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Volkswirtschaftliche Heterogenität in der Eurozone. Eine Gefahr für die Stabilität?

Título: Volkswirtschaftliche Heterogenität in der Eurozone. Eine Gefahr für die Stabilität?

Trabajo Escrito , 2015 , 23 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Lasse Kelzenberg (Autor)

Política - Tema: Unión Europea
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Die Europäische Währungsunion (EWU) ist ein noch nie da gewesenes Projekt. Es ist das erste Mal, dass souveräne Staaten, derzeit 19 an der Zahl, eine einheitliche Währung einführen. Seit im Jahre 2008 die Eurokrise ausbrach, ist ein zunehmend deutlich werdendes Gefälle zwischen den Euroländern erkennbar. Der letzte Wahlerfolg der linkspopulistischen Syriza-Partei zur stärksten politischen Kraft Griechenlands ist nur ein aktuelles Beispiel für den wachsenden Unmut innerhalb der Bevölkerung. Doch welche Implikationen bringt dieses wirtschaftliche Gefälle mit sich? Was bedeutet es hinsichtlich der Stabilität der EWU?

Diese Arbeit soll einen Beitrag zur Beantwortung dieser Leitfrage leisten, indem sie aus einer vorwiegend keynesianischer Perspektive Antworten gibt. Dabei sollen besondere Schwerpunkte auf der Rolle der Europäischen Zentralbank sowie den unterschiedlichen Lohn- und Preisniveaus liegen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Hintergründe

1.1 Fragestellung und Methodik

1.2 Theoriekapitel: Der Keynesianismus und die Debatte um Preisstabilität

1.3 Theoriekapitel: Lohnstückkosten bestimmen die Inflation

2. Volkswirtschaftliche Heterogenität als Problem der EZB

2.1 Konstruktionsfehler bereits bei der Einführung

2.2 Auf- und Abwertung der Währung

2.3 Zinsen und Staatsanleihen

3. Divergente Entwicklungen der Wettbewerbsfähigkeit

3.1 Heterogene Lohnregime

3.2 Divergente Lohnstückkostenentwicklung

3.3 Handelsüberschüsse und –Defizite

4. Wirtschaftspolitische Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert aus einer keynesianisch geprägten Perspektive, inwieweit volkswirtschaftliche Heterogenität zwischen den Mitgliedstaaten der Eurozone eine Gefahr für deren Stabilität darstellt und inwiefern diese Divergenzen die Handlungsfähigkeit der Europäischen Zentralbank einschränken.

  • Analyse der volkswirtschaftlichen Heterogenität in der Eurozone
  • Die Rolle der Lohnstückkosten und deren Einfluss auf die Inflation
  • Die Auswirkungen der EZB-Geldpolitik auf divergierende Wirtschaftsräume
  • Strukturelle Defizite der Währungsunion ohne politische Union
  • Zusammenhang zwischen deutscher Exportstrategie und Leistungsbilanzdefiziten in Südeuropa

Auszug aus dem Buch

2.3 Zinsen und Staatsanleihen

Unter anderem aufgrund des zuvor genannten Sachverhaltes, kommt es zu einer sukzessiven Kapitalflucht aus wirtschaftlich schwachen Ländern in stärkere Länder. Die vorher günstigen Bedingungen für riskante ausländische Direktinvestitionen in den Süden – unter anderem die schwächeren Währungen und damit einhergehende niedrige Lohn- und Produktionskosten – waren nicht mehr im selben Ausmaß gegeben, was zu einem Problem der staatlichen Refinanzierung auf dem Staatsanleihemarkt wurde: Die Zinsen für Staatsanleihen haben ein Maß erreicht, dass eine langfristige Gesundung und relative finanzielle Unabhängigkeit in weite Ferne rücken lässt.

