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Die erste frei gewählte Volkskammer der DDR und ihr Beitrag zur Wiedervereinigung

Título: Die erste frei gewählte Volkskammer der DDR  und ihr Beitrag zur Wiedervereinigung

Trabajo Escrito , 2015 , 14 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anne Giermann (Autor)

Historia - General
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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der 10. Volkskammer der DDR, welche als erste und letzte frei gewählte Volkskammer der Deutschen Demokratischen Republik in die Geschichte einging. Diese „hat bisher im Schatten der Zeitgeschichte gestanden“, beklagt der deutsche Politiker Hans-Jürgen Misselwitz in dem von ihm herausgegebenen Werk „Mandat für deutsche Einheit“. Er lobt anschließend die herausragende Arbeit der Volkskammer und betont ihre Besonderheiten.
Besonders war sie in der Tat und das lag nicht nur daran, dass sie die erste frei gewählte Volkskammer in der DDR war, sondern auch daran, dass sie in erster Linie dem Willen des Volkes verpflichtet war. Zum ersten Mal gab es eine Volkskammer, die keiner übergeordneten Partei Rechenschaft schuldete.

Aufgrund der außergewöhnlichen Umstände unter denen die zehnte Volkskammer ihre Arbeit aufnahm, stand sie zum Teil außergewöhnlichen Herausforderungen gegenüber. Eben diese Herausforderungen sollen in der vorliegenden Arbeit genauer beleuchtet werden. Dazu soll kurz der Weg zu den ersten freien Wahlen umrissen und anschließend auf die größten Hürden der Volkskammer eingegangen werden.
Ziel der Arbeit ist es herauszufinden, welchen Beitrag die zehnte Volkskammer zur Wiedervereinigung Deutschlands leistete, ob es ihr gelang den Wünschen und Hoffnungen der DDR-Bürger gerecht zu werden und an welchen Stellen sie eventuell scheiterte.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Vorwort

II. Hauptteil

1. Der Weg zu freien Wahlen

2. Die ersten Hürden für die neue Volkskammer

3. Wirtschaftliche Probleme und Aspekte

4. Der Beitritt zur Bundesrepublik

III. Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle der zehnten Volkskammer der DDR als erstes und einziges frei gewähltes Parlament der Deutschen Demokratischen Republik. Ziel ist es, ihren spezifischen Beitrag zum Prozess der deutschen Wiedervereinigung zu analysieren, die Herausforderungen ihrer kurzen Amtszeit zu bewerten und zu hinterfragen, inwiefern sie den Erwartungen der DDR-Bürger gerecht werden konnte.

  • Die Demokratisierung und der Weg zu den ersten freien Wahlen 1990
  • Herausforderungen der parlamentarischen Routine und Überprüfung der Abgeordneten
  • Die verfassungsrechtliche Neuausrichtung und soziale Grundrechte
  • Auswirkungen der Wirtschafts- und Währungsunion
  • Der formale Beitrittsprozess zur Bundesrepublik Deutschland

Auszug aus dem Buch

2. Die ersten Hürden für die neue Volkskammer

Der Alltag in der zehnten Volkskammer wurde häufig, auch von den damaligen Akteuren selbst, als amateurhaft, improvisiert und zum Teil unberechenbar beschrieben. Die beteiligten mussten sich den demokratischen Alltag zunächst erarbeiten. Dies brachte jedoch nicht nur negative Aspekte mit sich. „Im von Fraktionszwang […] und Regierungsvorlagen dominierten Alltag westlicher Volksvertretungen“ ergeben sich nur äußerst selten Beschlüsse, die auf den individuellen, durch gemeinsamen Austausch gefassten Entscheidungen der Abgeordneten basieren. Die mangelnde Routine war also Vor- und Nachteil zugleich.

