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Tatmotivierende und -auslösende Hintergründe bei sexualpathologischen Serientätern am Beispiel von Frank Schmökel

Título: Tatmotivierende und -auslösende Hintergründe bei sexualpathologischen Serientätern am Beispiel von Frank Schmökel

Tesis (Bachelor) , 2014 , 65 Páginas , Calificación: 1.0

Autor:in: Jana Koschate (Autor)

Sociología - Derecho y Delincuencia
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„Immer verunsichert das Eintreten eines Serienmörders viele Mitbürger, schränkt sie in ihrem Verhalten ein, stört die Geborgenheit der engsten Umwelt und verleitet zu radikalen Forderungen an Politik und Polizei. Das macht die Beschäftigung mit den Serientätern so notwendig und rechtfertigt jeden Aufwand, unerkannte Serientäter als solche zu entlarven, sie aufzuspüren und dingfest zu machen“ (Hamacher 2002, S. 8).
Hans-Werner Hamacher erläutert soziologisch, warum das Phänomen Serienmord einer expliziten Aufschlüsselung bedarf, was Motive und Auslöser für das Begehen serieller Straftaten angeht. Die Befassung mit der tiefgreifenden Komplexität tatmotivierender und tatauslösender Faktoren, soll somit Ziel dieser Arbeit sein. Zu Beginn wird zunächst eine allgemeine Definition von Serienmord gegeben, während im Anschluss daran der Fokus auf der multifaktoriellen Entwicklung zum Serienmörder liegt. Im Rahmen dieser theoretischen Hintergründe soll insbesondere die Sozialisation der zukünftigen Täter, ihre Bindungsbeziehungen und ihre Identitätsentwicklung näher betrachtet werden, um den Fragen nach den Auslösern für eine sexualpathologische Entwicklung nachzugehen. Die Komplexität des Phänomens Serienmord wird weiterführend anhand von risikosteigernden Fehlentwicklungen im Kindes- und Jugendalter erklärt, zu denen oftmals Paraphilien wie Pädophilie, Sadismus, Sodomie und - als höchste Steigerung - der Sexualmord zählen. Es wird versucht, mit Hilfe gängiger Forschungsliteratur ein Täterprofil zu erstellen und sich mit den psychischen Innenwelten der Täter zu befassen, um eine möglichst umfangreiche sexualpathologische Topographie zu konstituieren. Pädophile, sadistische und anderweitig pervers-pathologische Vorlieben werden oftmals von Persönlichkeitsstörungen begleitet, unter denen die antisoziale Persönlichkeitsstörung die häufigste Komorbidität darstellt. Auf deren Ätiologie wird im Zusammenhang mit Serientätern im Anschluss eingegangen. In einem nächsten Schritt, nachdem sämtliche Motive und Auslöser zu einem Täterprofil des Phänomens Serienmord geführt haben, werden die psychischen Innenwelten der Täter aus pädagogischer und psychologischer Distanz heraus betrachtet. Abschließend wird anhand eines Fallbeispiels das theoretisch nachvollzogene Konstrukt Serienmord auf den Serientäter Frank Schmökel übertragen, um zu einer umfassenden Persönlichkeitsanalyse zu gelangen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Phänomen Serienmord: Allgemeines und Definition

3. Multifaktorielle Entwicklung zum Serienmörder

3.1 Sozialisation

3.2 Bindung und Beziehung

3.2.1 Bindungsphasen

3.2.2 Bindungsmuster

3.2.3 Bindungsstörungen

3.2.3.1 Bindungserfahrungen und Persönlichkeitsstörungen

3.2.3.2 Bindungserfahrungen und Gewaltdelinquenz

3.3 Identitäts- und Sexualitätsentwicklung

3.4 Paraphilien

3.4.1 Sodomie

3.4.2 Pädosexualität

3.4.3 Sadismus

3.4.4 Sexualmord

3.5 Serienmord und Antisoziale Persönlichkeitsstörung

3.5.1 Die antisoziale Persönlichkeitsstörung

3.5.2 Die antisoziale Persönlichkeitsstörung und Straftäter

4. Serienmörder

4.1 Situations- und Persönlichkeitstäter

4.2 Tatmotivierende risikorelevante Problembereiche

4.3 Zur kriminogenen Dynamik von Hoch-Risiko-Phantasien

4.4 Implizite Theorien und ihre tatmotivierende Bedeutung

4.5 Psychische Verlaufsphasen zu sexualpathologischen Tötungsdelikten

5. Fallbeispiel Frank Schmökel

5.1 Kurzbiographie und kriminogene Dynamik

5.2 Persönlichkeitsanalyse

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexen Hintergründe, die zur Entwicklung eines Serienmörders führen, mit dem Ziel, die psychischen und sozialen Auslöser für sexualpathologische Tötungsdelikte zu identifizieren. Anhand des Fallbeispiels Frank Schmökel wird analysiert, wie sich traumatische Sozialisationserfahrungen, Bindungsstörungen und deviante Phantasien zu einem Täterprofil verbinden, das eine rationale Vorhersage und Prävention erschwert.

  • Analyse der multifaktoriellen Entwicklung vom Kindesalter bis zur Delinquenz.
  • Untersuchung der Bedeutung von Bindungsstörungen und antisozialen Persönlichkeitsstrukturen.
  • Differenzierung zwischen Situations- und Persönlichkeitstäter anhand risikorelevanter Problembereiche.
  • Psychologische Dekonstruktion von Hoch-Risiko-Phantasien und deren Umwandlung in die Realität.

Auszug aus dem Buch

4.5 Psychische Verlaufsphasen zu sexualpathologischen Tötungsdelikten

„Gewaltdelikter und insbesondere Serientäter, die von sadistischen oder fetischistischen Tötungsphantasien angetrieben werden und schließlich sexualpathologisch affizierte Verbrechen begehen, durchlaufen regelmäßig einen spezifischen und gleichartigen Entwicklungs- und Handlungszyklus“ (Foerster 2013b, S. 5), der durch sieben charakteristische Phasen gekennzeichnet ist. Diese sieben Phasen werden hier in Anlehnung an Harbort (2012) und Foerster (2013b) näher erläutert.

1. Konditionierungsphase/Genese: Die späteren Täter wurden in ihrer frühen Kindheit (z.T. auch Jugend) mit einem spezifischen Schlüsselreiz konfrontiert, der den Anstoß für eine abnorme sexuelle und/oder aggressiv-sadistische Erlebnisrichtung gegeben hat und somit einen gravierenden Einschnitt in der Gesamtentwicklung der Person darstellt (vgl. Foerster 2013b, S. 5/Harbort 2012, S. 299). Es können sowohl emotional belebende, als auch seelisch belastende, traumatische Schlüsselreize gewesen sein, sodass die seelischen Konflikte des zukünftigen Täters gewaltkontaminierte Verhaltensweisen entstehen lassen können (vgl. Harbort 2012, S. 299f). Das Schlüsselerlebnis wird von einem zunächst als diffus wahrgenommenen Lustgefühl begleitet und stellt somit den Auslöser für eine stark dominierende Wahrnehmung psychosexueller Schlüsselreize dar.

2. Entwicklungsphase/Identifikation: In dieser Phase tauchen die Schlüsselreize in Form von Phantasien erneut im Bewusstsein auf. Sie verfestigen sich und bilden sich zu Gewaltphantasien aus, sodass sich die Betroffenen auf sexuell-sadistische und perverse Aktivitäten fixieren, die sich ausschließlich auf fremde Personen konzentrieren (vgl. Foerster 2013b, S. 5f). In einer Parallelwelt steigern sich die imaginierten Gewalttaten zu Hoch-Risiko-Phantasien, die während der Verlaufsphasen das Bewusstsein überlagern und zunehmend die Vorstellungswelt des späteren Täters beherrschen. Ihre Inhalte und Intensität steigern sich bis zum Endstadium, in dem unter anderem die Tötungshandlung vorkommen kann und stabilisieren kurzzeitig die labile Persönlichkeit des Betroffenen (vgl. Harbort 2012, S. 300).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Serienmordes ein und definiert das Ziel der Arbeit, die komplexen Motive und Auslöser für serielle Tötungsdelikte zu erforschen.

2. Phänomen Serienmord: Allgemeines und Definition: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über Definitionen des Serienmordes und diskutiert die Herausforderungen bei der Abgrenzung von anderen Deliktsformen wie dem Massenmord.

3. Multifaktorielle Entwicklung zum Serienmörder: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Sozialisation, Bindungstheorien und Persönlichkeitsstörungen behandelt, die die Basis für die Entwicklung devianten Verhaltens bilden.

4. Serienmörder: Dieses Kapitel analysiert die psychischen Verlaufsphasen, Hoch-Risiko-Phantasien und die Bedeutung impliziter Theorien für die Tatplanung und -ausführung.

5. Fallbeispiel Frank Schmökel: Anhand einer detaillierten Biographie und Persönlichkeitsanalyse werden die theoretischen Erkenntnisse auf den konkreten Fall des Täters Frank Schmökel angewendet.

6. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und betont die Notwendigkeit einer frühzeitigen pädagogischen Deliktprävention.

Schlüsselwörter

Serienmord, Frank Schmökel, Sozialisation, Bindungsstörung, Antisoziale Persönlichkeitsstörung, Hoch-Risiko-Phantasien, Sexualpathologie, Gewaltprävention, Täterprofil, Kriminogene Dynamik, Identitätsentwicklung, Paraphilien, Sadismus, Psychische Verlaufsphasen, Delinquenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entstehung und psychologischen Hintergründe von Serienmördern, wobei besonderes Augenmerk auf die Verbindung von Sozialisation, Persönlichkeitsstörungen und deviantem Verhalten gelegt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Bindungs- und Sozialisationstheorie, die Rolle der antisozialen Persönlichkeitsstörung sowie die psychische Dynamik, die zur Umwandlung von Phantasien in Tötungsdelikte führt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die tatmotivierenden und tatablösenden Faktoren zu entwickeln, die einen Menschen zum Serienmörder werden lassen, exemplifiziert am Fall von Frank Schmökel.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und die Anwendung dieser Erkenntnisse auf ein empirisches Fallbeispiel im Rahmen einer Einzelfallstudie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Täterentwicklung, die Beschreibung von Phasenmodellen der Tatbegehung und die spezifische Fallanalyse von Frank Schmökel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Wichtige Begriffe sind Serienmord, antisoziale Persönlichkeitsstörung, Bindungsstörungen, Hoch-Risiko-Phantasien und sexuelle Devianz.

Welche Bedeutung kommt der Bindungstheorie im Fall Schmökel zu?

Die Arbeit identifiziert eine unsicher-ambivalente bzw. desorientierte Bindungsentwicklung in der Kindheit als wesentliche Ursache für das spätere Unvermögen Schmökels, gesunde soziale Beziehungen aufzubauen.

Wie erklärt die Autorin die Eskalation von Schmökels Taten?

Sie beschreibt einen schleichenden Prozess der Gewöhnung und der psychischen Notwendigkeit, immer extremere Handlungen zu vollziehen, um eine kurzzeitige Befriedigung oder ein Gefühl der Omnipotenz zu erlangen.

Final del extracto de 65 páginas  - subir

Detalles

Título
Tatmotivierende und -auslösende Hintergründe bei sexualpathologischen Serientätern am Beispiel von Frank Schmökel
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz
Curso
Erziehungswissenschaft
Calificación
1.0
Autor
Jana Koschate (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
65
No. de catálogo
V302591
ISBN (Ebook)
9783668006362
ISBN (Libro)
9783668006379
Idioma
Alemán
Etiqueta
Serienmörder Frank Schmökel Sexualpathologie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jana Koschate (Autor), 2014, Tatmotivierende und -auslösende Hintergründe bei sexualpathologischen Serientätern am Beispiel von Frank Schmökel, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302591
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Extracto de  65  Páginas
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