Die spanische Sprache wird nicht nur von den Einwohnern Spaniens gesprochen, sondern auch in allen ehemaligen spanischen Kolonien in Südamerika und Afrika. Die Gesamtsprecherzahl beläuft sich auf ca. 340 Mio. Spanisch gehört demnach zur dritt meist gesprochenen Sprache weltweit. Hieraus ergibt sich die Frage, ob Spanisch eine einheitliche oder vielfältige Sprache ist. Gibt es eine Standartsprache und demnach eine allgemein gültige Norm?
Im Folgenden soll diese Frage geklärt und die regionalen Varietäten des Spanischen, unter Bezugnahme des Diasystems, vorgestellt werden. Aufgrund der großen Vielfalt der Varietäten wird hier nur auf die wichtigsten eingegangen.
Spanisch ist eine plurizentrische Sprache, die keine homogene Einheit bildet, sondern sowohl die Standartsprache als auch alle regionalen Varietäten einschließt.
Diese Varietäten werden im dem sogenannten Diasystem der Sprache zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hauptteil
2.1. Das Diasystem
2.2. Konvergenz, Divergenz und Parallelismus
2.3. Variationsphänomene
3. Schlussbetrachtung
4. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die sprachliche Einheit sowie die regionale Vielfalt des Spanischen und beleuchtet dabei, inwieweit das Spanische als plurizentrische Sprache zu verstehen ist.
- Analyse des Diasystems als Architektur der Sprache
- Untersuchung von Konvergenz, Divergenz und Parallelismus in der Sprachgeschichte
- Darstellung spezifischer Variationsphänomene wie Seseo, Ceceo und Yeísmo
- Vergleich grammatikalischer und lexikalischer Unterschiede zwischen dem europäischen Spanisch und dem Spanisch in Amerika
Auszug aus dem Buch
2.1. Diasystem
Das Diasystem wird auch als Architektur der Sprache bezeichnet, die alle unterschiedlichen Realisierungsformen beziehungsweise sprachlichen Varietäten umfasst. Man unterscheidet zwischen diatopischen, diastratischen und diaphasischen Varietäten.1
Unter diatopischen Varietäten oder Dialekten versteht man die räumlich bedingten Unterschiede in der Realisierung einer Sprache. Man differenziert hierbei zwischen großen und kleinen Räumen. So wäre beispielsweise das Fehlen des Pretérito Perfecto in Hispanoamerika eine diatopische Varietät großer Räume und der Dialekt Andalusiens im Vergleich zu dem Spanisch Salamancas eine diatopische Varietät kleiner Räume.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die globale Bedeutung des Spanischen ein und wirft die Kernfrage nach der Homogenität oder Vielfalt der Sprache auf.
2. Hauptteil: Der Hauptteil erläutert theoretische Konzepte wie das Diasystem, sprachliche Entwicklungstendenzen sowie konkrete regionale Unterschiede in Aussprache, Grammatik und Lexik.
3. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst zusammen, dass Spanisch eine plurizentrische Sprache ist, die trotz ihrer lokalen Zentren eine grundlegende Einheit bewahrt.
4. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Einführungswerke zur spanischen Sprachwissenschaft.
Schlüsselwörter
Spanisch, Sprachwissenschaft, Diasystem, Varietäten, Plurizentrik, Seseo, Ceceo, Yeísmo, Sprachnorm, Dialektologie, Hispanoamerika, Sprachgeschichte, Konvergenz, Divergenz, Grammatik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob das Spanische eine einheitliche oder eine vielfältige Sprache ist und wie die verschiedenen regionalen Ausprägungen theoretisch einzuordnen sind.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Architektur der Sprache (Diasystem), die Entwicklungstendenzen sprachlicher Abweichungen sowie die Untersuchung spezifischer phonetischer und grammatikalischer Varietäten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Klärung, ob das Spanische aufgrund seiner regionalen Unterschiede als plurizentrische Sprache definiert werden kann, ohne seine Einheit zu verlieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine linguistische Analyse unter Bezugnahme auf das Konzept des Diasystems durchgeführt, wobei regionale Sprachmerkmale systematisch vorgestellt und verglichen werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretische Einteilung in diatopische, diastratische und diaphasische Varietäten sowie konkrete Beispiele wie Seseo, Yeísmo, Dequeísmo und Unterschiede im Verbgebrauch.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Spanisch, Diasystem, Varietäten, Plurizentrik, Sprachnorm, Dialekt und Sprachgeschichte.
Warum wird Spanisch als plurizentrische Sprache bezeichnet?
Weil es keine homogene Einheit bildet, sondern die Standardsprache sowie mehrere gleichwertige regionale Sprachzentren umfasst, die trotz lokaler Unterschiede eine relative Einheit wahren.
Welchen Einfluss haben Konvergenz und Divergenz auf die Sprache?
Konvergente Tendenzen sorgen für Angleichungen durch Sprachkontakt (z.B. Anglizismen), während Divergenzen lokale Entwicklungen beschreiben, die zu einer sprachlichen Differenzierung führen.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2013, Die Frage nach der Einheit der spanischen Sprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301960