Eine weitere Hürde stellte das zum Teil vorherrschende Misstrauen dar, welches allerdings eher von Seiten der westlichen Medien und des Neuen Forums kam, als von der breiten Bevölkerung. Es stellte sich für einige die Frage, wie stark das Diktaturpersonal noch präsent war. In seiner am 26.03.1990 erschienen Ausgabe will der Spiegel wissen: „Auf den gerade erst frei gewählten 400 Abgeordneten der DDR-Volkskammer lastet ein schwerer Verdacht: Haben viele von ihnen im SED-Staat Spitzeldienste für die Staatssicherheit geleistet?“ Das Neue Forum rief zu entsprechenden Protesten auf. Am 12. April 1990 wurde daraufhin ein zeitweiliger Überprüfungsausschuss eingesetzt. Der Abschlussbericht wurde am 28. September vorgelegt. Die folgenden Empfehlungen zum Rücktritt der Belasteten waren nicht rechtlich bindend. Dennoch legten Fünfzehn Abgeordnete wegen ihrer MfS-Zusammenarbeit ihr Mandat nieder.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Vorwort: Die Einleitung beleuchtet die historische Bedeutung der zehnten Volkskammer als erste frei gewählte Vertretung der DDR und definiert die Zielsetzung der Analyse.

II. Hauptteil: Dieser Abschnitt behandelt den Weg zu freien Wahlen, die strukturellen und personellen Hürden der neuen Volkskammer, die wirtschaftliche Transformation sowie den formalen Beitritt zur Bundesrepublik.

III. Fazit: Das Fazit bilanziert die Leistung der Volkskammer unter den Bedingungen von Zeitdruck, politischer Unerfahrenheit und dem Erfordernis der schnellen nationalen Einheit.

Schlüsselwörter

DDR, zehte Volkskammer, Wiedervereinigung, friedliche Revolution, Demokratisierung, Währungsunion, Einigungsvertrag, DDR-Verfassung, Mandat, SED, Treuhand, Beitritt, Parlament, politische Transformation, Souveränität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die historische Rolle und die Arbeitsweise der zehnten Volkskammer der DDR im Jahr 1990, die als erste und letzte frei gewählte Vertretung den Übergang zur deutschen Wiedervereinigung maßgeblich gestaltete.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Themen gehören die Demokratisierung der Wahlen, die Überwindung des SED-Erbes im Parlament, die schwierigen wirtschaftlichen Transformationsprozesse sowie der verfassungsrechtliche Weg zum Beitritt der DDR zur Bundesrepublik.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Die Autorin untersucht, welchen konkreten Beitrag die Volkskammer zur deutschen Einheit leistete und ob es ihr gelang, den Wünschen der Bevölkerung in dieser Umbruchphase gerecht zu werden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Zeitzeugnissen, parlamentarischen Protokollen, Fachliteratur und zeitgenössischen Medienberichten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in vier Sektionen: den Weg zu freien Wahlen, die internen parlamentarischen Hürden, die wirtschaftliche Krise und Transformation sowie den Prozess des Beitritts nach Artikel 23 des Grundgesetzes.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Wiedervereinigung, Volkskammer, Transformationsprozess, parlamentarische Arbeit, Einigungsvertrag und wirtschaftliche Souveränität.

Warum stand die Volkskammer unter einem so starken Zeitdruck?

Der Zeitdruck resultierte aus dem fortschreitenden ökonomischen Zerfall der DDR-Wirtschaft und dem dringenden Wunsch der Bevölkerung sowie der Bundesregierung nach einer schnellen Wiedervereinigung, was Experimente oder langwierige Debatten kaum zuließ.

Wie wurde mit der Problematik belasteter Abgeordneter umgegangen?

Es wurde ein zeitweiliger Überprüfungsausschuss eingesetzt, um den Vorwürfen der MfS-Zusammenarbeit nachzugehen, was schließlich zum Rücktritt von fünfzehn Abgeordneten führte.

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Detalles

Título
Die erste frei gewählte Volkskammer der DDR und ihr Beitrag zur Wiedervereinigung
Universidad
University of Leipzig  (Historisches Seminar)
Curso
Seminar: Die friedliche Revolution in der DDR
Calificación
1,3
Autor
Anne Giermann (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
14
No. de catálogo
V302418
ISBN (Ebook)
9783668002524
ISBN (Libro)
9783668002531
Idioma
Alemán
Etiqueta
DDR Wiedervereinigung Volkskammer
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anne Giermann (Autor), 2015, Die erste frei gewählte Volkskammer der DDR und ihr Beitrag zur Wiedervereinigung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302418
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