Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Systemtheoretisch orientierte Sozialarbeit in Betrieben

Demografische Veränderungen und daraus resultierende veränderte Personalstrukturen in der Bundesrepublik Deutschland

Titel: Systemtheoretisch orientierte Sozialarbeit in Betrieben

Bachelorarbeit , 2013 , 48 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Florian Sapper (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Heute leben in Deutschland etwa 82 Millionen Menschen, 2060 werden es voraussichtlich nur noch 65 bis 70 Millionen sein. Daneben kommt es zu erheblichen Veränderungen in der Altersstruktur der Bevölkerung. Heute sind 20% der
Bevölkerung 65 Jahre oder älter. Bereits in den kommenden beiden Jahrzehnten wird der Anteil älterer Menschen deutlich steigen. `Im Jahr 2060 wird dann jeder Dritte mindestens 65 Lebensjahre durchlebt haben – jeder Siebente wird sogar 80 Jahre oder älter sein´ sagte der Präsident des Statistischen Bundesamtes (Destatis), Roderich Egeler, im Rahmen einer Pressekonferenz zur 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung (Destatis 2009: Pressemitteilung Nr. 435)

Diese Veränderungen stellen zukünftig eine der großen Herausforderungen für die Bundesrepublik Deutschland dar. Wurde der demografische Wandel lange Zeit als abstrakte Erscheinung nur marginal bedacht, sind die Auswirkungen
demografischer Veränderungen im Jahre 2013 deutlich zu spüren. Sie stellen die Gesellschaft sowohl finanz-, sozial- als auch arbeitsmarktpolitisch vor Probleme, deren Lösungen aktuell umfangreich diskutiert werden. In der folgenden
Arbeit wird nach den Möglichkeiten systemtheoretisch orientierter betrieblicher Sozialarbeit angesichts demografischer Veränderungen in der Bundesrepublik
Deutschland gefragt. Hierzu wird sich in dieser Arbeit vorwiegend mit den Auswirkungen demografischer Veränderungen auf Personalstrukturen in Betrieben
und den Möglichkeiten durch systemtheoretisch orientierte Sozialarbeit positiven Einfluss auf diese zu nehmen befasst. Es sollen im Kontext systemtheoretischer Überlegungen die Möglichkeiten betrieblicher Sozialarbeit thematisiert
werden die negativen Folgen demografischer Veränderungen auf die Personalstruktur zu mindern und das positive Entwicklungspotential dieser Veränderungen auszuschöpfen. Es soll aufgezeigt werden, wie systemtheoretisch orientierte betriebliche Sozialarbeit dazu beitragen kann Unternehmen zu helfen, ihre zukünftig veränderte Mitarbeiterstruktur optimal zu nutzen. Dies geschieht durch die Darlegung von Methoden und Kernkompetenzen Sozialer Arbeit und deren Einsatz, unter der Berücksichtigung eines systemtheoretischen Ansatzes, um
sowohl für den Betrieb, als auch für die Mitarbeiter nachhaltigen Nutzen zu generieren. Am Anfang der Arbeit steht die Einführung in das Problem des Demografischen Wandels und die sich daraus ergebenden Herausforderungen für
Betriebe in [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Demografische Veränderungen in der Bundesrepublik Deutschland

2.1 Der demografische Wandel

2.2 Ursachen demografischer Veränderungen

2.3 Fazit

3. Betriebe im Kontext demografischer Veränderung

3.1 Der Betrieb

3.2 Der demografische Wandel aus Sicht der Betriebe

3.2.1 Der Fachkräftemangel

3.2.2 Der ältere Mitarbeiter

3.2.3 Der Verlust „betriebsinternen Wissens“

3.3 Fazit

4. Betriebliche Sozialarbeit

4.1 Eine Einführung

4.2 Aufgaben und Arbeitsfelder betrieblicher Sozialarbeit

4.3 Methoden der betrieblichen Sozialarbeit

4.4 Fazit

5. Systemtheoretische Überlegungen zu Betrieb und demografischem Wandel

5.1 Die konstruktivistische Perspektive

5.2 Lebende Systeme

5.3 Systemsteuerung und Komplexitätsreduzierung

5.4 Das Prinzip der Emergenz

5.5 Fazit

6. Die systemtheoretisch orientierte betriebliche Sozialarbeit in der Praxis – Möglichkeiten zur Bewältigung demografischer Herausforderungen

6.1 Was die Betriebe tun müssen

6.2 Möglichkeiten des systemtheoretisch orientierten Sozialarbeiters im Betrieb

6.2.1 Diversity Coaching – Mit Vielfalt gegen Fachkräftemangel

6.2.2 Das Sichern betriebsinternen Wissens durch generationenübergreifendes Mentoring

6.2.3 Gesundheitsförderung – Präventive Maßnahmen für ältere Mitarbeiter

6.3 Fazit

7. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie eine systemtheoretisch orientierte betriebliche Sozialarbeit Unternehmen dabei unterstützen kann, die Herausforderungen des demografischen Wandels – insbesondere Fachkräftemangel, Überalterung der Belegschaft und Wissensverlust – zu bewältigen. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie der Sozialarbeiter als systemimmanente Kraft zur Stärkung und zum Selbsterhalt des Systems Betrieb beitragen kann.

  • Demografischer Wandel in Deutschland
  • Herausforderungen für betriebliche Personalstrukturen
  • Grundlagen der systemtheoretischen Perspektive
  • Methoden der betrieblichen Sozialarbeit (Diversity Coaching, Mentoring, Gesundheitsförderung)
  • Systemische Stabilisierung des Betriebs

Auszug aus dem Buch

Die konstruktivistische Perspektive

Konstruktivismus „..meint allgemein diejenigen erkenntnis- und wissenschaftstheoretischen Richtungen, die die konstituierenden Leistungen des Beobachters im Erkenntnisprozess betonen bzw. die einen darauf bezogenen konstruktiven Begründungsbegriff zugrundelegen [sic!] (Prechtl 2008: 310).

Der Konstruktivismus stellt einen Oberbegriff für verschiedene konstruktivistische-erkenntnistheoretische Strömungen dar. Aufgrund der Komplexität der verschiedenen Strömungen wird nachstehend nur das alle verbindende Element herausgestellt. Alle konstruktivistischen Strömungen gehen davon aus, dass der Mensch bzw. ein System seine Wirklichkeit selbst konstruiert. Der Mensch bzw. ein System sind nicht in der Lage die Wirklichkeit der Dinge objektiv exakt zu erfassen. Dies hat vielfältige Ursachen. Beispielsweise ist der Mensch an seine Sinne gebunden und nimmt daher Dinge die außerhalb seiner Sinneswahrnehmung liegen gar nicht erst auf. Somit steht ihm nur ein bestimmter Teil der „Wirklichkeit“ zur Verfügung. Jedes System, auch wenn nicht zu objektiver Erkenntnis fähig, muss in seiner Lebensumwelt überlebensfähig sein. Es muss sich orientieren können und verlässliche Konstanten besitzen an denen es sich ausrichten kann. Aufgrund dessen konstruieren Systeme ihre eigene subjektive Wirklichkeit. Für das System ist „die einzige Bedingung bei der Erschaffung der eigenen Wirklichkeit die, dass diese Wirklichkeitskonstruktion Anschlusshandlungen für die Weiterführung des Lebens ermöglicht“ (Krings-Sarhan 2012: 70). Objektivität ist also nicht bedeutsam, wichtig ist die Sicherung der Lebens- und Überlebensfähigkeit des Systems durch die eigene Konstruktion von Wirklichkeit. An dieser Stelle stellt sich die Frage, was die konstruktivistische Perspektive für die Betriebe angesichts des demografischen Wandels bedeutet? Oft wird kritisiert, dass Betriebe nicht ausreichend schnell auf Veränderungen reagieren. Häufig ist fehlende Adaptionsfähigkeit der Grund für Konkurs und Schließung von Betrieben. Obwohl schon lange bekannt ist, dass der demografische Wandel zukünftig Herausforderung mit sich bringt, verhalten sich viele Betriebe abwartend und halten an alten Strukturen fest.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die demografische Situation in Deutschland und die Forschungsfrage nach den Möglichkeiten einer systemtheoretisch orientierten betrieblichen Sozialarbeit.

2. Demografische Veränderungen in der Bundesrepublik Deutschland: Analyse der Ursachen für den demografischen Wandel, insbesondere Geburtenrückgang, Lebenserwartung und Migrationsbewegungen.

3. Betriebe im Kontext demografischer Veränderung: Untersuchung der spezifischen Auswirkungen auf Unternehmen wie Fachkräftemangel, Überalterung und Wissensverlust.

4. Betriebliche Sozialarbeit: Darstellung klassischer Methoden und Aufgabenbereiche der betrieblichen Sozialarbeit als problemorientierte Unterstützung.

5. Systemtheoretische Überlegungen zu Betrieb und demografischem Wandel: Einführung in konstruktivistische Prinzipien und die Sichtweise des Betriebes als soziales, selbsterhaltendes System.

6. Die systemtheoretisch orientierte betriebliche Sozialarbeit in der Praxis – Möglichkeiten zur Bewältigung demografischer Herausforderungen: Vorstellung konkreter Handlungsfelder wie Diversity Coaching, Mentoring und Gesundheitsförderung zur Unterstützung der Organisationsentwicklung.

7. Resümee: Zusammenfassende Einschätzung der systemtheoretischen Weiterentwicklung betrieblicher Sozialarbeit als Notwendigkeit für zukunftsfähige Unternehmen.

Schlüsselwörter

Demografischer Wandel, Betriebliche Sozialarbeit, Systemtheorie, Fachkräftemangel, Wissensmanagement, Diversity Coaching, Mentoring, Gesundheitsförderung, Konstruktivismus, Emergenz, Personalentwicklung, Systemgrenzen, Soziales System, Altern, Organisationsentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen des demografischen Wandels in Deutschland auf die Personalstrukturen von Betrieben und den Möglichkeiten, wie eine systemtheoretisch orientierte betriebliche Sozialarbeit hierbei unterstützend wirken kann.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die zentralen Themen sind der demografische Wandel, klassische sowie systemtheoretische betriebliche Sozialarbeit und spezifische Instrumente wie Diversity Coaching und Mentoring.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Betriebe durch eine systemische Betrachtungsweise ihre Widerstandsfähigkeit stärken und Herausforderungen wie Fachkräftemangel und Wissensverlust aktiv bewältigen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Übertragung systemtheoretischer Konzepte (nach Luhmann, Maturana u.a.) auf den Kontext betrieblicher Sozialarbeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der demografischen Herausforderungen, die Grundlagen der klassischen betrieblichen Sozialarbeit, die theoretische Fundierung durch die Systemtheorie und die praktische Anwendung neuer Interventionsmethoden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Systemtheorie, Demografischer Wandel, Betriebliche Sozialarbeit, Diversity Coaching und Mentoring.

Warum wird der Betrieb in dieser Arbeit als "lebendes System" betrachtet?

In Anlehnung an biologische Systemtheorien wird der Betrieb als soziales System gesehen, das Grenzen zu seiner Umwelt besitzt, diese zur Komplexitätsreduzierung nutzt und sich durch interne Regeln selbst organisiert.

Welche Rolle spielt das Prinzip der "Emergenz" in der betrieblichen Praxis?

Emergenz bedeutet, dass durch das Zusammenwirken der Elemente eines Systems (z.B. in einem Team aus Mentor und Mentee) neue Qualitäten und Ideen entstehen, die über die Summe der Einzelleistungen hinausgehen.

Was ist der Kern des "Diversity Coachings" in diesem Modell?

Diversity Coaching zielt darauf ab, die durch den demografischen Wandel entstehende Heterogenität im Betrieb positiv zu nutzen, indem individuelle Unterschiede wertgeschätzt und als Ressource für das Gesamtsystem erschlossen werden.

Wie unterscheidet sich die systemtheoretische Sozialarbeit von der klassischen?

Während die klassische Sozialarbeit primär symptomorientiert bei individuellen Problemen eingreift, verfolgt die systemtheoretische Variante einen ressourcenorientierten Ansatz, der das gesamte System stärkt und proaktiv auf strukturelle Veränderungen reagiert.

Ende der Leseprobe aus 48 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Systemtheoretisch orientierte Sozialarbeit in Betrieben
Untertitel
Demografische Veränderungen und daraus resultierende veränderte Personalstrukturen in der Bundesrepublik Deutschland
Hochschule
Hochschule Coburg (FH)
Note
1,3
Autor
Florian Sapper (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
48
Katalognummer
V302635
ISBN (eBook)
9783668011854
ISBN (Buch)
9783668011861
Sprache
Deutsch
Schlagworte
systemtheoretisch sozialarbeit betrieben demografische veränderungen personalstrukturen bundesrepublik deutschland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Florian Sapper (Autor:in), 2013, Systemtheoretisch orientierte Sozialarbeit in Betrieben, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302635
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  48  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum