Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Philologie Allemande - Littérature Allemande Ancienne, Littérature Médiévale

Natur und Naturwahrnehmung im Mittelalter und in der mittelalterlichen Literatur

Titre: Natur und Naturwahrnehmung im Mittelalter und in der mittelalterlichen Literatur

Note de Cours Magistral , 2013 , 17 Pages

Autor:in: Rebecca Schwarz (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Ancienne, Littérature Médiévale
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Mitschrift der Vorlesung "Natur und Naturwahrnehmung im Mittelalter und in der mittelalterlichen Literatur" im Wintersemester 2012/13 am Karlsruher Institut für Technologie.
Themen der Vorlesung waren unter anderem: Darstellung der Natur bzw. Naturhafter Elemente in mittelalterlicher Dichtung, Problematik der Anwendung unseres heutigen Naturbegriffs auf das Mittelalter, Natur lediglich ein Motiv im Mittelalter, Naturlyrik selbst existiert nicht, Definition Naturlyrik und Erlebnislyrik, Wann wird Natur im Mittelalter geschildert und welchem Zweck dient sie, Natureingang als rhetorisches Verfahren, altera natura (ästhetisch erzeugte Natur) des Mittelalters, Natur als Art von Andernwelt,
Typische Beispiele für die Natur im Mittelalter: Natureingang, Szenenhaftigkeit und der locus amoenus

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Natur und Naturwahrnehmung im Mittelalter und in der mittelalterlichen Literatur

2. Mitschrieb der Vorlesung: 05.12.2012

3. 09.01.2013

4. 23.01.2013

5. 06.02.2013

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Ziel der vorliegenden Arbeit besteht darin, das Verständnis von Natur und deren Wahrnehmung im Kontext der mittelalterlichen Literatur und Geistesgeschichte zu untersuchen. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern Natur nicht als autonomes Objekt, sondern als funktionaler Bestandteil höfischer Ästhetik und theologischer Deutungsmuster konstruiert wurde.

  • Die Hermeneutik der Natur als "Buch" und die vierfache Schriftauslegung
  • Das Spannungsfeld zwischen Ordo-Gedanken und der mathematischen Modellierung der Welt
  • Die Funktion von Naturelementen als Kulisse und rhetorisches Verfahren im Minnesang
  • Die Abgrenzung der höfischen Welt von der "unhöfischen" Wildnis des Waldes
  • Der ästhetische Wandel der Naturauffassung vom Mittelalter bis zur Neuzeit

Auszug aus dem Buch

Die Geometrische Methode

Die Geometrische Methode ergibt sich aus den mittelalterlichen Positionen in der Betrachtung, der Wahrnehmung und Deutung der Natur. Es ist ein Begriff aus der Philosophie des 17. Jahrhunderts. Grundlagen hierfür haben mit dem Einfluss des antiken Mathematikers Euklid zu tun. Durch die Verwendung rationaler Ableitungen auf mathematischer Basis ergibt sich ein Zugang zur der im Mittelalter und bis ins 18. Jahrhundert hinein viel zitierten Bibelstelle im Buch der Weisheit 11,21: Du hast alles geordnet, nach Maß, Zahl und Gewicht. Das Verfahren der Lektüre wird dadurch präzisiert, dass die Schriftzeichen der Natur mit mathematischen Symbolen identifiziert werden und ihr Sinnbezug durch mathematische Regeln und Gesetze festgelegt werden. Die Vorstellung der Geometrisierbarkeit der Natur legt nun eine weitere Leitidee nahe: Die Vorstellung der Natur als machina mundi! Einigen lateinischen Schriftstellern und Kirchenvätern war dieser Terminus nicht unbekannt (Lukretz und Gregor von Nizza). Richtungsgebend für das Mittelalter war die Übersetzung des platonischen timaios. Bei Platon finden wir hier den Ausdruck totu cosmu soma: herrlich ist diese sichtbare Maschine.

Zusammenfassung der Kapitel

Natur und Naturwahrnehmung im Mittelalter und in der mittelalterlichen Literatur: Bietet einleitende Literaturempfehlungen zur Erforschung der Naturwahrnehmung im mittelalterlichen Kontext.

Mitschrieb der Vorlesung: 05.12.2012: Erläutert die hermeneutischen Zugänge zur Natur, insbesondere die Metapher der Natur als Buch und die Anwendung der vierfachen Schriftauslegung.

09.01.2013: Analysiert die literaturästhetischen Kategorien des Naturschönen und die Problematik der Anwendung moderner Naturbegriffe auf mittelalterliche Dichtung.

23.01.2013: Untersucht die Funktion von Naturelementen als rhetorische Topoi und das poetologische Prinzip der Knappheit in der mittelalterlichen Lyrik.

06.02.2013: Synthetisiert die Rolle der Natur als höfischer Repräsentationsraum und den Kontrast zwischen geordneter Welt und dem unzivilisierten Wald.

Schlüsselwörter

Mittelalter, Naturwahrnehmung, Natur als Buch, Hermeneutik, Ordo-Gedanke, Geometrische Methode, Machina mundi, Minnesang, Topos, Natureingang, Höfische Ästhetik, Locus amoenus, Literaturgeschichte, Naturdarstellung, Scholastik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie das Mittelalter die Natur wahrnahm und in der literarischen sowie theologischen Praxis verarbeitete.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Metaphorik der Natur, die höfische Literaturästhetik und das Verhältnis zwischen Naturbeobachtung und Schöpfungstheologie.

Was ist die Forschungsfrage der Publikation?

Die Arbeit untersucht, ob und wie Natur als eigenständiges Objekt in mittelalterlichen Texten fungiert oder ob sie primär als Konstrukt höfischer Ordnung und Ästhetik dient.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein literaturwissenschaftlicher und geistesgeschichtlicher Ansatz verfolgt, der hermeneutische Analysen mit der Untersuchung poetologischer Topoi verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Vorlesungsmitschriebe, die Themen wie die "Geometrische Methode", den "Ordo-Gedanken" und die Funktion des "Natureingangs" in der Lyrik detailliert beleuchten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Mittelalter, Naturwahrnehmung, Hermeneutik, Ordo, Machina mundi, Topos, Minnesang und höfische Ästhetik.

Wie unterscheidet sich die mittelalterliche Natursicht von der Moderne?

Während die Moderne Natur als individuellen Erfahrungsraum begreift, diente sie im Mittelalter primär als Symbol der göttlichen Ordnung oder als Kulisse für höfische Belange.

Was bedeutet die "Natur als Buch"?

Dies bezeichnet eine hermeneutische Praxis, bei der Naturerscheinungen wie Schriftzeichen gelesen und mittels theologischer Interpretationskunst (Sensus-Lehre) gedeutet wurden.

Warum wird der Wald im Mittelalter oft als Gegenwelt dargestellt?

Der Wald symbolisiert jenseits der höfischen Ordnung einen Ort der Entbehrung, Gefahr und Abweichung von gesellschaftlichen Normen.

Welche Rolle spielt die Geometrische Methode?

Sie beschreibt die mathematische Modellierung der Natur, welche die Schöpfung als geordnetes System nach "Maß, Zahl und Gewicht" verstehbar machte.

Fin de l'extrait de 17 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Natur und Naturwahrnehmung im Mittelalter und in der mittelalterlichen Literatur
Université
Karlsruhe Institute of Technology (KIT)  (Institut für Literaturwissenschaft)
Cours
Natur und Naturwahrnehmung im Mittelaltern und in der mittelalterlichen Literatur
Auteur
Rebecca Schwarz (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
17
N° de catalogue
V301818
ISBN (ebook)
9783956873904
ISBN (Livre)
9783668005006
Langue
allemand
mots-clé
natur naturwahrnehmung mittelaltern literatur
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Rebecca Schwarz (Auteur), 2013, Natur und Naturwahrnehmung im Mittelalter und in der mittelalterlichen Literatur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301818
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  17  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint