Systems.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Steuerung der Sedierungstiefe, die Implementierung von Weaningkonzepten, das neurologische Monitoring und die praktische Anwendung von AnaConDa® in der intensivmedizinischen Routine.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, eine wissenschaftliche Grundlage für die Erweiterung des Sedationskonzeptes mit inhalativen Anästhetika zu schaffen und als Basis für die innerbetriebliche Fortbildung des Fachpersonals zu dienen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche, den Vergleich aktueller Datenlagen sowie die Einbeziehung von Praxis-Erfahrungswerten zur Evaluierung der inhalativen Sedationstechnik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Analgosedation, die technische Beschreibung des AnaConDa®-Systems, die Bedingungen für einen Sedationsstopp sowie die praktische Anwendung bei Weaningprozessen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere das AnaConDa®-System, inhalative Sedation, Sedationspause, Weaning, Intensivmedizin sowie diverse Scoringsysteme zur neurologischen Beurteilung.

Warum ist die Einbindung der Pflege bei diesem speziellen Sedationskonzept so wichtig?

Laut den angeführten Expertenmeinungen hat das Pflegepersonal die engste Bindung zum Patienten, führt den Großteil der Sedationsmanagement-Prozesse durch und kontrolliert routinemäßig die für die Steuerung essenziellen Vitalparameter.

Welche Herausforderungen nennt der Autor bei der Anwendung der inhalativen Sedation?

Die größte Hürde ist die ungewohnte und aufwändige Applikationstechnik sowie die Tatsache, dass es sich um einen „Off-Label-Use“ handelt, was eine engmaschige Überwachung von Organfunktionen erforderlich macht.

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Résumé des informations

Titre
Sedationspause bei volatilen Narkotika anhand des AnaConDa Systems
Note
2.0
Auteur
Michael Schwald (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
25
N° de catalogue
V301321
ISBN (ebook)
9783956877421
ISBN (Livre)
9783668004016
Langue
allemand
mots-clé
sedationspause narkotika anaconda systems
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Michael Schwald (Auteur), 2015, Sedationspause bei volatilen Narkotika anhand des AnaConDa Systems, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301321
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Extrait de  25  pages
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