Die Förderung an einer Freiwilligen Ganztagsschule. Motivationen, Beschreibung der Einrichtung und Projektarbeit


Praktikumsbericht / -arbeit, 2013

15 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Fragestellung

2. Rahmenbedingungen
2.1 Motivationen
2.2 Kurzbeschreibung der Einrichtung
2.3 Meine Tätigkeiten

3. Inhalt
3.1 Angaben zum Kind und seinem familiären Umfeld
3.2 Hilfeleistungen der Praktikumsstelle und die Kooperation von Ganztagsschule und Jugendhilfe

4. Abschließende Bewertung

Literaturverzeichnis

1. Fragestellung

Während meines Praktikums habe ich mich reflektierend mit folgender Fragestellung beschäftigt:

Kann die Freiwillige Ganztagsschule (FGTS) den Bedürfnissen aller Kinder gerecht werden, vor allem derer, welche eingehend gefördert werden müssen?

In Bezug auf meine Frage habe ich die Methoden der teilnehmenden Beobachtung, der direkten und indirekten Befragung herangezogen. Dabei nahm ich als vorübergehende Mitarbeiterin des Familienberatungszentrums (FBZ) am Geschehen in der Freiwilligen Ganztagsschule M. (Name des Ortes anonymisiert) aktiv teil und versuchte mir ein Bild über die dortige Lage zu verschaffen. Durch Beobachtung und den direkten Umgang mit den Kindern konnte ich mir schnell einen Überblick einholen.

Mit Hilfe des FBZ-Teams und den MitarbeiterInnen der FGTS nahm ich mir ein Kind mit einem erhöhten Förderbedarf als Fall heraus, das ich mir näher in Betracht nahm. Die indirekten Befragungen über das Kind und die zusätzlichen Informationen bezüglich seiner Situation innerhalb der Familie, der Schule und der Freiwilligen Ganztagsschule, verhalfen mir einen Überblick zu gewähren, mit dem ich meine Fragestellung bearbeiten werde.

2. Rahmenbedingungen

Zu Beginn meines Praktikumsberichts werde ich meine Motivationen beschreiben, welche mich dazu veranlasst haben, ein Praktikum beim Familienberatungszentrum im Sozialraum M. zu absolvieren. Anschließend werde ich die Einrichtung, sowie deren Aufgabenbereiche und meine ausgeführten Tätigkeiten beim Familienberatungszentrum erläutern.

Danach gehe ich auf einen speziellen Fall ein, mit dem ich mich ausgiebig während meiner Praktikumszeit beschäftigt habe. Hierbei werde ich zunächst das betroffene Kind wie auch sein Umfeld und seine Situation veranschaulichen. Im Anschluss werde ich die Hilfeleistungen des Familienberatungszentrums auflisten, die dazu dienen sollen, dem Kind eine ideale Förderung anzubieten. Dabei werde ich näher auf die Kooperation von Ganztagsschule und Jugendhilfe eingehen. Anschließend bewerte und reflektiere ich meine Erfahrungen, die ich während meines Praktikums gesammelt habe und gebe ein Resümee über meine erworbenen Kompetenzen.

2.1 Motivationen

Die Motivationen, die mich dazu veranlasst haben ein Praktikum beim Familienberatungszentrum im Sozialraum M. zu absolvieren, waren zum einen die praktische Nähe zu meinem Wohnort, wodurch ich flexibel eingesetzt werden konnte und zum anderen mein großes Interesse an der Familienhilfe. Durch das Praktikum erhoffte ich mir, Einblicke in die Arbeit mit Familien zu bekommen und neue Erfahrungen zu sammeln. In meinem Vorstellungsgespräch wurde mir das breite Spektrum vermittelt, mit denen sich die MitarbeiterInnen des FBZ beschäftigen. Diese Vielfalt an Einblicken, welche ich gewinnen konnte, faszinierte mich sehr und verhalf mir bei meiner Wahl für diese Einrichtung.

2.2 Kurzbeschreibung der Einrichtung

Das Familienberatungszentrum im Sozialraum M. ist ein Bestandteil der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe im Landkreis Musterort (Landkreis anonymisiert) und stellt ein sozialraumorientiertes Projekt dar. Nach Deinet geht es bei der sozialräumlichen Jugendarbeit darum, die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen in ihren Sozialräumen, Wohngebieten und Lebenswelten zu analysieren, zu verstehen und daraus konkrete Angebote und Projekte zu entwickeln. Des Weiteren sollen durch die sozialraumorientierte Jugendhilfe die Räume bedarfsgerecht gestaltet werden können (vgl. Deinet 2009, S. 7f). Das Familienberatungszentrum wird durch den Landkreis und das Kreisjugendamt Musterort finanziert und ist zuständig für die Ortsteile M., B. , U. und A..

Das Team des Familienberatungszentrums besteht aus der/dem zuständigen SachbearbeiterIn des Jugendamtes, einer/einem ProjektleiterIn sowie den MitarbeiterInnen der freien Träger. Bei den MitarbeiterInnen der freien Träger handelt es sich um Pädagogische Fachkräfte aus den Bereichen der Sozialarbeit/ -pädagogik und Erziehungswissenschaft des Caritasverbandes der Region SchaumbergBlies e.V. sowie der Stiftung Hospital Musterort. Als „Sozialpädagogische Familienhilfe“ (SPFH) stellt das Familienberatungszentrum eine Hilfe zur Erziehung (HzE) dar und ist im §31 des „Achten Sozialgesetzbuches“ (SGB VIII) im Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) verankert:

„Sozialpädagogische Familienhilfe soll durch intensive Betreuung und Begleitung Familien in ihren Erziehungsaufgaben, bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, der Lösung von Konflikten und Krisen sowie im Kontakt mit Ämtern und Institutionen unterstützen und Hilfe zur Selbsthilfe geben. Sie ist in der Regel auf längere Dauer angelegt und erfordert die Mitarbeit der Familie“ (§31 SGB VIII).

Nach §27 Abs. 1 SGB VIII hat ein Personenberechtigter dann Anspruch auf Hilfe (Hilfe zur Erziehung), „wenn eine dem Wohl des Kindes oder des Jugendlichen entsprechende Erziehung nicht gewährleistet ist und die Hilfe für seine Entwicklung geeignet und notwendig ist“ (vgl. § 27 Abs. 1 SGB VIII). Diese Hilfe bietet eine beratende, begleitende und unterstützende Leistung für junge Menschen und ihre Familien in ihrer Lebenswelt und Gemeinde. Die jeweilige Hilfe wird in Form von zeitnahen Kontaktgesprächen mit der Familie mit Richtungs- und Handlungszielen vereinbart und danach von Seiten des Jugendamtes als fachlich angemessen und rechtmäßig bestätigt. Die Umsetzung des sozialraumorientierten Projekts wird in der Hoffnung getragen, dass der teilweise drastische Anstieg der Kosten in den Jugendhilfehaushalten gestoppt und die Ressourcen in den Hilfen zur Erziehung effektiver gesteuert werden können.

Darüber hinaus steht das Team des Familienberatungszentrums vor Ort für Beratungsgespräche zur Verfügung und führt Präventionsprojekte durch. Die Beratung im FBZ ist kostenfrei, wird unbürokratisch geleistet und kann auf Wunsch anonym erfolgen. Die Inhalte der Beratungsgespräche werden vertraulich behandelt. Eltern und erziehungsberechtigte Personen, LehrerInnen, Kinder und Jugendliche können sich jederzeit an das Familienberatungszentrum wenden und Themen wie Erziehungsschwierigkeiten, Konflikte zwischen Eltern und Kind, Sorgen und Probleme in der Familie oder der Schule ansprechen.

Das Familienberatungszentrum M. kooperiert mit verschiedensten Institutionen, wobei sich hier auf die Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Ganztagsschule M. beschränkt wird. Wie wir im Kapitel 3 sehen werden, ist die Zusammenarbeit von Ganztagsschule und Familienberatungszentrum, allgemeiner gesprochen: die Zusammenarbeit von Ganztagsschule und Jugendhilfe, äußerst sinnvoll und wichtig.

Bei der Freiwilligen Ganztagsschule M. handelt es sich um eine Regeleinrichtung, in der Kinder des Grundschulalters betreut werden. Sie besteht seit dem Jahre 2008 und wird von der Gemeinde M. finanziert. Während der Schulzeit sind derzeit 115 Kinder für die Betreuung in der FGTS angemeldet und die Tendenz der Anmeldungen ist laut Angaben der MitarbeiterInnen steigend. Die Anzahl der Kinder variiert Tag für Tag, da viele Kinder nur an bestimmten Tagen in der Einrichtung sind. In den Osterferien waren es bis zu 30 Anmeldungen. Die FGTS ist insgesamt mit sieben ErzieherInnen und zwei pädagogischen Fachkräften für Bildung und Betreuung besetzt. Die Einrichtung arbeitet eng mit der direkt angrenzenden Grundschule zusammen, wobei regelmäßige Team-Sitzungen stattfinden. Betreuungsinhalte der FGTS sind das Anfertigen von Hausaufgaben sowie eine vielfältige Auswahl an Freizeitaktivitäten, Kreativangeboten, Projekten und AGs. Es besteht zudem die Möglichkeit einer Kurzzeitbetreuung und die bereits oben erwähnte Ferienbetreuung. Es wird ein warmes Mittagessen angeboten, welches gemeinsam im Bistro eingenommen wird. Dabei wird das gemeinsame Tischdecken, Essen oder die Nachbereitung als soziale Gruppenaufgabe angesehen. Die Freizeitgestaltung besitzt einen hohen Stellenwert, welche unter anderem Spielen im Freien, kreatives Gestalten, Einzelarbeiten sowie Gruppen- und Gesellschaftsspiele beinhaltet.

2.3 Meine Tätigkeiten

Meine Tätigkeiten beim Familienberatungszentrum M. waren sehr vielfältig. Zum einen begleitete ich die MitarbeiterInnen des FBZ zu Familiengesprächen und -beratungen, wozu ich jeweils Aktenvermerke anfertigte, die dazu dienen sollen, Vorgehensweisen genau zu dokumentieren und die Situation des Klienten festzuhalten. Die sogenannten „Hilfeplangespräche“ fanden in Form eines Hausbesuches statt.

Zum anderen fand jede Woche eine Sitzung mit dem gesamten Team des FBZ M. statt, in der die behandelten Fälle und sonstige Angelegenheiten, die während der Woche stattfanden, besprochen wurden. Dabei verfolgte ich die Diskussionen unter den MitarbeiterInnen aufmerksam mit, um die Lage der einzelnen Fälle nachvollziehen zu können. In einer Teamsitzung übernahm ich die Rolle des Protokollanten. Das Protokoll steht für alle MitarbeiterInnen in einem Ordner zur Verfügung und wird an die ProjektleiterIn und die SachbearbeiterIn des Jugendamtes ausgehändigt.

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Die Förderung an einer Freiwilligen Ganztagsschule. Motivationen, Beschreibung der Einrichtung und Projektarbeit
Hochschule
Universität Trier
Note
2,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
15
Katalognummer
V302130
ISBN (eBook)
9783668006607
ISBN (Buch)
9783668006614
Dateigröße
408 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
förderung, freiwilligen, ganztagsschule, motivationen, beschreibung, einrichtung, projektarbeit
Arbeit zitieren
Tatjana Müller (Autor), 2013, Die Förderung an einer Freiwilligen Ganztagsschule. Motivationen, Beschreibung der Einrichtung und Projektarbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302130

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