In der Debatte, die unter dem Begriff „Eurobonds“ geführt wird, positioniert sich Deutschland (und auch andere Staaten mit einer relativ prosperierender Wirtschaft) mit dem Begriff der „Transferunion“ (so Merkel; FAZ 2011) gegen gemeinsame europäische Staatsanleihen. Dabei wird aus vorwiegend wirtschaftsliberaler Perspektive befürchtet, dass eine gemeinsame Haftung, insbesondere bei kleineren Staaten, zu einem Verlust von Verantwortungsbewusstsein, also einem „moral hazard“ führe und das mit einer Schuldengemeinschaft die (Zins)-Kosten für Deutschland überproportional steigen würden (Beispiel: Sinn et al. 2011: 32). Es spricht einiges für dieses Argument, Fakt jedoch ist auch, dass die viel zu hohen Refinanzierungskosten der, besonders von der Krise betroffenen Staaten, eines der Hauptprobleme darstellen und letztlich auch den anderen Mitgliedstaaten schaden werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Hintergründe: Einführung in die Problematik des wirtschaftlichen Gefälles innerhalb der Eurozone und Vorstellung der keynesianischen Analyseperspektive.

2. Volkswirtschaftliche Heterogenität als Problem der EZB: Untersuchung der konstruktionsbedingten Schwächen der Währungsunion und der Einschränkungen für die geldpolitische Steuerung durch die EZB.

3. Divergente Entwicklungen der Wettbewerbsfähigkeit: Analyse der disparaten Lohnregime und der daraus resultierenden Unterschiede in der Wettbewerbsfähigkeit sowie Handelsbilanz der Mitgliedstaaten.

4. Wirtschaftspolitische Schlussfolgerung: Kritische Bewertung der aktuellen Austeritätspolitik und Forderung nach lohnpolitischen Anpassungen sowie staatlichen Konjunkturimpulsen.

Schlüsselwörter

Eurozone, volkswirtschaftliche Heterogenität, EZB, Lohnstückkosten, Phillips-Kurve, Keynesianismus, Wettbewerbsfähigkeit, Eurobonds, Leistungsbilanzdefizite, Austeritätspolitik, Reformen, Währungsunion, Exportüberschuss, Inflation, Staatsanleihen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den wirtschaftlichen Ungleichheiten innerhalb der Eurozone und untersucht deren Auswirkungen auf die Stabilität der Währungsunion.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Lohnentwicklung, die Inflationssteuerung, die Rolle der EZB, Staatsverschuldung und die unterschiedliche Wettbewerbsfähigkeit der Mitgliedstaaten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aus einer keynesianischen Perspektive zu analysieren, wie volkswirtschaftliche Heterogenität die Stabilität der Eurozone gefährdet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine theoretische Analyse auf Basis keynesianischer Annahmen unter Einbeziehung ökonomischer Kennziffern und Literatur zum Thema europäische Währungs- und Lohnpolitik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird die EZB-Politik, das Phänomen der Lohnstückkosten und die Divergenz der Handelsbilanzen zwischen Deutschland und den Südstaaten kritisch beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Eurokrise, Lohnstückkosten, Wettbewerbsfähigkeit, Austerität und EZB-Geldpolitik definiert.

Inwiefern beeinflusst die Lohnpolitik Deutschlands die Krise in anderen Staaten?

Durch die deutsche Strategie der Lohnzurückhaltung wurden Exporte begünstigt, während andere Staaten durch Handelsbilanzdefizite in eine Schuldenspirale gerieten, was die Heterogenität in der Eurozone verschärfte.

Warum wird die aktuelle Austeritätspolitik in der Arbeit kritisiert?

Der Autor argumentiert, dass Sparmaßnahmen die Nachfrage künstlich unterdrücken, das Wirtschaftswachstum hemmen und somit die ökonomische Lage der Krisenländer eher verschlechtern als verbessern.

Final del extracto de 23 páginas  - subir

Detalles

Título
Volkswirtschaftliche Heterogenität in der Eurozone. Eine Gefahr für die Stabilität?
Universidad
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft)
Curso
(PS/MWA) Aufholen, nachholen, überholen? Bedingungen und Strategien der Entwicklung aufstrebender Schwellenländer
Calificación
1,0
Autor
Lasse Kelzenberg (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
23
No. de catálogo
V302093
ISBN (Ebook)
9783668035287
ISBN (Libro)
9783668035294
Idioma
Alemán
Etiqueta
Eurokrise Wirtschaft Volkswirtschaft Heterogenität Keynesianismus Stabilität EWU Verschiedenheit Lohnstückkosten Wechselkursverzerrungen Euro Krise Inflation Ökonomie Deutschland EZB ECB Europa
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lasse Kelzenberg (Autor), 2015, Volkswirtschaftliche Heterogenität in der Eurozone. Eine Gefahr für die Stabilität?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302093
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